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Diskutiere im Thema was hättet ihr gerne in einer adhs doku ? im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #21
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.423

    AW: was hättet ihr gerne in einer adhs doku ?

    Hallo

    Wie soll man AD(H)S in 15, 45 oder 60 Minuten erklären? Man will Zuschauer erreichen, die vielleicht noch nie davon gehört haben oder Zeitungsberichte wie der letztens in der Frankfurter gelesen haben und deshalb vielleicht schon eine negative Einstellung gegenüber ADS haben? Wie lange haben wir selbst gebraucht, zu verstehen was mit uns los ist oder zu akzeptieren, dass wir ADSler sind? Wer hat schon einmal versucht, einem Stino in kurzen Worten zu erklären, was ADS ist? Warum viele vermeinltich einfache Handlungen für einen ADSler eine ungeheure Anstrengung bedeuten oder gar nicht möglich sind? Oder wer hat es schon einmal dem Partner erklärt, der einen schon jahrelang kennt und doch nicht kennt, was in einem vorgeht?
    Obwohl eine artikel oder pressbericht nie die ganze wahrheit zeigt, gibt es wirklich ab und zu etwas qualitativ befreidigend!

    Sonst musste ich selber erfahren wie schwierig es ist mein umfeld aufzuklären wie es ist mit ADS zu leben... Ich habe langsam aufgegeben. Oft lernen und verstehen menschen ehe mehr wenn sie mich besser kennen und erfahren haben...

    Aber der wunsch über mehr aufklärung um ADS habe ich immer und vor allem der wunsch einmal damit offen reden zu können ohne auf dumme kommentaren zu stossen. Auch muss ich mich irgendwie selber überwinden darüber zu reden, obwohl ich es so gerne möchte!

    Idee mit youtbe finde ich sehr gut! Eigentlich können wir selber auch mal erklären wie es ist... Es gibt auch einige blog über ADS die ich regelmässig und sehr gerne lese und sehe es auch als art von aufklärung.

    lg

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 10

    AW: was hättet ihr gerne in einer adhs doku ?

    Eine gute Doku sollte beinhalten:
    - ADS Symptome hyper und hypo
    - ADS Kind und Elternbeziehung
    - Erwachsene ADSler als Eltern
    - Familien mit erwachsenen ADSlern und betroffenen Kindern
    Wie äußert sich das ADS in verschiedenen Alltagssituationen bei den betroffenen Familien?
    Wo entstehen Vorteile wo Nachteile, wenn man ADS hat?

    Lösungsansätze und verschiedene Lebenswege:
    - gibt es für ADS gute Lebensbedingungen und wie könnten diese aussehen, wo wäre der ADS ler im Vorteil gegenüber dem Normalen?
    - ADS mit und ohne Medikamente (Methypenidat)
    - gute und schlechte Erfahrungen mit Arzten Therpeuten, Schulmedizinisch und Alternativ
    -gute und schlechte Erfahrungen mit Medikamenten, Schulmedizinisch und Alternativ
    - alternative Behandlungsformen
    - gib es Idealbedingungen für ADS ler, die Medikamente überflüssig machen? Ich denke an liebevolle Beziehungen, ruhige Wohngegend, ein erfüllender interessanter Beruf der Spaß macht, gesunde naturbelassene Ernährung, reizarme Umgebung, oft im Freien sein und zuGang zu Tieren

    ein guter Anfang ist:

    Auserlesen: Hanna & Arno Backhaus - YouTube

    Ein genialer Chaot

    letzterer aus der Schweiz, wer sich eine halbe Stunde Zeit nimmt und schaut erfahrt viel darüber wie der betroffene ADSler als Kind war und wie er sich allmählich gewandelt hat.

    liebe Grüße
    Duria

  3. #23
    Lysander

    Gast

    AW: was hättet ihr gerne in einer adhs doku ?

    Ich hab einen Bericht über ADHS bei Erwachsenen in Arbeit. Ich weiß nicht, ob er etwas wird. Hab mich im März mit Frau Neuhaus getroffen und das besprochen. Ob ich ihn wirklich realisieren kann, weiß ich nicht, eben aus o.g. Gründen. Sollten meine Protagonisten Gefahr laufen wie Freaks rüberzukommen, werde ich meiner Redaktion mitteilen, dass der Beitrag nicht realisierbar ist. Aber wenn doch, weiß ich jetzt schon, dass ich nicht alle zufriedenstellen werde.

  4. #24
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 83

    AW: was hättet ihr gerne in einer adhs doku ?

    wenn er realisiert wird sag mal bescheid wann und wo er läuft, wir werden auch nicht zu gemein sein

  5. #25
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 10

    AW: was hättet ihr gerne in einer adhs doku ?

