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Diskutiere im Thema Methylphenidat auch für Erwachsene: BfArM erweitert Zulassung im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #91
    Mistvieh

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 575

    AW: Methylphenidat auch für Erwachsene: BfArM erweitert Zulassung

    Alex schreibt:




    Es gibt statt dessen ein weites Spektrum, ob und inwieweit man sein Leben trotz ADHS in den Griff bekommt.

    Manche werden gerade wegen ihrer AD(H)S z.B. erfolgreiche Künstler oder gründen und führen eine erfolgreiche Firma und andere hoppen viele Jahre von psychiatrischer zu psychiatrischer Klinik, versauern in irgendwelchen Suchtkliniken, in denen ADHS tot geschwiegen wird oder landen irgendwann in der forensischen Psychiatrie im Maßregelvollzug.

    Manche bringen sich aufgrund der ADHS auch um und es sind alle irgendwie denkbaren Zwischenstufen möglich.

    Die wirklich "schlimmen Fälle" wird man auch hier im Forum kaum, wenn überhaupt einmal zu Gesicht bekommen.
    Ja, das Spektrum ist da in der Tat sehr breitgefächert, nur bedarf es da zu meiner Meinung nach nicht unbedingt nur ADHS. Es gibt auch genug Ottonormalverbraucher welche mit ihrem Leben nicht klar kommen, oder sich auch mal aus lauter Langerweile oder was auch immer, sich des öfteren mal zu suizidieren gedenken.

    Sicher spielen da immer psychische Faktoren eine Rolle, nur vor denen ist auch Ottonormalo nicht gefeit. Auch unter Künstlern finden wir alles, von Ottonormalo bis hin zu Schwerstschizophrenen.

    Die "wirklich schlimmen Fälle" werden wir hier wohl tatsächlich nicht erleben, jedoch wirft es für mich die Frage auf "was sind die wirklich schlimmen Fälle"? Ist es nicht so das bei denen inzwischen die Komborditäten dominieren?

    Meines erachtens nach ist ADHS/ADS so alt wie die Menschheit selbst, nur wurde es in vergangenen Zeiten einfach mal den Charaktereigenschaften zu geschrieben. Das waren dann eben Choleriker, Träumer, Nervöslinge, Faulpelze, Chaoten und was weiß der Geier alles.

    Alex schreibt:
    Vor allem wächst die Komplexität der Welt und der Anforderungen und damit die Belastungen für ein ADHS-Gehirn ständig und bis vor einem Jahrhundert oder früher dürfte man mit einer ADHS kaum aufgefallen sein.
    Das ist aber auch eine Krankheit der Zeit - der leistungsorientierte Mensch hat schon fast maschinenartig zu funktionieren. Durch die heutigen Arbeitsanforderungen wird die Leistungsfähigkeit des Menschen minimalisiert.

    Mal ein Beispiel: Ich kann ein Klavier auf zwei Arten bauen, die erste Variante wäre ich stelle ein Klavier mittels handwerklichen Geschick vom Resonanzboden bis zur letzten Schraube selber her, oder ich gehe in eine Fabrik und spinne zum Beispiel Tag ein Tag aus Baßsaiten.

    Bei ersterer Variante brauche ich viel Zeit und muß dann einen Käufer finden welcher mir das Instrument gut honoriert abkauft, und der Reingewinn wird wohl gerade mal da zu gereichen die angestauten Mietrückstände zu begleichen.

    Bei der zweiteren Variante brauch ich mir überhaupt keine Gedanken zu machen, es gehen so am Tag an die 100 Klaviere vom Band und ich bekomme mein festes Monatsgehalt.

    Jetzt geht das Problem los: Zum wirtschaftlichen Überleben käme nur Variante 2 in Betracht - nur ist ein aktives Gehirn kaum in der Lage über eine längere Zeitspanne sich mit monotonen Tätigkeiten zu befassen - jetzt könnte man sich natürlich mit Alkohol zuknallen, damit man es nicht mehr so merkt, nur hätte das wiederum zur Folge daß auch andere Wahrnehmungen herabgesetzt werden.

