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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    Ärztezeitung.de: ADHS ist eine Familie multipler Krankheiten

    Aus der Ärztezeitung.de:

    ADHS ist eine Familie multipler Krankheiten

    ....ADHS stellt keine Einheit dar, sondern eine ganze Familie von Störungen. Das berichten US-Forscher aus Portland, die Tests zu Gedächtnis, Aufmerksamkeit Verständnis und anderen Fähigkeiten bei ADHS-Patienten und Kontrollen verglichen hatten. Bei der Auswertung fanden sie eine große Variationsbreite. Zwar schnitten die ADHS-Patienten insgesamt schlechter ab, übertrafen bei einzelnen Leistungen aber die Kontrollpersonen.

    Auch ergaben sich zwischen den ADHS-Patienten Untergruppen je nach Stärken und Schwächen. Nun plädieren die Forscher für eine Verfeinerung der Diagnose und eine personalisierte Therapie (PNAS 2012; online).

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: ADHS ist eine Familie multipler Krankheiten

    Das ist natürlich eine ziemlich schwachsinnige Formulierung, die hinten und vorne nicht zutrifft.

    Allerdings könnte es sein, dass hier der Redakteur der Ärztezeitung, mit dem Thema unvertraut, auf eine - wie er glaubte - griffige Überschrift gekommen ist.

    Was die Forscher vermutlich eher aussagen wollten, ist, das es bei ADHS eine gewisse Symptombreite gibt. Und nicht jeder ADHSler alle Symptome auf sich vereinigt.

    Die drei Kernsymptome Hyperaktivität, Impulsivität und Unaufmerksamkeit sind aber in jedem ADHSler nachweisbar, selbstverständlich mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

    ADHS ist also eindeutig identifizierbar. Nicht wie hier suggeriert wird, irgendwie eine Wisch-Waschi-Störung.

    Dann gibt es noch die Fraktion, die davon ausgeht, dass ADHS gar nicht vorhanden ist, weil jeder irgendwie Symptome von Hyperaktivität, Impulsivität und Unaufmerksamkeit auf sich vereine.

    Denen sei noch einmal der Unterschied erläutert.

    Beim ADHSler sind diese Symptome nicht auftretend und wieder verschwindend, sondern konstant vorhanden und zwar von Kindesbeinen an. Ab einem gewissen Ausprägegrat der Störung führen die Symptome automatisch zu schweren Beeinträchtingungen im sozialen, beruflichen und persönlichen Leben. Signifikant beeinträchtigt ist u.a. die Leistung des Gedächtnisses, die Wahrnehmung der Aussenwelt, die integrativen Funktionen des Bewusstseins und das Identitätserleben.

    Keine Wischi-Waschi-Störung also, sondern eine Störung, die massive Auswirkungen nach sich zieht.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: ADHS ist eine Familie multipler Krankheiten

    Eiselein schreibt:

    ..... Nicht wie hier suggeriert wird, irgendwie eine Wisch-Waschi-Störung
    Das habe ich nicht so aufgefasst.

    Es ist aber eine Tatsache, dass beim AD(H)S eine große Variationsbreite vorhanden ist (was man beim Lesen hier im Forum auch feststellen kann), auch wenn die drei Kernsymptome Hyperaktivität, Impulsivität und Unaufmerksamkeit bei jedem ADHSler mit unterschiedlichen Schwerpunkten nachweisbar sind.

    Die Forscher meinten:
    ......Auch ergaben sich zwischen den ADHS-Patienten Untergruppen je nach Stärken und Schwächen
    Daran kann ja kein Zweifel bestehen.

    Beispiele sind zwar nie ganz passend, aber wenn wir an die Diagnose Krebs denken, dann gibt es doch ebenfalls viele verschiedene Formen davon (es sind eigentlich unterschiedliche Erkrankungen), die sich nicht alle gleich schnell ausbreiten oder zum Tod führen müssen, aber alle haben ein bösartiges Zellwachstum gemeinsam.
    Ähnlich ist es mit verschiedenen Migräneformen. Dahinter verbergen sich ebenfalls viele unterschiedliche Erkrankungen, die alle bestimmte Merkmale gemeinsam haben.

    Trotzdem wird an den Diagnosen deshalb doch nicht gezweifelt und sie sind auch keine "Wisch-Waschi-Krankheiten", sondern sie werden individuell therapiert.

    Eigentlich hatte ich den Artikel zunächst nicht kommentieren wollen, weil es sicher hilfreich wäre, den englischen Text darüber zu lesen.

    Einige Forscher hatten in der Vergangenheit bereits die Theorie, dass verschiedene Gene für die Entstehung von AD(H)S verantwortlich sein könnten.

    Bisher fand ich, dass alle Forschungen noch Widersprüche aufweisen und wir alle sicher noch nicht auf dem letzten Stand sind - auch wenn uns allen ganz klar ist, dass AD(H)S keine Modediagnose ist und dieses Syndrom auf jeden Fall existiert bzw. auch zu diagnostizieren ist. Dem hat dieser Text aber nach meiner Auffassung nicht widersprochen.
    Geändert von Celine ( 8.04.2012 um 17:54 Uhr)

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