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Diskutiere im Thema Wird ADHS / ADS zu schnell diagnostiziert? im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 79

    Wird ADHS / ADS zu schnell diagnostiziert?

    Hallo liebe ADS-ler
    Ich habe heute einen interessanten Artikel gelesen.
    Es steht dort, dass Herr Hans-Ruedi Stricker, Vorstandsmitglied der Schweizerischen Fachgesellschaft ADHS berichtet, ADS werde häufig überdiagnostiziert.
    Dies ist für mich ganz neu, da ich bis jetzt davon ausgegangen bin, dass es immer noch viele undiagnostizierte bzw. falsch diagnostizierte ADS'ler gibt.

    Anbei der Link:

    Bald dürfen nur noch Spezialärzte Ritalin verschreiben - News Wissen: Medizin & Psychologie - bazonline.ch

    liebe Grüsse
    Delphin

  2. #2


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.808
    Blog-Einträge: 40

    AW: Wird ADHS / ADS zu schnell diagnostiziert?

    Hallo

    Ich bin mit diesem Herren Straumann völlig einer Meinung.

    Die genauen Verhältnisse in der Schweiz sind mir nicht bekannt, jedoch gehe auch ich davon aus, dass in Deutschland ein sehr großer Teil der AD(H)S-Diagnosen falsch positiv ist.

    Das betrifft vor allem ambulant gestellte Diagnosen, die nur selten den Fachrichtlinien folgen und von denen ich (meine persönliche Einschätzung) mindestens 50% als schlicht falsch einschätzen würde.

    Ich hoffe sehr, dass auch in Deutschland in absehbarer Zeit scharfe Richtlinien verfasst und umgesetzt werden, denn letztlich bringt jeder falsch positiv diagnostizierte AD(H)S-Fall eine negative Auswirkung für die tatsächlich betroffenen.

    Delphin schreibt:
    Dies ist für mich ganz neu, da ich bis jetzt davon ausgegangen bin, dass es immer noch viele undiagnostizierte bzw. falsch diagnostizierte ADS'ler gibt.
    Dem stimme ich zu.

    Allerdings darf darunter nicht die Qualität der Diagnostik leiden und dürfen nicht reihenweise falsch-positive Diagnosen entstehen, denn das geht letztlich alleine zu Lasten der Patienten.





    Liebe Grüße,
    Alex

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 79

    AW: Wird ADHS / ADS zu schnell diagnostiziert?

    Lieber Alex,
    was ich halt verwirrlich finde, ist, dass bei mir lange kein ADS diagnostiziert wurde, dafuer anderes, was im Nachhinein eine Falschdiagnose war. Ich bekam auch Psychopharmaka verschrieben, die auf einer anderen Diagnose als ADS lauteten. Zum Glueck nahm ich diese Psychopharmaka nie...Als ich dann endlich die korrekte Diagnose, naemlich ADS bekam, hatte ich eher den Eindruck, dass ADS wohl unterdiagnostiziert wird.

    Auch in meiner Verwandschaft lief es aehnlich. Meine Cousine hat unerklaerliche Schulprobleme und war anfällig für Krankheiten...Ein typisch diffuses Krankheitsbild. Es kam aber einfach niemand drauf, dass man meine Cousine auf ADS abklären sollte. Dann nachdem ich meine Diagnose hatte, machte es bei meiner Mutter klick. Sie schickte meinem Onkel und meiner Tante einen Artikel über ADS. Diese liessen dann meine Cousine umgehend abklären und die Diagnose ADS wurde gestellt. Also das sind einfach 2 Beispiele, wo eben Leute nicht diagnostiziert wurden, die tatsächlich betroffen sind. Meine Cousine und ich...Und wahrscheinlich sind wir schon nciht die einzigen. Mein - zugegeben - subjektiver und auf eigenen Erfahrungen beruhenden Eindruck ist, halt einfach, dass
    das zum Teil schwer abgrenzbare Krankheitsbild ADS zum Teil immer noch falsch oder eben unterdiagnostiziert wird.

    Gruesse, Delphin

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 137

    AW: Wird ADHS / ADS zu schnell diagnostiziert?

    Hi!

    Das ist natürlich eine ebenso spannende wie auch umstrittene Hypothese, über die sich auch Experten streiten.

    Aus meiner sich ist es ein "Dilemma-Dreieck":

    • Einerseits ist ADHS - wenn es vernünftig gemacht wird - gar nicht so einfach zu diagnostizieren: Im Prinzip geht es nur, indem man versucht so viele andere Krankheiten und Ursachen wie möglich auszuschließen.
      Die eigentliche Fragestellung ist also nicht "X ist zappelig/unkonzentriert/..., ist das ADHS?",
      sondern "Kann die Zappeligkeit/Unkonzentriertheit/... von X andere Ursachen als ADHS haben?"