    Lysander schreibt:
    Sollten meine Protagonisten Gefahr laufen wie Freaks rüberzukommen, werde ich meiner Redaktion mitteilen, dass der Beitrag nicht realisierbar ist. Aber wenn doch, weiß ich jetzt schon, dass ich nicht alle zufriedenstellen werde.
    Hallo Lysander,

    wir ADSler haben anscheinend alle ähnliche Probleme und sind troztdem alle Individuen. Ich versuche gerade zu lernen authentisch zu sein und zu meinen Schwächen und Stärken zu stehen und beide benennen zu können. Wenn ein Mensch zu sehr Angst hat gegenüber einem anderen irgentwie rüberzukommen sollte er nicht an die Öffentlichkeit gehen - höchstens anonym. Oder aber er ist so stabil, dass er rüberkommt wie er ist und kann ruhigen Gewissens dazu stehen - dann wird ihn die Kritik nicht angreifen- egal ob ein anderer ihn für einen Freak hält oder nicht.
    Als zu mir neulich jemand gesagt hat, dieser ADSler ist ein Freak, hab ich geantwortet ich bin auch einer - da nächste Mal setze ich noch "na und" dazu.

    liebe Grüße
    Duria

  6. #26
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 382

    AW: was hättet ihr gerne in einer adhs doku ?

    DIe Zurückhaltung sich zu outen habe ich erst nicht verstanden.
    Ich war immer der Meinung, dass Verständnis nur durch Verstehen
    und Verstehen nur über Wissen entstehen kann.

    Ich halte mich auch nicht für "krank" oder "gestört".
    Allerdings sind es gerade diese Formulierungen Krankheit und Störung,
    die auf der einen Seite notwendig sind, um Hilfe zu erhalten,
    aber andererseits auch zu Stigmatisierung und Ausgrenzung führen.

    Wer will schon psychisch krank sein?!!!

    Leider habe ich feststellen dürfen,
    dass meine Verständniserwartung als Sonderbehandlungserwartung verstanden wird.

    Auch wird von den meisten Menschen psychisches Leid(en) noch immer kritisch bewertet.
    Lieber hat "man" ein organisches Leiden als psychisch krank zu sein.
    So werden lieber Formulierungen wie Nervenkrankheit für psychiatrische Erkrankungen benutzt.
    In medizinischen Kreisen wird z.B. das Burn out als solcher Euphemismus für Depression bezeichnet,
    der Öffentlichkeit geschuldet, damit Erkrankte aus bestimmten Gesellschaftsgruppen
    dazu stehen und sich behandeln lassen können.

    Wie oft müssen sich Depressive anhören, dass sie sich zusammenreissen sollen
    oder Panik mit Unverständnis begegnet wird. Stell dich nicht so an!

    Das Fremdartige löst bei den meisten nicht das Bedürfnis nach Verstehen aus,
    sondern stößt eher auf Unverständnis und macht Angst.

    Die Wahrheit ist doch, dass sich niemand für die Wahrheit interessiert.
    Dass es für die Öffentlichkeit völlig uninteressant ist,
    warum bestimmte Kinder sich verhalten wie sie sich verhalten,
    und wenn dann nur, um eigenes Versagen im Umgang mit ihnen zu begründen.
    Und dass nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene ADHS haben.

    Bis auf einen Aufmacher für das Sommerloch....
    Morgen ist schon wieder etwas anderes interessant.
    Wer interessiert sich noch für Fukushima?

    Ich habe auch nicht den Eindruck, dass Menschen bewertungs- und vorurteilsfrei informiert werden wollen,
    sondern sie haben schon Meinungen, die sie bestätigt wissen wollen.
    Meinungen, die auf unbestimmten Gefühlen beruhen.

    Der Sohn einer Freundin hat ebenfalls eine ADHS Diagnose.
    Er hat Konzentrationsschwierigkeiten und hat Probleme in der Schule,
    sie sind aber nicht so ausgeprägt, dass er nicht mit viel Geduld und Mühe
    nicht auch schulisch befriedigende Ergebnisse erzielen könnte.
    Der Vater negiert die Diagnose.

    Eine Medikamentengabe, um ihm die Lernsituation zu erleichtern, kam nicht infrage.
    Schon allein wegen der Nebenwirkungen.
    Was auch immer an psychischem Leid entstehen mag,
    weil, wieviel er auch gelernt hat, er nie ein gutes Ergebnis erzielen wird,
    wird nicht gesehen,
    die unbestimmte Angst vor Medikamenten bzw. die Negierung einer
    kinderpsychiatrischen Diagnose stehen im Vordergrund.

    Die Auseinandersetzung mit folgenden Themen/Fragen wäre mir wichtig!

    -Aufmerksamkeitsdefizit und Konzentrationsstörung sind nur der Anfang ......
    -Welchem Leid(en), welchem Schmerz ein ADHS ler schon von Kindheit an ausgesetzt ist,
    dessen Ursprung in seiner besonderen Sensibilität liegt und dem immer wieder ausgesetzten Negativfeedback:
    "Du/dein Verhalten (b)ist nicht okay."
    -Dissoziation und ADHS
    -Wie können Schule und Gesellschaft auf die "Besonderheiten" eingehen?
    -Wie kann eine Unterstützung aussehen?
    -Wie kann ein ADHSler seine "besonderen" Eigenschaften heute für die Gesellschaft wieder einbringen?
    -Häufen sich die Diagnosen in den letzten zehn Jahren bei Kindern und Erwachsenen?
    Und wenn, warum ist das so?
    -Warum sind ADHSler besonders stressanfällig?
    -Liegt den zunehmenden Burnout Diagnosen möglicherweise unerkannte ADHS zugrunde?
    -Die gesellschaftliche Stigmatisierung von ADHS als "Modekrankheit" !
    -Gesellschaftlicher Umgang sowie der Medienumgang mit ADHS.

