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Diskutiere im Thema Interview mit Wolfgang Bergmann - "ADS ist ein kulturelles Phänomen" im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 80

    Beitrag Interview mit Wolfgang Bergmann - "ADS ist ein kulturelles Phänomen"

    Moin an alle,

    ich schau hier seit einzige Zeit mal wieder vorbei und direkt mit etwas im Gepäck was mich nachdenken lässt.
    Es ist dieses Interview mit Wolfgang Bergmann der sagt das ADS ein kulturelles Phänömen ist.

    Ich hab es mir durchgelesen und mir sind viele Dinge seltsam vorgekommen, ich geh das hier mal Absatz für Absatz durch.



    Immer mehr Kindern wird die Diagnose ADS angehängt. Mediziner erklären ADS als Stoffwechselstörung im Gehirn. Der Hannoveraner Erziehungswissenschafter und Psychologe Wolfgang Bergmann bestreitet diese Definition. Er sieht die Aufmerksamkeitsstörung als tiefgreifendes kulturelles Phänomen, bei dem vor allem die Eltern gefordert sind.

    Ich weiß nicht ob man hier von "angehängt" reden kann oder sollte, für mich war meine Diagnose, jetzt mit der Zeit, ehr eine erleichterung und brachte mir viel mich in dieser Welt besser zu orientieren und mehr auf mich selbst und auf die Situationen zu achten um besser damit zugehen zu können.


    "Herr Bergmann, Ihr neues Buch heißt »Das Drama des modernen Kindes«. Warum ist moderne Kindheit ein Drama?"
    Allein die Zahl der Ritalin-Verordnungen für die sogenannten »ADS-Kinder« ist in den letzten zehn Jahren um mehr als das 20fache gestiegen.

    [ ...............]
    Quelle: Interview mit Wolfgang Bergmann über ADS | interviews | artikel - Connection AG

    Ich frag mich an dieser Stelle ob ihm der Gedanke kam, dass sich die Gesellschaft nun mehr mit solchen "Erkrankungen" auseinander setzt und die Erkennung und die Unterstützung solcher Kinder und deren Umwelt(Eltern, Lehrer, Freunde, Bekannte, Familie) sich verbessert haben.
    Was ich denke was ich möglich ist, das bei manchen Adhs fehldiagnostiziert wird und diese Irrtümlichweise mit Medikamenten behandelt werden. Aber spätesdens dann wird es auffallen das mit diesen Kindern etwas "anderes" ist wenn die Medis nicht anschlagen oder diese Kinder noch unruhiger werden oder andere Symtome unabhängig oder abhängig mit und ohne Schweregrad der Nebenwirkungen.
    Natürlich muss auch die Umgebung bei einer AD(H)S Diagnostik bei einem Patienten mit in Betracht gezogen werden und Persönlichkeitsstörungen ausgeschlossen werden, dies soll ja eh bei jeder Vernüftigen Dignose gemacht werden, ich glaube der Begriff war Differentzialdiagostik.<br><br >


    "Konzentrieren wir uns auf die Hyperaktivität oder ADS. Dieses Syndrom wird medizinisch als Stoffwechselstörung im Gehirn definiert. Was taugt diese Definition?"
    [ ...............]

    Quelle: Interview mit Wolfgang Bergmann über ADS | interviews | artikel - Connection AG

