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Diskutiere im Thema Dr. Ibach im Forum ADS ADHS: Nonsens aus Presse und Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
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  1. #31
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.735

    AW: Dr. Ibach

    Sunpirate schreibt:
    Gefährlich an Artikeln dieser Art ist dass wir uns in einer Epoche befinden wo
    einfache Erklärungen und Lösungen schnell von der Mehrheit übernommen werden.
    Unwichtig ob damit wirklich ein Ziel erreicht werden kann.
    Ja genau *sowasvonbekräftigendnick* und ich mag noch ergänzen: oder mit der Folge, dass vernagelt und destruktiv alle anderen möglichen Blickrichtungen und Ziele ausgeblendet werden.

    Deshalb ist es um so wichtiger, die Menschen anzuregen, etwas mehr über den Tellerrand zu schauen.
    Mehr Informationen einsammeln,
    um sich selber wirklich eine Meinung bilden zu können.

    So reicht es aus, dass in ein bis zwei Lokalblättchen ein Mensch, der einen "Dr."-Titel führt, als renomierter Facharzt präsentiert wird und die Schäfchen das ganze Nachblöken.

    Aaaaber: was heißt das denn ... "renomiert" ... wodurch zeichnet sich jemand mit Fachkenntnissen aus??!!
    Dadurch, dass er z.B. reihenweise Fachliteratur veröffentlicht hat.
    Dadurch, dass in der Fachwelt über ihn/sie diskutiert wird.
    Dadurch, dass man seine Vita (den beruflichen Lebenslauf) nachvollziehen kann.
    Am besten auch dadurch, dass die Doktorarbeit genannt und nachlesbar ist ...

    Alles Fakten, die bei diesem Herrn Ibach von mir bisher nirgends gefunden wurden ...

    Dass dieser Artikel in unserem Forum im Nonsens-Bereich verortet ist, verdeutlicht ja schon die Haltung zur Fachlichen Kompetenz des benannten ...

    Um so wichtiger finde ich aber auch:
    - dass wir hier uns eben nicht mit diesem Herrn auf eine Stufe stellen und blos blöken "Nonsens, du sagst doofe Sachen",
    - dass wir viel mehr demonstrieren, dass wir wissen, wovon wir reden!
    - Dass wir hier, soweit von einzelnen möglich, Fakten und Argumente liefern, die eine wirkliche Diskussion ermöglichen!
    - dass wir unser Wissen nicht für uns behalten sondern weitergeben

    Vielleicht hat der Herr Ibach ja Lust, sein Wissen in Form seiner Veröffentlichungen im Sinne von Open Science und (der Ermöglichung von) kollaborativem Forschen(Link zum Fellow-Programm Freies Wissen von Wikimedia Deutschland e.V. und dem Stifterverband) der (Nicht-)Fachwelt zur Verfügung zu stellen?

  2. #32
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.178

    AW: Dr. Ibach

    Hallo Dropkick,

    also noch einmal zu diesem Thema:

    den Beitrag auf der Seite www.adhs.ch, initiert von Dipl. Psych. Piero Rossi und Dr. Martin Winkler (web4health im Forum) finde ich nicht mehr, aber
    hier ist der link zu der Konsensus-Erklärung internationaler Wissenschaftler aus dem Jahr 2002.

    http://www.russellbarkley.org/factsh...sensus2002.pdf

    Wie die Zeit vergeht - die erweiterte Erklärung mit Wissenschaftlern auch aus dem deutschen Raum ist auch schon aus dem Jahr 2004.
    Eine neuere habe ich nicht gefunden. (Wenn sie dich interessiert, schreib mir eine PM.)


    Nun, welcher Zeitungsredakteur möchte alle Veröffentlichungen zu ADHS lesen und
    wie viele Ärzte und Psychologen haben den Kopf frei, sich auf etwas Neues einzulassen?
    Also meinen Hausarzt kenne ich seit vielen Jahren, er ist etwas jünger als ich, aber sich mit
    ADHS zu befassen, - das überlässt er den Fachärzten.

