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Diskutiere im Thema heute journal 24.9.2012 im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 83

    AW: heute journal Beitrag 24.9.2012

    Ich finde den Beitrag grundsätzlich gut, denn er zeigt Alternativen. Ob ich diesem jetzt zustimme ist eine andere Frage.

    Zum Mainstream (die gängige Meinung zu ADHS in der Medizin) wird in diesem Filmbeitrag eine Alternative geliefert. Ich verstehe nicht, warum jetzt hier noch irgendein Pharma-Vertreter hätte interviewt werden müssen. Diese findet man ja in genug anderen Beiträgen.

    Es war ein spezifischer Beitrag über eine Alternative. Hätte man eine allgemeine Dokumentation über ADHS-Kinder gezeigt, dann hätte man beide Seiten zeigen müssen. Dies war aber nur ein kurzer Beitrag in einer Nachrichtensendung, die Alternativen aufzeigen wollte.

    Von Meinungsmache kann nicht die Rede sein. Wer Medien konsumiert sollte immer noch in der Lage sein, sich die eigene Meinung zu bilden. Letzlich könnte man jeden positiven Beitrag über eine bestimmte Firma als Schleichwerbung katagorisieren und jeden Beitrag über eine bestimmte Behandlungsmethode als Manipulation der Zuschauer deuten.

    Der Beitrag wird auch kaum die Eltern verwirren, sondern sie höchstens traurig stimmen, dass sie nicht die Möglichkeit haben, die Kinder auf eine solche Schule zu schicken. Dies ist aber nicht unbedingt negativ, sondern es kann eben genau dazu führen, dass es mehr solche Schulen gibt. Ich glaube, dass sollte eigentlich auch Eltern von ADHS-Kindern entgegenkommen, sofern sie sich für das Wohl ihrer Kleinen einsetzen.
    Geändert von mr91 (25.09.2012 um 22:18 Uhr)

  2. #12
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257
    Das ärgerliche ist dass im Moment eben der Hüther und der Bonney in jedem Beitrag auftauchen. Du darfst nicht vergessen, die beiden behaupten ADHS gibt's nicht und sind extreme Außenseiter. Der "Professor" Hüther forscht übrigens nicht im Gegensatz zu deinen "Pharmavertretern" die wissen von was sie reden.

    Aber diese wissenschaftliche Aussenseitermeinung ist in den Medien Mainstream. Du nimmst das falsch wahr.



    ---
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    Geändert von Wildfang (25.09.2012 um 23:49 Uhr)

  3. #13
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257
    In Basel gibt es schon einiges.

    Ich vermute (!) mal es handelt sich um diese Schule (die im übrigen einen guten Ruf hat) bzw. Anschlussschule: http://spa.edubs.ch/standorte/1-4-ts-ps-richter-linder

    Wie war das doch gleich mit der Inklusion?

    http://www.welt.de/article.do?id=pol...ule-gehen-muss

    Hier schreien alle das Kind muss auf die Regelschule, da es ist toll wenn es in kleinen Klassen speziell gefördert wird - ja wie jetzt?




    ---
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  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 83

    AW: heute journal Beitrag 24.9.2012

    Ja gut, dass gleich zwei Vertreter dieser aus dieser Ecke kommen ist vielleicht etwas unglücklich. Aber auch sie dürfen ihren Beitrag leisten und ihre Erfahrung dazu äussern. Die Pharmavertreter wissen vielleicht wovon sie reden, aber denen passen Alternativen nicht, weil sie ja damit kein Geld verdienen.

    Nein, das nehme ich bestimmt nicht falsch wahr. Es gibt auch viele Beiträge, Artikel und Dokumentationen, in denen Vertreter der klassichen Theorien und Behandlungsmethoden sehr gut zu Wort kommen.

    Das Problem ist, dass in solchen Foren auf jede Kritik an Ritalin oder auch Kritik an klassischen Ansätzen eine sehr heftige negative Reaktion folgt. Oft wird dann auch gesagt, die Medien hätten sich verschworen und würden eine Propaganda gegen Ritalin/ADHS führen! Aber den Medien alles in die Schuhe zu schieben ist eine alte Leier, die ich leider nicht ernst nehmen kann.