    1. Soweit ich informiert bin, kann Hyperaktivität auch ohne ADS auftreten. Wenn ich mich täusche, korrigiert mich!
    2. "Das es "Zappelphilippe" offentsichtlich in allen Kulturen gibt und wohl schon immer gegeben hat" meine einfache Erklärung hierfür, es sollte den meisten bekannt sein das die Menschen ihren Ursprung in Afrika hatten und sich von da in der ganzen Welt verteilt haben und dann aufgrund biologischer Kriterien der Umwelt angepasst und haben und selektiert wurden.
    Wenn man jetzt auch noch die Hunter-Theorie mit in betracht zieht, muss es folglicherweise auch eine menge Hunter(Jäger) mit der Zeit gegeben haben als die Menschen anfingen sich an verschiedenen Orten auf der Welt niederzulassen und sich dort angepasst haben. Das sich die Hunter auch vermehren ist in so fern logisch da sich Gene dominant und rezessiv verhalten können. Desweiteren können solche Gene auch über Generationen ausgeschaltet werden und auch umweltbegingte Faktoren "eingeschaltet" werden(das mit den umweltbedingten Faktoren sollte mit Vorsicht genossen werden da dies eine noch recht neue wissenschaftliche Forschung ist, sie nennt sich Epikgenetik).
    3. Hmm, unfähig sind Strukturen und Ordnungen anzuerkennen. Hmm, hier würde ich sagen das es auch mit auf die Wahrnehmung ankommt, die auch bei jedem Menschen anderes ist. Und er geht nur auf die ADSler ein mit dem H, aber wie sähe es seiner Ansicht nach aus wenn das Kind oder der Erwachsene "nur" ADS hat ?


    "Was genau ist denn falsch an den gängigen Diagnosestellungen von ADS?" <p>
    Die Diagnosen sind rein symptombezogen, die erhobenen Daten über das abweichende Verhalten werden festgeschriebenen Symptombildern zugeordnet und statistisch gewichtet.

    [ ...............]
    Quelle: Interview mit Wolfgang Bergmann über ADS | interviews | artikel - Connection AG

    1. Die Diagnosen sind viel Symtombezogen aber nicht nur, es gibt ja mittlerweile und das seit etwas längerer Zeit, Tests die auf körperlicher Ebene stattfinden(z.B.EEG)
    2. Als eine der Ursachen hat man mittlerweile eine Vererbbarkeit ausgemacht die sich auf der 7. ?Gensequenz? befindet, auf genau der gleichen wurde auch der Autismus gefunden, da man mittlerweile es auch in Betracht zieht das AD(H)S zum Autismusspektrum gehört.
    3. Ich wage zu behaupten das eine Diagnose nicht nur ein simples Zuordnungsverfahren ist, klar das Symtome etwas festem Zugeordnet werden, dies dient meiner Meinung dafür um etwas Ordnung zu schaffen und nicht um die Menschen zu klassefizieren.<br><br>


    "Ein Neuropsychologe hat in einem Interview geäußert, einem ADS-Kind das Ritalin vorzuenthalten sei dasselbe, wie wenn man einem Diabetiker das Insulin verwehrte. Einverstanden?"
    In dieser Zuspitzung ist das natürlich Angstmacherei.

    [ ...............]
    Quelle: Interview mit Wolfgang Bergmann über ADS | interviews | artikel - Connection AG

    1. Ich glaube nicht das bei den meisten ADS-Kindern die Medis unnötig sind, wenn die Kinder die diagnostiziert werden, zeigen nunmal Auffälligkeiten die bei genauerer Betrachtung derer die Sie umgeben, auffallen und damit gewisse Problematiken im alltäglichen Leben einhergehen.
    Zum Rest: Stimm ich Ihm soweit zu.

    "Worin bestehen eigentlich die Hauptprobleme dieser Kinder?"
    Wir reden hier über ein enormes kulturpsychologisches Phänomen, dessen Bedeutung seltsamerweise nur sehr zögernd erkannt wird, das gilt für die Sozialforschung ebenso wie für die Kultusbürokratien und viele psychisch betreuenden Institutionen:

    [ ...............]
    Quelle: Interview mit Wolfgang Bergmann über ADS | interviews | artikel - Connection AG

    Ich merke ich an, dass es Introvertierte und Extravertiert Menschen gibt und diese Faktoren hier auhc eine Rolle spielen und nicht so einseitig zu betrachten sind, wie es hier passiert.


    !Was schlagen Sie vor?!
    Wir kommen vielleicht weiter, wenn wir die sogenannte ADS-Problematik auf dem Hintergrund narzisstischer Störungen zu verstehen versuchen. Narzisstisch bedeutet in diesem Zusammenhang zunächst: Die Kinder sehen und erfahren die Welt rein unter ego-zentrierten Gesichtspunkten.