    Schlußendlich würde ich behaupten daß es die Arbeitstechnologoien und abläufe sind welche sich außerhalb der menschlichen Belastbarkeit bewegen.

    Von Bürojobs will ich an dieser Stelle garnicht erst anfangen.

    Alex schreibt:

    Selbstverständlich wollen auch diese Menschen ein Produkt verkaufen und entsprechende ist die Aufmachung.
    Nur wer ist bei mph der anzusprechende Kundenkreis? Da greife ich jetzt mal den Vergleich mit der Diabetis auf; Wenn ich ein Werbeschild sehe mit der Aufschrift:
    Das Leben im Griff - trotz Diabetes
    so frage ich mich als Nichtdiabetiker was man mir damit verklickern will? Einem Diabetiker kann so eine Werbung ohnehin egal sein - ob das Produkt nun beworben wird oder nicht, er braucht es ja ohnehin.

    Alex schreibt:
    Aber die Gefahr, dass aufgrund dieses Slogans irgendwelche nicht von ADHS Betroffenen auf den Geschmack kommen, um dieses Präparat aufgrund dieser Aufmachung für mehr Leistungsfähigkeit einzusetzen, sehe ich nicht wirklich.
    Ich las mal einen Bericht aus den VSA (ob er allerdings der Wahrheit entspricht, vermag ich nicht zu beurteilen) in dem mph schon als Dopingmittel eingesetzt wird um Menschen "leistungsfähiger" zu machen.
    Das sehe ich persönlich als Gefahr daß dies auch in Deutschland irgend wann einmal der Fall sein könnte, und dann mph mißbräuchliche Verwendung finden würde.

    Diesen Trend gab es mal bis in die 80iger Jahre mit amphetaminhaltigen Appetitzüglern - das Produkt verschwand darauf hin gänzlich vom Markt.


    Alex schreibt:
    Die richtig einschlägigen Kreise, in denen MPH missbraucht wird, wissen dagegen sehr gut über den Wirkstoff und die Präparate Bescheid und brauchen daher diese Werbeslogans nicht bzw. werden davon nicht beeinflusst.
    Naja, ich denke auch nicht daß diese einschlägigen Kreise zur Zielgruppe gehören sollen Andererseits weiß ich auch nicht ob entsprechend einschlägige Kreise sich mit mph als solches zufrieden geben würden?


    Viele Grüße

    Lumpi
    Geändert von Lumpi ( 2.06.2011 um 02:45 Uhr) Grund: Zitatfehler

  2. #92
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 362

    AW: Methylphenidat auch für Erwachsene: BfArM erweitert Zulassung

    Offenbar gibt es doch gewisse Kreise die sich mit mph zufrieden geben. Da hört man von Schwarzmarkt und Leuten die wohl wie Zombies darauf durch die Gegend laufen.
    Mir ist das auch ein Rätsel

    Was ich noch eher glaube ist, dass es bei Studenten offenbar häufig vor Prüfungen gern genommen wird.
    Ich kann mir da aber auch schwer ein Urteil bilden, da ich nicht wirklich sagen kann wie es bei nicht AD(H)Slern, also bei Normalos wirkt.

    Allerdings weiß ich auch aus meinen wilden Jahren, dass der Glaube Berge versetzen kann.
    Ich habe leute erlebt die alle Anzeichen von Breit zeigten, obwohl sie nur getrocknete Petersilie zu sich nahmen.

    Ich verstehe so manche Aufregung ehrlich gesagt garnicht.
    Selbst meiner Tochter wurde mit zarten drei Jahren bei einem extrem langandauernden Husten ein Kodeinpräparat verschrieben.
    Auch ich bekam schon ein solches Medikament und das ohne Diskussion und spezial Rezept.
    Auch Kodein wird auf dem SMarkt gehandelt. Aber da wird man wohl alles finden.
    Verstehe daher nicht warum bei Mph so ein Trara gemacht wird.

