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Diskutiere im Thema Das Erste / ARD, 7.5.2012: "Pillen für den Störenfried" im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Lysander

    Gast

    AW: Das Erste / ARD, 7.5.2012: "Pillen für den Störenfried"

    Die Ausstrahlung begann erst um 23:09 Uhr, weil sie einen aktuellen Wahlbericht dazwischen geklemmt hatten.

  2. #12
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 62

    AW: Das Erste / ARD, 7.5.2012: "Pillen für den Störenfried"

    anbei der direkte link zu dem beitrag in der mediathek

    sind meist nur ne woche "vorrätig"

    ARD Mediathek: Reportage / Dokumentation - Pillen für den Störenfried - Psychopharmaka im Kinderzimmer - Montag, 07.05.2012 | Das Erste

  3. #13
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 767

    AW: Das Erste / ARD, 7.5.2012: "Pillen für den Störenfried"

    Schade, dass die Leute nicht kapieren:
    Die Zeit die Kinder zu therapieren und den richtigen Arzt zu suchen dauert in Deutschland meist zu lange.
    Medis zu geben und dann in Ruhe eine passende Therapie zu suchen gibt dem Kind die Chance eine Schulbildung zu bekommen und sein Leben gut zu starten.
    Die Therapie darf natürlich nicht fehlen. Aber man gewinnt Zeit und entgegen dem was hier gesagt wird, eine Therapie ist auch unter Medis immer sinnvoll. Denn die Kinder haben nach Ablauf des mph, also z.B. nach 15 Uhr, genauso ihre ADS-Probleme, die verschwinden ja nicht. Dann kann man bestens beobachten und trainieren.

    Und da die Kinder trotzdem ihre Probleme haben, wie auch das Medi-Kind, haben sie auch Probleme mit dem Selbstwertgefühl. Und das sollte man nicht unterschätzen.
    Dass eine Familie auf Medis verzichtet und in Kauf nimmt, dass das Kind nicht in die Schule darf halte ich für grauenhaft!

  4. #14
    Lysander

    Gast

    AW: Das Erste / ARD, 7.5.2012: "Pillen für den Störenfried"

    Ich sehe das anders: Auf Medikamente zu verzichten, ist deren respektable Entscheidung. Die Eltern in dem Beitrag fand ich sehr fürsorglich. Sie wollen einen anderen Weg gehen. Ob es der "richtige" ist, ist Ansichtssache.

    Grauenhaft finde ich ein Schulsystem, dass anscheinend nicht in der Lage ist, Kindern zu helfen, nur weil sie angeblich "problematisch" sind. Das ist meiner Ansicht nach ein Armutszeugnis. Der Junge, der nicht zur Schule darf, nimmt übrigens MPH.

    (klingt das jetzt nach Stammtischparole? Ach und wenn's so wäre.....)
    Geändert von Lysander ( 8.05.2012 um 19:34 Uhr) Grund: Inhaltliche Korrektur

  5. #15
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.120

    AW: Das Erste / ARD, 7.5.2012: "Pillen für den Störenfried"

    Ich finde immer sehr schade wie die Überschriften genannt werden ...

    nur weil es Aufmerksamkeits- Defizitstörung heißt, ist ein Kind noch lange kein Störenfried ...Störenfried kommt von der Bedeutung das jemand gerne stört, oder jemanden mit Absicht stört ...da frag ich mich wie ist das mit impulsiven Handlungen vereinbar ?

    Pillen für einen Störenfried...das alleine finde ich schon abwertend, für mich ist ein Störenfried, der bewußt stört, mit voller Absicht und nicht aus einer Impulsivität heraus ... aber für mich ist es ein Unterschied dann die herangehensweise, ein Kind das keine Regulationsstörungen hat, das kann ich auch zurechtweisen , oder entsprechend abmahnen...aber genau das funktioniert ja sehr schlecht bei ADHS, wenn das refulierbar wäre, so einfach...

    ...und böse Pillen??? seit wann kann eine Pille böse sein, auch bisle sehr realitätsfremd ??? da frage ich mich schon, wieviel ist da den an Information angekommen, wenn solche Sätze einfach mal so gesagt werden...sicher um die Einschaltquoten zu sichern... ist das im Sinne , wie Aufklärung stattfinden soll?

