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Diskutiere im Thema Zwar nicht über ADS (oder so wenig) aber über hanf als heilmittel im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    howie

    Gast

    AW: Zwar nicht über ADS (oder so wenig) aber über hanf als heilmittel

    @leilani - diese Kombo ist gefährlich

  2. #12
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.447

    AW: Zwar nicht über ADS (oder so wenig) aber über hanf als heilmittel

    Hallo alle,

    @ leilani: danke für deine beitrag! Ich kenne auch eine ADSler der es als wirksam gefunden hatte und als er gekifft hatte, hat er uahc irgendwie seine dosis gefunden. Es war klar eine fall von selbstmedikation und nicht von missbrauch (er hat kein rausch gesucht). Dann mit wirkstoff von apotheke ist er (ausser mit der sauteuere preis) zufrieden. Ich nehme auch dexamphetamin und bin damit zufrieden.
    Ich denke auch, wenn eine stoff mal "missbraucht" wird ist auch weil sie irgendwie wirkt... Was nicht wirkt, ist auch nicht so attraktiv...

    @ howie: Wenn es bei dich nichts bringt, dann bringt es nichts... Da war mein thema war nicht umbedingt "hanf bei ADS" (obwohl es ab und zu scheint etwas zu bringen) aber wie eine BTM nicht mal als medis erlaubt ist, wenn es hilft (bei andere diagnosen als ADS), obwohl es "schlimmeres" gibt. So was finde ich eben gar nicht logisch...
    Die ganze sache errinert mich auch an der problem mit der MPH: es ist zwar möglich es legal zu bekommen, es wirkt oft sogar sehr gut, aber es kommen immer wieder dumme zeug darüber im medien, was uns auch ein bisschen schadet. Wenn jemand mal morphin bekommt aus eine gute grund (krebs im endstadium), gibt es keine grosse theater, obwohl diese wirkstoff gefährlicher ist als MPH oder THC...

    lg

  3. #13
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.447

    AW: Zwar nicht über ADS (oder so wenig) aber über hanf als heilmittel

    howie schreibt:
    @leilani - diese Kombo ist gefährlich
    Wieso? Ich hätte gerne eine erklärung...

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 154

    AW: Zwar nicht über ADS (oder so wenig) aber über hanf als heilmittel

    Naja, ich habe pur konsumiert, um nicht durch Nikotin abhängiger zu werden. So manches Mal habe ich es mit der Dosis übertrieben, wenn ich zusätzlich noch Brownies mit Zeug drinnen gefuttert habe. Ein Mal hatte ich enorme Gleichgewichtsstörungen, aber insgesammt habe ich niemals die Kontrolle verloren. Ich habe das Zeug auch Alkoholvorgezogen, weil ich die Kontrolle über mich immer behalten wollte. Kontrolle soll heißen: ich weiß was ich mache, werde nicht unvernünftig, fange Streit an oder sonst was.

    Ich finde Cannabis viel harmloser als Alkohol, aber habe sowieso keine großen Sauferfahrungen, weil Cannabis damals meine bessere Altenative war.
    Ich hatte einigermaßen die Kontrolle über meinen Konsum, aber meine Stimmungslage in Pausen über Monate oder Wochen waren Depression, Suizidgedanken und Pessimismus.

    In Verbindung mit MPH oder Amph hatte und habe ich 0 Interesse an Cannabis, betrachte es realistischer und kritischer. Vorher hätte ich jede negative Wirkung ausgeschlossen.

    Außerdem hatte ich das Gefühl, dass man Kiffer echt leicht erkennt, wenn man selber Ahnung oder Erfahrung hat. Ich erkenne immer noch leicht welche, auch wenn die nüchtern sind, aber irgendwann die letzten Tage konsumiert haben. Selbst auf meiner Arbeit habe ich vor Jahren einen Konsumenten kennengelernt (durfte natürlich niemand von uns wissen).

    Ich erkenne es immer noch generell am Verhalten und Aussehen. Es gibt halt auch am Tag drauf oftmals die typischen Augenringe, Entspanntheit, Gestik . Außerdem sehen regelmäßige Konsumenten, die keine dunkle Hautfarbe haben oft etwas bleich/käsig aus, wirken teilweise (ggf. trotz Fressorgien) abgemagert.

    Natürlich gibt es auch Personen, denen ich es kaum amerke.

    Ein Großteil meiner Freunde sind Ex-Konsumenten, gelegentliche oder chronische Konsumenten. Es gibt ja immer die Vorurteile, dass Kifferfreundschaften eher platonisch sind und nur auf Cannabis basieren. Die Erfahrung habe ich nur selten gemacht. Generell habe ich Konsumenten gegenüber keine Aversionen, wie es einige Personen haben. Ich habe natürlich kein Assi-Kiffer kennen gelernt bzw. mich mit solchen abgegeben. Es gibt halt auch junge Leute, die es und sich enorm "cool" finden, aber meistens schon von Natur aus nicht die Schlausten sind.

