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Diskutiere im Thema Ärztezeitung.de: GBA regelt ADHS-Medikation für Erwachsene im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #21
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Ärztezeitung.de: GBA regelt ADHS-Medikation für Erwachsene

    Ich kann mir echt nicht vorstellen, dass man als ADHSler komplett unauffällig durch die Schule kommt. Da muss es zumindest ab und an diverse Elterngespräche gegeben haben.
    Ja. Absolut richtig. Das ist so. Das Problem ist der Nachweis bzw. das Finden und das Erinnern.

    Ich hab da immer meine Schwester im Kopf. Ich wette eine Riesenpfanne Paella beim Forentreffen dass sie ADHSlerin hypoaktiver Typ ist - einmal hab ich ihr einen Test ans Herz gelegt, ich werde aber nicht scheuchen. Und die hatte definitiv Probleme in der Schule und auch im Beruf und zwar typische und massive.

    ABER: Sie würde die Probleme aber bei einer entsprechenden Frage in einem normalen Anamnesegespräch abstreiten bzw. nicht anschneiden weil sie in der Selbstwahrnehmung eben keine hat(te) bzw. die alten Probleme für sie scheinbar keine Rolle spielen (hat sie vielleicht schon ... sie hat nämlich auch Depressionen (die auch mit Medikamenten behandelt wurden - nun ja, deswegen hab ich nie richtige Antidepressiva genommen - anderes Thema); ich war ja nicht bei dem Arzt dabei).

    Ich ab bis vor einer Weil auch unreflektiert im "jetzt" gelebt und war mir nicht klar was ich früher für einen Bockmist gebaut habe.

    Bei einem Patienten wie meiner Schwester müsste ein Arzt schon ganz schön bohren denn die alten Schulprobleme sieht man ihr ja nicht an. Na ja, der Arzt wird dafür bezahlt dass er Krankheiten findet die der Patient nicht vermutet. Ich bin ja auch vom Stuhl gefallen als die Ärztin damit kam (die hat eben ihren Job gut gemacht).

    Aber das wird jetzt sehr offtoppic - 4healt's Sorge sind ja eben die Kandidaten die mit Eigenverdacht kommen.

    Sollen wir Alex bitten diesen teil abzuschnippeln und innen eigenen Tread im nichtöffentlichen Erwachsenenbereich draus zu machen?

  2. #22
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Ärztezeitung.de: GBA regelt ADHS-Medikation für Erwachsene

    Fliegenpilz schreibt:
    Ich kann mir echt nicht vorstellen, dass man als ADHSler komplett unauffällig durch die Schule kommt. Da muss es zumindest ab und an diverse Elterngespräche gegeben haben.
    Absolut.

    Es wird sich in 98 Prozent aller Fälle schon in den Grundschulzeugnissen niedergeschlagen haben. In denen der ersten beiden Klassen, in denen es noch keine Noten, sondern Beschreibungen gab.

    Deshalb sind ja sich ihrer selbst und des Störungsbildes ADHS unsichere Ärzte so erpicht darauf, diese Zeugnisse zu sehen, erfahrene ADHS-Ärzte verlassen sich eher lieber darauf, was sie selbst sehen und hören.

    Gut, ich gebe zu, dass sie zur Abrundung des Gesamtbildes durchaus glücklich sind/waren, wenn man seine Eltern mit anschleppte. Und gegebenfalls die Befunde ihres psychiatrischen Flurschadens, den sie in ihrem Leben hinterlassen haben. Ich hatte jedoch immer den Eindruck, dass das vollkommen sekundär war.

    (Zum Glück konnte ich nicht auch noch meine Großeltern anschleppen, da bereits verstorben. Au weia, das hätte was gegeben. Vermutlich wäre ich gleich wieder in die Anstalt gekommen.)

    Zurecht übrigens. Nichts ersetzt das persönliche Gespräch des Betroffenen mit dem Arzt. Wobei diese Leute ja weniger darauf achten, was gesagt wird, sondern wie etwas ausgedrückt wird. Was im (unerfahrenen) Betroffenen durchaus manchmal das Gefühl hinterlassen kann, nicht ernst genommen zu werden. Was aber nicht sein sollte.

    Aber ich denke, man versteht ADHS-Ärzte nicht, wenn man die Kommunikation mit ihnen rein verbal betrachtet.

    Wie gesagt, Mr. web4health hatte keinen verbalen Kontakt zur DSDS-Kandidatin. Aber irgendwie scheint sie ihm es dennoch angetan zu haben.

    Fazit: Ja, ADHS tritt nicht alleine auf. Es hinterlässt einen definitiven Flurschaden auf der Gemarkung einer Familie. Und zwar einen heftigen.

