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Diskutiere im Thema Armut mach Adhs im Forum ADS ADHS: Nonsens aus Presse und Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
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  1. #41
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 1.564

    AW: Armut mach Adhs

    vorsichtig sein, dass wir nicht wieder für die Reichen als "Kanonenfutter" enden
    unvermeidbar

  2. #42
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.110

    AW: Armut mach Adhs

    Ich denke nicht dass AD(H) S unbedingt zur Armut führt. Betroffene die schon mittellos aufwachsen haben es dennoch schwerer als
    der Teil der nicht ADSler welcher nicht von einer oder mehreren schweren Störung(en) betroffen ist.
    Unser Problem ist eher dass wir erzielte Erfolge nicht nachhaltig genug pflegen können.
    Sei es dass der Stress zu gross wird durch die hohen Anforderungen. Oder aus anderen Gründen die zum Zusammenbruch durch eine Überforderung
    führen.
    Aber wir stehen auch wieder auf für den nächsten Ansturm auf den Gipfel. Eine unserer Stärken ist dass wir flexibel sind in der Zielsetzung.
    Kurz gesagt, nach der Pleite ist vor dem Erfolg

  3. #43
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.902

    AW: Armut mach Adhs

    ADHS kann zu Armut führen.
    Denn es führt qua Symptomatik in mehreren Lebensbereichen (siehe beispielsweise “Das große Handbuch für Erwachsene mit ADHS“ von R. A. Barkley ) zu mehr oder weniger einschränkenden Beeinträchtigungen.

    Sind die nun derart gelagert und/oder ausgeprägt, das sie Schwierigkeiten in der sogenannten Alltagsbewältigung/-Kompetenz verursachen und so dazu führen, das auch die Arbeitsfähigkeit auf dem 1. Arbeitsmarkt herabgesetzt bis nicht gegeben ist, hat das durchaus u.a. finanzielle Konsequenzen, die der ADHS zuzurechnen wären.

    Was nun aber daraus “gemacht wird“, ist, imho, die crux.
    Armut ist, ähnlich der Gesundheit, nämlich auch eine subjektive Größe!

    Und an diesem Punkt spielt die Gesellschaft in der wir leben, eine nicht ganz unerhebliche Rolle. Sorgt sie, ob nun finanziell oder anders, für angemessene gesellschaftliche Teilhabe, ist (monetäre ± emotionale ± soziale) Armut nicht zwingend das Endergebnis.

    Werden die Menschen zumeist sich selbst überlassen, ist sie (Armut in einem oder mehreren der genannten Bereichen) jedoch, mMn fast unausweichlich die Folge.

    Dasselbe gilt übrigens auch für alles und jedes, auf das die offizielle, sprich amtliche Definition einer Behinderung, bzw. einer von Behinderung bedrohten Person, zutrifft.

    Die Startvoraussetzungen kommen da natürlich noch hinzu. Also: beispielsweise das Aufwachsen in einer relativ wohlhabenden Familie vs ALGII-Kindheit, Erziehung und Weltbild, Moral und Tugendstreben, Selbstwert und ähnliches.

    Da die Wissenschaftler sich ja nun noch immer kabbeln, was wichtiger ist: Genetik oder Sozialisation, behaupte ich einfach mal, es sei zumindest möglich, dies dann “innerhalb der Familie weiterzureichen“, sodass sich der Kreis nunmehr schließt.

    ADHS macht (potentiell ) Armut; Armut macht (potentiell!) ADHS-ler.
    Geändert von luftkopf33 ( 3.07.2017 um 00:33 Uhr)

  4. #44
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.314

    AW: Armut mach Adhs

    Für mich stimmt es so... Meine beide Brüdern haben kein ADS und es geht ihnen beruflich gut. Sie verdiennen ihre Leben gut. Eine kann sogar damit seine 5-köpfige Familie ernähren...