    Es ist klar bewisen, dass vor allen Dingen der regelmäßige Konsum in jungen Jahren, wenn das Gehirn noch nicht vollständig entwickelt ist, zu psychischen Störungen und kognitiven Defiziten führen können. Das darf man nicht verallgemeinern, weil davon nicht jeder betroffen sein muss. Es muss eine Prädestinierung vorliegen, aber das lässt sich im Vornherein nicht feststellen.

    Wiederrum gibt es interessante medizinische Aspekte, die untersucht wurden, aber nicht in einer randomisierten Studie überprüft wurden.
    Das gestaltet sich auch nicht so einfach. Spontan fallen mir Behandlungsgebiete, wie Demenz, Bekämpfung und Zerstörung von Tumorzellen, Behandlung von psychichen Krankheiten durch den WIrkstoff CBD. Es lassen sich die Cannabinoide von Sorten testen. THC, CBD und CBN sind die wichtigsten Wirkstoffe und somit kann es individuelle Behandlungsbereiche geben.

    Sehr zuverlässig kann es vor allen Dingen gegen das Tourett-Syndrom eingesetzt werden. Manchmal ist Cannabis die letzte Therapiemöglichkeit (auch in anderen Gebieten), wenn alle Medikamente versagen oder zu starke Nebenwirkungen haben. Teilweise haben die Erkrankten sogar keine psychoaktiven (bitte nicht mit halluzinogen verwechseln) Wirkungen, sondern nur die Therapeutischen. Es ist nach wie vor für viele Betroffene in Deutschland schwer, diese Therapie in Anspruch nehmen zu dürfen. Leider ist es bei vielen Ärzten noch nicht durchgedrungen.

    Vor allen Dingen auch nicht in der Politik bzgl. der Vorteile einer Entkriminalisierung (habe ich bereits im letzten Beitrag erklärt) und Aufklärung. Ich finde das sehr enttäuschend und schädlicher für das Allgemeinwohl. Außerdem ist durch das organisierte Verbrechen oft gestrecktes Cannabis im Umlauf. Teilweise müssen Konsumenten schon Vorsichtig sein, weil es sonst lebensgefährlich werden kann. Unter anderem werden und wurden zum Strecken (mehr Gewicht und kleinere Menge = Gewinn steigt) der Blüten: Quarzsand, Zuckerwasser, Dünger, Glasstaub/Pulver, Blei und viele andere gesundheitsschädliche Stoffe verwendet. Es scheint vielen egal zu sein, dass die körperlich und psychischen Folgen für den Betroffenen schlimme Ausmaße annehmen können. Die Qualität lässt sich natürlich auch testen, aber das macht halt nicht jeder.

    Aus den Gründen und dem Preis bauen auch einige Konsumenten selber an. Das ist natürlich eine Straftat, die eine Geld- und ggf. sogar Haftstrafe nach sich ziehen kann. In dem Fall spielt es keine Rolle, ob es zum EIgenkonsum oder Handel angepflanzt wurde. Es besteht immer ein Risiko und uter Umständen ist Paranoia, erwischt zu werden, ein häufiger begleiter. In sofern sollten Entscheidungen nicht voreilig getroffen werden.

    Naja, ich habe Mal wieder eine Menge getextet, aber hoffe dass es nicht langweilig ist. Ich habe mich allerdings seit Ende letzten Jahres nicht mehr mit den Themen beschäftigt. Es wird mit SIcherheit einige neue und interessante Studien geben.

    Trotzdem bleibe ich 4 ever abstinent, weil es so für mich besser ist. Chillen kann ich auch so^^.

  5. #15
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.447

    AW: Zwar nicht über ADS (oder so wenig) aber über hanf als heilmittel

    Hallo gravel,

    Ich habe alles gelesen und fand deine beitrag sehr interessant!

    lg

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 154

    AW: Zwar nicht über ADS (oder so wenig) aber über hanf als heilmittel

    Ich war einfach in Schreiblaune und wollte ein bischen was von meinem Wissen und Erkenntnissen über das Thema preisgeben. Vielleicht hilft es ja auch dem Einen oder Anderen.

    Wissen über die Themen habe ich ursprünglich aus dem Internet, Recherchen, Dokumentationen etc. Es gibt halt hier und da immer sehr verquere Meinungen. Das Thema muss generell nüchtern und rational betrachtet werden. Substanzgebundene Liebe oder Hass, starke Abneigung und/oder Vorurteile machen für die Realität blind.


    Bei starken/chronischen Konsumenten stellt sich normalerweise ein Gewöhnungseffekt ein, so dass mehr konsumiert werden muss, um eine normale Wirkung zu spüren.
    Generell gibt es verschiedene Wirkungsmuster, die unter anderem an dem THC, CBD und CBN- Verhältnis liegen.

    Stoned, High oder von beidem etwas: Die Gedanken etc. können angeregt sein und der Körper ist schwer wie Blei.