    Immer wenn es eine sehr heftige Reaktion gibt, dann ist auch etwas Wahres dran. Denn wenn etwas vollkommen gelogen ist, dann kann man ja locker reagieren, weil es so weit hergeholt ist. Wenn ihr jemanden des Betrugs beschuldigt und er reagiert ganz agressiv und heftig, dann weiss man, dass der Vorwurf höchstwahrscheinlich stimmt. Denn hätte er nichts zu verbergen, dann könnte er ja gelassen reagieren. Ich glaube, dass es bei den heftigen Reaktionen auf solche Beiträge hier ähnlich ist. Wir alle hätten wahrscheinlich lieber eine nebenwirkunsfreie und nachhaltige Alternative, die wirkungsvoll ist. Doch es gibt sie kaum. Deshalb bleibt nur diese Medikation, die zwar vielen hilft, aber auch Nachteile hat. Auch die Diskussion darum, was normal ist in einer Gesellschaft und wo der Übergang zwischen normal und einer Störung liegt, ist eben nicht so weit hergeholt. Doch solche Nachteile und Schattenseiten sind unangenehm, denn man hat ja nicht wirklich ein Gegenmittel oder eine Lösung. Diese Probleme aber schlicht zu leugnen und schönzureden sehe ich als den falschen Weg. ADHSler haben natürlich die Tendenz sich Dinge schönzureden, aber ich finde man sollte auch solchen kritischen Personen die Möglichkeit geben, sich zu äussern, ihnen zuhören und auch einmal über ihre Einwände nachzudenken.
    Geändert von mr91 (26.09.2012 um 00:28 Uhr)

  5. #15
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257
    Das Problem ist dass im deutschsprachigen Raum kaum sachlich diskutiert wird wenn Medikamente und Kinder in einem Satz auftauchen. Scheint an der Vergangenheit zu liegen.

    Leute wie Hüther, die nicht Forschen und die keine Ahnung haben über was sie reden, das aber sehr fernsehtauglich tun, beherrschen die öffentliche Meinung dermaßen dass ich mich nicht außerhalb des engsten Familienkeises als ADHSler outen kann und die meisten Eltern ein schlechtes Gewissen haben wenn sie für ihre Kinder medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.

    Dagegen wehre ich mich.

    Zudem, du kannst doch nicht um Ernst behaupten dass Mist gut ist nur weil anders, irgendwie neu klingt??? Das sagst du ja mit "mag sein die haben mehr Ahnung aber die anderen bedienen Träume von Medi- und Nebenwirkungsfrei" Also ehrlich. Das nenn ich mal wirklich ADHS Aber das richtet Schaden an weil Behandlungen unterbleiben.

    Lustig ist auch dass du naturgemäß (weil vom Staat so gewollt) drittmittelabhängige Forschung als Pharmavertreter diffamierst aber überstehst dass die Alternativen sehr merkwürdige Firmen und Sponsoren haben und diversen Mist und Beratungen verkaufen. Recherchier mal dem Firmengeflecht der Sinnstiftung nach. Sind das dann die New-Economy-Wellnesfuzzies?

    Im Übrigen: Guck mal in die Leitlinien die diese Pharmavertreter geschrieben haben. Da steht schon lange dass die nichtmedikamentöse Behandlung der medikamentösen vorzuziehen ist wenn möglich. Das ist dein "Wahrer Kern".
    Bonney&Co lassen nichtmal diese Möglichkeit offen weil sie ideologisch verblendet sind und von einem falsche Bild des Gehirns und ADHS ausgehen. Das gehört nicht ins Fernsehen weil auch das Schaden anrichtet und das muss man LAUT sagen sonst hört es keiner.

    Richtig wäre für Therapieplätze, saubere Diagnostik, multimodale Therapie und vor allem Verständnis zu werben und nicht gegen Ritalin zu hetzen und das Kind mit dem Bad auszuschütten. Aber erklärt das mal Journalisten.









    ---
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    Geändert von Wildfang (26.09.2012 um 01:20 Uhr)

  6. #16
    .

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.018

    AW: heute journal Beitrag 24.9.2012

    .......

    Du darfst nicht vergessen, die beiden behaupten ADHS gibt's nicht und sind extreme Außenseiter.
    Leute wie Hüther, die nicht Forschen und die keine Ahnung haben über was sie reden,
    Hüther hin und her im Bereich Hirnforschung ist er nicht schlecht und seine Thesen auch nicht immer. These ...Antithese ....?

    Immerhin arbeitet er an (ADHS) und seine Meinung, kann er bezüglich ADHS auch noch überdenken...weiter entwickeln...

