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Diskutiere im Thema Huffington Post, 25.06.2016 im Forum ADS ADHS: Nonsens aus Presse und Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
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  1. #61
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 718

    AW: Huffington Post, 25.06.2016

    ...ich klinke mich glaube ich jetzt hier aus...gute Nacht.

  2. #62
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 1.548

    AW: Huffington Post, 25.06.2016

    Wenn du meinst... ich wollte auch nur meine Meinung preisgeben... so wie du...

    Die weder angreifend noch sonst was sein sollte...

    Finde es sogar schade, dass du dich jetzt ausklinkst....

    Gute Nacht...
    Geändert von Brainman (22.09.2016 um 02:31 Uhr)

  3. #63
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 770

    AW: Huffington Post, 25.06.2016

    ChaotSchland schreibt:
    ...@ oracle.kid: ich habe das schwarz auf weiß bei seriösen Quellen so gelesen...

    ...lies doch die von mir hier verlinkten Autoren und Texte mal durch....

    Formulierungen wie "vollkommener Quatsch" sind nicht gerade konstruktiv...

    Informiere dich mal über OECD, Konstruktivismus, Selbstevaluation, Bertelsmann-Stiftung, Familie Mohn, Erleichterungspädagogik...das ist alles die hässliche Fratze des Neoliberalismus unter einer vermeintlich sozialen Maske ....genauso wie das bei Gerald Hüther auch der Fall ist...
    Ja, vollkommener Quatsch ist keine konstruktive Formulierung. Aber von dir die ganze Zeit angegangen zu werden, woraufhin du dich auch nicht entschuldigst, ist auch nicht gerade angenehm. Weil die von dir geschriebene "Erklärung" für dein Verhalten hat nichts mit einer Entschuldigung zu tun.
    Dass ich da ein Mal die Geduld verliere, finde ich mehr als verständlich.

    Haben die eine andere Präambel der UN-BRK gelesen? Erst behauptest du, die BRK sei für Sonderschulen in Entwicklungsländern, dann widerlege ich dir das und du gehst nicht weiter darauf ein, sondern redest von was vollkommen anderem.

    Ich hab dir auch empirische Daten vorgelegt - du nicht. Niemand behauptet, dass Lehrer sich bei einem ressourcenorientierten und freieren Lernen einfach zurücklehnen können und sollen. Das ist nämlich tatsächlich weitaus mehr Arbeit, sich dafür entsprechend vorzubereiten und auf alle Schülerfragen eingehen zu können. Ressourcenorientiertes Lernen ist keine Anarchie im Klassenzimmer.

    Ich habe den Zeit-Artikel (auf den du schon 3- oder 4 Mal verwiesen hast) gelesen. Da geht es meines Erachtens, was ich mit Textstellen am Anfang belegt habe, vor allem um parteiische und wertende Meinungsmache. Obwohl er von der Zeit ist. Aber die ist in solchen Fragen durchaus sehr konservativ.
    Die Überzeugung von der Selbstwirksamkeit ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. Das wissen wir nicht nur aus vielen Studien. Wenn wir uns selbst an gute Lehrer erinnern, dann waren es solche, die uns als Schüler viel zugetraut haben, die mehr in uns gesehen haben als wir selbst. Leider können die meisten Erwachsenen sich nur an zwei, drei solche Lehrer erinnern – von vielleicht zwanzig oder dreißig, die sie hatten.
    Quelle: http://www.zeit.de/2013/19/schulfors...hattie/seite-2

    Damit gehe ich zu 100% überein. Jetzt zur Preisfrage: was meinst du denn, wie Menschen Selbstwirksamkeit entwickeln? Sicherlich nicht in unserem bisherigen Schulsystem. Denn:
    ZEIT: Sie behaupten, dass Lehrer nicht wissen, wie ihr Unterricht bei den Schülern ankommt?
    Hattie: Das wissen wir aus vielen Studien. Lehrer über- und unterschätzen Schüler ständig. Deshalb müssen sie immer wieder Gelegenheiten schaffen, herauszufinden, wie ihr Unterricht wirklich wirkt. Mit kleinen Tests etwa oder Diskussionen über Lösungswege der Schüler untereinander. Da kann der Lehrer die Schüler quasi denken hören.
    (...)