    Dümmer bin ich nicht, aber beruflich hatte ich meine Schwierigkeiten und kann nicht genug verdiennen, bin also auf Unterstützung angewiesen. Bin froh dass es sie gibt! Ich habe mich sonst mit mein Leben auch gut abgefunden und meine kleine Eimkommen macht mich keine Problem.

    Interessant ist zu schauen wie es in die frühere Generationen ist, in unsere Familie: Meine Oma war vielleicht auch betroffen, aber es hat ihre Leben nicht so stark beeinträchtig als ich... Es war andere Zeiten, sie hat auch kompensiert... Sie hatte eine Arbeit die ihr gepasst hatte, hat dann geheiratet und 3 Kindern gehabt.
    ein davon ist mein Vater, könnte auch etwas von ADS haben, aber hat nicht nur studiert, er hat dann auch gearbeitet... Natürlich, so ruhig und langweilig war es nicht, gab auch einige Stellewechseln und eine Phase der Arbeitslosigkeit. Er hat auch zugegeben dass die letzte 20-30 Jahren die Anforderung am Arbeitsplatz wirklich gestiegen sind... Daher, spielt da auch die Gesellschaft eine Rolle und heute ist schon für alle schwierig, für ADSler besonders... Ich höre auch von anderen ADSler die betroffenen Kindern haben die jetzt junge Erwachsenen sind. Diesen haben auch hart zu kämpfen!!!

  5. #45
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 221

    AW: Armut mach Adhs

    Fliegenpilz schreibt:
    ADHSler haben ja oft Probleme in der Ausbildung bzw. Studium und auch später im Job. Und bleiben so tendenziell unter dem, was sie eigentlich leisten könnten. Häufige Jobwechsel sind eher die Regel als die Ausnahme. Und das alles führt dazu, dass ADHSler weniger Geld verdienen als Jemand mit den gleichen Begabungen und Fähigkeiten ohne ADHS. Und da ADHS familiär gehäuft auftritt, wundert es mich nicht, dass in Familien mit geringerem Einkommen mehr ADHSler zu finden sind als in Familien mit höherem Einkommen. Das hätte ich auch nicht anders erwartet.
    Ich denke daher eher, dass ADHS zu Armut führen kann.
    Genau! ADHSler haben in der Regel niedrigere Schulabschlüsse (bei gleicher intellektueller Begabung) und verdienen daher als Erwachsene weniger.

    Daher ist es nicht erstaunlich, wenn ADHS bei ärmeren Familien öfter auftritt/diagnostiziert wird.

    Dazu kommt, dass schlechtere Wohnverhältnisse (enge Wohnungen) die Symptome verstärken können.

  6. #46
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 1.564

    AW: Armut mach Adhs

    Daher ist es nicht erstaunlich, wenn ADHS bei ärmeren Familien öfter auftritt/diagnostiziert wird.

    Dazu kommt, dass schlechtere Wohnverhältnisse (enge Wohnungen) die Symptome verstärken können.
    Hierzu fällt mir auch die typische Statistik ein, dass Betroffene ja unverhältnismäßig oft schon "früh" Schwanger/Eltern werden und somit die Karriereplanung
    oft dann auch zusätzlich "belastet" wird bzw. dann fehlschlägt ...

    Somit führt dann eines zum anderen

    Grüße

  7. #47
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 48

    AW: Armut mach Adhs

    Es hat schon irgendwie was.

    Ich komme aus einer recht gut situierten Familie, habe allerdings selbst schon immer heftige finanzielle Probleme.
    Einerseits habe ich immer nur Jobs, die praktisch keine Aufstiegsleiter haben oder schmeiße den Job hin, bevor ich karrieremäßig irgendwas auf die Reihe kriegen könnte.

    Man könnte also sagen, meine Kinder kommen aus einer sozial schwachen Familie.
    Wenn sie dann selbst ADHSler sind......was zu beweisen war.