    • Haus- und Kinderärtze haben meistens gar nicht die notwendige Fachkompetenz, wenn sie sich nicht extra fortgebildet haben. Trotzdem ist es natürlich nachvollziehbar, dass sie ihren Patenten helfen wollen.
      Ähnliches gilt im Prinzip auch für Psychotherapeuten, Psychologen, Psychiater und Neurologen, da die Wissenschaft vieles erst in den letzten Jahren ans Tageslicht gebracht hat - und auch heute noch ist vieles unbekannt oder umstritten.
      Das kann dann eben zu den befürchteten "False Positives" führen.


    • Es gibt zu wenig Fachärzte (nicht nur für Erwachsene).
      Das Thema ADHS hat sich einfach noch nicht weit genug durchgesetzt, beziehungsweise eigentlich die Erkenntnisse, dass es dieser Spezialisten bedarf. Aber das hat natürlich auch finanzielle Gründe: Es wäre schlicht unbezahlbar!

    Das Problem in einfachen Worten: Es gibt nicht genug Experten, daher wäre es wünschenswert, dass Haus- und Kinderärzte fundierte Diagnosen erstellen können. Aber auch Allgemeinärzte können nicht alles wissen!

    Ob es allerdings hilfreich ist, die gesetzlichen Anforderungen höher zu hängen, bezweifle ich. Vermutlich würde das den - in gewissen Kreisen so oder so schon verschriehenen - ADHSlern noch schwerer machen, eine Behandlung zu bekommen.
    Geändert von Dragolo ( 4.03.2011 um 23:27 Uhr)

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 277

    AW: Wird ADHS / ADS zu schnell diagnostiziert?

    Dragolo schreibt:
    Einerseits ist ADHS - wenn es vernünftig gemacht wird - gar nicht so einfach zu diagnostizieren: Im Prinzip geht es nur, indem man versucht so viele andere Krankheiten und Ursachen wie möglich auszuschließen.
    Die eigentliche Fragestellung ist also nicht "X ist zappelig/unkonzentriert/..., ist das ADHS?",
    sondern "Kann die Zappeligkeit/Unkonzentriertheit/... von X andere Ursachen als ADHS haben?"
    Nein, es ist schon notwendig, die entsprechenden Symptome, sowohl die aktuellen als auch die in der bisherigen Entwicklung, zu erkennen und in ihrer Summe zu bewerten - und dazu befarf es eines geschulten Blickes! Man muss schon wissen, wo man hinschaut und worauf man achtet.

    AD(H)S ist nicht vordergründig eine "Negativdiagnose", neben des Ausschlusses anderer Ursachen müssen auch die entscheidenden Kriterien erst mal erfüllt sein. Daran mangelt es bei sehr vielen fragwürdigen Diagnosen auch!


    Das Thema ADHS hat sich einfach noch nicht weit genug durchgesetzt, beziehungsweise eigentlich die Erkenntnisse, dass es dieser Spezialisten bedarf. Aber das hat natürlich auch finanzielle Gründe: Es wäre schlicht unbezahlbar!
    AD(H)S nicht zu erkenen und zu behandeln, ist gesellschaftlich viel, viel teuerer... Das Vorgehen z.B. auf Bundesebene ist so gesehen einfach unverständlich und paradox.


    Das Problem in einfachen Worten: Es gibt nicht genug Experten, daher wäre es wünschenswert, dass Haus- und Kinderärzte fundierte Diagnosen erstellen können. Aber auch Allgemeinärzte können nicht alles wissen!
    Statt festzulegen, welche Facharztrichtung "kompetent" für die Diagnostik und Behandlung von AD(H)S ist, wäre es angeraten, von staatlicher Stelle verbindliche Standarts dafür zu schaffen und die Fortbildung der Ärzte diebezüglich zu unterstützen und diese voranzutreiben.

    Spezi

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 137

    AW: Wird ADHS / ADS zu schnell diagnostiziert?

    Spezi, ich gebe dir in allen drei Punkten Recht:


    Natürlich ist der erste Schritt, die Symptome abzuklopfen, da stimme ich dir zu. Das liefert erste Hinweise, reicht üblicherweise aber noch nicht aus. Deshalb muss jedes Symptom anschließend auf andere Ursachen als ADHS abgeklopft werden.