    ZEIT: Warum ist es für Lehrer so schwierig, zu erkennen, wie ihr Unterricht ankommt?
    Hattie: Lehrer besitzen starke Vorstellungen über ihr Handeln. Eine ihrer stärksten Annahmen lautet: "Ich kann gut erklären", auch wenn das falsch ist. Oder Lehrer platzieren ihre Schüler in Gruppen und glauben, dass diese dann voneinander lernen. Dabei besagen Studien aus England, wo 70 Prozent der Lernenden in Gruppen sitzen, dass nur in zwei Prozent der Unterrichtszeit tatsächlich auf Lernziele ausgerichtete Gruppenaktivitäten stattfinden.
    Es bilden wohl eher inkompetente Lehrkräfte das Problem, nicht die Schüler. Und Gruppenarbeiten zu moderieren ist eine wahnsinnig anstrengende und anspruchsvolle Arbeit. Hat nichts damit zu tun, die Füße hochzulegen, was viele Lehrer aber offensichtlich glauben.
    Hast du denn inzwischen schon was zu Summerhill gelesen?


    Ohne Frage, die von dir vorgebrachen Probleme, der Neoliberalismus, ist eine große Gefahr. Und der muss man gegensteuern, wofür die BRK bei konsequenter Umsetzung eine hervorragende Grundlage bietet. Denn die fordert weit mehr, als neoliberale Bonzen zulassen würden:
    Arbeit und Beschäftigung
    (1) Die Vertragsstaaten anerkennen das gleiche Recht von Menschen mit Behinderungen auf Arbeit; dies beinhaltet das Recht auf die Möglichkeit, den Lebensunterhalt durch Arbeit zu verdienen, die in einem offenen, integrativen und für Menschen mit Behinderungen zugänglichen Arbeitsmarkt und Arbeitsumfeld frei
    gewählt oder angenommen wird.
    Die Vertragsstaaten sichern und fördern die Verwirklichung des Rechts auf Arbeit, einschließlich für Menschen, die während der
    Beschäftigung eine Behinderung erwerben, durch geeignete Schritte, einschließlich des Erlasses von Rechtsvorschriften, um unter anderem

    a) Diskriminierung aufgrund von Behinderung in allen Angelegenheiten imZusammenhang mit einer Beschäftigung gleich welcher Art, einschließlich der
    Auswahl-, Einstellungs- und Beschäftigungsbedingungen, der Weiterbeschäftigung, des beruflichen Aufstiegs sowie sicherer und gesunder Arbeitsbedingungen, zu verbieten;
    b) das gleiche Recht von Menschen mit Behinderungen auf gerechte und günstige Arbeitsbedingungen, einschließlich Chancengleichheit und gleichen Entgelts für
    gleichwertige Arbeit, auf sichere und gesunde Arbeitsbedingungen, einschließlich Schutz vor Belästigungen, und auf Abhilfe bei Missständen zu schützen;
    c) zu gewährleisten, dass Menschen mit Behinderungen ihre Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsrechte gleichberechtigt mit anderen ausüben können;
    d) Menschen mit Behinderungen wirksamen Zugang zu allgemeinen fachlichen und beruflichen Beratungsprogrammen, Stellenvermittlung sowie Berufsausbildung und
    Weiterbildung zu ermöglichen;
    e) für Menschen mit Behinderungen Beschäftigungsmöglichkeiten und beruflichen Aufstieg auf dem Arbeitsmarkt sowie die Unterstützung bei der Arbeitssuche, beim Erhalt und der Beibehaltung eines Arbeitsplatzes und beim beruflichen Wiedereinstieg zu fördern;
    f) Möglichkeiten für Selbständigkeit, Unternehmertum, die Bildung von
    Genossenschaften und die Gründung eines eigenen Geschäfts zu fördern;
    g) Menschen mit Behinderungen im öffentlichen Sektor zu beschäftigen;
    h) die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen im privaten Sektor durch geeignete Strategien und Maßnahmen zu fördern, wozu auch Programme für positive
    Maßnahmen, Anreize und andere Maßnahmen gehören können;

    i) sicherzustellen, dass am Arbeitsplatz angemessene Vorkehrungen für Menschen mit Behinderungen getroffen werden;
    j) das Sammeln von Arbeitserfahrung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt durch Menschen mit Behinderungen zu fördern;
    k) Programme für die berufliche Rehabilitation, den Erhalt des Arbeitsplatzes und den
    beruflichen Wiedereinstieg von Menschen mit Behinderungen zu fördern.
    Wenn man das konsequent umsetzt, muss bspw. der Mindestlohn auch für Arbeitnehmer in Werkstätten für Menschen mit Behinderung gelten. Und ich wage mal zu hinterfragen, ob das von den Bonzen gewollt ist...
    Geändert von oracle.kid (22.09.2016 um 09:30 Uhr)