    [ ...............]
    Quelle: Interview mit Wolfgang Bergmann über ADS | interviews | artikel - Connection AG

    Narzismus, hmm, ich würde es nicht als narzistische Störung sehen, auch nicht kann ich ihm unter seinen aufgeführten Gesichtspunkten nicht zustimmen, aber ok, ihc bin auch Asperger-Autist und sehs anderes, hier ist jetzt eure Ansicht gefragt.
    Was ich hierzu aber noch loswerden will ist, das die Ansicht in Bezug auf die narzistisch gestörten Gesichtspunkten ein Trugschluß sein könnten.
    Meine Theorie: Die Kinder merken schon früh aufgrund verschiedener Faktoren und Abgleiche mit der Umwelt das sie "anderes" sind und versuchen eine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen da sie sich hilflos und alleingelassen fühlen und Hilfe finden wollen, wobei jeder Preis dafür akzeptabel wäre. Ich kann mich aber auch irren. Vielleicht könnte es auch als eine Komponente dieses Verhaltens sein aber nicht nur.
    Ich halte es nur für sehr Bedenklich eine ganze Forschungsrichtung damit zu erklären zu versuchen und andere Ansichten im Nichts verlaufen zu lassen bzw. diese an zuzweifeln.
    Desweiteren gehören narzistische Persönlichkeitszüge zu jedem Menschen und machen zusammen mit vielen anderen Dingen diese Person erst aus.
    Es kann sich eine narzistische Persönlichkeitsstörung bilden in Komorbidität zu AD(H)S.
    Ich weiß grad nicht ab wann sich schon solche Störungen bilden kann, was ich aber weiß es eine Störungen durch das Verhalten der Eltern erlernt werden kann.


    Das hört sich an wie die Tragödie des Kleinkindes.
    Ja, damit beginnt es. Wir alle sind aus dem Paradies der mütterlichen Umhüllung, einer »einigen Welt« vertrieben. Das Kleinkind, das in einer universalen Welt von Mama und Papa getragen und versorgt wird, macht sich mit verwegenem Mut daran, auf die eigenen Beine zu gelangen.

    [ ...............]
    Quelle: Interview mit Wolfgang Bergmann über ADS | interviews | artikel - Connection AG

    In den meisten Dingen stimm ich Ihm auch hier nicht zu da aus meiner Sicht der Dinge wieder zu viele Dinge ausßen vorgelassen wurden.
    In meinen Ohren klingt es fast schon so als ob er jetzt auf alle Kinder eingehen will und aussagen will das jedes Kind das Potenzial bedingt durch die Umwelt in sich trägt ADS bekommen zu können. Wer die Antwort weiter oben von mir gelesen hat, wird sich Errinnern das es mehr Faktoren gibt die es zu berücksichtigen gilt.
    Desweiteren hab ich die leichte Vermutung das die Person Wolfgang Bergmann von einer zu anfang möglichst sachlichen Arzumentation, jetzt zu einer ehr subjektiv geprägten Ansicht der Dinge und bewertung der Faktoren, tendiert.



    "Das heißt, die Aufmerksamkeitsstörung entsteht ganz früh in der kindlichen Entwicklung?"
    ADS-Störungen zeigen sich in jedem Fall sehr früh. Ursächlich ist, abgesehen von den genannten rund 2 Prozent der Kinder, deren Störungen vorwiegend biologische Gründe haben, zweierlei: Das erste ist der Mangel an Stillung, Dauer und Verlässlichkeit in der frühen Kindheit, sozusagen an den Quellen der seelischen Entwicklung.

    [ ...............]
    Quelle: Interview mit Wolfgang Bergmann über ADS | interviews | artikel - Connection AG

