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Diskutiere im Thema "man muss davon ausgehen, dass ADHS eine Modediagnose ist." im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #21
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257
    Es ist eben nicht naheliegend das an Orten ohne Schulen kein ADHS diagnostiziert werden kann. Es gibt inzwischen Untersuchungen bei Ureinwohnern und in Slums. Die ADHS-Prävalenz? Ratet mal - genau. Ca. 5%. Ich find nur die Studie nicht sonst hätte ich es schon gepostet.

    Wie gesagt, das ist ein Stück der 09er Debatte und obsolet. Nur leidet kocht sowas dank google immer wieder hoch.





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  2. #22
    Octoroo

    Gast

    AW: "man muss davon ausgehen, dass ADHS eine Modediagnose ist."

    Habe Gestern noch viel viel schlimmeres per Zufall gefunden, und habe mich so richtig aufgeregt.
    Finde den Link nicht mehr.
    Ach, von so ein Arzt aus irgendeiner psychosomatische Institut.
    Das uebliche Blah "ADHS gibts net" und der Hammer war: ADHS findet sich bevorzugt in bildungsarmen Familien

    Ohne Worte.

  3. #23
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257
    ADHS findet sich häufiger in bildungsfernen Familien. Das ist so weil viel ASHSler trotz Begabung die Schule nicht packen und zwar teilweise Generationen lang.

    Guck immer auf das Datum - es gibt so Anti-ADHS-Wellen. Die schlimmsten Klöpse sind aus den Jahren 2002 und 2009 - beide mal von Hüther ausgelöst.


    ---
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  4. #24
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: "man muss davon ausgehen, dass ADHS eine Modediagnose ist."

    @Wildfang: Erst lesen, dann meckern.
    Ich habe gesagt, dass meiner Meinung nach der Anteil an AD(H)Slern überall gleich ist, also egal ob im Urwald oder in Tokio.
    Aber ich gehe davon aus, dass es im Urwald seltener diagnostiziert wird und halte es für logisch.
    Nicht, weil es nicht diagnostiziert werden kann, sondern weil die Menschen weniger Probleme haben, nicht als "krank" gelten und somit gar nicht erst der Bedarf nach einer Diagnose besteht.

    Ich habe momentan wieder ziemliche Probleme.
    Krieg die ganzen verdammten Unterlagen nicht auf die Reihe, es überfordert mich total.
    Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass ich NICHT tausende von Euro zahlen müsste, wenn ich nicht bis Oktober zig Unterlagen eingereicht hätte und es kein Problem wäre, dass ich mal was verlege und es dann eben erst später nachhole, dann ginge es mir gerade super!
    Es ist nicht meine Anomalie im Gehirn, die mein Wohlbefinden zerstört (wie ein Tumor bei einem Krebspatienten oder Bakterien bei ner Infektion), sondern die gesellschaftliche Anforderung.

    Deswegen halte ich Ritalin in vielen Fällen auch für sinnvoll, da ich denke, dass sich diese Umstände nicht ändern lassen.
    So wie meine Nichte, der es ohne Schule und tralala noch wirklich prima geht, die megaglücklich und zufrieden ist. Aber wenn sie in die Schule kommt, wird sie Probleme bekommen, davon gehe ich stark aus. Weil sie sich nicht konzentrieren kann, sehr hibbelig ist und schnell überreizt. Aber zurzeit schaffen ihre Eltern ihr einen Lebensraum, in dem sie glücklich leben kann.

  5. #25
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: "man muss davon ausgehen, dass ADHS eine Modediagnose ist."

    Ich muss gestehen, dass ich all diese Theorien förmlich aufsauge, unabhängig davon wann sie aufgekommen sind. Denn ich erlebe immer wieder in meinem direkten Umfeld, dass die ein oder andere dieser Ideen mal gelesen und für abschließend richtig aufgenommen worden ist. Je mehr ich selbst von diesem Zeug lese, desto leichter kann ich entsprechend mitreden.

    Schön deshalb für meine Zwecke die Idee Schreibabys durch spezielle Strukturen gegen mögliches Adhs schützen zu wollen. Sie gibt mir einen herrlich amüsanten Gegenpol zur Theorie über Adhs durch zunehmende Reizüberflutung im Handy-Zeitalter. Was mir als Prä-Handy-Geborene sowieso schon gut 'Futter' geliefert hatte....

