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Diskutiere im Thema Schweizer Fernsehen: "Ritalinabgabe in der Schweiz steigt" im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
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    Schweizer Fernsehen: "Ritalinabgabe in der Schweiz steigt"

    Das Schweizer Fernsehen meldet: "Ritalinabgabe in der Schweiz steigt"

    Mittwoch, 24. August 2011, 17:54 Uhr

    Die Abgabe von ADHS-Medikamenten wie Ritalin steigt in der Schweiz stetig an. Das zeigt eine Auswertung der Krankenkasse Helsana für die Jahre 2006 bis 2009. Die Mengen sind zwar moderat. Trotzdem stellen sich Fragen: So sind die Zahlen im Tessin fünf Mal tiefer als im Rest des Landes.

    (...)
    Quelle: Studie: Ritalin-Abgabe in der Schweiz steigt - Schweiz - Tagesschau - Schweizer Fernsehen

  2. #2
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 217

    AW: verschiedene Artikel über ADHS/ADS

    Die (wort)gleiche Meldung geistert duch sämtliche Medien. Und die Kommentare sind überall gleich dumm.

    Ein weiteres Beispiel: Die Schweiz, das Land der Ritalin-Kinder - News Wissen: Medizin & Psychologie - tagesanzeiger.ch

  3. #3


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
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    AW: Schweizer Fernsehen: "Ritalinabgabe in der Schweiz steigt"

    Naja,

    das Sommerloch muss mal wieder gestopft werden.

    Dafür ist jedes Thema zu "Ritalin" ein probates Mittel.

    Das scheinen speziell einige schweizer Medien schon lange erkannt zu haben und wiederholen jedes Jahr immer wieder fast die selben anti-"Ritalin"-Themen, unterlegt mit neuen Ergebnissen diffuser Studien.

    Speziell der Tagesanzeiger ist ja m.E. immer wieder für solche miserabel recherchierten und entsprechend medienwirksam aufgebauschten Artikel samt entsprechenden Leserkommentaren ohne jeden Sachverstand und Hintergrundwissen gut.

    Da stellt sich für mich persönlich sowieso schon lange die Frage, ob die entsprechenden Kommentare nicht vielleicht doch zum Teil von den Redakteuren selbst geschrieben werden, um das Ganze entsprechend noch mehr anzuheizen.

    Anders kann zumindest ich mir das, was da teilweise an Kommentar abgegeben wird, zumindest kaum vorstellen.

    Insgesamt aber nicht, über das man sich ärgern müsste, sondern eben nur ein kleines bisschen mehr Spam im www.




    Liebe Grüße,
    Alex

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 217

    AW: Schweizer Fernsehen: "Ritalinabgabe in der Schweiz steigt"

    Gerade der Tagesanzeiger hat mich heute positiv überrascht: In der Printausgabe ist ein Interview mit einer Professorin für Kinder- und Jugendpsychiatrie über Ritalin. Sie beantwortet die Fragen sehr ausgewogen und räumt mit gewissen Mythen auf.

    Leider sind die Informationen natürlich präzise und auf engstem Raum, sodass sie wahrscheinlich an so manchem Stammtischbruder / -schwester vorbeigehen werden.

    Falls der Artikel noch online gestellt wird, setze ich den Link rein.

    Übrigens glaube ich nicht, dass die Redakteure selbst die Kommentare schreiben. Es gibt genug andere Leute, die sich nicht richtig informiert haben, aber trotzdem meinen, mitreden zu können.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
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    Forum-Beiträge: 18

    AW: Schweizer Fernsehen: "Ritalinabgabe in der Schweiz steigt"

    Hallo

    Ja über diese banalen Kommentare und die Pauschaliesierungen im Zusammenhang mit Adhs habe ich mich auch schon aufgeregt. Es ist einfach so, dass die Meisten sich nur noch mit Medien wie 20 Minuten und Blick informieren und die "S.. " die sie dann dort lesen auch völlig überzeugt wiedergeben.