    1. Sie können sich früh zeigen, müssen aber kein Handeln für die Umwelt bedeuten, sondern kann "übersehen" werden, ab willentlich oder unwillentlich mit unterschiedlichen Erklärungen für das Verhalten sei dahin gestellt.
    2. Wie geil ist das denn, Im zweiten Satz sagt er die Bindungsforschung kann zur Klärung mancher Gesichtspunkte beitragen und im Nebensatz sagt er das diese kein Sinn machen.
    3. Ich weiß nicht ob man bei AD(H)Slern von erfahrungslosigkeit sprechen kann, ich weiß nicht wies euch ging, aber ich hab schon richtig gelitten als Kind wenn ich mal wieder irgendwas machte was einen Sturz oder sonstige Verletzungen nach sich ziehen konnte. Hier denke ich das er aufgrund der Lebenswege vieler Betroffenen scheinbar gar nicht über sowas nachdenkt oder nicht zu stützende Schlüsse zieht.
    4. Was er in diesem Absatz über Bindestörung und Überfürsorge sagt kann man durchaus in der Gesellschaft beobachten und die daraus resultierenden Ergebnisse sehen, aber ich denke das hier ein genereller Wandel in der Gesellschaft stattfindet der mitunter auch stark durch die mediale Beeinflussung steht.
    Unter der medialen Beeinflssung ist nicht für Fernsehen gemeint sondern alle beeinflussende Medien wie Zeitung, Zeitschriften, Mundpropaganda, Halbwissen, und durch die einseite Betrachtung von Fakten und die daraus resultierenden Folgen.<br><br>


    "Versagen demnach die Mütter? Ganz nach dem Motto: Mama ist an allem schuld'?"
    Diese Schuldfrage ist des Teufels! Ich wünschte, man könnte sie aus der Welt schaffen.

    [ ...............]
    Quelle: Interview mit Wolfgang Bergmann über ADS | interviews | artikel - Connection AG

    Ja, die Schuldfrage ist des Teufels, da geb ich ihm recht.
    Desweiteren scheint es, als ob er sich sehr auf den Narzismus eingeschossen hat.
    In den Aspekten zur Eltern - Kindbindung, insbesondere Mutter - Kindbindung geb ich Ihm soweit recht. Liegt aber maßgeblich daran das ich mir darüber noch keine Gedanken gemacht hab und auch über zu wenig Wissen in dem Bereich verfüge.
    Ob die Tragweite des Einfuss auf Kinder durch die Medienwelt alleine auf ADS-Kinder reduziert werten sollte, halte ich für verhängnissvoll da auch andere Kinder besonders bis zum 6. Lebensjahr besonders prägsam sind durch äußere Einflüsse. Wie oben schon geschrieben, seh ich die Medien als einen großen Manipulator oder prägenden Aspekt in diesem ganzen Spiel bzw. Problematik/ Konstellation.
    Das diese von Ihm beschriebenen "Allmachtsgestallten" einen großen Einfluss haben ist klar, das ordne ich unter "Medien" ein und das Idole eine andere Wirkungsweise auf Personen haben die sich für einen bestimmten Bereich interessieren, denke ich, ist vielen auch bewusst.
    "Die erstaunliche Kompetenz vieler Hyperaktiver Kinder im Computerspiel gehört in diesen Zusammenhang" <-----, ähm, so nö. Dann doch besser auf die Kinder achten welche Art von Gehirn sie auch haben, die männlichen Gehirne haben eh eine Neigung dazu, da es sich mehr um Technik handelt, wohingegen die weiblichen Gehirne eine solch Ausprägung im Vergleich zu den männlichen Gehirnen nicht haben. Hier hängt auch einfach wieder ein riesiger Rattenschwanz an Faktoren dran die nicht ohne weiteres so einfach zu bestimmen sind was es mit den Computerspielen auf sich hat.<br><br>


    "Was können Eltern konkret tun, wenn sie ein hyperaktives Kind haben? Kann diesen Kindern überhaupt geholfen werden?"
    Durchaus.

    [ ...............]
    Quelle: Interview mit Wolfgang Bergmann über ADS | interviews | artikel - Connection AG

    Die Überschrift des Interviews war "ADS" jetzt wird es nur auf ein hyperaktives Kind reduziert. Ja, es klingt alles nach ein bisschen larrrifarri, die meisten Sachen hab ich weiter oben schon genannt und will sie jetzt nicht wiederholen, und die anderen Dinge, viele sind zu einseitig gedacht, das eine psychologische Betreuung gut ist, ist plausibel.
    Was mich hier allgemeinstört das auf die unterschiedlichen Grade nicht eingegangen wird.