    Ich bin Laie und habe das erste Buch zum Thema 1990 gelesen und seither einiges mehr.
    Ehrlich gesagt, ich bin heute noch nicht in der Lage, ADHS in "dürre" Worte zu fassen.
    Und Erwachsenen-ADHS ist noch mal ne andere Hausnummer.

    Die Kinderärzte in unserem Netzwerk (btw: Die Kinder- und Jugendärzte, nicht die
    Kinder- und Jugendpsychiater, waren wirklich die Vorreiter in Deutschland!!!!!!!)
    sind der Meinung, die ADHS-Diagnose ist inzwischen "ganz normal".

    So, dann verabschiede ich mich mal aus diesem Thread.

    P.S. Die neueste Erklärung kriegt man wahrscheinlich hier

    http://adhdinadults.com/adhd-interna...sus-statement/



    Dropkick schreibt:
    Solche blabla-Diskussion sind für mich ein Anlass um sachlich und informativ mit dem Thema adhs umzugehen und mich mit Leuten auszutauschen, die mir weitere Infos, Anregungen geben.

    Jetzt sinniere ich darüber, wie shitstorm entstehen kann ...

    @Gretchen
    wenn du den Link wiederfindest, wäre ich dir dankbar für die Info.
    Geändert von Gretchen ( 7.01.2017 um 12:48 Uhr) Grund: P.S. angehängt

  3. #33
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.750

    AW: Dr. Ibach

    oh, ich mag jetzt keine englischsprachigen Links lesen.

    klar gibt es solche und solche. Man findet bestimmt auch einen Prof-Dr. der behauptet, die Evolution habe nicht stattgefunden und die Erde sei 7000 Jahre alt und hohl, weil im Innern der Teufel wohne.

    in den USA wird die Evolution noch immer gerne negiert. Das nicht sein kann, was nicht sein darf.

    man darf nicht vergessen, dass Reporter meist freiberuflich schreiben und sie schreiben auch gerne, was populär ist und es ist nunmal populär zu schreiben, dass es Adhs nicht gibt und es eine Verschwörung der Pharmaindustrie gibt, die Krankheiten erfinden. bringt auch mehr Schlagzeilen.


    dass die Mondlandung nicht stattgefunden hat ist auch noch immer nicht aus der Welt. und sowas wird gerne immer weiter von Zeitungen gefüttert, die sich damit bessere Auflagen erhoffen. Oder glaubt ihr, die Bildredakateure glauben ihren eigenen "legendären" Artikel ?


    ich hatte schon absurde Dialoge zB mit Psychologen, dass es Wetterfühligkeit nicht gäbe (sondern ich aus Solidarität mit meiner Mutter Kopfschmerzen bekäme etc dabei ist die Wtterfühligkeit zumindest statistisch längst bewiesen) der Vollmond sich nicht auf das Verhalten der Menschen ausübe (da sollte sie mal einen Vollmondnachtdienst in gewissen Abteilungen machen) und die Unkenntnis, dass Magengeschwüre rein streßbedingt hervorgerufen werden, als schon viele Apothekenhelferin eine Fortbildung zum Thema Heliobacter mitgemacht hatte und jede populärwissenschaftliche Zeitung da schon ausführlichst drüber berichtet hatte.


    will sagen: ob jemand eine "neue" Theorie annimmt oder nicht, hat ja ganz viele Gründe. da gibt es ganz unterschiedliche Sichtweisen und Präferenzen und das Unterbewußtsein spielt ein große Rolle und natürlich auch die jeweilige "Schule" und persönlichen Erfahrungen. Nicht umsonst war die Geschichte von der Bakterie, die MAgengeschwüre auslöst bei Pharamzeuten viel beliebter als bei den Psychologen, die Magengeschrüzepatienten oft jahrelang behandelten.

  4. #34
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.750

    AW: Dr. Ibach

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    Gretchen schreibt:
    Jetzt habe ich auf der Facebook-Seite des ADHS Deutschland e. V. runtergescrollt (man muss nicht Mitglied bei Facebook sein, um die Einträge zu lesen) bis Frühjahr 2015, um den zu finden, der vielleicht das Vorbild für den in Frage stehenden Artikel war: Richard Saul, "Die ADHS-Lüge".

