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Diskutiere im Thema NY Times: MPH soll keinen Langzeiteffekt bei Kindern haben... im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
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  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 160

    NY Times: MPH soll keinen Langzeiteffekt bei Kindern haben...

    ... was als These ja nicht so neu ist.

    Es ist aber eine gute Nachricht, wenn jetzt auch in den USA die oft missbräuchliche MPH-Vergabe an Kinder thematisiert wird.

    Verhaltenstörungen werden allzuoft vom sozialen Umfeld verursacht, und da hilft MPH eben nicht. Da hilft nur die Verbesserung des sozialen Umfeldes:

    http://www.nytimes.com/2012/01/29/op...term.html?_r=1

    Schöne Grüße!
    Hijo

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: NY Times: MPH soll keinen Langzeiteffekt bei Kindern haben...

    Na ja, das läuft im Moment ein bisschen rum ... auch im Deutschsprachigen Raum ... dieser Artikel wird im Moment reihum in allen Tageszeitungen auf der Wissenschaftsseite verbraten, in unserem lokalen Käsblatt, der Rheinpfalz, war er auch schon:

    http://www.freitag.de/wissen/1126-niemals-ausgezappelt

    Grundlage ist unter anderem diese Untersuchung:

    The MTA at 8 Years: Prospective Follow-Up of Children Treated for Combined Type ADHD in a Multisite Study

    Man kann die Ergebnisse auch anders interpretieren - und zwar so: Bei 14% der Kinder gibt es einen Anfangserfolg, aber nach ein paar Jahren ist der Behandlungserfolg verflogen. Das sind vor allem Kinder die schlechte soziale Bedienungen haben.

    Bei 34% der Kinder gibt es einen schwachen aber kontinuierlichen positiven Effekt, bei 52% der Kinder einen dramatischen Anfangseffekt der dann nur etwas zurückgeht. Das sind die Kinder mit dem besten sozialen Umfeld.

    Für den Erfolg der Langzeittherapie ist es egal ob Medikamentös, Psychotherapie oder beides, der Erfolg ist am größten wenn der Patient darauf sofort anspricht. Ach nee.

    In allen Fällen aber wird nie der Standard der Kontrollgruppe erreicht ADHSler haben immer Probleme, die Probleme werden aber bei Behandlung weniger - also keine Heilung, Linderung. Auch ach nee.

    Jetzt noch mal weiter zusammengefasst: Behandlung sowohl mit Medikamenten als auch mit Verhaltenstherapie können helfen, es ist individuell verschieden was besser hilft oder ob eine Kombination nötig ist, Eltern müssen ihren Kinder helfen damit die Therapie langfristig Hilft und kein Rückfall kommt, man kann nur die Symptomatik lindern aber nie heilen.

    Irgendwie, wenn man's so eindampft, nichts neues.

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 160

    AW: NY Times: MPH soll keinen Langzeiteffekt bei Kindern haben...

    Der Artikel in der NY-Times ist deutlich kritischer und bezieht sich offenbar nicht auf die von Dir genannte, sondern auf eine eigene Studie, die pointiert gesagt fast gar keinen Effekt festegestellt haben will, egal in welcher Gruppe (medikamentiert mit bzw. ohne Therapie).

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: NY Times: MPH soll keinen Langzeiteffekt bei Kindern haben...

    Ja, du hast recht, insofern hab ich ein bisschen das Thema verfehlt ... ich fand trotzdem es passt.

    Zum Autor:

    L. Alan Sroufe - Institute of Child Development - University of Minnesota

    und zum Artikel

    Another ADHD Denier (and Parent-Basher) | Child Mind Institute

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: NY Times: MPH soll keinen Langzeiteffekt bei Kindern haben...

    man kann es ja auch so sehen.... verhaltensstörungen sind reaktionen, die von aussen/den anderen
    als störend empfunden werden. und eben reaktionen - das warum ist zu ergründen.

    man könnte auch fragen, wer bestimmt die norm des normalen? was ist normal?

    handkehrum, mph hilft mir "strukturierter" zu denken -
    doch mein tun und agieren beieinflusse ich selbst (nicht das medikament).

    damit kinder nicht so reagieren wie sie gelernt haben (auch teil aus schutz) zu agieren,
    müssen auch vorbilder da sein, die ihnen vorleben wie.

    und jedem ritalin-kritiker wünsche ich mal einen tag "unter strom" mal verbringen zu müssen!

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