  4. #64
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 718

    AW: Huffington Post, 25.06.2016

    ...ich habe auch nichts per se gegen Inklusion, gerade für Menschen mit ADHS kann Inklusion mitunter ein gesellschaftlicher Fortschritt bedeuten....die Ideologie, die hinter Teilen der Verfechter vor allem radikaler Inklusion steht, die halte ich für problematisch.


    plus: @ oracle.kid: bei dir hat sich da ein Missverständnis eingeschlichen...ich hatte ja geschrieben, dass der Sinn der UN-Behindertenrechtskonvention zur Inklusion war, Behinderten in Entwicklungsländern, wo es keine Sonderschulen gibt, den Schulbesuch zu ermöglichen und zwar indem sie dort in den Entwicklungsländern auf reguläre Schulen gehen können - und eben nicht auf dortige Sonderschulen.

    Diverse Bildungsesoteriker wie Peter Fratton, Gerald Hüther, Jesper Juul, gerade auch der Schweizer Arzt Remo Largo, Richard David Precht etc. missbrauchen diesen Ansatz für ihren radikalen Ansatz von Inklusion, bei dem das Kind mit Down-Syndrom neben dem Gymnasiasten lernt...solche Form von Gleichmacherei erinnert mich an kollektivistische Zeiten, mitunter auch gerade an ganz dunkle Zeiten in Deutschland...jedes Kind sollte die Förderung erhalten, die es braucht und nicht: Jedes Kind sollte gleich behandelt werden...letzteres bedeutet dann nämlich, dass der Henri mit Down-Syndrom auf dem Gymnasium genauso behandelt wird, wie sein Nebensitzer, der überdurchschnittlich intelligente Gymnasiast...und wie gesagt: "Zieldifferentes Lernen"...Hahahaha!...

    die genannten Bildungsesoteriker argumentieren ja immer mit "Individueller Förderung"...in der Realität ist das Gegenteil der Fall...Kollektivismus statt Individualismus...der Bildungswissenschaftler Matthias Burchardt (mittlerweile glaube ich an der Uni Köln) führt das alles auf in seinen Publikationen...
    Geändert von ChaotSchland (22.09.2016 um 17:56 Uhr)

  5. #65
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 718

    AW: Huffington Post, 25.06.2016


  6. #66
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 1.548

    AW: Huffington Post, 25.06.2016

    Es ist doch ein guter Ansatz, der in immer mehr Testprojekten in gewissen Schulen durchgeführt wird...

    Kleine Klassen... individuelle Förderung...
    Doch hier schleicht sich auch schnell ein Trugschluss ein...


    Gibt einen Fachausdruck dafür ... fällt mir jetzt gerade nicht ein.....


    wenn man einem Lehrer erzählt, dass eine Kind wäre HB usw..
    Dann kümmert er sich automatisch mehr um dieses Kind bzw. geht mehr auf dieses ein... obwohl es gar nicht HB ist...

    Die Gefahr hieran sehe ich darin, dass Lehrer dann nach Sympathie entscheiden, welchen Schüler sie fördern.. ^^
    Ob das jetzt Vor- oder Nachteile mit sich bringt... mhhh

  7. #67
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 770

    AW: Huffington Post, 25.06.2016

    ChaotSchland schreibt:

    plus: @ oracle.kid: bei dir hat sich da ein Missverständnis eingeschlichen...ich hatte ja geschrieben, dass der Sinn der UN-Behindertenrechtskonvention zur Inklusion war, Behinderten in Entwicklungsländern, wo es keine Sonderschulen gibt, den Schulbesuch zu ermöglichen und zwar indem sie dort in den Entwicklungsländern auf reguläre Schulen gehen können - und eben nicht auf dortige Sonderschulen.

