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Diskutiere im Thema "Wo die wilden Kerle wohnen"... aus FAZ (12.02.12) im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #21
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257
    Selenia schreibt:
    Wobei mich mich frage, wie jemand eine positive ADS-Diagnose stellen kann, wenn er nicht selber daran glaubt, dass es ADS gibt.
    Dass ADHS erfunden sei hat von den zitierten Ärzten auch keiner gesagt ... das ist von Blech, dem gleichen der Gerde den Spiegel-Artikel geschrieben hat und stammt angeblich von Leon Eisenberg.

    ---

    Mir war nicht klar dass die FAZ so zensiert. Ich hab die eigentlich für seriös gehalten.
    Geändert von Wildfang (17.02.2012 um 00:29 Uhr)

  2. #22
    howie

    Gast

    AW: "Wo die wilden Kerle wohnen"... aus FAZ (12.02.12)

    kleine anmerkung
    Da stehen eine Menge Sache drin die schlichtweg falsch oder irrelevant sind ala Kokainähnlichkeit der Wirkungen das weißen auch alle Antidepressiva auf Oder die psychische Abhängigkeit, die man von allem bekommen kann
    das stimmt nicht. die meisten antidepressiva (ssri) wirken ganz anders

    jetzt les ich aber erst mal den text.

  3. #23
    howie

    Gast

    AW: "Wo die wilden Kerle wohnen"... aus FAZ (12.02.12)

    Weil Robin kein Ritalin nimmt, schaffte er es nur mit größter Mühe auf ein Gymnasium.
    krasse aussage!
    (
    „Das waren ideale Kämpfer, Jäger und Wächter mit einem besonderen Gespür für ihre Umwelt“, sagt Fegeler
    immer diese steinzeit vergleiche )
    Pauls Mutter glaubt, dass er auch für das Studium Ritalin brauchen wird. „Wir leben in einer Leistungsgesellschaft“, sagt sie „und ich möchte, dass meine Kinder ganz vorne mitschwimmen.“
    das lässt mich auch nur den kopf schütteln.

    so sehr ich diesen text insgesamt kritisiere: es wundert mich trotzdem warum es so viele adhs diagnosen gibt.
    ein bißchen was wahres hat der text, finde ich. die wahrheit (zwischen euch und dem text) wird wohl irgendwo dazwischen liegen.
    ich hab auch immer gestört im unterricht, aber das haben andere auch getan.

  4. #24
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 51

    AW: "Wo die wilden Kerle wohnen"... aus FAZ (12.02.12)

    howie schreibt:
    kleine anmerkung

    das stimmt nicht. die meisten antidepressiva (ssri) wirken ganz anders

    jetzt les ich aber erst mal den text.
    Punkt 1: Ähnlich ist ein sehr dehnbarer Begriff ^^
    Punkt 2. SNRI sind wesentlich besser
    Punkt 3: SNRI werden insgesamt mehr produziert, wenn du allerdings die Wirkungsstoffanzahl meinst, hast du Recht.

    Kokain ist ein TRI und und wenn ich MPH mit Kokain vergleichen kann, kann ich auch beliebige SNRI´s und SSRI´s damit vergleichen, weil rezeptorspezifische Bindungen müssen ja schon ignoriert werden, wenn man von ähnlich im Bezug von Kokain auf MPH sprichst.
    Wenn ähnlich allerdings meint, dass das die Wiederaufnahme von Neurotransmittern gehemmt wird, sind die sich ähnlich.

    Sprich ich habe ähnlich im gleichem Ausmaß gedehnt wie die nette Frau oder war das doch von dem Verfasser kA mehr

  5. #25
    howie

    Gast

    AW: "Wo die wilden Kerle wohnen"... aus FAZ (12.02.12)

    snri sind doch nicht "besser" als ssri - das ist doch bei jeder depression anders, hab ich in pharmakologie gelernt. (manche haben zu viel antrieb, manche gar keinen mehr.)
    tri?
    gut, gedehnt.