    -Sexualität/Partnerschaft und ADHS: dieses Thema würde allein mehr als eine Sendung füllen.
    Und erst die Einschaltquoten...


    Stelle mir eine Runde vor .....
    mit Betroffenen, Psychotherapeuten, Paar- und Sexualtherapeuten und.....
    Wäre es nicht wunderbar mal eine Sendung zu machen, die sich um Verstehen, Verständnis
    und Hilfestellungen bemüht und nicht um Konfrontation ?

    Ich bin es leid.... immer wieder dasselbe zu hören und zu lesen....
    und dass journalistische AUSGEWOGENHEIT bedeutet,
    dass "Dummschwätzer" immer wieder zu Wort kommen dürfen....

    Michi

    p.s.
    Wäre bereit über mich und mein ADHS zu sprechen.
    Geändert von 'Michi (18.05.2012 um 10:11 Uhr) Grund: Ergänzung

  7. #27
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 83

    AW: was hättet ihr gerne in einer adhs doku ?

    'Michi schreibt:
    DIe Zurückhaltung sich zu outen habe ich erst nicht verstanden.
    Ich war immer der Meinung, dass Verständnis nur durch Verstehen
    und Verstehen nur über Wissen entstehen kann.

    -->dieses nicht verstehen der zurückhaltung beim outen kann ich verstehen, ich gehe allgemein sehr offen damit um, ich schäme mich nicht für mein ads, aber ich kenne andere die stark diskriminiert wurden bzw angst um den verlust ihrer freunde haben. ich habe selten offene diskriminierung erlebt daher vielleicht die "mangelnde" zurückhaltung beim outing.

    Ich halte mich auch nicht für "krank" oder "gestört".
    Allerdings sind es gerade diese Formulierungen Krankheit und Störung,
    die auf der einen Seite notwendig sind, um Hilfe zu erhalten,
    aber andererseits auch zu Stigmatisierung und Ausgrenzung führen.

    Wer will schon psychisch krank sein?!!!

    Leider habe ich feststellen dürfen,
    dass meine Verständniserwartung als Sonderbehandlungserwartung verstanden wird.

    Auch wird von den meisten Menschen psychisches Leid(en) noch immer kritisch bewertet.
    Lieber hat "man" ein organisches Leiden als psychisch krank zu sein.
    So werden lieber Formulierungen wie Nervenkrankheit für psychiatrische Erkrankungen benutzt.
    In medizinischen Kreisen wird z.B. das Burn out als solcher Euphemismus für Depression bezeichnet,
    der Öffentlichkeit geschuldet, damit Erkrankte aus bestimmten Gesellschaftsgruppen
    dazu stehen und sich behandeln lassen können.

    -->den begriff psychische erkranung benutz ich deshalb meist erst garnicht, ich sag ich hab ne neurologische störung, da wird man nicht als geisteskrank abgetan.
    das problem mit der "sonderbehandlung" kenn ich, hab deshalb ne freundin verloren.
    sie verstand nicht das es kein einfordern von mitleid und zuwendung ist sondern das zum beispiel das nachträgliche abschreiben von tafelmitschriften oder das der lehrer wiederholt was er sagt zwingend notwendig ist um die schule zu schaffen und die gleichen chancen auf bildung zu haben wie der rest der klasse. da man ads nicht so sehen kann wie ein gebrochenes bein wird es von vielen nicht als reale erkrankung wahrgenommen sondern als hirngespinst abgetan. jemandem mit einem grbrochnem bein würde niemand sagen renn mal eben zur post, aber von einem adsler wird erwartet sich 10 dinge zu merken und alle zu erledigen obwohl ich/man ganz genau weiß das ich/man sich vlt höchstens 3 merken kann.

    Wie oft müssen sich Depressive anhören, dass sie sich zusammenreissen sollen
    oder Panik mit Unverständnis begegnet wird. Stell dich nicht so an!
    --> beruht leider oftmals auf einer weit verbreiteten persönlichen einstellung das man störungen auch einfach durch willenskraft besiegen kann, wobei es dabei je nach person verschieden differenziert wird was man mit willenskraft bekämpfen kann und was nicht so wie krebs nur mit medizin aber nen bournout kriegste mit nem urlaub weg.

    Das Fremdartige löst bei den meisten nicht das Bedürfnis nach Verstehen aus,
    sondern stößt eher auf Unverständnis und macht Angst.
    --> was der mensch nicht versteht versucht er zu verstehen oder es zu vernichten, jetzt mal radikal ausgedrückt. wetter wurde deshalb früher göttern zugeordnet und wissenschaftler verteufelt weil man noch nicht bereit war von seinem bissherigem glauben los zu lassen.

    finds gut das du bereit wärst über den ads zu reden

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