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Diskutiere im Thema Deutschlandradio: ADHS: Droht uns eine 'Generation Ritalin'? im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 305

    AW: Deutschlandradio: ADHS: Droht uns eine 'Generation Ritalin'?

    mir hat mal jemand erklärt, *********** würde in den medien immer wieder lanzieren, dass ads nur erfunden wäre.

    aber der blech braucht so ein hintergrundwissen garantiert nicht um sein blech zu verbreiten......wie du schon gesagt hast "hauptsache auflage" *kopfschüttel*

  2. #12
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Deutschlandradio: ADHS: Droht uns eine 'Generation Ritalin'?

    Der Titel reicht schon, um bei mir ein aufsteigendes Brechgefühl auszulösen ... keine Kraft mehr, mir solchen Sch**** lesend/hörend anzutun ...

  3. #13
    howie

    Gast

    AW: Deutschlandradio: ADHS: Droht uns eine 'Generation Ritalin'?

    aber leon eisenberger hat sich mit vielem befasst (zum beispiel autismus) und viel kritisiert (die pharmaindustrie) und anderm damit ob adhs überdiagnostiziert wird, oder? (hab jetzt aber keine zeit mich weiter einzulesen) argumente darf er schon bringen und diskutieren - man muss halt dann stichhaltige gegenargumente bringen.
    fand andere punkte die blech gesagt hat schlimmer (s. auch o.)
    Geändert von howie (22.04.2012 um 23:23 Uhr)

  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257
    Eisenberg war Spezialist für Autismus und in der DSM-IV-Komission, so weit ist alles OK.

    In den 1950ern hat er mit Rutter auch an ADHS-Kindern und mit MPH geforscht.

    Später hat er gemeint, die Genetische Komponente sei überbetont und die soziale unterbelichtet.

    So weit auch OK. Kann man diskutieren - keine Nachricht.

    Eisenberg ist 2009 gestorben und 6 Monate vor seinem Tod hat ihn jener Jörg Blech interviewt. Journalisten kann nichts besseres passieren als der letzte zu sein, der eine Berühmtheit interviewt.

    Das war die Chance für Blech.

    In diesem Interview soll der Satz gefallen sein: „ADHS ist ein Paradebeispiel für eine fabrizierte Erkrankung. Die genetische Veranlagung für ADHS wird vollkommen überschätzt“.

    Das hat Blech aufgeblasen zu einer Bücherserie und darauf stützt sich die ganze Ritalinkritik.

    Angenommen das Zitat stimmt:

    Dann ist es so dass man erstens bezweifeln kann, ob Eisenberg überhaupt so wichtig für die ADHS-Forschung ist, wie es Blech gerne hätte. Er hat deutlich mehr über Autismus geforscht und spielt bei ADHS nur eine Nebenrolle, ebenso bei der DSM-Gestaltung wo er nur einer von ziemlich vielen war.

    Zweitens kann man ihn durchaus so verstehen dass ADHS multikausal ist und nicht ausschließlich genetisch - Na und?

    Also: Blech redet Blech, stellt einseitig dar, liefert miesen Gesinnungsjournalismus.
    Geändert von Wildfang (23.04.2012 um 00:39 Uhr)

  5. #15
    howie

    Gast

    AW: Deutschlandradio: ADHS: Droht uns eine 'Generation Ritalin'?

    ok.
    also das adhs multikausal ist, hat manfred döpfner auch gesagt und auch immer wieder betont.
    ja stimmt blech war viel zu einseitig, sag ich ja auch, weil er eben das nennen wir es biologische mehr oder weniger ignoriert, fand ich.

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 305

    AW: Deutschlandradio: ADHS: Droht uns eine 'Generation Ritalin'?

    ich danke euch für die aufklärenden worte hier.

    nachdem was ich hier gelesen hab, hat der spiegel wieder einen leser weniger. gesinnungsjournalismus, von herrschaften die absolut nicht lernfähig sind, werd ich auf jahre nicht unterstützen. wo ist da der unterschied zur blödzeitung??

  7. #17
    ...ist dusselig

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 391

    AW: Deutschlandradio: ADHS: Droht uns eine 'Generation Ritalin'?

    fachaela schreibt:
    ich danke euch für die aufklärenden worte hier.

    nachdem was ich hier gelesen hab, hat der spiegel wieder einen leser weniger. gesinnungsjournalismus, von herrschaften die absolut nicht lernfähig sind, werd ich auf jahre nicht unterstützen. wo ist da der unterschied zur blödzeitung??
    Bei der Blödzeitung weiss jeder das sie nur zur belustigung da ist,beim spiegel sah es bisher anders aus....

  8. #18
    Lysander

    Gast

    AW: Deutschlandradio: ADHS: Droht uns eine 'Generation Ritalin'?

    Der Spiegel u.a. ehemals renommierte Blätter sind schon lange entzaubert. Das betrifft ebenso vermeintlich seriöse Fernsehanstalten wie die Öffentlich Rechtlichen... Erschreckend ist die derzeit grassierende These der angeblichen Modekrankheit ADS. Ich vermute, da schreibt man gegenseitig ab, immer wieder tauchen dieselben medizinischen "Experten" auf. Das scheint eine Art Schwarmverhalten der Journalisten zu sein. Ich glaube nicht, dass die "Stimmungsmache" gegen ADS gelenkt wird, wie ich es da und dort in Foren las. Ich glaube, manche Kollegen übernehmen derzeit eine vermeintlich kritische Haltung, weil das dem Klischee des Journalisten entspricht. Ich vermisse hier die gute Recherche und nötige Objektivität. Kritik ist immer gut, aber sie muss fundiert und verifiziert sein.