    Ich gebe Lumpi recht, dass auch früher schon Leistungsdruck auf den Menschen lag. Doch wenn ich mir die Kinder in der Schule ansehe, dann kommen mir da erhebliche Zweifel.
    Schon in der Vorschule beginnt für viele Kinder der Leistungsdruck. Eltern haben Angst ihre Kinder könnten zu wenig gefördert werden und haben schon zu diesem Zeitpunkt das Klare Ziel vom Abitur und Studium für ihren Nachwuchs fest geplant.
    Ohne zumindest Mittlerer Reife sehen viele ihre Kinder sofort als verlierer der Gesellschaft.
    Trotz gutem Willen wird überfordert weil gefördert wird was das Zeug ( und der Geldbeutel) hergibt und das meist ohne auf die Bedürfnisse, Wünsche und Begabungen der Kinder Rücksicht zu nehmen.
    Ich erlebe das direkt durch meine Arbeit.

    Was uns verloren geht ist die Kindheit und das macht viele Krank. Dazu kommt die Veränderten Familienstruckturen. Auch wenn beide Eltern da sind, müssen meist beide Arbeiten, sind gestresst und oft selbst unter Druck. Statt im Freien zu toben und mit anderen zu spielen wird vor dem Fernseher oder einer anderen Kiste gesessen, weil dann ruhe herrscht.
    Großeltern und Geschwister gibt es oft garnicht als zusätzliche Ansprechpartner und als Entlastung für die Eltern...
    Eine änderung ist nicht in Sicht und damit auch die Zunahme an künftigen MPH Kunden.

    Sicher ist das auch keine Erklärung für alles, aber ist ein sehr wichtiger Faktor warum wir zunehmend viele Kinder haben deren AD(H)S zum "ausbruch"kommt.
    Und auch wir waren ja mal Kinder.
    Je sensibler ein Mensch ist, umso heftiger reagiert er auf Stimmungen, Ereignisse und Druck in seiner Umwelt.
    Wir AD(H)Sler haben sehr feine Antennen.

    So nu aber genug schlaues Zeug von mir gegeben.

    Lg
    Lillemoor

  3. #93
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 93

    AW: Methylphenidat auch für Erwachsene: BfArM erweitert Zulassung

    Alex schreibt:
    Es gibt statt dessen ein weites Spektrum, ob und inwieweit man sein Leben trotz ADHS in den Griff bekommt.

    Manche werden gerade wegen ihrer AD(H)S z.B. erfolgreiche Künstler oder gründen und führen eine erfolgreiche Firma und andere hoppen viele Jahre von psychiatrischer zu psychiatrischer Klinik, versauern in irgendwelchen Suchtkliniken, in denen ADHS tot geschwiegen wird oder landen irgendwann in der forensischen Psychiatrie im Maßregelvollzug.

    Manche bringen sich aufgrund der ADHS auch um und es sind alle irgendwie denkbaren Zwischenstufen möglich.
    Danke, Alex, dass du das geschrieben hast. Ich dachte beim Lesen der Beiträge davor schon, man wird hier von den "eigenen Leuten" völlig missverstanden. Ich habe nämlich den Eindruck, dass die meisten "Spätzünder" (also die spät Diagnostizierten) zur AD(H)S-Diagnose überhaupt nur kommen, weil ihnen das Leben entgleitet. So ist das bei mir und bei vielen, von denen ich gelesen habe.


    LG Jumper
    Geändert von Jumper ( 3.06.2011 um 02:31 Uhr) Grund: Ergänzung

  4. #94
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Methylphenidat auch für Erwachsene: BfArM erweitert Zulassung

    Hallo,


    ich habe irgendwie ein Problem damit, dass die Einnahme von Stimulanzien immer mit der bloßen Leistungssteigerung gleichgesetzt wird... auch hier im Forum.

    Das sollte am besten offiziell mal richtiggestellt werden. Es geht mE. nämlich um weitaus mehr!

    Die bandbreite der Wirkweise erfasst meiner Erfahrung nach auch viel tieferliegende Probleme... alles, was die zwischenmenschlichen Schwierigkeiten angeht, alles was die Selbstkritik angeht, aber auch essentielle Dinge wie Nachtschlaf etc.

    Alle diese Sachen können positiv beeinflusst werden (müssen natürlich nicht... wirkt ja wie wir alle wissen bei jedem anders).