    So, nun meine Zusammenfassung, zu einseitig Gedacht, zu viele Faktoren außer acht gelassen.
    Es ich mit diesem Beitrag erreichen will ist das wenn jemand solche Dinge liest und sich mit jemanden Unterhält über diese Thematik in der Richtung, ein differrenziertes Überlegen an den Tag zu legen.
    Ich persönlich halte dieses ganze Thema und alles was damit Zusammen hängt für Komplex und halte es für unmöglich es auf eine einzige Sache zu reduzieren.

    Wer es bis hierhin geschafft hat, lass n Kommentar da

    Hier ist die Quelle
    p.s. falls ich hier was total im Thema oder dem Unterforum verfehlt habe, bitte verschieben. Danke

    Mfg Chris
    Geändert von Alex (26.10.2011 um 15:53 Uhr) Grund: Urheberrecht

  2. #2


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.804
    Blog-Einträge: 40

    AW: Interview mit Wolfgang Bergmann - "ADS ist ein kulturelles Phänomen"

    TheFreak schreibt:
    Wer es bis hierhin geschafft hat, lass n Kommentar da
    Gerne.

    --> Bitte zukünftig das Urheberrecht beachten.

    Das erlaubt kurze, ausschnittsweise Zitate (max. 3 kurze Sätze, 2 mittlere oder ein sehr langer) mit Quellangaben bei jedem Zitat.

    Ganze, zitierte Absätze mit nur einer Quellangabe versteckt irgendwo ganz unten im Text jedoch nicht.

    Hab jedenfalls den Beitrag Urheberrechtskonform gemacht.




    LG,
    Alex

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 80

    AW: Interview mit Wolfgang Bergmann - "ADS ist ein kulturelles Phänomen"

    Ok, danke Alex

    Ich werd für die Zukunft beachten !

    Eigentlich meinte ich Kommentare zum Inhalt

    Mfg Chris

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.600

    AW: Interview mit Wolfgang Bergmann - "ADS ist ein kulturelles Phänomen"

    Ooooh, hei Chris,

    du sorgst bei mir für'n Herzinfarkt vor lauter mich Aufregen .

    Danke dir für den Artikel!

    Solche "Clowns", wie dieser Bergmann sterben wohl nie aus… Ist schon klar, ADS wird auf Hyperaktivität reduziert und das Aufmerksamkeitsdefizit bedeutet nichts anderes, als dass der ADS-Mensch zu wenig Aufmerksamkeit (und zu wenig Brust von der Mutter) in seiner Kindheit bekommen hat. Deshalb entstand eigentlich eine narzisstische Persönlichkeitsstörung UND DARAUF HIN das AD(H)S.

    Fehlt nur noch, dass die EEGs und MRTs bei Testungen nur deshalb Abweichungen zeigen, weil der ADHSler zu zappelig oder verträumt war oder auf eine Gleichstromschwankung zurückzuführen ist.
    Finde es toll, dass du dir so viel Mühe gemacht hast, diesen Artikel zu kommentieren. Chapeau!


    Viele Grüße von

    show

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Interview mit Wolfgang Bergmann - "ADS ist ein kulturelles Phänomen"

    Solche "Clowns", wie dieser Bergmann sterben wohl nie aus…
    Achtung, Bergmann ist im Mai diesen Jahres gestorben und war einer der renommiertesten deutscher Pädagogen und Familientherapeuten - aber bei AD(H)S-Ursachenforschung lag er wohl ziemlich daneben. Gut und sehr klug fand ich seine Gegenposition zu Bueb und seinem Ansatz, Kindern mit Gelassenheit, Ordnung und "guter Autorität“ zu begegnen.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 80

    AW: Interview mit Wolfgang Bergmann - "ADS ist ein kulturelles Phänomen"

    Ich wusste eigentlich nicht wer dieser Bergmann ist, es scheint aber eine Krankheit bei den Psychos zu sein alles auf eine Persönlichkeitsstörung zu reduzieren.

    Mfg Chris

    p.s. danke

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.600

    AW: Interview mit Wolfgang Bergmann - "ADS ist ein kulturelles Phänomen"

    Nein, mal ganz im Ernst.