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 135

    AW: Deutschlandradio: ADHS: Droht uns eine 'Generation Ritalin'?

    Noch was, wo ich etwas verspätet, meinen Senf reindrücken muss >.<

    Der Spiegel ist inzwischen gefühlt zum Boulevardmedium für Pseudointellektuelle geworden, für die "Hallo, ich habe studiert, ich lese keine BLÖD! Ich hab den Spiegel!"-Idioten, die zwar irgendwie studiert haben, aber dennoch nicht wirklich allein und kritisch denken können.
    Hat mal jemand SpiegelTV auf dem Asisender Nr 2(RTL, nur RTLII ist schlimmer) gesehen? Erst gestern wieder ein unsachlicher und lächerlicher Beitrag über die Piraten, bei dem es nicht um inhaltliche Kritik(berechtigt) ging, sondern um Vorurteile(ihh bah guck mal, keine Anzüge! und überhaupt, alle viel zu jung!). Direkt danach ein Bericht über Kleinkinder-Knigge-Kurse, bei denen die Kinder als "zukünftige Elite"(kann man natürlich schon jetzt abschätzen...) betitelt wurde und der Kellner allen ernstes "Untergebener" genannt wurde- vom Kommentator, nicht von dieser schrecklichen "Kniggelehrerin", der dies zuzutrauen gewesen wäre. Die ganze Wortwahl diese Beiträge ist schrecklich. Von einem als Bericht getarnten Werbefilm für Deichkind fang ich jetzt garnicht erst an("unser Redakteur war bei einer dieser Supersausen und dieser Beitrag is extremst GEIL!"(nein, nicht "leider geil", das wäre mir aufgefallen)).


    Zum eigentlichen Thema: Beim Deutschlandradio wäre ich sehr vorsichtig. Diese ist mir generell etwas suspekt, da dort teilweise Sendungen laufen, bei denen man nur den Kopf schütteln kann.

    Und apropos Leon Eisenberg: F***! Sucht man nach ihm bei Google findet man so viel Laienschwachsinn, dass ich trotz Medikament grad ernsthaft aggressiv bin(bisher habe ich mich seit meiner ersten Pille nicht mehr über dank Meinungsfreiheit verbreitetes geistig erbrochenes aufgeregt. Aber kennt jemand zeitgeist? Zum Glück nur 600 Facebook-Likes, aber im Bezug auf ADHS(nur diese "Artikel" überflogen) eine Sprachwahl, die an schlimmste rechts/linksextreme erinnert. "Das Mediziner-Lügen-Pack! Massenvergiftung!" usw -.-

    Ansonsten findet man von Eisenberg wenig kritisches, wenn man auf englisch sucht. Klar, er vertrat die Ansicht, es würde vielleicht zu oft diagnostiziert, aber man findet einen Artikel von 2007, in dem er beschreibt, wie aus dem "hirngeschädigtem Kind-Syndrom" im Laufe der 2. Hälfte des letzten Jahrhunderts ADHS wurde. Und natürlich hat er, wenn er 46 sein Studium abschloss, das Gefühl der Überdiagnostik. Denn zum einen wurden die Erziehungsmethoden erst ab den 70ern liberaler, sodass "Fehler" wie ADS nicht mehr ausgeprügelt und konditioniert wurden(soweit dies ging) und zum anderen rückte die Krankheit ins Licht der Aufmerksamkeit. Denn nach der Idee, dass alles besser wird, wenn Kinder machen können was sie wollen, kam wohl die Vorstellung, dass Kinder bei gewissen Verhaltensweisen doch nicht ganz "normal" sein können.
    Und bevor, was ich hier nicht erwarte, ein Shitstorm kommt: Normal ist das, was die Mehrheit vorgibt. "Vielleicht ist die Mehrheit unnormal!" zeugt von ausgepräger Idiotie, denn ohne mehrheitliche Verhaltensmuster gäbe es den Terminus "Normal" gar nicht.

  10. #20
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Deutschlandradio: ADHS: Droht uns eine 'Generation Ritalin'?

    Wotemer schreibt:
    Und bevor, was ich hier nicht erwarte, ein Shitstorm kommt: Normal ist das, was die Mehrheit vorgibt. "Vielleicht ist die Mehrheit unnormal!" zeugt von ausgepräger Idiotie, denn ohne mehrheitliche Verhaltensmuster gäbe es den Terminus "Normal" gar nicht.
    *schmunzel ...
    wie wäre es, deskalierend Wortklauberei zu betreiben: als erstes arbeiten wir aufbauend an einer perfekten Definition des "Normal"-Begriffs und anschließend zerlegen wir diesen wiederum feinsäuberlich mengentheoretisch mit Hilfe der Russellschen Antinomie ...

    ... und zum Schluss gibt's ein Bierchen

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