    Und da liegt der Grund für die Aufmerksamkeit derer, die MPH vllt. zur Zweckentfremdung, nämlich der reinen Leistungssteigerung nutzen wollen.
    Um beim Diabetesbeispiel zu bleiben..

    ...würde im Werbeslogan suggeriert, dass Diabetesmedikamente das Gewicht reduzieren (ein Problem, dass viel Nicht-Diabetiker auch kennen) würde das interesse am Missbrauch durch nicht von Diabetes Betroffene sicher steigen. Klar, das Beispiel hinkt, weil es einfach nicht so ist.
    Ich will nur damit sagen, dass mangelnde Leistungsfähigkeit ein weitverbreitetes Problem ist (ob nun gefühlt oder real) und somit eben durch den Focus auf diese eine Wirkweise der Stimulanzien das interesse einer breiten Masse angesprochen wird.
    Dadurch kommt es zu den kontroversen Diskussionen... "die mit AD(H)S dürfen sich legal dopen und wir ohne AD(H)S müssen sehen, wie wir den Leistungsdruck ertragen".


    Insofern liegt es mal wieder an der richtigen, gänzlich aufklärenden Öffentlichkeitsarbeit, ob die Einnahme der Stimulanzien verteufelt und umstritten bleibt oder nicht.

    Für meinen Geschmack ist es eine Therapie, die die Lebensqualität der BETROFFENEN auf ein "normales Level" heben soll...und nicht in irgendwelche überirdischen Leistungsfähigkeiten mündet von denen "Normale" nur träumen können..

    Ich bin der Meinung, das hier, auch für die Betroffenen, die sich ständig Gedanken machen, dass sie sich mit ihrem Medi ja eigentlich nur dopen, viel Unsicherheit entsteht, die durch eine Richtigstellung genommen werden könnte.
    (und, wenn MPH tatsächlich ausschließlich leistungsteigernd wirkt und sonst alles bleibt wie es ist, wäre doch kaum ein AD(H)Sler voll zufrieden?!.... also mir würde das nicht reichen, um mein Leben "im Griff" zuhaben).


    Ich bin mal wieder nicht sicher, ob man das alles so nachvollziehen kann... ehe man mich steinigt, bitte rückfragen...könnte sein, dass ich mich missverständlich ausgedrückt habe..


    L.G.
    happypill

  5. #95
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 362

    AW: Methylphenidat auch für Erwachsene: BfArM erweitert Zulassung

    Hallo happypill,

    Ich muss dir absolut zustimmen.
    Auch für mich hat die Einnahme keinen Sinn wenn es nur Leistungssteigernd wirken würde.

    Ich kann nur für mich sprechen, aber mir hilft es besonders dabei mehr gefühlsmäßige Distanz haben zu können. Wie eine Pufferzone.
    Das hilft mir dabei nicht alles zu sehr persönlich zu nehmen, was im Umgang mit den Mitmenschen sehr hilfreich ist.
    Die Innere Unruhe und das Gedankenkarusell werden bei mir auch auf ein Maß reduziert sodaß ich endlich leichter einschlafen kann.
    Und das sind Aspekte die mit Leistungssteigerung so garnichts zu tun haben.
    ( o.k., ohne chronischem Schlafmangel ist man natürlich Leistungsfähiger )

    Lg
    Lillemoor

  6. #96
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Methylphenidat auch für Erwachsene: BfArM erweitert Zulassung

    G-BA: Kein Verordnungsausschluss für Erwachsene

    Berlin - Eine medikamentöse Behandlung von ADHS im Erwachsenenalter mit dafür zugelassenen methylphenidat-haltigen Arzneimitteln (Stimulantien) ist künftig nicht ausgeschlossen. Eine entsprechende Änderung der Arzneimittel-Richtlinie hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am Donnerstag beschlossen.

