Der kleine Alexandro aus der Steiermark ist erst zwölf, und doch hat er schon einen langen Leidensweg hinter sich. In der Dorfschule ist er immer wieder angeeckt. Manche Kinder durften mit dem "Zappelphilipp" nicht spielen.

Bis seine Mutter die Konsequenzen zog und Alexandro in einer teuren Spezialschule anmeldete. Die liegt allerdings in Deutschland, denn in Österreich gibt es noch keinen Unterricht für ADHS-Patienten.

Wenn Alexandro bei seiner Aufgabe sitzt und hinter ihm fällt ein Bleistift zu Boden, ist es mit der Konzentration vorbei. Er muss sich mit dem beschäftigen, was ihn gerade reizt.
Dabei vergisst er, was er ursprünglich vorhatte. Seit seine Störung diagnostiziert wurde, nimmt Alexandro Medikamente. Die steigern seine Konzentration und bremsen den unkontrollierten Bewegungsdrang.

Alexandro ist ein Sonderfall. Weil auch bei seinem Vater ADHS festgestellt wurde, konnte sich seine Mutter rechtzeitig um sein Problem gekümmert. Immer wieder wurde sie damit konfrontiert, dass Lehrer, Eltern und Behörden wenig oder nichts über diese Stoffwechselstörung wissen. Dank ihres Engagements könnte sich das jetzt ändern. Denn die kämpferische Mutter aus der Steiermark hat jetzt erreicht, dass die Spezialausbildung ihres Sohnes in Bonn vom österreichischen Staat bezahlt wird.

TV-Hinweis: Mehr zu diesem Thema in der Sendung "Am Schauplatz" am Dienstag um 22.30 Uhr in ORF2.



Quelle: Eine oft übersehene Krankheit