    Diverse Bildungsesoteriker wie Peter Fratton, Gerald Hüther, Jesper Juul, gerade auch der Schweizer Arzt Remo Largo, Richard David Precht etc. missbrauchen diesen Ansatz für ihren radikalen Ansatz von Inklusion, bei dem das Kind mit Down-Syndrom neben dem Gymnasiasten lernt...solche Form von Gleichmacherei erinnert mich an kollektivistische Zeiten, mitunter auch gerade an ganz dunkle Zeiten in Deutschland...jedes Kind sollte die Förderung erhalten, die es braucht und nicht

    die genannten Bildungsesoteriker argumentieren ja immer mit "Individueller Förderung"...in der Realität ist das Gegenteil der Fall...Kollektivismus statt Individualismus...der Bildungswissenschaftler Matthias Burchardt (mittlerweile glaube ich an der Uni Köln) führt das alles auf in seinen Publikationen...
    Nein, ich habe dich an der Stelle nicht falsch verstanden. Die UN-BRK ist gegen jegliche Form der Sonderschulen. Die "Bildungsesoteriker" folgen daher der richtigen Auslegung, auf die ich dich hinweisen wollte. Hier der Art. 24 der BRK, bei dem das auch deutlich wird:

    (1) Die Vertragsstaaten anerkennen das Recht von Menschen mit Behinderungen auf Bildung. Um dieses Recht ohne Diskriminierung und auf der Grundlage der Chancengleichheit zu verwirklichen, gewährleisten die Vertragsstaaten ein inklusives [Ersatz des Wortes "integrativ" durch "inklusiv", im Sinne des ratifizierten Vertragstextes] Bildungssystem auf allen Ebenen und lebenslanges Lernen mit dem Ziel,
    a) die menschlichen Möglichkeiten sowie das Bewusstsein der Würde und das Selbstwertgefühl des Menschen voll zur Entfaltung zu bringen und die Achtung vor den Menschenrechten, den Grundfreiheiten und der menschlichen Vielfalt zu stärken;
    (...)
    (2) Bei der Verwirklichung dieses Rechts stellen die Vertragsstaaten sicher, dass
    a) Menschen mit Behinderungen nicht aufgrund von Behinderung vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden und dass Kinder mit Behinderungen nicht aufgrund von Behinderung vom unentgeltlichen und obligatorischen Grundschulunterricht oder vom Besuch weiterführender Schulen ausgeschlossen werden;
    b) Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt mit anderen in der Gemeinschaft, in der sie leben, Zugang zu einem inklusivem [erneut geändert, gleiche Begründung], hochwertigen und unentgeltlichen Unterricht an Grundschulen und weiterführenden Schulen haben;
    (...)
    d) Menschen mit Behinderungen innerhalb des allgemeinen Bildungssystems die notwendige Unterstützung geleistet wird, um ihre erfolgreiche Bildung zu erleichtern;
    (...)
    (3) Die Vertragsstaaten ermöglichen Menschen mit Behinderungen, lebenspraktische Fertigkeiten und soziale Kompetenzen zu erwerben, um ihre volle und gleichberechtigte Teilhabe an der Bildung und als Mitglieder der Gemeinschaft zu erleichtern. Zu diesem Zweck ergreifen die Vertragsstaaten geeignete Maßnahmen;
    (...)
    4) Um zur Verwirklichung dieses Rechts beizutragen, treffen die Vertragsstaaten geeignete Maßnahmen zur Einstellung von Lehrkräften, einschließlich solcher mit Behinderungen, die in Gebärdensprache oder Brailleschrift ausgebildet sind,
    Und zum Beleg für meine Korrektur noch der entsprechende Originaltext (vertragliche Sprache ist nicht Deutsch, daher das Englische):
    "(...)States Parties shall ensure an inclusive education system at all levels and lifelong learning directed to:"

    Der Denkfehler liegt bei dir: eine inklusive Bildung will eben nicht, dass Henri genauso behandelt wird wie alle anderen. Sondern eben jeder seinen Fähigkeiten entsprechend. Die Kinder werden nur nicht mehr getrennt.


    @Brainman: Das Problem besteht doch bisher genauso und manifestiert sich sogar so stark, dass zB arme Kinder faktisch von Bildung ausgeschlossen werden (die unterschiedlichen Bildungsschancen habe ich ja schon belegt). Daher würde ich in einer Abschaffung der Gymnasien, Real-, Haupt- und Sonderschulen eher eine Chance als ein weiteres Risiko sehen.
    Geändert von oracle.kid (22.09.2016 um 22:36 Uhr)

  8. #68
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 718

    AW: Huffington Post, 25.06.2016

    @ oracle.kid: dass das mit dem sogenannten "Zieldifferenten Lernen" wie bei dem Henri mit Down-Syndrom auf dem Gymnasium "vollkommener Quatsch" und eine hohle politische Phrase ist, werde ich hier jetzt nicht mehr näher ausführen und ansonsten die Diskussion von meiner Seite hier beenden.