    Um das prinzipielle Problem klarer zu machen gebe ich mal ein vereinfachtest Modellbeispiel:
    Code:
    Vermutung: Das Objekt ist ein PWK                     Erfüllt?
    ---------------------------------------------------------------
    * Das Objekt hat vier Räder                            Ja
    * In das Objekt können mindestens 2 Personen sitzen    Ja
    * Das Objekt hat  einen Motor                          Ja
    ---------------------------------------------------------------
    Diagnose: Das Objekt ist ein PKW
    Ist diese Diagnose korrekt? - Nein! Beziehungsweise nicht zwangsläufig: Das Objekt könnte genauso gut ein Lastwagen, Wohnmobil, Bus oder Golfkart sein, eventuell auch ein Traktor, ein Bagger, eine Dampfwalze - oder gar ein Schiff, das irgendwo vier Räder hat!

    Man müsste also zu jeder Alternative etwas zusätzliches finden, das die Alternative von der Vermutung unterscheidet: Ein PKW ist im Gegensatz zu LKW, Traktor, ... primär zur Fahrgastbeförderung vorgesehen; ein PKW hat im Gegensatz zu einem Bus maximal 9 Sitzplätze; ein PKW darf sich im Gegensatz zu einem Golfkart im öffentlichen Straßenverkehr bewegen usw...

    Fazit: Es liegt wohl auf der Hand, dass selbst ein primitives Beispiel schnell recht komplex wird!


    Zu den beiden anderen Punkten kann ich nur sagen:

    • Längerfristige Finanzierungskonzepte sind nicht unbedingt beliebt... Vor allem wenn sie elementar in komplexe Systeme (Krankenkasse privat, Krankenkasse gesetzlich, Regelungen für Ärzte, Gesetze und gesetzliche Vorgaben, ...) eingreifen, was zum einen vieles andere nach sich zieht und auch nur über einen vergleichsweise langen Zeitraum hinweg überhaupt durchgesetzt werden kann.



  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 277

    AW: Wird ADHS / ADS zu schnell diagnostiziert?

    Hi Dragolo,

    natürlich gehört das Ausschließen anderer Ursachen genauso zum Diagnoseverfahren und erfordert Fachwissen und Erfahrung, hier sind verbindliche Kriterien genauso sinnvoll. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass AD(H)S nicht einfach diagnostiziert ist, wenn die diagnostizierende Person nach ihrem subjektiven Bild von AD(H)S bestimmte Symtome zu erkennen meint und dann im Ausschlussverfahren nix andereres mehr übrig bleibt. Oder umgekehrt das oberflächliche Erscheinungsbild des Menschen nicht der subjektiven Vorstellung von AD(H)S entspricht und daraus der Schluss gezogen wird, es könne deshalb kein AD(H)S sein.

    Warum ich das sage? Hier einige Beispiele, die mir selbst wiederfahren sind:

    1. "Bei ihnen ist doch keine äußere Unruhe zu erkennen, daher deutet nichts auf ADHS." Das war die Aussage eines Psychotherapeuten nach etlichen Sitzungen, nach Kenntnis aller Symtome und des Lebenslaufes etc., ebenso eines leitenden Psychologen einer Uniklinik im Erstgespräch.

    2. Auf meine Frage, ob die ADHS-Diagnostik in seiner Klinik möglich ist, sagte der Chefarzt der psychotherapeutischen Klinik eines anderen universitären Lehrkrankenhauses: "Ja, kommen sie her, wir können hier einen Aufmerksamkeitstest durchführen."

    3. "Was nützt es ihnen, sich auf ADHS diagnostizieren zu lassen? Alle reden heute von ADHS, das ist gerade Mode, aber es gibt doch gegenwärtig keine Behandlungsmöglichkeiten dafür. Es ist doch besser, die Alltagstauglichkeit wiederherzustellen und bewährte Behandlungsmöglichkeiten zu nutzen. Antidepressiva wären da sinnvoll." Das war die Aussage eine niedergelassenen Psychiaters.

    Diese drei Beispiele zeigen, dass selbst in Kreisen, in denen fachliche Kompetenz vorausgesetzt werden müsste, noch nicht eimal Basics vorhanden sind, geschweige denn fundierte Spezialkenntnisse. Im Beispiel 2 hätte ich wohl eine positive Diagnose bekommen, in den Fällen 1 u. 3 wurden statt AD(H)S andere Erkrankungen diagnostiziert und AD(H)S mehr oder weniger ausgeschlossen oder abgetan. Alle drei Diagnosen wären nix aber auch gar nix wert gewesen und hätten keiner fundierten Prüfung stand gehalten.