    Die Eltern bei dem Jungen , der keine Medis bekommt, da stehen auch beide Eltern und Großmutter dahinter, da scheint ein sehr sicheres Umfeld zu sein...aber das ist bei weitem die Ausnahme und nicht die Regel... sieht man doch auch hier im Forum, es gibt viele Alleinerziehende, die da nicht so ein unterstützendes Umfels haben, die schlichtweg schauen müssen , wie sie über die Runden kommen, nicht jede Mutter kann es sich leisten beim Kind zu bleiben.... es freut mich für die Familie , aber ob das umsetzbar ist für alle???

    weiß auch nicht, vielleicht bin ich da empfindlich...für mich kommt in dem Film schon auch rüber, das keine Medis geben, gut ist ..sagt ja schon , das der Junge ohne Medis als König bezeichnet wurde, das ist doch keine neutraler Bericht ... was sind dann die anderen , Verlierer, Böse, schlecht...

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 362

    AW: Das Erste / ARD, 7.5.2012: "Pillen für den Störenfried"

    Habe den Bericht auch gesehen und muss mich in vielem den Vorrednern hier anschließen.
    Allein der Titel bedient das gängige Klischee.
    Und ich empfand auch dass es eher gegen die Medikamente sprach.
    Andererseits hatte ich auch den Eindruck dass die Beispiele ( die Kinder und ihre Familien) sehr gezielt ausgewählt wurden.
    Auch musste ich schmunzeln als ich die Szene vom Vater der mit seinem Sohn Hausaufgaben machte sah.( Der ohne Medis).
    Da war eine Menge Druck da und der Junge zeigte die ganz typischen ADSler Abwehrhaltungen Ab da dachte ich mir nur, wer weiß wie es da zugeht wenn keine Kamera dabei ist?
    Im gegensatz dazu empfand ich die Lernsituation zwischen Mutter und Sohn ( das Kind ohne Schule) wesentlich entspannter und positiver.
    Auch dieses Kind hatte ja durch Therapie und Medis sich positiv verändert.

    Was mir fehlte war die Differenzierung, dass es unterschiedlich starke ausprägungen von ADHS gibt.

    Es wäre sehr interessant diese Familien nochmal während der Pubertät und nochmal im jungen Erwachsenenalter zu sehen.

    Ich hatte ja meinem Sohn damals auch keine Medis gegeben und mit Therapie lange gute Ergebnisse erzielt. Leider kam mit dem ersten Flaum im Gesicht auch das ADHS wieder massiv in den Alltag zurück und dann wurde es wirklich richtig hart.

    Was ich garnicht verstehen kann ist, wie es möglich sein kann dass ein Schulpflichtiges Kind nicht in die Schule gehen darf?
    Wenn nicht in eine Regelschule, dann doch zumindest in eine Förderschule. Und ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen dass heutzutage die Förderschulen bei weitem nicht so sind wie die Sonderschulen früher.

    Auch wenn ich selber sagen kann dass es Schulen gibt die keinerlei Hilfen und unterstützung für ADHSler bieten, so kann man die Schulen auch nicht komplett verteufeln.
    Es ist nicht die Aufgabe von Lehrern an Regelschulen Kinder zu Therapieren. Es ist für einen Lehrer in einer Klasse mit 25 oder mehr Schülern nicht möglich einen vernünftigen Unterricht zu machen wenn ein,oder manchmal auch mehrere, sehr Verhaltensauffällige Kinder in der Klasse sind. Auch engagierte Lehrkräfte, die sich wirklich sehr bemühen auch diesen Kindern gerecht zu werden, sind damit verständlicher Weise auf dauer überfordert. Denn die Eltern der anderen Kinder stellen auch Ansprüche und Forderungen, während es auch einen Lehrplan gibt der eingehalten werden muss.
    Was hier wirklich fehlt sind sogenannte Schulbegleiter. Es ist fast unmöglich dies genehmigt zu bekommen obwohl es den Kindern laut Intergrationsgesetz eigentlich zustehen würde.( Kostet halt was) Viele Lehrer würden sich eine Zweitkraft, z.B. einen Heilpädagogen o.ä., im Unterricht wünschen um allen Schülern besser gerecht zu werden.

    LG
    Lillemoor

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