    Ich glaube, dass deshalb die AD(H)S-Diagnose deshalb häufiger gestellt wird (ich lasse mal die Fehldiagnosen außen vor), weil in unseren Kulturkreisen, der Informationsfluss und -flut immens gestiegen ist. Wer früher noch klar gekommen ist mit seinem (unwissenderweise) AD(H)S und als eigentümlicher Mensch sein Leben bestreiten konnte, kann heutzutage massive Schwierigkeiten haben.

    Es ist alles schnellebiger geworden und es gibt viel zu viele Entscheidungsmöglichkeiten, weil massig Angebote. Heißt das nicht auch, dass dann eine Art äußere Struktur verloren geht? Ein Teil der Struktur, an der sich ein AD(H)Sler früher entlanghangeln konnte?

    Was ist mit dem G8 der Gymnasien, Englisch in der Vorschule? Immer mehr rein ins Gehirn, so schnell als möglich.

    Um die Psyche nicht unter den Tisch fallen zu lassen… Eltern die mehreren Jobs gleichzeitig nachgehen um über die Runden zu kommen. Kinder oft genug sich selbst überlassen, sich irgendeinen Weg suchend. Führungslos. Da haben Nicht-AD(H)S-Kinder schon Schwierigkeiten. Was aber bedeutet es für ein AD(H)S-Kind, wenn die Führhand ausbleibt?

    Kulturelles Problem, ja. Phänomen, … hmmmm…

    Dass AD(H)S auch als Diagnose herhalten muss und eigentlich nicht bei jedem zutrifft, ist mir vollkommen klar. Schon allein deshalb finde ich eine EINGEHENDE Testung unabdingbar.

    Bergmann ist im Mai diesen Jahres gestorben
    Uuups, das wusste ich nicht. Tut mir leid! Habe mit meinem Spruch weniger seine körperliche Unversehrtheit im Visier gehabt, als vielmehr einige seiner Ansichten.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 80

    AW: Interview mit Wolfgang Bergmann - "ADS ist ein kulturelles Phänomen"

    @ Wildfang, hab dein Post total übersehen.

    Mag sein das er renomiert war, wie du aber auch schon treffend gesagt hast, lag der bei der Ursachenforschung daneben

    Von Pädagogen halte ich persönlich nicht viel, ist aber wohl auf schlechte Erfahrungen auf diesem Gebiet zurückzuführen.

    --> Kindern mit Gelassenheit, Ordnung und "guter Autorität“ zu begegnen. <-- ich ging davon aus das sich sowas bereits rumgesprochen hat. Allerdings find ich die Entwicklungen die offentsichtlich in viele Familien stattfinden in punkto Erziehung doch besorgniserregend. Vielleicht berachte ich diesen Fakt auch einfach falsch.

    Bitte mehr solcher Kommentare, erweitert meinen Horizont

    Mfg Chris

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Interview mit Wolfgang Bergmann - "ADS ist ein kulturelles Phänomen"

    --> Kindern mit Gelassenheit, Ordnung und "guter Autorität“ zu begegnen. <-- ich ging davon aus das sich sowas bereits rumgesprochen hat. Allerdings find ich die Entwicklungen die offentsichtlich in viele Familien stattfinden in punkto Erziehung doch besorgniserregend. Vielleicht berachte ich diesen Fakt auch einfach falsch.
    Das ist als Gegenposition zu Buebs Lob der Disziplin gemeint ... ich find die Entwicklung in vielen Familien auch besorgniserregend. Aber ich hab letztens im Unterricht in der Klasse meines Sohnes gesessen ("volontiert") - 30 liebe, leistungsbereite, wohlerzogene Kinder bzw. Jugendliche und ein Lehrer der das ganz prima hingekriegt hat. Also, das Abendland ist noch nicht verloren

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 80

    AW: Interview mit Wolfgang Bergmann - "ADS ist ein kulturelles Phänomen"

    Da ich noch etwas zu jung für Kinder bin, kann ich da nicht mitreden

    Kannst du mir irgendwas Lesenwertes zu "Buebs" geben ? wasn Lob der Disziplin(klingt ja schon graumsam für ADHSler )

    Mfg

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