    Und was die Finanzierungkonzepte betrifft: Einrichtungen wie Kranken- und Rentenkassen etc. aber auch die Politik müssten ein unbedingtes Interesse haben, AD(H)S wirksam zu behandeln. Die Kosten für Behandlungen der Folgeerkrankungen (Komorbiditäten) sind ernorm, ebenso die für Frühverrentungen, Sozialleistungen, die Ausfälle der Arbeitsleistung in der Wirtschaft sowie das Fehlen von Sozialbeiträgen:

    "Im Jahr 2004 schätzten Forscher den jährlichen wirtschaftlichen Verlust auf Grund von AD(H)S im Erwachsenenalter in den Vereinigten Staaten auf 77 Milliarden Dollar."
    Quelle: Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung bei Erwachsenen

    Dass das Interesse an wirksamen Maßnahemen so gering ist, mutet als Ignoranz an, liegt vermutlich aber auch an dem verbreiteten Unwissen über die Zusammenhänge. Ich nehme die politisch Verantwortlichen da mal nicht aus...

    Spezi
    Geändert von Spezi ( 6.03.2011 um 13:44 Uhr)

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 137

    AW: Wird ADHS / ADS zu schnell diagnostiziert?

    Hi Spezi,

    ich habe das Gefühl, wir meinen genau das Gleiche, sehen es aber aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

    1. "Bei ihnen ist doch keine äußere Unruhe zu erkennen, daher deutet nichts auf ADHS." Das war die Aussage eines Psychotherapeuten nach etlichen Sitzungen, nach Kenntnis aller Symtome und des Lebenslaufes etc., ebenso eines leitenden Psychologen einer Uniklinik im Erstgespräch.
    Das wäre spannend zu wissen, wann das war. Schon seit etlichen Jahren gilt nämlich: Äußere Unruhe gilt als Hinweis für ADHS, das Fehlen schließt ADHS aber keinesfalls aus!

    Da ich selbst auch davon betroffen bin, weiß ich, dass das in ICD-10 durchaus berücksichtigt wird. Das ICD-System ist sicher nicht perfekt, aber wenn jeder Arzt es berücksichtigen würde, wäre mit Sicherheit vielen geholfen! Das gilt auch für deine anderen beiden Beispiele.


    Was die Finanzierung angeht, mache ich vor allem Un- und gefährliches Halbwissen verantwortlich, wie ich auch schon in meinem letzten Beitrag hingewiesen habe. Geistreiche Kommentare wie "da müssen sie (d.h. die ADHSler) sich eben ei wenig besser konzentrieren" oder "wenn sie wollen, können sie es doch auch" führen Diskussionen ad absurdum und zeigen, dass manche das Problem überhaupt nicht zu begreifen scheinen.

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.633

    AW: Wird ADHS / ADS zu schnell diagnostiziert?

    Delphin schreibt:
    Hallo liebe ADS-ler
    Ich habe heute einen interessanten Artikel gelesen.
    Es steht dort, dass Herr Hans-Ruedi Stricker, Vorstandsmitglied der Schweizerischen Fachgesellschaft ADHS berichtet, ADS werde häufig überdiagnostiziert.

    Dem ist leider absolut zuzustimmen.

    Auf viele, die wie Du auch andeutest, lange Jahre mit allen möglichen Diagnosen belegt worden sind, mag dies als zynisch erscheinen.

    Aber es trifft zu.

    Ursache ist zumeist die Verengung der Störung auf das Aufmerksamkeitsdefizit, das der Störung zwar ihren Namen gab, sie aber nicht bezeichnet.

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 277

    AW: Wird ADHS / ADS zu schnell diagnostiziert?

    Dragolo schreibt:
    Das wäre spannend zu wissen, wann das war. Schon seit etlichen Jahren gilt nämlich: Äußere Unruhe gilt als Hinweis für ADHS, das Fehlen schließt ADHS aber keinesfalls aus!
    Hi Dragolo,

    das war vor wenigen Monaten. Ich habe erst vor kurzem erfahren, dass ich
    1. betroffen bin,
    2. dass es AD(H)S auch ohne Hyperaktivität und
    3. auch bei Erwachsenen gibt.

    Und natürlich kann das klinische Gesicht von ADHS auch bei Erwachsenen sehr unterschiedlich sein, was auch nicht neu oder unbekannt ist, vgl. die entsprechenden Leitlinien der Fachgesellschaften, z.B. der DGPPN oder der Stellungnahme der Bundesärztekammer. Ist also kein "Geheimwissen"...was die gegenwärtige Situation noch weniger verständlich macht...um so wichtiger erscheint mir die Einführung verbindlicher Richtlinien und die Fortbildung der Mediziner und Therapeuten, um die Qualität von Diagnostik und Therapie deutlich anzuheben.

    LG Spezi

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