    Journalismus braucht Action... Tot, Drogen, Blut, Titten, u.s.w......

    Die AOK hat ein Vertrag. "Erst Psychotherapie, später Pillen." (These - Antithese) Es sollte nicht alles verurteilt werden, der Weg ist das Ziel!

    Link:
    ADHS-Vertrag mit der AOK Rheinland / Hamburg: Erst Psychotherapie, später Pillen

    Sonne im Hezen
    Smiley

  7. #17
    cam


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 255

    AW: heute journal Beitrag 24.9.2012

    Ich denke, niemand hier ist gegen Schulen, die ein bisschen ADS-tauglicher sind als unsere heutigen. Bin gerade in der Lehrerausbildung und was ich an den Schulen sehe ist leider, dass der Unterricht immer mehr in eine Form geht, die für ADSler schlicht nicht machbar ist. In sofern, alternative Schulkonzepte finde ich klasse - und Klassenstärken von um die 10 Schüler würde ich mir für JEDEN Schüler wünschen, dann würden auch nicht so viele durchs Raster fallen.

    Was ich aber sehr bedenklich finde ist, wenn in einem Beitrag NUR die negativen Seiten der Medikamente genannt werden - wie der Junge beschreibt, er sei gar nicht mehr er selbst gewesen und habe keine Gefühle mehr gehabt - die so nur von einem ganz kleinen Teil der Leute berichtet werden. Da kommt wieder diese "Kind mit Medikamenten ruhigstellen" - Geschichte.

    Übrigens hieß es die ganze Zeit immer nur Methylphenidat - und dann stand zwischen den unterschiedlichen Präparaten Strattera. Schlichtweg schlecht recherchiert.

    Und was ich ganz schlimm finde ist immer diese Stimmungsmache darüber, wie sich die Verschreibungszahlen vervielfacht haben. Ja, haben sie. Aber warum? Weil man es eben heute besser erkennt und eben viele schon als Kinder diagnostiziert werden, wogegen hier ja die meisten jahrelang gelitten haben, bevor die Diagnose kam. Ich könnte auch darüber klagen, dass sich die Verschreibung von Insulin seit 60 Jahren um ein vielfaches erhöht hat - das hat aber auch andere Gründe, vor allem beim Thema Herstellungsverfahren.

  8. #18
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: heute journal Beitrag 24.9.2012

    Hüther hin und her im Bereich Hirnforschung ist er nicht schlecht und seine Thesen auch nicht immer.
    Immerhin arbeitet er an (ADHS) und seine Meinung, kann er bezüglich ADHS auch noch überdenken...weiter entwickeln...
    Das eben ist der Irrtum.

    Seine Thesen sind nicht nur schlecht sondern - soweit überhaupt fassbar und nicht nur Gelaber - schlicht falsch. Hüther vertritt eine tabula rasa These wie sie John Locke in "Gedanken über Erziehung" vertreten hat: der kindliche Geist ist eine unbeschriebene Tafel, das Kind kann nur durch Erziehung zum rechten Menschen werden. Hüther nennt das dann eben "plastisches Gehirn". Er geht von einem beliebig palstischen Gehirn aus, einer tabula rasa, die ausschliesslich durch Erfahrung und Lernen geprägt wird. Das ist einfach eine unzulässige Verkürzung der Sache. Das Gehirn ist plastisch ja, aber nicht so beliebig und nicht in der Weise die Hüther meint.

    Dazu passt aber die systemische Theorie, mit der Bonney viel Geld verdient, die ja das Lernen in der Gruppe und die Aktion in der Familie als Grundlage für die Diagnose (!) und Therapie von seelischen Beschwerden nimmt und in dem Sinne ist ADHS ein Seelisches Beschwernis dass mit Familientherapie geheilt wird. Jawohl, die Systemiker versprechen Heilung.

    Um diese Heilung zu ermöglichen muss das Gehirn lernen und dieses Lernen geht durch gute und schlechte Erfahrungen, aber immer aktiv und mühsam. Die schlechten Erfahrungen werden aber durch Medikamente blockiert denn die bringen das Gehirn ja mühelos in den ruhigen Zustand. Also darf man nach dieser Logik grundsätzlich keine hilfreichen Medikamente geben weil der Mensch sich ordentlich die Nase blutig rennen muss um zu lernen wie man nicht mehr hibbelt oder träumt oder eben nicht mehr explodiert.
    Letztlich sagen die: Du, lieber ADHSler, reiß dich gefälligst zusammen und ihr, liebe Eltern, erzieht eure Monster mal richtig.