    PS. Für meine Eltern interessierten sich übrigens erst die ADHS-Ärzte, denen die mit den Diagnosen zwischen Schizophrenie und Komplett-Plemm-Plemm nur so um sich warfen, war das völlig schnurz-piepe. Das ist vielleicht auch noch interessant zu erwähnen, was vielleicht meine grundsätzliche These unterstützen könnte, was von den meisten Psychiatern zu halten ist, nämlich überhaupt rein gar nichts.

    PSII. Wobei mich immer gewundert hat, dass bei den psychiatrischen Kapazitäten, zu denen Mr. web4health in seinem Reservat der Glückseligen ja sicher nicht gehört - Gott sei dank - also je höher diese psychiatrischen Menschen in ihrer Karriere hinaufkamen, sich ihre Persönlichkeit damit unmittelbar korrelierend zum Nullpunkt bewegte. Wenn man nicht immer wieder Opfer dieser Leute geworden wäre, wäre das fast faaszinierend festzustellen. Dazu muss man vielleicht kurz einstreuen, worum es in der Psychiatrie geht. Um die Heilung des Patienten. Ich hoffe, ihr verzeiht mir diesen kurzen Scherz. Also, es geht darum, in welchen und wie vielen wissenschaftlichen, internationalen Publikationen ich wie oft zitiert werde. Dieser Wahn kann so weit gehen, dass wenn ich ein Psychiater bin, der nie zitiert wird, ich in ein Forum von Betroffenen mich einklicke, wo ich wenigstens von diesen gelegentlich zitiert werde. Ich hoffe, man nimmt mir ab, dass das als Lob gemeint war.

    Fazit: Das finde ich nach wie vor interessant, dass ich also je öfter ich zitiert und viruliert werde, je mehr Fachbücher und Aufsätze in international relevanten Publikationen ich veröffentlicht habe, desto mehr dazu tendiere die Persönlichkeit eines Nullradius anzunehmen.

    Die innere Dynamik des psychiatrischen Systems scheint also folgendermaßen beschaffen zu sein, dass ich, bis ich schließlich oben ankomme, so-und-so-viele Abschleifungsprozesse durchgemacht haben muss, dass sich eben meine ganze Persönlichkeit nach dem Modell einer glitschigen Seife entwickelt hat, die nicht mehr zu fassen, glücklicherweise aber dann auch nicht mehr zu kritisieren ist. Zumindest nicht von den "Normalsterblichen". Leuten wie Herrn web4health muss man also wünschen, dass sie nie befördert werden. Gott sei Dank tut er ja auch mit seinen Beiträgen einiges dafür, dass das nie geschehen wird.

  3. #23
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Ärztezeitung.de: GBA regelt ADHS-Medikation für Erwachsene

    web4health schreibt:
    Nur um "richtig" (miss)verstanden zu werden :
    Mir geht es darum, dass man eben schon auffällig "anders" als andere Kids gewesen sein muss.
    Zumindest die eigenen Eltern müssen das gemerkt haben
    Das ist ein Missverständnis vieler ADHS-Ärzte, weswegen es hier ruhig einmal aufgeklärt werden kann.

    Also, es gibt Eltern, die selbst so plemm-plemm sind, dass sie nie und nimmer auf die Idee kämen, ihr Kind, selbst wenn es massivste Schwierigkeiten in der Schule hätte, für plemm-plemm zu halten.

    Glaub mir, es ist durchaus schwierig für einen Vater, der die Hauptschule nach der achten Klasse geschmissen hat, weil ihm die Sache zu blöd wurde, seinen Sohn für die schlechten Noten in der achten Gymnasialklasse zu bestrafen.

    Kurzum, der Witz bei der Sache ist, dass diese Leute, genannt Eltern, ihr Kind für völlig normal halten im Vergleich zu ihrer eigenen Verrücktheit. Kapice?

    Gut, ist das Kind zu verrückt, wird vielleicht mal gesagt, scheiße, der kommt ganz nach dem Großvater. Aber das war`s dann auch schon.

    Die Familie wird als normal angesehen. Sich beschwerende Lehrer oder andere Personen von aussen als verrückt, zumindest als übertreibend.

    Das hat übrigens auch seine Vorteile.

    Ja, natürlich.

    Stell Dir mal vor, so ein ADSler würde von konservativen, ordnungsliebenden stinknormalen Pünktlichkeits- und Sauberkeitsfanatikern oder CDU-Wählern grossgezogen, was das für ein Konfliktpotential wäre! An ein halbwegs normales Aufwachsen wäre überhaupt nicht mehr zu denken!

    Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit meinen Eltern. Sicherlich haben sie in ihrer Erziehung Fehler gemacht, aber auch nicht mehr als Stinknormalo-Eltern. Auch keinen einzigen Fehler, den ich nicht auf ihr spezifisches Plemm-Plemm, was ja auch das meinige ist, zurückführen könnte. Also das ist mittlerweile entschuldigt.

