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Diskutiere im Thema Artikel Asperger und Masernimpfung im Forum ADS ADHS: Nonsens aus Presse und Medien
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  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 463

    AW: Artikel Asperger und Masernimpfung

    Was mich an der ganzen Debatte stört, ist dass es so dargestellt wird, als wär eine Asperger-Diagnose die absolute Katastrophe.

    Lieber ein Kind mit Asperger (was ist eigentlich so schlimm daran?) als ein totes Kind nach Komplikationen einer Masernerkrankung. Versteh überhaupt nicht, wie man da noch überlegen kann.

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  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Artikel Asperger und Masernimpfung

    Persephone schreibt:
    Lieber ein Kind mit Asperger (was ist eigentlich so schlimm daran?) als ein totes Kind)
    Eine deutlich erhöhte Gefahr für Depressionen, Angststörungen etc., man findet nur schwer, oft sogar gar keinen sozialen Anschluss, wird auf dem Arbeitsmarkt ausgegrenzt, dazu die Reizüberflutung u.s.w.
    Ich kann schon verstehen, dass man es für sein Kind vermeiden möchte. Natürlich will man, dass sein Kind ein möglichst einfaches, glückliches und normales Leben führen kann.
    Aber: Das rechtfertigt für mich noch lange nicht, dass man seinem Kind lieber einer im Extremfall sogar tödlich endenden Krankheit aussetzt.

    Daher finde ich den Text, den du kopiert hast, auch sehr gut!

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 463

    AW: Artikel Asperger und Masernimpfung

    ReRegenbogen schreibt:
    Eine deutlich erhöhte Gefahr für Depressionen, Angststörungen etc., man findet nur schwer, oft sogar gar keinen sozialen Anschluss, wird auf dem Arbeitsmarkt ausgegrenzt, dazu die Reizüberflutung u.s.w.
    Ich kann schon verstehen, dass man es für sein Kind vermeiden möchte. Natürlich will man, dass sein Kind ein möglichst einfaches, glückliches und normales Leben führen kann.
    Aber: Das rechtfertigt für mich noch lange nicht, dass man seinem Kind lieber einer im Extremfall sogar tödlich endenden Krankheit aussetzt.

    Daher finde ich den Text, den du kopiert hast, auch sehr gut!


    Die Frage, die zu beantworten wäre, lautet, ob die erhöhte Gefahr für Depressionen und Angststörungen wirklich an der Diagnose Asperger selbst liegt oder daran, wie die Gesellschaft damit umgeht. Dann wäre nicht die Diagnose Asperger das Problem sondern die Art und Weise, wie die Gesellschaft neuro-a-typische Menschen ausgrenzt. Ähnlich wie bei Kindern von Homosexuellen Paaren: Da wird oft argumentiert, dass das Paar sie der Gefahr von Hänseleien aussetzt. Aber dass die Kinder gehänselt werden, liegt nicht an den Eltern sondern an den anderen, intoleranten Kindern (und vermutlich deren Eltern). Hoffe, der Vergleich macht halbwegs Sinn.

    Ich selbst weiß natürlich nicht, wie sich ein Leben mit Asperger anfühlt aber ich könnte mir vorstellen, dass diese Menschen in der "idealen" Umgebung sehr glücklich sein können.

    Trotzdem kann ich dein Argment, dass Eltern wollen, dass ihr Kind es so einfach wie möglich hat, verstehen.

  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Artikel Asperger und Masernimpfung

    Persephone schreibt:


    Die Frage, die zu beantworten wäre, lautet, ob die erhöhte Gefahr für Depressionen und Angststörungen wirklich an der Diagnose Asperger selbst liegt oder daran, wie die Gesellschaft damit umgeht. Dann wäre nicht die Diagnose Asperger das Problem sondern die Art und Weise, wie die Gesellschaft neuro-a-typische Menschen ausgrenzt.

    Das ist doch IMMER so ... egal ob man Asperger ist, ADHS'ler, Rollstuhlfahrer, Farbiger oder in welcher Art und Weise auch immer anders ist, als die Mehrheit um einen herum .

    Nur landet man dann auch immer ganz schnell wieder bei dem Eisbären in der Wüste
    Was kann der Eisbär dafür, dass er in der Wüste gelandet ist und dort nicht zurechtkommt, weil er halt ein Eisbär und kein Wüstenbär ist?
    Nüx ...

    Und was kann die Wüste dafür, dass ein Eisbär nicht in ihr zurecht kommt, weil sie keine Eiswüste ist?
    Auch nüx ...


    So sehr die Aussage als solche auch zutrifft und stimmt, so wenig können alle Beteiligten auch etwas für die Situation und es ist enorm schwer, sowohl hier eine Art Schuldfrage zu stellen oder gar zu beantworten, als auch eine Verantwortung zu vergeben.

    Immerhin müssen wir alle zugeben, dass die Gesellschaft sich mehr und mehr in die Richtung auf uns zu bewegt, langsam, aber immerhin.
    Nur 50 oder 80 oder 100 Jahre zurück .... möcht ich gar nicht drüber nachdenken.

