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Diskutiere im Thema Interview mit Wolfgang Bergmann - "ADS ist ein kulturelles Phänomen" im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257
    http://www.ard.de/zukunft/kinder-sin...hsm/index.html

    Das ist für ADHSler nicht unbedingt schlimm glaub ich - ich war Internatsschüler, bin auch heftigst mit dem Direktor aneinandergerasselt aber letztlich hätte ich ohne das strenge Korsett des Internats nie das Abi geschafft. Die Staatsschulen wollten mich auf die Sonderschule schicken.

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 217

    AW: Interview mit Wolfgang Bergmann - "ADS ist ein kulturelles Phänomen"

    Ich glaube, bin mir aber nicht sicher, dass Bergmann ein Psychoanalytiker war. Vor diesem Hintergrund wundert es mich nicht, dass er alles auf eine PS reduzieren wollte und die Ursachen in irgendwelchen Beziehungen inklusive Gesellschaft gesehen hat.

    Er hat einfach übersehen, dass der Unterschied zwischen ADHS und der narzisstischen PS darin liegt, dass ADHS angeboren ist und die narzisstische PS in der Persönlichkeitsentwicklung erworben.

  3. #13
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Interview mit Wolfgang Bergmann - "ADS ist ein kulturelles Phänomen"

    Da hilft mal Wiki:

    Wolfgang Bergmann (Pädagoge)

    Pädagoge.

    Interview: Alm statt Ritalin! - Medizin - GEO.de

    passt auch in dem Zusammenhang.

  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 806

    AW: Interview mit Wolfgang Bergmann - "ADS ist ein kulturelles Phänomen"

    @Morgenröte: das habe ich mir eben auch gedacht ... wenn Du das nicht schon geschrieben hättest, würde ich das nun tun

    Sorry, ist mir eigentlich egal ob der Bergmann sich noch seines Lebens freut oder nicht, es gibt noch immer genügend frustrierte Psychoanalytiker, die so oder ähnlich denken. In meinen Augen spricht daraus nichts anderes als deren Zukunftsangst: Analysen haben sich nämlich in weiten Bereichen als unwirksames Mittel gezeigt, und dienen als Spielplatz für gelangweilte Menschen, die es sich leisten können. Ja, ist böse, ich weiss. Aber ist halt meine Meinung, und dazu stehe ich in diesem Fall. Es ist eben so, dass der Analytiker sich per se so absolut wie möglich aus der "Therapie" herauszuhalten hat. Folglich spricht eigentlich nur der "Patient" in der Sitzung, wärend der Analytiker da sitzt und schweigt. Das habe ich selber mal ausprobieren können, fünf Sitzungen lang, dann habe ich das Experiment zum Glück abgebrochen! Ich habe eine Bekannte, die das seit 40 Jahren macht. Leider ist sie eine der dümmsten Personen, die ich kenne, und eine der wenigen, die im Leben absolut gar nichts dazu gelernt haben. Kein Wunder: sie hat sich ja über jahrzehnte wöchentlich selbst bestätigen können, ohne jegliches Feedback ...

    Zum Thema:
    Also, ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich das nicht zu Ende lesen konnte. Solche Aussagen, da könnte ich glatt

    Die Hauptaussage des Interviews besteht in der Kritik an der heutigen Gesellschaft, die unseren Kindern nicht gut tut. Das ist auch das wirklich einzige, dem ich zustimmen kann. Aber was ist mit uns älteren Semestern? Ich z.B. bin die Tochter von Hippie-Aussteigern (zurück zur Natur), Meine Mutter hat ewig gestillt, ich ging zur Waldorfschule, wir hatten nicht mal einen TV zu Hause, und wir haben IMMER draussen gespielt. So. Und nun habe ich ADHS, und meine beiden Brüder auch. Wie soll denn das bitte gehen???