    @Moselpirat - Wie meinst du das "... da Adhs keine Kinderkrankheit ist ....."?


    NAchtrag : Wikipedia:
    Kinderkrankheit nennt man eine Infektionskrankheit mit hoher Durchseuchungsrate und Übertragungsfähigkeit, die typischerweise eine lebenslange Immunität hinterlässt und daher überwiegend im Kindesalter auftritt. Allerdings können auch Erwachsene an einer Kinderkrankheit erkranken, sofern sie im Kindesalter keine Immunität gegen diese erworben haben. Außerdem werden nicht alle Infektionskrankheiten, die typischerweise im Kindesalter auftreten, als Kinderkrankheit bezeichnet.


    daher ist es mE keine Kinderkrankheit.
    Zumal es zwar noch nicht so anerkannt ist, aber sich das Bild vom Adhs gerade wieder wandelt in Richtung; Adhs wächst sich vermutlich nicht wirklich aus, sondern verändert nur sein Erscheinungsbild. wir sind nicht die Ausnahmen im Sinne von Erwachsene, die schon über 20 waren, als sie Mumps oder Windpocken bekommen haben, wir sind nicht die Ausnahme des Adhs, sondern es ist ganz normal, dass man Adhs lebenslang haben kann.


    ausserdem ist es keine Krankheit, sondern eine Störung

  5. #35
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.718

    AW: Dr. Ibach

    Marsianerin schreibt:
    Weil ich grad von allen SozMediaSeiten mit diesem Interview hier zugetextet werde

    (...)

    (Es nervt so sehr, wenn befreundete PsychologInnen und PsychotherapeutInnen einem plötzlich so einem Mist zusenden und diesen bejubeln.)
    Was mich hier gerade wundert- ja, der Zeitungsartikel ist vom Januar, aber vom Januar 2016! Und Remscheid befindet sich gar nicht in Österreich soweit ich weiß, noch erscheint dort die Rheinische Post.

    Welchen Anlass haben also deine befreundeten Psychologinnen, dir gerade jetzt diesen Text zuzusenden? Sie brauchen ein Jahr, um festzustellen, dass ein (in ihren Augen) Experte etwas (in ihren Augen) Wichtiges geäußert hat? Ich dachte eigentlich, das Internet sei so schnell und so aktuell?

    Mal abgesehen davon, dass diese Story mit Leon Eisenberg seit glaube ich 10 Jahren immer wieder aufgewärmt wird.

    Edit: Es sind doch nicht 10 Jahre, sondern 5. Ab 2012 erzählte Jörg Blech, der 2009 (!!) verstorbene Leon Eisenberg habe ihm auf dem Sterbebett dies und das erzählt. Mal abgesehen, dass sich jemand nach seinem Tod nicht mehr wehren kann, dass Eisenberg der "Erfinder der ADHS" sei, war mir vorher ganz unbekannt.
    Geändert von 4.Kl.konzert ( 7.01.2017 um 21:15 Uhr)

  6. #36
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 456

    AW: Dr. Ibach

    Marsianerin schreibt:
    Noch mehr bin ich darüber erstaunt, daß ein paar PsychologInnen und PsychotherapeutInnen, die ich kenne und im großen und ganzen für klug und integer halte, diesen Nonsense bejubeln.
    Vielleicht trägt es zum besseren Verständnis bei: Psychologen und Psychotherapeuten (auch solche mit fundierter Ausbildung und Zulassung) sind meistens keine Ärzte. Wenn nun ein Arzt, zumal so einer mit dem gewissen Charisma, ex cathedra sowas behauptet wie "neurologisch nicht messbar, deshalb nicht existent", fallen natürlich einige auf dieses Autoritäts-Argument rein, entweder unbewusst oder ganz gezielt und jubelnd. Dass der Arzt dabei ein Kinderarzt ist und kein (für Aussagen dieser Art eher zuständiger) Psychiater und/oder Neurologe, wird geschickt unter den Tisch fallengelassen.