    Ich hatte durchaus in guten Zeiten meinen Spaß damit.

    Auf eine Frage, wie "Bereuhst du es gekifft zu haben?" könnte ich nicht mit einem "Ja" oder "Nein" antworten.

  7. #17
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.447

    AW: Zwar nicht über ADS (oder so wenig) aber über hanf als heilmittel

    Hallo gravel,

    Deine wissen und vor allem deine erfarhung war interessant.

    Ich habe mit kiffen kein erfahrung. Aber ich fand der artikel interessant, weil er zeigt wie unlogisch manche gesetzten sind: es gibt viel gefährlicher als hanf der auch im medizin angewandt ist und es scheint dass hanf auch, wenn vernünftig angewandt ist, ein heilplanze sein kann.

    Langsam mache ich immer weniger unterschied zwischen medis und droguen... Eine selbe wirkstoff kann beides sein, der anwendung und vor allem der ziel macht der unterschied. Etwas dass gar nicht wirkt ist auch als rauschmittel gar nicht interessant. Was wirkt und "eine gutes gefühl" gibt ist eben sehr attraktiv...

    lg

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 55

    AW: Zwar nicht über ADS (oder so wenig) aber über hanf als heilmittel

    Leilani schreibt:
    Mein Psychiater hat gesagt, so wie ich es verwende hat es therapeutische Wirkung, trotzdem möchte ich jetzt, wo ich Dexamphetamin verschrieben bekommen habe gerne damit aufhören. Ist schliesslich ist es auch eine Kostenfrage.
    Ja das stimmt wohl. Ich kann mich an einen entsprechenden Satz im Buch "Lass mich, doch verlass mich nicht" von Cordula Neuhaus (übrigens sehr empfehlenswert) erinnern: "Manche registrieren beispielsweise, dass ihnen nach dem Genuss von THC schnell schlecht wurde oder aber, dass es die einzige Substanz sei, mit der sie sich beruhigen konnten".
    Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Auf mich hat beides zugetroffen: Zwar wurde mir schlecht (weshalb ich dann Unmengen an Cola konsumiert habe), aber der innere "Motor" wurde gedrosselt und ich konnte endlich "runterfahren". Auf diese Weise habe ich mich erfolgreich auf Prüfungen vorbereitet, weil ich sonst gar nicht das "Sitzleder" gehabt hätte. Es liegt mir aber fern jemandem dazu zu raten. Die Medikation mit THC birgt neben den gesundheitlichen auch verschiedene psychische Risiken. Bei mir hat es Ängste und Wahrnehmungsstörungen verstärkt. Viele von uns (mit ADHS) bringen die Voraussetzungen für Ängstzustände, Depressionen und Psychosen mit. Diese kann das THC enorm verstärken.
    In der Zwischenzeit habe ich den Konsum eingestellt. Natürlich fällt mir das schwer, nachdem ich mehr als die Hälfte meines Lebens damit Selbstmedikation betrieben habe (ohne das Wissen um die ADHS, aber sehr wohl mit dem Wissen, dass bei mir etwas "nicht ganz normal" ist): Ich kann schlecht einschlafen, wenn ich dann mal schlafe träume ich sehr intensiv (davon bin ich am nächsten Tag oft gerädert) und wenn abends die Medikamente (Focalin) nicht mehr wirken beginnt mein "Motor" zu überdrehen.
    Ich will Dich aber nicht demotivieren, bloss auch nicht verklären. Die positiven Aspekte sind: Ich kann, mich viel besser an Dinge erinnern, bin wesentlich klarer ohne die ständige "Glocke", meine Ängste sind viel weniger geworden (gegen null), mein chronischer Husten ist weg und nicht zuletzt spare ich viel Geld!

    Ich wünsche Dir viel Erfolg mit Deinem Vorsatz! Wenn Du möchtest darfst Du mir auch per PN Fragen stellen, stehe Dir gerne zur Verfügung wenn es hilft. Bin übrigens auch in der Region Basel aufgewachsen Liebe Grüsse und ein gutes, neues Jahr
    Ben

  9. #19
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.252

    AW: Zwar nicht über ADS (oder so wenig) aber über hanf als heilmittel

    gravel schreibt:

    Einige Kiffer wirken oft berauscht auch ein bisschen, wie ein ADSler nur entspannter. Halt verplant, vergesslich und ein bisschen à la Filmriss.
    Der Anteil der Cannabiskonsumenten unter den AD(H)Slern soll sehr hoch sein. Durchaus denkbar, dass o.g. "einige Kiffer" undiagnostizierte AD(H)Sler sind.

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 271

    AW: Zwar nicht über ADS (oder so wenig) aber über hanf als heilmittel

    Hier scheint sogar jemand eine Sondergenehmigung für Arzneiblüten aus Holland gegen ADHS bekommen zu habe
    http://www.youtube.com/watch?v=YPptR27AtFs

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