    Es wäre schön, wenn die Leute dieses Thema etwas differenzierter diskutieren könnten, aber dafür müssen die Medien und die Fachpersonen dies auch so darstellen.

    Nichts desto Trotz finde ich die steigende Zahl an "Ritalin-Konsumenten" im Kindesalter etwas beängstigend. Müsste man nicht langsam anfangen unser Schulsystem zu überdenken? Ich bin der Meinung, dass man dort anknüpfen müsste, anstatt immer nur zu jammern....

    LG

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 217

    AW: Schweizer Fernsehen: "Ritalinabgabe in der Schweiz steigt"

    Hallo marialuisa

    Ich habe immer ein komisches Gefühl, wenn im Zusammenhang mit ADHS gefordert wird, das Schulsystem zu überdenken.

    Nicht deshalb, weil alles ja so toll und perfekt ist und es nichts zu verändern gäbe.

    Es glauben einfach viel zuviele Leute, dass ADHS ausschliesslich aus Hyperaktivität besteht und die Kinder kein Problem hätten, wenn sie sich ausreichend bewegen dürften. Dass der übermässige Bewegungsdrang eine Folge der Störung ist und nicht die Störung selbst, wird dabei völlig ausgeblendet. Und es wird nicht gesehen, wo die wahren Probleme der Betroffenen liegen.

    Das führt dazu, dass Kinder, die eigentlich Hilfe bräuchten und von einem Medikament profitieren würden, nicht behandelt werden und unter Umständen einen langen Leidensweg erleben müssen.

    Ein anderes Problem ist es, dass scheinbar auch Ärzte, die hinsichtlich ADHS nicht genügend qualifiziert sind, Medikamente verschreiben dürfen. Das führt sicherlich in dem ein oder anderen Fall dazu, dass Kinder vorschnell mit Ritalin behandelt werden. Leider führen solche Fälle wiederum dazu, die öffentliche Meinung zu stützen, dass Kinder einfach nur ruhiggestellt werden sollen und ADHS in Wahrheit nicht existiert.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Schweizer Fernsehen: "Ritalinabgabe in der Schweiz steigt"

    Hallo

    Ja da gebe ich Dir recht.. man kann nicht das Schultsystem für die Krankheit verantwortlich machen,. aber unser Schulsystem hat auch keine positive Wirkung darauf!

    Meine Meinung ist, dass Lehrer und Eltern sensibilisiert werden sollten, was ADHS wirklich ist und wie facettenreich es ist, um Überhaupt auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder eingehen zu können. Damit wie Du sagst, kein Leidensweg entstehen muss.

    Viel eher kann man doch die Kinder fördern und fordern, je mehr mann über die "Krankheit" weiss und die Lernmethoden anpasst, Themen anders durchnimmt und nicht stumpf von Fach zu Fach hüpft. Ich finde es auch deshalb sehr traurig, wenn Fächer wie Musik, Sport, Schwimmen, Nähen, Werken, Kochen etc immer mehr aus dem Unterricht verschwinden.

    Wieso werden nicht mehr Entspannungs-, Konzentrations- und Menaltrainings im Unterricht eingebaut? ... davon könnten Kinder die ADHS haben sehr viel profitieren, da oftmals Zuhause auch noch chaotische Zustände herrschen. oder nicht?

    LG

  8. #8


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 6.172

    AW: Schweizer Fernsehen: "Ritalinabgabe in der Schweiz steigt"

    Hallo zusammen

    Was mich an diesem Artikel am meisten aufgeregt hat, ist der Hinweis auf das Tessin.

    Tatsache ist, dass in Italien die Diagnose ADS fast nirgends anerkannt ist und Ritalin, meines Wissens nach, immer noch nicht zugelassen ist.
    Diese Mentalität findet man daher auch im Tessin.
    Es gibt dort kaum Kinderärzte oder Kinderpsychiater die diese Abklärung machen.