    Die derzeit gültige eng gefasste Regelung zur ausnahmsweise möglichen Verordnungsfähigkeit von Stimulantien bezieht sich ausschließlich auf Kinder und Jugendliche. Grund ist, dass es bisher keine arzneimittelrechtliche Zulassung für methylphenidat-haltige Arzneimittel für die Behandlung der Erkrankung ADHS bei Erwachsenen gab. Dies soll sich künftig ändern. Daher hat der G-BA beschlossen, dass der grundsätzliche Verordnungsausschluss für diese Medikamente, wie er in der Anlage III der Arzneimittel-Richtlinie formuliert ist, zunächst nicht für die Behandlung Erwachsener gilt. In einem nächsten Schritt will der G-BA jedoch prüfen, ob und wenn ja welche Einschränkungen und Regelungen zum Schutze der Patienten noch erfolgen müssen.

    Der Beschluss wird dem Bundesministerium für Gesundheit zur Prüfung vorgelegt und tritt nach erfolgter Nichtbeanstandung und Bekanntmachung im Bundesanzeiger in Kraft.

    Kirsten Sucker-Sket / 23.06.2011, 16:57 Uhr
    Quelle

    mit besten gruß
    jochen bantz

  7. #97
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Methylphenidat auch für Erwachsene: BfArM erweitert Zulassung

    Methylphenidat: Auch für Erwachsene verordnungsfähig

    Die Krankenkassen müssen in Zukunft auch erwachsenen ADHS-Patienten die Behandlung mit Methylphenidat bezahlen – solange das verordnete Präparat für diese Altergruppe zugelassen ist. Das teilte heute der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) mit, der darüber entscheidet, welche Leistungen die Kassen zahlen. Bis vor Kurzem konnten Ärzte erwachsenen Patienten mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) Methylphenidat-haltige Präparate wie Ritalin® nur Off-Label und auf Privatrezept verordnen. Seit April ist jedoch erstmals in Deutschland ein entsprechendes Präparat für Patienten über 18 Jahren zugelassen, Medikinet® adult von Medice. Das Präparat wird voraussichtlich ab dem 1. Juli in Deutschland verfügbar sein.

    Nach der Entscheidung zur Verordnungsfähigkeit von Methylphenidat für erwachsene ADHS-Patienten will der GBA nun noch prüfen, ob es wieder Einschränkungen der Erstattungspflicht geben soll. Der GBA-Beschluss tritt erst in Kraft, wenn es keinen Widerspruch gibt und der Text im Bundesanzeiger veröffentlicht ist. (db)

    23.06.2011 l PZ

    Foto: Fotolia/Scott Hancock
    Quelle

    Mit besten Gruß
    Jochen Bantz

  8. #98
    Spasslernen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.331

    Daumen hoch AW: Methylphenidat auch für Erwachsene: BfArM erweitert Zulassung

    Per Btm-Rezept gibts interessante Medikamente/Stimulanzien und die sind gerade auch für "Ausprobierfreudige" Drogenbenutzer interessant. Nuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuur, ich benötige das Methylphenidat für mich und meine
    Therapie

  9. #99
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 419

    AW: Methylphenidat auch für Erwachsene: BfArM erweitert Zulassung

    Haha, genau: Dann bekommt der Herr Bahr das vorgelegt und sagt: Fjeden!
    Danach werden die Krankenkassen unisono Halleluja schreien und mein Neurologe rollt mir den roten Teppich aus, nicht?

    Sorry, dass ich frage. Die Frau heisst wirklich Kirsten Sucker-Sket ?

  10. #100
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 86

    AW: Methylphenidat auch für Erwachsene: BfArM erweitert Zulassung

    Okay, ich mach mal ein Update, nachdem mich Frau Dr. K. aus Frankfurt / M. gestern aktualisiert hat:

    1. Hürde: Medikamentenzulasung: Hat Medikinet adult gemeistert
    2. Hürde: Verschreibungszulassung: Ist in der Prüfung

    Zur Erklärung:
    1. Hürde muss jedes medikament nehmen, 2. Nur die, die kassenärztlich verschrieben werden sollen (Bsp: Viagra hat 1., aber 2. nicht)

    Über Daten gäbe es keine definitiven Aussagen, da die Kassen ja selbst auch prüfen müssen in welcher Stärke und welcher N (Verpackungsgröße) sie das dann abgeben können / sollen / müssen.

    August / September könne es aber schon werden.

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