    Bitte, das ist doch Käse. Das sollte jedem der ADHS am eigenen Leib kennt einleuchten.

    Das dumme ist dass bei Hüther und Bonney seit gut 15 Jahren kein Lernprozess sichtbar ist, also das mit Meinung weiterentwickeln ist eine frommer Wunsch.

    Zur Forschung:

    Die letzte Arbeit von Hüther die wenigstens den Anschein hatte, echte Wissenschaft zu sein waren die berühmten Göttinger Ratten 2001. Und die sind komplett zerfetzt worden obwohl sie lange durch die Medien geisterten.

    Diese Arbeit hat übrigens vor 10 Jahren eine Anti-ADHS-Welle losgetreten.

    Die nächste grosse Anti-ADHS-Welle wurde von Hüther 2009 initiiert als er Kinder auf die Alm schickte. Auch hier ist inzwischen klar dass das Konzept allenfalls Alm-Käse war.

    Du wirst jetzt sagen "Klar, man muss es anders versuchen" aber die ADHS-Alm hat bei den Betroffenen ordentlichen Schaden angerichtet. Und zwar nicht weil die Kinder auf der Alm waren - das machen die Pfadfinder seit 100 Jahren und das ist OK - sondern wegen dem drumherum. Es wurde behauptet, der Almaufenthalt würde ADHS nachhaltig auch im Alltag heilen; die Kinde wurden durch die Betreuer die übrigens keine ADHS-Spezialisten waren regelrecht gegen Medikation indoktriniert und die Eltern mussten Unterschreiben auch Anschliessend kein MPH mehr zu geben - also bitte.

    Und das ist der nächste Punkt: Hüther ist ja auch kein Arzt, mischt sich aber massiv in die Behandlung, auch die Medikamentöse Behandlung ein. Was der da 2009 gemacht hat war ein Menschenversuch der übelsten Sorte mit teilweise katastrophalen Folgen für die Familien. Aber Einsicht? Nicht die Bohne.

    Journalismus braucht Action... Tot, Drogen, Blut, Titten, u.s.w......
    Auch das nehme ich so nicht hin. Schlechter Boulevardjounrnalismus braucht das. Handwerklich guter Journalismus braucht Nachrichten, Hintergründe, Recherche. Zuspitzung ist erlaubt, klar, aber nicht beliebig. Das was das ZDF da abgeliefert hat war schlicht schlechter Journalismus: Keine Nachricht (nichts neues), keine Recherche, nichts. Nur PR für Bonney und Prügel für Medikamente.

    Die AOK hat ein Vertrag. "Erst Psychotherapie, später Pillen." (These - Antithese)
    Link:
    ADHS-Vertrag mit der AOK Rheinland / Hamburg: Erst Psychotherapie, später Pillen
    Auch das sehe ich anders, nämlich nicht als Schritt im dialektischen Watschelgang von These und Antithese sondern als Hammer. Denn damit gibt die AOK ja zu, dass sie die Ärzte so schlechte bezahlt dass sie nicht vernünftig behandeln können.
    Das ist nämlich der Skandal für das Heute-Journal. Die Schlagzeile müsste heissen: 500.000 Kinder und Jugendliche sind Medizinisch schlecht versorgt weil Arztpraxen nur Geld für Rezeptblöcke, nicht aber für die notwendige Behandlungen bekommen.


    EDIT:

    http://www.aerztezeitung.de/medizin/...ept-kommt.html

    http://www.kvno.de/downloads/kvno_ak...uell_11_10.pdf Seite 4ff


    EDIT II: Ich mag zwar weder den Glaeske noch diesen Barmer-Report aber trotzdem, es passt und da ham se mal Recht:

    http://www.springermedizin.de/verhal...t/3275616.html

    Geändert von Wildfang (26.09.2012 um 10:35 Uhr)

  9. #19
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 83

    AW: heute journal Beitrag 24.9.2012

    Was ich aber sehr bedenklich finde ist, wenn in einem Beitrag NUR die negativen Seiten der Medikamente genannt werden - wie der Junge beschreibt, er sei gar nicht mehr er selbst gewesen und habe keine Gefühle mehr gehabt - die so nur von einem ganz kleinen Teil der Leute berichtet werden. Da kommt wieder diese "Kind mit Medikamenten ruhigstellen" - Geschichte.
    Der Junge beschreibt seine Erfahrungen mit dem Medikament, die anscheinend so waren! Dies war sehr authentisch. Hätte noch ein Professor Medikamente-sind-toll kommen sollen, der selbst nie MPH genommen hat und dies trotzdem schöngeredet hätte? Die medikamentöse Behandlung hat auch Schattenseiten, es bringt nichts diese schönzureden. Wer mit diesen nicht klarkommt, sucht halt Alternativen. Der Beitrag zeigt die Realität und nichts anderes.