  6. #26
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: "man muss davon ausgehen, dass ADHS eine Modediagnose ist."

    Nicht, weil es nicht diagnostiziert werden kann, sondern weil die Menschen weniger Probleme haben, nicht als "krank" gelten und somit gar nicht erst der Bedarf nach einer Diagnose besteht.
    Das ist eben der Irrtum. Ich hab gerade letztens eine Vortrag von Prof. Banaschewski gehört: Es stimmt eben nicht dass da kein Leidensdruck ist. Die Leute gelten eben sehr wohl als "krank".

    Dazu wurden Kinder und Jugendliche in südamerikanischen Slums mit Europäern vergleichen und siehe da - ca. 5% haben ADHS und typische Probleme und gelten als "krank", also die Eltern suchen Hilfe.

    Aber die Grenze bei der die Menschen zum Arzt sind war höher, es ist also tatsächslicich so dass die Impulsivität etc. dort im Mittel höher ist und ein mitteleuropäischer leicht betroffener da nicht weiter auffallen würde, die südamerikanischen und dort sozialisierten ADHSle bringen es trotzdem freig rauszufallen. Und zwar genauso häufig wie hier.

    Das sagt einiges über die "Funktionsweise" von ADHS.

  7. #27
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: "man muss davon ausgehen, dass ADHS eine Modediagnose ist."

    also ich denke auch, dass es zu kurz gedacht ist zu meinen, die hätten keine probleme weil sie nicht beschult werden, wie hier. irgendwelche ansprüche wird auch da die gesellschaft an einen stellen, die man nicht erfüllen kann, wie erwartet. wäre das system in dem ich gerade lebe ein anderes, würden sicherlich einige meiner probleme wegfallen. vielleicht ergäben sich andere, vielleicht auch nicht. wegfallen werden jedoch nciht alle. mindestens nicht die, die ich durch adhs mit mir selbst habe, wie beispielsweise die hibbeligkeit. also selbst wenn ich mich in einem umfeld befände, wo keine äußeren einflüsse zu problemen führen könnten, gäbe es vermutlich etwas, was dennoch beschwerden bereitet die mit ashs in zusammenhang stehen. je nachdem wie krankheit definiert wird, ist sie also dennoch vorhanden.

    ich denke, dass der lebensraum dafür verantwortlich ist, wie belastend das ganze wird, weil sich durch die anforderungen etc. die probleme addieren. welcher art die nun auch sein mögen. eine kleinen batzen kann ich besser bewältigen als einen großen. so wie regenbogen es von ihrer nichte schreibt. derzeit muss sie "nur" das genannte wie schnelle überreiztheit bewältigen. das gelingt noch ganz gut, unterstützung der eltern ist da. sie fühlt sich scheinbar wohl. es klappt, daher betrachtet sie das möglicherweise gar nicht als problem oder belastung. (ich nehme das jetzt nur mal als beispiel, keine ahnung, wie das mädchen sich fühlt) mit der zeit werden die anforderungen an sie steigen, wird sie sich an gewisse spielregeln anpassen müssen.....immer mehr und mehr mit dem sie umgehen muss, was sie aufgurnd der andersartigkeit kompensieren muss. bis es dann doch zu einer belastung wird.

    in jeder gesellschaft wird es irgendwelche spielregeln geben, die einzuhalten sind. wird es anforderungen geben, die zu erfüllen sind. und so werden die probleme eines adhs-lers in einer anderen gesellschaft teilweise andere sein als hier. aber nicht nicht vorhanden und werden in ihrer summe zu einem belastungsfaktor. nicht zwangsläufig, aber potential ist da.


    das etwas woanders nciht diagnostiziert wird heißt nicht, dass es nicht diagnostiziert werden kann oder dort nicht vorhanden ist. das muss man erst genauer untersuchen, um darüber eine aussage treffen zu können.
    das schreibaby. schreit es, weil es schon adhs hat und daraus sich schon da beschwerden ergeben? die geforderte struktur höchstens die auswirkungen puffert und zu etwas mehr wohlbefinden sorgt? oder bekommt es erst adhs weil die eltern dem kind was auch immer der grund des schreiens ist, nicht bieten können? haben alle schreibabies adhs?

    ist immer so ne sache mit voreiligen ursachenzuschreibungen.....
    Geändert von mel. (25.09.2012 um 15:55 Uhr)

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