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Diskutiere im Thema Nicht ADHS aber Epigenetik und damit indirekt interessant im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Nicht ADHS aber Epigenetik und damit indirekt interessant

    stargazer schreibt:
    Vielleicht findet man ja in ein paar Jahren heraus, warum ADHS in den letzten Jahrzehnten zugenommen hat.
    So ganz glaube ich nämlich nicht, das es in dem Ausmass nur mit der Theorie von Dietrich oder der gesellschaftlichen Kultur oder Erziehung erklärbar ist.
    Ist das denn so, dass ADS in den letzte Jahrzehnten zugenommen hat?
    Woher kommen dann die ähnlich hohen prozentzahlen an ads betroffenen in allen bekannten Kulturen, einschließlich entwicklungsländern, nomadenstämmen und urwaldvölkern?
    (Dr. Barkley schreibt von bis ca. 6% in USA, bis zu 3% in entwicklungsländern, und vermutet hinter der niedrigeren Zahl eine höhere Sterblichkeit ads betroffener in diesen Ländern. ads ist eben ein überlebensrisiko)

    Die Diagnosen haben zugenommen, weil mehr wissen um das störungsbild vorhanden ist und mehr aufklärung geschieht.
    Für die meisten erwachsenen spätdiagnostizierten ist die Behauptung doch ein Hohn:
    Bis vor kurzer Zeit wussten sie selbst nicht, was das ist. Bis vor kurzem waren sie einfach "moralisch unzulänglich".

    Es hat trotzdem bislang ihr ganzes Leben beeinflusst.

    Theorie von dietrich: der hier?
    Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom: ADHS - Die Einsamkeit in unserer Mitte: Amazon.de: Karsten Dietrich: Bücher
    Den kenn ich nicht. "Grundlegend neue Sichtweise über die Entstehung und Ursachen von ADS" klingt für mich nicht wirklich vertrauenserweckend. Ich kann mich täuschen, es scheint auch nicht wirklich der übliche humbug zu sein. Selbst wenn was dran sein sollte: Er steht damit also offenkundig noch alleine, und das gängige Bild der Fachleute ist demnach ein anderes. Wenn Du also darauf deine skepsis beziehst: beschäftige dich vielleicht erst mal mit den gängigen theorien ?
    Die "gesellschaftlichen Kultur oder Erziehung" ist in Fachkreisen als ursache jedenfalls ausgesprochen gründlich wiederlegt. Die öffentliche Diskussion spiegelt die sicherheit der Wissenschaft zu diesem Thema absolut nicht wieder. Viele medizinischen theorien, die auch öffentlich als etabliert akzeptiert werden, wären froh, wenn sie eine so schön eindeutige Datenlage vorweisen könnten. Aber den üblichen kritikern ist beim theama ads keine studie beweiskräftig genug. Nicht einmal die schiere masse von immer gleichlautenden ergebnissen bringt ihre Ideologie ins wanken. Die sind natürlich alle von der Pharma gekauft und gefälscht.

    Es gibt eine handvoll mögliche Ursachen für ads. Sie sind praktisch durchweg biologischer natur. Die genetische komponente ist davon bei weitem die stärkste. Soziale oder psychische ursachen als auslöser für ein ads können praktisch ausgeschlossen werden. Kein nicht-ads kind kann durch irgendwelche erzeihungsfehler zu einem ads-kind gemacht werden. Es mag psychosen und verhaltensauffälligkeiten hervorbringen, aber kein ads. Und natürlich wird die ausprägung von ads durch erziehung und umwelt beeinflusst.

    Auch wenn das manchem schreiberling nicht ins konzept passt, aber so ist die datenlage. Wenn man dagegen ideologische einwände geltend machen will, muss man schon den wissenschafts- und medizinbetrieb grundsätzlich in frage stellen. Und genau das ist auch die gemeinsamkeit aller argumentation, die dieses bild nicht akzeptieren wollen. Sie gehen immer einher mit fundamentalkritik am wissenschaftsbetrieb und der medizin/psychiatrie.

  2. #12
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Nicht ADHS aber Epigenetik und damit indirekt interessant

    stargazer schreibt:
    Der Artikel widerspricht doch aber auch nicht der Theorie wie es sich normalerweise vererbt. Es ist nur eine weitere, oder?
    Seh ich auch so

  3. #13
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Nicht ADHS aber Epigenetik und damit indirekt interessant

    Der Artikel widerspricht doch aber auch nicht der Theorie wie es sich normalerweise vererbt. Es ist nur eine weitere, oder?

    Na da hab ich ja was angerichtet ... das ist die Vererbungstheorie. Die (seriöse, nicht das Geschwafelt von Lipton & Co) Epigenetik widerspricht ihr nicht, sie ist ein Teil, eine Ergänzung der modernen Vererbungslehre.

    Damit kann man die scheinbare Vererbung erworbener Eigenschaften und den Einfluss von Umweltbedingungen auf die Vererbung erklären.