    Und was ich ganz schlimm finde ist immer diese Stimmungsmache darüber, wie sich die Verschreibungszahlen vervielfacht haben. Ja, haben sie. Aber warum? Weil man es eben heute besser erkennt und eben viele schon als Kinder diagnostiziert werden, wogegen hier ja die meisten jahrelang gelitten haben, bevor die Diagnose kam. Ich könnte auch darüber klagen, dass sich die Verschreibung von Insulin seit 60 Jahren um ein vielfaches erhöht hat - das hat aber auch andere Gründe, vor allem beim Thema Herstellungsverfahren.
    Das stimmt schlicht nicht! ADHS wird zu oft diagnostiziert. Dies hat eine Studie bewiesen: Studie: ADHS-Diagnose oft falsch

    In vielen Fällen wird zu schnell MPH verschrieben, dies sehen auch Ärzte so. Zum Beispiel in diesem Interview: http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrich...r-Gesellschaft


    Ich sage nicht, dass ich gegen Medikamente oder MPH bin. Aber jetzt zu leugnen, dass es auch Probleme gibt, finde ich falsch. Man sollte nicht die Überbringer der schlechten Nachricht an den Pranger stellen.
    Geändert von mr91 (26.09.2012 um 11:54 Uhr)

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 416

    AW: heute journal Beitrag 24.9.2012

    mr91 schreibt:
    Man kann es nicht als unseriös bezeichnen, nur weil jemand eine andere Meinung hat. Wie viel Schrott erzählen linke Politiker im Fernsehen? Die Wirtschaftswissenschaften haben in ihrer Forschung viele linke Sozialromantik widerlegt und trotzdem zeigt das Fernsehen immer noch solche Politiker, die solche Schnapsideen verbreiten! Warum? Weil jeder in einer freien Gesellschaft seine Meinung äussern darf! Wenn sich jemand kritisch mit Psychostimulanzien auseinandersetzt kann dies nur im Interesse der Gesellschaft sein. Oder wollt ihr einfach blind alles übernehmen was die Ärzte und Pharmaindustrie vorgibt? Ich gehöre sicher auch nicht zu militanten Ritalin-Kritiker oder zur Anti-Schulmedizin-Lobby. Aber nur weil er eine andere Meinung hat, ist der Beitrag nicht unseriös oder dumm.
    Die Aufgabe eines öffentlich-rechtlichen Senders ist aber, unabhängig, unpolitisch, objektiv und meinungsfrei zu berichten!
    Völlig klar, dass das ein hoher Anspruch an den Journalismus ist, aber wofür sonst soll ich denn 18€ IM MONAT blechen? Sicherlich nicht für Dinge, die ich besser weiß als die Wenn ich auf die 18€ nochmal was drauflege und sie benutzen würde, um einmal im Monat mit einem gebildeten Menschen essen zu gehen, dann lerne ich wesentlich mehr
    Ich glaube auch, dass das Phänomen des Verblödungsfernsehens in 15 Jahren wieder teilweise verschwunden sein wird, weil ich z.B. nur Leute kenne, die überhaupt kein Fernsehen mehr schauen. Und meine Kinder, falls ich mal welche in die Welt setzen (lassen ) sollte, kriegen den Schrott bestimmt auch nicht vorgesetzt!

    edit: Wenn die Linken im Fernsehen Senf erzählen, gibt's ja immernoch jemanden, der dagegen redet und anderen Senf erzählt Es gibt ja keine Sendungen, wo nur Gysis und Lafontaines sitzen. Da werden dann halt beide Seiten gezeigt und vor allem wird das Ganze durch die Sendung nicht als Tatsache dargestellt.
    Währenddessen verbirgt sich die eingangs verlinkte Sendung nur unter dem Deckmäntelchen der Objektivität, was halt nicht seriös ist.
    Geändert von Käsebrot (26.09.2012 um 12:31 Uhr)

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