  9. #69
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.047

    AW: Huffington Post, 25.06.2016

    Um ein Zieldifferenziertes Lernen effektiv zu realisieren müsste jedem Schüler "sein persönlicher Lehrer" zugeteilt werden.
    Wie realistisch der Gedanke in einer Idealform ist braucht nicht diskutiert zu werden.
    Ich bin von der Idee her ein Freund der Inklusion, aber wenn es darum geht wild durcheinander gewürfelte Klassen von unterschiedlich Behinderten und Nichtbehinderten zu bilden, ist das in meinen Augen nicht nur ein falscher sondern auch ein gefährlicher Ansatz.
    Kinder und Jugendliche können bekanntermaßen gnadenlos gegenüber Schwächeren sein. Mobbingopfer können ein Lied davon singen.
    Ich kann nicht erkennen warum sich das Verhalten der Täter bei behinderten Mitschülern ändern sollte.

  10. #70
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 770

    AW: Huffington Post, 25.06.2016

    Da sind jetzt zwei Parts auf einmal:

    Zieldifferentes Lernen lässt sich in anderen Schulsystemen gut und effektiv verwirklichen. Das Beispiel Summerhill habe ich schon genannt, ansonsten hier nochmal ein Zitat aus einem Interview mit der Schulleiterin:
    Wie waren Ihre Schüler denn früher?
    Einerseits ändern sich Kinder nicht: Es hat uns Menschen Millionen von Jahren gekostet, zu werden, wer wir heute sind. Aber an der Oberfläche sieht man Unterschiede: Früher kamen viele Kinder sehr verängstigt hier an. Damals hat mein Vater eine Menge Zeit darauf verwandt, ihnen zu zeigen: Ich tu dir nichts! Ich bin auf deiner Seite!

    Diese Zeiten wünscht man sich nicht zurück.
    Nein, aber heute haben viele Kinder zu viel Macht. Mein Vater hat immer gesagt, dass in einem guten Zuhause Eltern und Kinder gleiche Rechte haben. In einem schlechten Zuhause haben die Eltern zu viel Macht – oder die Kinder.
    (...)

    Wenn nun so ein Kind ohne Regeln nach Summerhill kommt …
    … hat die Schulversammlung eine Menge zu tun. Summerhill ist eine selbst verwaltete Gemeinschaft, und in der Schulversammlung, dem zentralen Gremium, werden alle wichtigen Beschlüsse per Mehrheitsentscheid gefasst. Dort werden auch sämtliche Regeln beschlossen und Verstöße dagegen geahndet.

    Was war die letzte Regel, die die Versammlung beschlossen hat?

    Wir haben zum Beispiel letzte Woche abgestimmt, dass man nicht auf die Wege spucken darf. Für mich ist offensichtlich, dass das nicht geht, aber offenbar nicht für alle. Also brachte jemand den Vorschlag in die Versammlung, und die Mehrheit hat dafür gestimmt. Oder das Küchenpersonal hat sich beschwert, dass bei der Essensausgabe oft so ein Lärm herrscht, dass es seine Arbeit nicht tun kann. Wir haben beschlossen, dass es ab sofort zwei Zuständige gibt, die für Ruhe in der Essensschlange sorgen. Gut möglich, dass irgendwann alle Schüler und Lehrer diese Regel verinnerlicht haben, dann schaffen wir sie vielleicht wieder ab.
    http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/36943/

    Es geht also durchaus und ist nicht nur aufgrund wohlhabender Eltern zu verwirklichen wir müssen einfach den Kindern mehr zutrauen und sie gleichwürdig behandeln. Inwieiweit an solchen Schulen Mobbing Thema ist, weiß ich leider nicht - da müsste ich erst noch nachschauen.

    Ich kann mir aber gut vorstellen, dass in einer Schule ohne Druck bzw. Repressalien von Lehrern (und dadurch mit weitaus weniger Schülern mit Versagensängsten) Mobbing auch kein so großes Thema ist wie bei Regelschulen.

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