    Ich bin ja auch kein Arzt und kein Psychologe, aber bei psychischen Störungen ist da nicht immer alles direkt messbar – andererseits lassen sich, sofern ich weiß, gerade bei ADHS die typischen Hirnaktivitäten durch bildgebende Verfahren sehr wohl beobachten, messen und nachweisen. Außerdem lässt sich durch spezifische Tests, Stichwort Ausschlussdiagnose, und Anamnese sehr wohl ADHS zuverlässig diagnostizieren – wo Messtechnik nicht langt, kann Empirie greifen. Das alles wird natürlich auch diskret ausgeblendet. Stattdessen wird die olle Mär von einem Eisenberg serviert, mit der angeblich erfundenen Störung. Anekdoten ziehen nun mal besser beim Publikum als Fakten. Das war schon so, bevor uns die heutige postfaktische Welt ereilte.

    Psychologen, die ihren Fach ernst nehmen, zitieren medizinische Quellen immer sehr vor- und umsichtig, so jedenfalls (Achtung, Anekdote) diejenigen, die ich persönlich kenne (aus privater Umgebung, nicht etwa als Patient…).

  7. #37
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Dr. Ibach

    Dalek schreibt:
    Ich bin ja auch kein Arzt und kein Psychologe, aber bei psychischen Störungen ist da nicht immer alles direkt messbar – andererseits lassen sich, sofern ich weiß, gerade bei ADHS die typischen Hirnaktivitäten durch bildgebende Verfahren sehr wohl beobachten, messen und nachweisen. Das wird natürlich auch diskret ausgeblendet.
    Nein, leider wird gerade hier im Forum diskret ausgeblendet, das es KEINE bildgebenden Verfahren gibt, die ADHS nachweisen können. Es gibt etliche Studien, die bestimmte Areale im Hirn als Verursacher ausmachen, es gibt auch etliche Studien, die bestimmte Neurotransmitterprozesse ausmachen, auch per Bildgebung. Das Problem ist aber das selbe wie bei den Studien die von ADHS-Gegenern veröffentlicht werden..... sie sind nicht einheitlich, und schliessen sich teils gegenseitig aus. Die verschiedenen Forscher weltweit und über die Jahrzehnte konnten keine einzige Studie zur Bildgebung verifizieren.

    Zu akzeptieren, das man ADHS genausowenig wie Depressionen oder Angststörungen bildgebend diagnostizieren kann, wäre weniger Wind in den Segeln der Menschen, die ADHS für eine Mär halten. Denn das Pochen auf einzelnen Studien, die in den Ergebnissen nicht ausreichend reproduzierbar sind, das ist eine Mär.
    Und das das einige nicht ernst nehmen, gerade aus der Fachwelt, finde ich sogar richtig. Dadurch haben wir Antidepressiva, die nicht nur in das serotonerge System eingreifen, und dadurch ist auch das noradrenerge System bei ADHS immer mehr in den Vordergrund gerückt, wodurch es Medikamente gibt, die mehr darauf abzielen und auch helfen. Man weiss welche Medikamente helfen können, mehr weiß man eigentlich nicht. Alles andere sind Vermutungen. Schaut man sich die Geschichte der Depressionsbehandlung an, so sieht man viele Parallelen, und selbst da ist bis heute nicht geklärt, welche Systeme oder Strukturen einheitlich betroffen sind. Hier halten sich aber nicht hauptsächlich die Patienten an der Verteidigung ihrer Krankheit durch Erklärungen auf, sondern es geht bei der Diagnostik und Behandlung um Symptome. Bei ADHS geraten diese immer mehr in Erklärungsnot, wieso sie nicht erkannt wurden, wieso sie nicht da sind, wieso man sie gerade nicht hat, wieso Diagnosen mit gleichen Symptomen nicht richtig sind, etc. Was aber fast immer ein Fakt bei Patienten ist, sind verschiedene Studien, die ADHS "beweisen". Und das ein Stimulans hilft sich zu konzentrieren, sich wacher zu fühlen, klarer zu sein, ruhiger zu werden. (Ach nee..... Stimulanzien greifen in das System ein, was bei vielen Lebewesen anspringt, wenn es in Gefahr ist, wenn es erregt ist, das System, was die Evolution zum Überleben "erschaffen" hat, in Gefahrsituationen hellwach, schnell und effizient zu entscheiden, und zu reagieren.)
    Ist es wirklich so unverständlich, das es auch Fachpersonal gibt, was bei diesen "Argumenten" so seine Zweifel hat?