  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Nicht ADHS aber Epigenetik und damit indirekt interessant

    Habe hier: http://stremotion.files.wordpress.co...-91-1-2012.pdf

    (auch, finde ich, wird ganz gut erklärt... mit dem dimmen des lichts und ein/aus schalten... was mit epigenetik
    gemeint ist.)

    was gefunden adhs und epigenetik....

    umgang mit stress / warum kommt es zum trauma? - umwelteinfluss -

    man sieht es als "anpassungs"- prozedere auf die umwelt...

    ... und meine theorie, da ich der meinung bin, dass die natürliche evolution ausgleicht/reguliert - ist es ein sich, den veränderten
    gegebenheiten, anpassen.... die uns stärker machen soll.

    immer wenn etwas "neues" entsteht - muss man das "alte" loslassen - dass hier ein paar korrelienzen (krankheitswert)
    entstehen - ist normal.

    (tief in mich drinnen bin ich eben der typ mensch - der gerne anders ist.... und daher mein blickwinkel, den man nicht so
    vertreten kann, da man sonst dazu neigt auch die schwierigkeiten im umgang mit der schwere der daraus resultierenden symtomatik
    als nicht gegeben zu betrachten - was bei mir keinesfalls der fall ist.)

    ich stosse immer wieder im zusammenhang mit adhs - auf trauma (stress) - also, wenn wir ein schaltmechanismus haben, das uns
    immer "auf der flucht" propagiert - weil wir das so "erlernt"/"vererbt" bekommen haben - wir einen höheren corti... sol konzentration im speichel haben...
    u.s.w. - hat es doch einen grund? also auch einen einsatz es mal aus diesem blickwinkel zu sehen - vorallem im umgang damit.

    anfälliger für traumata?

    gruss
    p.s. danke für den beitrag.
    Geändert von Smile (19.12.2012 um 14:49 Uhr)

  5. #15
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Nicht ADHS aber Epigenetik und damit indirekt interessant

    spannend auch..... gehirn plastisch.... einige muster kann man erlernen/verlernen
    die verschiedenen bahnen.

    wenn es in der epi-genetik ein marker gibt..... so würde das bedeuten, dass er veränderbar wäre....

    der umgang mit umwelteinflüssen ev. bewusst besser steuern könnte?

    umgang mit trauma (mikrotrauma)

  6. #16
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: Nicht ADHS aber Epigenetik und damit indirekt interessant

    Okay, Smiles Beitrag hab ich jetzt noch nicht gelesen, da aber viele Änderungen und neue Infos kamen schicke ich jetzt ab.

    @ IonTychi
    Es gibt eine handvoll mögliche Ursachen für ads. Sie sind praktisch durchweg biologischer natur. Die genetische komponente ist davon bei weitem die stärkste. Soziale oder psychische ursachen als auslöser für ein ads können praktisch ausgeschlossen werden. Kein nicht-ads kind kann durch irgendwelche erzeihungsfehler zu einem ads-kind gemacht werden. Es mag psychosen und verhaltensauffälligkeiten hervorbringen, aber kein ads. Und natürlich wird die ausprägung von ads durch erziehung und umwelt beeinflusst.
    Eine handvoll mögliche "Theorien (edit) für die Ursachen" solltest du sagen. Die Beweise sind ja alle noch nicht zufriedenstellend belegt, bzw. könnten es mehrere sein.

    Darum hatte ich ja die von Dietrich und die anderen vorurteilsbehafteten genannt. Um meine Aussage zu untermauern, hinsichtlich des Wunsches die genetische Grundlage einer ADHS zu erforschen, (weil das noch nicht ausrecihend belegt ist), war eine Vertiefung wie du sie jetzt noch einmal gebracht hast meiner Ansicht nach, eben gar nicht notwendig.

    Zu der Theorie von Dietrich kann ich nur sagen, sie klingt für mich nicht ausreichend, würde aber erklären, bzw. den "missing link" darstellen, warum es bei manchen stark ausgeprägt ist und bei wiederum anderen mit einer genetischen Präposition nicht zu Auffälligkeiten führt.

    Ich finde, es wird zu wenig in Betracht gezogen, das sich ADHS, gerade auch bei den Überschneidungsmöglichkeiten mit psychischen entwicklungshistorisch-
    reaktiven Persönlichkeitsstörungen, sehr oft verstecken kann und eine interdisziplinäre Betrachtung mehr Aufschluss gibt und auch der multimodale Behandlungsansatz darum bei ADHS den meisten Erfolg verspricht, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Danke trotzdem. :-)

    @Wildfang
    Okay, ja, nochmal zusammenfassend, es ist also die Theorie, das die Vererbungstheorie von Homosexualität sich jetzt durch die weitere Erforschung der Epigenetik beweisen lässt.

    Epigenetik ist die Anwendungslehre, wie die Genetik sozusagen ans bzw. ins Individuum gebracht wird und sich dort auswirkt.

    Die Programmierung / die Scripte / und Treiber arbeiten lässt, die dafür verantwortlich sind wie unsere Hardware später funktioniert.