    Daher fahren viele Eltern mit ihren Kinder in die Deutsch-Schweiz.

    Für Erwachsene mit ADS ist der Tessin erst recht ein "unbeschriebenes Blatt"

    Es braucht viele Ansätze um unseren besonderen Kindern gerecht zu werden. Dazu gehört erst einmal die Anerkennung um ihre speziellen Bedürfnisse
    und Verständnis in allen Bereichen ihres Lebens. Nicht nur in der Schule, sondern auch im privaten und freizeitlichen Umfeld.

    Ich fand den Artikel aber ansonsten mal nicht so schlimm wie andere waren.

    Liebe Grüsse
    Pucki

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
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    AW: Schweizer Fernsehen: "Ritalinabgabe in der Schweiz steigt"

    hallo marialuisa

    bin auch deiner meinung.... betrf. schulsystem.
    schaut man es etwas gesodert an.... so habe ich das gefühl, dass auch ganz normale kinder bereits therapien, nachhilfestunden u.s.w.
    besuchen. also es kann doch nicht sein, dass in jeder schulklasse mindestenst jeder zweite irgend eine zusätzliche
    "schleiffung der schwächen" braucht?

    - damit meine ich nicht, dass therapieren nicht gut ist, doch es kann auch nicht sein, dass kind nicht mehr kind sein kann um in
    der öffentlichen schule zu bestehen.

    die stärken hervorheben und fördern - motiviert
    die schwächen versuchen mit zusätzlichem training auszugleichen - hilft
    nur noch auf die schwächen hinweisen - DEmotiviert

    lg smile
    betrf. medienberichten: die heilversrprecher - gurus, sind wohl sehr gute kunden (inserate)

    @pucki , tessin - klar, ist sehr stark - italienorientiert - auch das schulsysthem.
    Geändert von Smile (26.08.2011 um 12:19 Uhr)

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 806

    AW: Schweizer Fernsehen: "Ritalinabgabe in der Schweiz steigt"

    Übrigens glaube ich nicht, dass die Redakteure selbst die Kommentare schreiben. Es gibt genug andere Leute, die sich nicht richtig informiert haben, aber trotzdem meinen, mitreden zu können.
    nein, das glaube ich auch nicht. habe aber irgendwo (weiss leider nicht mehr wo ...) gelesen, dass gewisse parteien etc. scheinbar ihre sympatisanten dazu auffordern, bestimmte artikel zu kommentieren. das führt dann wohl zu einer flut von unqualifizierten kommentaren, die hinterher vom online-tagi auch noch als "artikel" verwertet werden: "so und so viel prozent der leser finden, dass ... " -- dies ist dann doch ziemlich schlimm, und auch journalistischer blödsinn! wer im falle der ritalin-diskussionen dahinter stecken könnte, das wissen wir ja ... die kommentare sind im übrigen auch bei anderen themen einfach nur grauslig ...

    zum thema schulsystem hätte ich auch einiges zu sagen, denn ich bin mir sehr sicher, dass nur eine allgemeine aufgeklärtheit über adhs wirklich etwas ändern könnte. da kann es noch so viel sport, werkunterricht, entspannungsübungen, wertschätzung statt degradierung geben, solange man nicht bereit ist, adhs überhaupt anzuerkennen, hilft dies den kindern überhaupt nicht. ich glaube, hier mitreden zu können, weil ich selber ehemalige schülerin einer rudolf steiner-schule bin (ok, in den 80-ern ...), und auch dort sehr gelitten habe. von wegen einheit von körper und geist ... eurythmie hilft vielleicht "normalen" kindern, damit die sich etwas besser im raum zurecht finden und entspannter sind, uns nützt es aber leider nichts. notendruck hatten wir auch keinen ... ------ aber das ist jetzt ein ganz anderes thema... werde dazu vielleicht mal einen eigenen thread eröffnen.

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