  8. #48
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.631

    AW: Armut mach Adhs

    Brainman schreibt:
    Doch ich würde gerne "Dummheit" von deiner Seite aus definiert wissen ... #Forestgump

    Nichts leichter als das. Dummheit ist: automatisch das Richtige tun. Intelligenz ist: Zum richtigen Tun noch zwei bis vierzehn Alternativen zu wissen, die alle wesentlich interessanter sind, als das Richtige zu tun. Fazit: Das Richtige absichtlich nicht zu tun, ist Intelligenz. Sich hinterher darüber zu wundern, warum die Sache wieder mal ein Schuss in den Ofen gewesen ist, ist Dummheit.

    Da die Dummheit bei ADHS aber nun wieder eigentlich auf Intelligenz beruht, ist sie als solche oftmals verkannt. ("Er könnte eigentlich, wenn er wollte, aber er will halt nicht." "Eigentlich wäre er ein Genie, wenn er nicht so saudumm wäre.") Jo, des ist nicht ganz einfach zum verstanden. Aber als Faustformel gilt: Je intelligenter der ADHSler ist (IQ-Punkte-mäßig), desto dümmer ist er (was-bei-seinem-Leben-rauskommt-mäßig).

    Oder wie Cordula das immer sagt: hochbegabte männliche Hypos erschießen sich am häufigsten, dumme weibliche Hypers am wenigsten. Das ist dumm (obwohl sie ja gar nicht dumm sind...) Wir verstehen uns; obwohl die Logik ja zuanfangst mal ganz anti-logisch aussieht...) Nun, ja. Nicht ganz einfach zu verstehen, diese ADHS. Deshalb wahrscheinlich auch für die meisten Psychiater bis heute absolut unverständlich geblieben...

  9. #49
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 60

    AW: Armut mach Adhs

    Mit ADHS kann es passieren, das man imberuflichen Werdegang frühzeitig ausgeknockt wird.

    Da ist dann Armut, bzw. Altersarmut vorprogrammiert bzw. schon tägliche Realität.

    Wenn man nicht in der Erwerbsunfähigkeitsrente landet, dann auf jedenfall in der Grundsicherung für erwerbsunfähige was dann bedeutet auf gleicher Höhe mit Hartz 4 und einigen seiner umstrittenen Regelungen, was Wohnungsgröße und Kosten betrifft, nur aus der Bewerbunsaktivität und den Sinnlosmaßnahmen ist man raus.

    Leider muss ich sagen, noch immer sind die Menschen nicht aufgeacht und wählen weiterhin die Parteien und Politiker die uns seit Jahrzehnten nach Strich und Faden verarschen.
    (Merkelt ihr, das ihr vergaukelt werd)

  10. #50
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.750

    AW: Armut mach Adhs

    mir fällt da spontan der Marshmallowtest ein, den kennt ihr ja sicher

    mittlerweile gibt es ja Langzeitaussagen, dass Kinder, die bei den Test abwarten konnten, bis es die Belohnung gab auch später oft erfolgreicher waren. und ich wage mal zu behaupten, dass Adhs-Kinder vermutlich nicht so wahnsinnig oft das Marshmallow liegen lassen konnten.

    ich glaube, das impulsive kommt uns auch oft in die Quere. Da schmeisst der ein oder andere auch mal vorschnell die Lehre hin.

    ich erinnere mich auch an meinen ersten Arztfind-Versuch, Psychiater. der konnte mit mir nichts anfangen. sein "Test" bestand in einem ellenlangen Fragebogen, den ich vor der Erstaufnahme auszufüllen hatte (der war wohl für alle Neupatienten).Als er ihn sah, meinte er sinngemäß: Sie haben Abitur, Studium, keine übermößigen Schulden, sind seit langem bei ihrem Arbeitgeber, was wollen sie eigentlich hier ?" der konnte mit mir gar nichts anfangen. und allein aus meinen Lebensdaten schloß er, dass ich "allenfalls ein leichtes Adhs" haben könnte. also denke ich, dass wenn man zumindest ihn fragt, ist der typische Adhsler nicht erfolgreich.

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