    So?
    Geändert von stargazer (19.12.2012 um 15:05 Uhr)

  7. #17
    Ist hier zuhause

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    AW: Nicht ADHS aber Epigenetik und damit indirekt interessant

    Wildfang schreibt:

    Na da hab ich ja was angerichtet ... das ist die Vererbungstheorie. Die (seriöse, nicht das Geschwafelt von Lipton & Co) Epigenetik widerspricht ihr nicht, sie ist ein Teil, eine Ergänzung der modernen Vererbungslehre.

    Damit kann man die scheinbare Vererbung erworbener Eigenschaften und den Einfluss von Umweltbedingungen auf die Vererbung erklären.
    In dem Sinne ja. Im sinne der Fragestellung sehe ich nicht, dass die zwangsläufigkeit einer epigenetischen erklärung für homosexualität wirklich gegeben ist. Die erklärung ist in dem sinne nur eine weitere mögliche erklärung, die nach meinem verständnis die möglichkeit einer "klassischen" direkten genetischen vererbung durchaus nicht ausschließt.

    Schon gar nicht bedeuten die ergebnisse, dass homosexualität zu bestimmten teilen, vorwiegend oder gar ausschließlich eine erbliche eigenschaft ist. Sie bedeuten nur, dass überhaupt eine erbliche komponente vorhanden ist.

  8. #18
    Wohnt hier

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    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: Nicht ADHS aber Epigenetik und damit indirekt interessant

    ADHD - Awareness Weeks - Die Entwicklung der ADHS im Kind. Was Eltern und Pädagogen wissen müssen.

    Ich hatte diesen Link zu einem PDF von einem Vortrag von Dietrich schon mal bei einem seiner Bücher gepostet.

    Hat mit dem Artikel nichts zu tun, aber wer meinen Verweis verstehen mag, sollte sich das mal ansehen.

    Die interessanten Folien zu seiner Entstehungstheorie von ADHS sind etwas weiter hinten im PDF.

  9. #19
    Ist hier zuhause

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    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Nicht ADHS aber Epigenetik und damit indirekt interessant

    stargazer schreibt:

    Eine handvoll mögliche "Theorien" solltest du sagen. Die Beweise sind ja alle noch nicht zufriedenstellend belegt, bzw. könnten es mehrere sein.
    Mja - es gibt auch eine handvoll theorien. (Insbes. gibt es theorien, die mit der datenlage in übereinstimmung gebracht werden können, und welche, die das eindeutig nicht sind. stichwort realitätsresistenz)
    Zu den möglichen ursachen zählen weiterhin vorgeburtliche schädigungen durch rauchen, alkoholkonsum, andere wirkstoffe, geburtskomplikationen, gehirnverletzungen, ..etc., auch wenn die jeweils durchaus umstritten sind. Eine anständige theorie zu diesen prädisponioerenden faktoren gibt es weiterhin nicht, außer, dass man sie halt irgendwie als auslöser der stoffwechselprobleme / aktivitätsprobleme im frontalhirn in betracht ziehen kann. Problematisch dabei natürlich immer die statistisch relevante korrelation als "ursache" zu werten, da die eltern aufgrund der erblichkeit der ads eben schlicht eine größere disposition zum Rauchen, alkoholkonsum, vielleicht gar zu komplizierteren Geburten haben dürften.

    Auch ohne zugrundeliegende Theorie: Die statistiken und studien dazu sind da und unterstützen die idee, widerlegen sie jedenfalls nicht. Damit bleiben eine handvoll an möglichkeiten im rennen. Im gegensatz zu nichtbiologischen ursachen, die durchaus aus dem Rennen sind. Und für die man deshalb auch keine theorie mehr braucht. ADS-krititker, die aus ideologischen gründen an einer theorie festhalten, müssen deshalb die datenlage ignorieren, leugnen oder in frage stellen.

    Zu theorien:
    Die arbeitshypothese zur Neurotransmitter-stoffwechselstörung, vor allem dopamin, bleibt zur erklärung der spezifischen auswirkungen doch wieder auf der phänomenologischen beschreibung stecken, und richtig, genau da vermisse ich auch ein paar hierarchieebnenen an theoriegebäude.
    Am nähesten dran kommt (von dem, was ich kenne) die Idee von ads als störung der executivfunktionen, das von dr. russel Barkley in seinen Vorträgen so schön erklärt wird. Es ist auch in der lage, die vielgestaltigkeit in den ads-phänomenen zu erklären, und trotzdem einen spezifischen unterschied zu ähnlich aussehenden phänomenen bei anderen störungen abzugrenzen. (z.B. Gefühlsausbrüche nicht als problem der Gefühlszentren, sondern ein problem der nicht stattfindenden hemmung der Gefühlszentren)
    Und das als modell wohl auch einen deutlichen zuspruch bekommt. Immerhin hat meine ergotherapeutin das schon gekannt, obwohl sie von dem herrn barkley noch nichts gehört hat. In der üblichen populärwissenschaftlichen oder beratungsliteratur zum Thema hat sich das jedenfalls noch nicht niedergeschlagen, da habe ich das noch nie irgendwo gelesen.

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