    Wolfgang Bergmann: Dem [fehlende Spiegelung von Selbst und Umwelt] entspricht ihr eigenes Verhalten ihrer Umwelt gegenüber, es ist fordernd, Egozentriert und bei geringstem Anlass gekränkt. Dieser Egoismus, gepaart mit infantiler Unersättlichkeit, hat zugleich eine depressive Einfärbung. (Hier gehört eigentlich die korrekte Quellenangabe hin. Da die Quelle aber bereits hinlänglich bekannt ist, und im übrigen ein korrektes Zitieren von dieser Website sowieso unmöglich, da die NZZ als Originalquelle das Interview nicht mehr online hat, kein Datum steht etc pp, schreibe ich hier nur noch ebda.)
    Dazu kann ich nur sagen: selten eine so unzutreffende Beschreibung gelesen! Sowas finde ich eigentlich nur beleidigend! Genau so wie alles was ich danach noch lesen konnte ...

    Ein Merkmal der narzistischen PS ist meines Wissens ein Fehlen jeglicher Empathie. Gerade diese ist es doch aber, die uns AD(H)S-lern gerne zugeschrieben wird. Dazu kämen bei der PS noch ausbeutendes Verhalten, Intrigen, Lügen, usw. - das soll also ADHS sein?????

    weitere Ausführungen erspare ich mir und euch lieber...

    lg
    L

  5. #15
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: Interview mit Wolfgang Bergmann - "ADS ist ein kulturelles Phänomen"

    Jetzt geb ich doch meinen Senf dazu. Der Ablehnung einer körperlichen Ursache von ADHS seitens der Therapeutenzunft bin ich selbst mehrfach begegnet. Die bohren lieber so lange in der Vergangenheit, bis sie irgendwas zum Trauma aufblasen können, als dass sie ADHS als Grundzustand akzeptieren und allfällige psychische Probleme korrekt als Folgestörungen ansehen würden.

    Ich hatte wegen eines komorben Problems eine Therapeutin, mit der ich über 2 Jahre lang mehr oder weniger gut zurechtgekommen bin, solange ich sie als Unwissende in Sachen ADHS eingestuft hatte. Die Situation ist langsam gekippt, als ich mich nach langem Nachdenken und vielen Versagenserlebnissen doch wieder zur Einnahme von Stimulantien entschieden habe. Darüber war die Dame gar nicht begeistert, und hat mir Ansichten über ADHS mitgeteilt, bei denen mir ganz anders wurde. Vor allem die Vorstellung, dass AHDS eine psychische Störung ist, die man heilen kann, hat mich wirklich entsetzt. Ich habe selbst eine Fachausbildung für ADHS bei Erwachsenen absolviert und kann bei solchen Äußerungen nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Und ich frage mich, wieviel Schaden man mit solchen Ansätzen bei Menschen anrichten kann, die nicht so therapieerfahren und gut ausgebildet sind wie ich. Schliesslich ist die Akzeptanz des eigenen ADHS ein Grundpfeiler für ein erfolgreiches Leben mit (oder gerade wegen) ADHS.

    Jedenfalls war durch solche Aussagen die Vertrauensbasis so gründlich zerstört, dass ich die Therapie beendet habe.

    Das Interview mit Gerald Hüther taugt höchstens als abschreckendes Beispiel. Man sollte sich auch von der Medienpräsenz dieses Herrn nicht beeindrucken lassen. In Fachkreisen sind seine Thesen mehr als umstritten. Dass ein Sommer in der Wildnis für hyperaktive Knaben toll sein kann, glaube ich sogar. Es gibt ja auch genügend Erwachsene, die sich mit gefährlichen Sportarten u. dgl. quasi selbst medizieren. Nur hält ein allfälliger positiver Effekt nicht lange, er verflüchtigt sich in kürzester Zeit, sobald das Kind wieder dem Alltagsstress ausgesetzt ist.

    lg
    lola

  6. #16
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257
    Das seh ich auch so. Wobei - der Hüthner behauptet ja auch langfristige Heilung und streitet organische Ursachen garnicht nicht ab - was sagt der eigentlich zu ADHS bei Erwachsenen? Ich kenn leider weder die Zahlen noch die Originalarbeiten ...

  7. #17
    Wohnt hier

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    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: Interview mit Wolfgang Bergmann - "ADS ist ein kulturelles Phänomen"

    @Wildfang

    mit Hüther hab ich mich länger nicht mehr beschäftigt, kann da auch auf die Schnelle keine Zahlen liefern. Ich habe aber an mehreren Stellen gelesen, dass die Studien, auf die er sich beruft, nicht die für eine wissenschaftliche Studie erforderlichen Kriterien erfüllen.