  4. #24
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Ärztezeitung.de: GBA regelt ADHS-Medikation für Erwachsene

    web4health schreibt:
    So sehr ich eine bessere Diagnostik bei Erwachsenen begrüssen würde, so sehr missfällt mir, dass dazu derartig ungeeignete Untersuchungsinstrumente verwendet werden müssen bzw. jetzt suggeriert wird, man müsse einfach den "HASE-Fragebogen" machen und dann sei die Sache klar.

    Das erzeugt groteske Situationen zumindest bei uns in der Klinik. Man muss schon den IQ eines Feuerlöschers haben, wenn man dabei nicht die "gewünschten" Antworten angibt, wenn man nun auf die Diagnose "scharf" ist.
    Das habe ich bis heute auch noch nicht verstanden, wie man ausgerechnet auf diese Diagnose scharf sein kann.

    Ich wünsch mir doch auch nicht freiwillig die Krätze an den Hals! Oder ist das neuerdings irgendwie logisch?

    Ich kann mich jedenfalls noch genau an meine Reaktion auf diese Diagnose erinnern: "Au, Scheiße, auch das noch..."

    PS: Was heisst überhaupt IQ eines Feuerlöschers? Verstehe nicht ganz, wie man den IQ eines Psychiaters unterbieten könnte, ob jetzt mit oder ohne Feuerlöscher...

  5. #25
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Ärztezeitung.de: GBA regelt ADHS-Medikation für Erwachsene



    Die armen Psychiater ... sei nicht so gemein mit denen, die können nichts dafür. Der Zitationsirrsinn grassiert übrigens allgemein in der Wissenschaft. Publish or perish.

    Ich bin noch nie einer Koryphäe in die Hände gefallen und nach dem was du da sagst bin ich dankbar dass ich bei einer sehr praxisoreintieren, erfahrenen Wald- und Wiesen- Psychiaterin gelandet bin, die vermutlich nie von irgendwem zitiert wurde außer von ihren Patienten und gefühlsmäßig die Menschen im Blick hat ...

    Zum Glück konnte ich nicht auch noch meine Großeltern anschleppen, da bereits verstorben.
    "Der Junge kommt nach seinem Großvater" - klingelt grad in meinen Ohren.

    Der war Lehrer und im Haus musste es absolut still sein wenn er korrigierte, er sass dann in einer winzigen, leicht abgedunkelten Kammer unter dem Dach, einer Art Besenkammer ... hat bei Gesprächen nix mitbekommen, zumindest keine Abmachungen oder Termine ... aber wenn es sein Thema war hat er stundenlange Vorträge galten ... total chaotisch, keine Ordnung ... wird als einfühlsam gegenüber den Schülern beschrieben, sehr empfindsam, auch beliebt aber gleichzeitig absolut cholerisch ... Nikotin- und Koffeinsüchtig ... war, für die Zeit ungewöhnlich, geschieden und wiederverheiratet ... und so weiter.

    Tja. Soviel zur Vererbung.

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 135

    AW: Ärztezeitung.de: GBA regelt ADHS-Medikation für Erwachsene

    Eiselein schreibt:

    Also, es gibt Eltern, die selbst so plemm-plemm sind, dass sie nie und nimmer auf die Idee kämen, ihr Kind, selbst wenn es massivste Schwierigkeiten in der Schule hätte, für plemm-plemm zu halten.

    Die Familie wird als normal angesehen. Sich beschwerende Lehrer oder andere Personen von aussen als verrückt, zumindest als übertreibend.
    Oder andersrum, wie bei mir:
    Die Eltern, vorallem die Mutter, sind der Meinung, man sei eine ganz normale Familie. Unter allen Umständen. Garantier!
    Und der Vater denkt sich: Oha, der ist ja wie ich- bestimmt ändert sich das, wenn ich ihm oft genug erzähle, wie ich versagt habe!

    Hinzu kommt dann, wenn die Lehrer sich nicht "aggressiv" beschweren, sondern nur "Anregungen" geben wie: Vielleicht langweilt ihr Sohn sich. Das legt sich aber bestimmt, wenn er aufs Gymnasium kommt!"
    Und die Lehrer dort kommen dann bei Probleme natürlich nur auf tolle Ideen wie: Gibts Ärger mit den Eltern? Scheidung? Von Freundin getrennt?

    ...

    Und zum Thema "scharf auf die Diagnose": MPH kann von "Normalen" zur Konzentrations- und Leistungssteigerung missbraucht werden. Eigentlich ärgerlich wenn man dann ADS hat und es nicht "missbrauchen" kann

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