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 51

    AW: "Wo die wilden Kerle wohnen"... aus FAZ (12.02.12)

    howie schreibt:
    snri sind doch nicht "besser" als ssri - das ist doch bei jeder depression anders, hab ich in pharmakologie gelernt. (manche haben zu viel antrieb, manche gar keinen mehr.)
    tri?
    gut, gedehnt.
    Ich meinte im Bezug auf Nebenwirkungen Edit: Wobei das nicht absetzen können auf Venlafaxine vermutlich schlimmer als Sexuelle Dysfunktion ist :X

    Und wenn sie ein Neutransmitter anhängen darf, darf ich einen weg nehmen xD

    Hast du Pharmakologie studiert ?

  7. #27
    howie

    Gast

    AW: "Wo die wilden Kerle wohnen"... aus FAZ (12.02.12)

    ja, hatte es als nebenfach (ist aber schon länger her), biochemie hauptfach, hab dann aber umgesattelt auf lehramt, weil ich nicht geeignet bin für laborarbeit.
    Geändert von howie (17.02.2012 um 04:30 Uhr)

  8. #28
    howie

    Gast

    AW: "Wo die wilden Kerle wohnen"... aus FAZ (12.02.12)

    von dem habe ich viel über fehldiagnosen gelernt. der hat viel genauer untersucht und metaanlysiert (gut meistens an narzistischen patienten)
    jedenfalls: diagnose ist so eine sache gell. da können experten schon mal unterschiedliches feststellen, das urteil von männlichen und weiblichen experten kann sich auch unterscheiden, usw. kriterien sind oft schwammig usw
    Dr. biol. hum. Robert Mestel - HELIOS Kliniken GmbH - Jeder Moment ist Medizin
    http://www.helios-kliniken.de/filead...rel_val_ps.pdf

  9. #29
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: "Wo die wilden Kerle wohnen"... aus FAZ (12.02.12)

    Ich muss gestehen, dass ich diesen Artikel ebenfalls alles andere als gut finde.

    Begriffe wie "Erfinder des ADHS" gehören nicht in solche Berichte, egal vor welchem Hintergrund sie entstanden sein mögen.
    Sowas führt allgemein zur Missdeutung und schadet nur.

    Und das tut dieser Artikel in mehrfacher Hinsicht.

    Irgendwie scheint auch keiner der Autoren, (nicht nur dieses Artikels, sondern ganz allgemein) im Klaren darüber zu sein, dass mit Ritalin, bzw. dem Wirkstoff MPH Menschen zum einen nicht "ruhig stellt", sondern ihnen die Möglichkeit gibt, in einen normalen Bereich zu kommen, der ihren Leidensdruck lindert und zum anderen scheinen die nicht zu wissen, dass MPH eine Stimulanz ist und sie nur bei Menschen mit dieser "erfundenen Krankheit" hilft, indem sie beruhigend wirkt.
    Bei Nichtbetroffenen Menschen bewirkt sie das genaue Gegenteil und macht Menschen noch hibbeliger.

    Komisch, dass dieser Umstand immer unter den Tisch gekehrt wird ...
    MPH bewirkt eine Angleichung des Gehirnstoffwechsels an ein neurotypisches Niveau.
    Der kann aber nur angeglichen werden, wenn er bereits unausgeglichen ist.
    Ein "Gesunder" Mensch hat eben diesen ausgeglichenen Stoffwechsel und daher wird er durch die Einnahme des Medikamentes unausgeglichen, was zur Folge hat, dass er hibbeliger, unruhiger wird.

    Eines jedoch lässt sich tatsächlich nicht von der Hand weisen:
    Es ist erschreckend, wie viele Eltern mit ihrem Kind beim Arzt ankommen mit den Worten:
    "Mein Kind hat ADHS! Ich habe darüber gelesen, dass passt alles ganz genau, verschreiben Sie ihm das Ritalin und dann bekommt er Termine beim Logopäden und beim Ergotherapeuten!"
    Wenn der Arzt dann sagt: "Moment, so einfach geht das nu' nicht!", dann ist die meist trotzige Antwort: "Doch! Ich hab alles darüber gelesen, das ist das!!!"

    Da hat der Artikel schon eine wunde Stelle getroffen.
    Es gibt viele Eltern, die lieber eine Krankheit vorschieben, als ihre eigenen Fehler zu sehen, und/ oder lieber auf dem Wege einige Stunden Freizeit ergattern wollen, während das Kind beim Therapeuten ist ....
    Da ist schon leider was dran, das ist nicht von der Hand zu weisen.