    Es ist auch nicht alles falsch, was er sagt, sonst wäre er wohl längst verklagt worden. Über das Almprojekt habe ich aber schon schlimme Erfahrungsberichte gelesen. Und in meinen Augen disqualifiziert sich Jeder, der grundsätzlich gegen Medikamente ist. Toll, wenn sie nicht gebraucht werden, keine Frage! Es gibt aber auch genügend Kinder und Erwachsene, die ohne medikamentöse Unterstützung nicht die nötige Lernfähigkeit und Selbstkontrolle aufbringen können, um erfolgreiche Strategien für die Alltagsbewältigung zu erlernen. Wenn das Klarkommen mal erlernt ist, können die Medis ja bei vielen Patienten zurückgefahren oder ganz weg gelassen werden.

    Ich halte mich hier beim Schreiben sehr zurück. Eigentlich macht es mich sehr zornig, wenn Patienteninteressen auf dem Altar von Prinzipien geopfert werden. Gut ist, was hilft. Und da die Patienten Individuen sind, hilft Einem dies und dem Anderen was anderes. Insofern kann keine Therapie von sich behaupten, die perfekte Lösung für Alle zu sein. Es wäre schön, wenn die Dogmatiker unter den Fachleuten einen besseren Zugang zur Realität ihrer Forschungsobjekte lernen würden.

    lg
    lola

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 806

    AW: Interview mit Wolfgang Bergmann - "ADS ist ein kulturelles Phänomen"

    EsoWatch: Gerald Hüther

    ich habe da jetzt grad selber mal ein bisschen gegoogelt ... Er nennt sich tatsächlich "Leiter der Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung der Univ. Göttingen und Mannheim/Heidelberg" (auf seiner homepage), auf der Website der Klinik in Göttingen (?) ist er aber lediglich als "Wissenschaftlicher Mitarbeiter" gelistet .... bei der Uni Heidelberg/Mannheim als "assoziierter Wissenschaftler".

    Bei dieser Zentralstelle, heisst es: "Sie bildet den Knotenpunkt eines Netzwerkes verschiedener, auf dem Gebiet der Präventionsforschung tätiger nationaler und internationaler Arbeitsgruppen" (s. hier). Da ist tatsächlich aber nur Hüther, keine Publikation ist neuer als 2008. Forschung ist ja ein recht vager Begriff, den man anscheinend ausdehnen kann bis in die unendlichen Gefilde der Fantasie ... es gibt anscheinend keinerlei Projekte, die irgend etwas untermauern könnten.

    Fazit: ich glaube denen von EsoWatch ... Hüther, der Hüter des Unwissens!

    lg Lineli
    Geändert von Lineli (27.10.2011 um 10:44 Uhr)

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 80

    AW: Interview mit Wolfgang Bergmann - "ADS ist ein kulturelles Phänomen"

    wow, da hab ich ja mit dem Interview was losgetreten

    Hat eigentlich jemand meine Kommentare gelesen, ich ging eigentlich davon aus auf Basis meiner Kommentare eine Diskussionen starten.

    Das Bergmann offentsichtlich in dem Bereich keine Ahnung hat, hat sich mittlerweile klar heraus kristalisiert.

    Mfg Chris

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

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    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 806

    AW: Interview mit Wolfgang Bergmann - "ADS ist ein kulturelles Phänomen"

    Hallo Freak

    Ja, Deine Kommentare hab ich schon gelesen, aber das Interview nur bis höchstens in die Hälfte ... Da Deine Zitate ja grösstenteils weg sind .... schwierig! Aber ich glaube Du siehst die Sache im Prinzip ja nicht so arg anders an, als zumindest ich

    Naja, und im letzten Teil sind wir ja dann etwas abgeschweift vom Thema

    Jetzt habe ich gerade keine Zeit, werde mir aber deine Kommentare nochmals durchlesen, zB heute Nachmittag ... vielleicht kann ich dann detaillierter drauf eingehen.

    lg
    Lineli

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