  8. #38
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.110

    AW: Dr. Ibach

    Zweifel haben und die Diagnose AD(H)S hinterfragen, ist sogar mehr als in Ordnung, solange es mit wissenschaftlichen und sachlichen
    Argumenten geschieht. Das bringt im Idealfall die Forschung einen Schritt weiter. Doch in der Realität sieht die Kritik leider gaanz anders aus.
    Echte Argumente sind da eher Mangelware.

  9. #39
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Dr. Ibach

    Sie haben ja auch keinen Grund echte Argumente vorbringen zu müssen. Die halten sich halt an den falschen Argumenten der Gegenseite auf, genauso andersherum.
    Beide Seiten beschäftigen sich mit Nonsens.

  10. #40
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 28

    AW: Dr. Ibach

    Hmmm... "Ich? Krank und brauche eine Therapie? Ne. Abnorm trifft auf mich sicherlich zu aber wenn es um die Frage geht wer dringend in Therapie muss dann die ganzen "Normalen" da draußen. Was die machen ist nämlich krank." - Das waren meine Worte zum Psychiater. "Da will ich Ihnen nicht widersprechen", dessen Antwort darauf.

    Bin jetzt 39, alleinerziehender Vater, habe mit 32 die Diagnose "schweres ADHS" erhalten und bin glücklich darüber das diese Diagnose in meiner Kindheit noch nicht verbreitet und ich trotz extremer Auffälligkeit als Kind nicht mit "Medikamenten" (Medikamenten gibt man Kranken) behandelt wurde und "normal" zu funktionieren gelernt habe.
    Soziale Kompetenzen konnte ich mir auf meinem Weg dennoch aneignen, den Rest, ehrlich gesagt, will ich überhaupt nicht. Das ich dadurch im "normalen" Sinn nicht erwerbsfähig bin kommt mir sogar gelegen. Neben ständiger Arbeit an mir selbst hab ich genügend Besseres zu tun. Das dafür die "Normalen" für mich mit "normal" funktionieren stört mich noch am aller wenigsten. Ich kann nichts dafür das sie immer weiter dabei mitmachen. Es ist weder so das ich zu faul, noch das ich unfähig bin. Ich bemerke das die heute "normalen" Umstände und Anforderungen, nicht nur mich, krank machen. Deshalb habe ich eine innere Weigerung so zu funktionieren. Ich bin heute froh das für uns diese Diagnose erfunden wurde. Ich nutze sie als Schutz vor dem heute ganz normalen Wahnsinn. - Meinetwegen NENNT mich krank ihr Kranken aber da mach ich nicht mit.

    Für meinen Sohn habe ich mich für den Kindergarten entschieden in dem ich, als ich das Thema ansprach, gefragt wurde: "ADHS - was ist das? Bei uns gibt es sowas nicht"...

    In diesem Sinne... So ist das eben in meiner "kranken" Welt. Soll jeder für sich entscheiden wer die Kranken sind. Bei der ständig stark ansteigend Zahl der Diagnosen und der garantiert riesigen Dunkelziffer stellt sich mir nur die Frage ab welchem Verhältnis dann die "Normalen" endlich "krank" sein dürfen.

Seite 4 von 6 Erste 123456 Letzte
Thema: Dr. Ibach im Forum ADS ADHS: Nonsens aus Presse und Medien bei ADHS bei Erwachsenen Forum
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