    Ebenfalls darf man nicht unbeachtet lassen, dass es in der Tat reichlich Fehldiagnosen gibt.
    Das ist kein Privileg für ADHS, sondern in der Psychologie oftmals sehr schwer, weil viele Krankheiten sich ähneln und man es oft nur schwer auseinanderhalten kann.
    ADHS oder Asperger, narzisstische oder anankastische PS, ach und so vieles vieles mehr ....
    Das gilt aber nicht nur für die Psychologie, genauso auch für die Medizin und ist kein ADHS-Privileg.

    Aber dennoch möchte ich nicht wissen, wie viele Fehldiagnosen esgibt ...
    Allerdings gewiss keine 90%, da sehe ich ebenfalls wie Wildfang eine Fehlinterpretation der Fakten, denn es sind erstmal Verdachtsdiagnosen, welche dann im späteren Verlauf bestätigt werden müssen.

    Unbestreitbar ist sicher auch, dass es heute umso schwerer geworden ist, mit ADHS durchzukommen.
    Mein Vater hatte es auch, da stand sogar schon in seinem Erstklässlerzeugnis von 1943!!! der Kommentar drin "XXX ist zu unruhig"
    Aber das war zu einer Zeit, in der noch keine Prozessoptimierer hinter einem stehen und jeder Arbeitsgang ohne jeden Frei-/ Spielraum bis auf die Sekunde ausgetaktet war ...
    Das ist heute leider sehr sehr anders und meiner Meinung nach mit ein Punkt, warum immer mehr ADHSler aus dem Rahmen fallen, weil sie nicht mehr ins System passen.


    Im Kern findet der Artikel gewiss einige Punkte, über die es nachzudenken gilt.
    Leider ist er aber dennoch schlecht, weil in vielen Punkten fehlerhaft und reißerisch.

    Just my 5 Cent ...

  10. #30
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 767

    AW: "Wo die wilden Kerle wohnen"... aus FAZ (12.02.12)

    Grundsätzlich finde ich Fliegerleins Darlegungen sehr gut.

    Zur Diagnose:

    Ich finde, das wird aufgebauscht. Nehmen wir an, mein Kind hat Ohrenschmerzen. Dann lese auch ich mal im Internet darüber nach was es sein könnte, komme auf das Wort: Antibiotika! und renne sofort zum Arzt und möchte Antibiotika verschrieben haben. Meines Wissens gab es auch einmal eine Diskussion um Antibiotika.
    Oder Schmerzmittel.. oder Schlafmittel...

    Aktuell ist es halt ADS. Also ich als Elternteil möchte das wirklich abgeklärt haben, wenn mein Sohn auffällig wäre.

    OT:
    Wobei mein Sohn Anzeichen von ADS aufweist, aber nicht genügend.. und inzwischen 25 Jahre alt ist und behauptet keine derartigen Probleme zu haben.
    Vermutlich ist er einfach nur hypersensibel. Ihr seht schon, wäre er jünger gewesen, ich wäre zum Arzt gegangen - einfach um ihm meinen Leidensweg zu ersparen.
    Ob es mph oder irgendetwas gegeben hätte? Ich weiss nicht.. er bekam jedenfalls Leukämie und meine bescheidene Meinung ist, dass sein Psychenzustand in der Pubertät nicht ausgeglichen war und ihn anfällig dafür gemacht hat.

    Nun, es ist jetzt auf jeden Fall alles vorbei und er muss selber durch sein Leben kommen.
    Auf jeden Fall habe ich ihm eine Erziehung gegeben, die wohl kein ADS begünstigt. Was ich (als ADSlerin) machen konnte um ihm eine glückliche, geliebte, strukturierte und gute Kindheit zu geben habe ich getan. Ob es das Optimum war sei dahingestellt. Man hätte immer etwas noch besser machen können.
    Und eben.. heute würde ich wirklich zum Arzt gehen mit ihm... und der hätte es nicht einfach.. diese Diagnose wäre äusserst schwierig.

    Was ich mir vorwerfe ist, dass ich wohl oft geistig "abwesend" war. Nicht präsent genug.

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