    Persephone schreibt:
    Ich selbst weiß natürlich nicht, wie sich ein Leben mit Asperger anfühlt aber ich könnte mir vorstellen, dass diese Menschen in der "idealen" Umgebung sehr glücklich sein können.
    Auch wenn ich gewiss keiner der schweren Fälle von Asperger bin, da gibt es weit schwerere, so reicht es schon, um mit seiner "Andersartigkeit" das Gefühl zu haben, in einer vollkommen fremden Welt mit vollkommen fremden Sprachen zu leben.
    Der Begriff "Wrong Planet Syndome" beschreibt das schon sehr gut wie ich finde, denn genauso fühlst Du Dich oftmals.

    Natürlich hast Du recht, in einer idealen Umgebung könnte man sehr glücklich sein, aber wo gibt es die schon?
    Immerhin gibt es schon so langsam mehr und mehr Einsicht in dieser Richtung und sogar schon Unternehmen, die speziell Menschen mit ASS suchen, da sie ihre Stärken/ Fähigkeiten nutzen und auch bereit sind, dafür die richtige Umgebung zu schaffen.
    Letztlich ist das immer eine Frage der Wirtschaftlichkeit, .... leider, aber so ist es.
    Und natürlich auch eine Frage der Akzeptanz.


    Und na klar geht das nicht mit allen Betroffenen.
    Mit einer Kombination von ASS und ADS geht das schon mal nicht mehr und auch bei den ausschließlich von ASS-Betroffenen funktioniert das nicht mit jedem.

    Aber immerhin:
    Der Trend geht ja schon mehr und mehr in die Richtung, dass Menschen mit Beeinträchtigungen auch mehr und mehr integriert und akzeptiert werden, aber das ist auch zugegeben für alle Beteiligten nicht immer ganz einfach.

    Ich hätte da auch einige sehr schöne Beispiele, eines ganz besonders, aber das würde den Rahmen hier sprengen und auch am Thema vorbeigehen.

    Auch was das (in erster Linie berufliche) Umfeld angeht, kann ich einiges erzählen, sowohl von Arbeitsstellen, an denen ich einfach so genommen wurde, wie ich bin, aber auch von solchen, an denen ich ohne Ende gemobbt wurde, nicht mal in böser Absicht, aber so sind Menschen eben, aber auch von Stellen, an denen alle durchaus neutral waren, aber aufgrund meiner anderen Art zu funktionieren eine Imkompatibilität bestand, die mich vollkommen aus dem Ruder hat laufen lassen und die sich auch nicht hätte ändern lassen können.

    Das ist ein schwerer Grat würde ich sagen.

    An sich würde ich zustimmen und sagen, ja, was ist so schlimm daran ASS zu haben oder ADHS oder sonst irgendeine körperliche oder psychische/ geistige Beeinträchtigung?
    Eigentlich nichts, wenn das Umfeld stimmen würde.
    Nur fürchte ich, dass diese Frage und diese Vorstellung in einer so komplexen und komplizierten Welt und Gesellschaft schon auch recht schwer ist.

    Insofern kann ich auch gut verstehen, dass niemand einem anderen solche Beeinträchtigungen wünscht oder gönnt und versucht, alles daran zu setzen, sie nach Möglichkeit zu vermeiden/ verhindern.

    Aber die Grundannahme aus dem anfangs genannten artikel ASS und Maserimpfung gehört wohl leider eher in den Bereich hanebüchener Unfug .

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 463

    AW: Artikel Asperger und Masernimpfung

    Fliegerlein schreibt:
    Nur landet man dann auch immer ganz schnell wieder bei dem Eisbären in der Wüste
    Was kann der Eisbär dafür, dass er in der Wüste gelandet ist und dort nicht zurechtkommt, weil er halt ein Eisbär und kein Wüstenbär ist?
    Nüx ...

    Und was kann die Wüste dafür, dass ein Eisbär nicht in ihr zurecht kommt, weil sie keine Eiswüste ist?
    Auch nüx ...
    Der Vergleich hinkt ein bisschen. Wüste und Eisbär können sich tatsächlich nicht ändern, eine Person mit Asperger kann sich auch nicht ändern - Aber mobbende Fieslingskinder oder Menschen, die unsensibel mit "Andersartigen" umgehen? Da steckt glaub ich viel Veränderungspotential und dafür wird ja auch gekämpft, z.b. mit der Mad + Disability Pride Parade in Berlin. Im letzten Jahrzehnt hat sich das Leben für PoCs, Frauen, die LGBTQ Community und auch für psychisch und physisch Behinderte (wobei ich gerade nicht weiß, ob man bezogen auf Autismus von einer psychischen Behinderung spricht. Sorry, falls das unsensibel ist) verbessert und ich glaube, dass sich da noch viel mehr verbessern kann und wird.

    Vielen Dank dafür, dass du deine Erfahrungen geteilt hast. Ich denke, für uns wird es nicht mehr möglich sein, das "perfekte Umfeld" zu erleben, aber man sollte langfristig dafür kämpfen. Das ist ein politischer und gesellschaftlicher Prozess. Wenn du überlegst, wie Menschen wie wir noch vor 200 Jahren behandelt wurden (hello Aderlass, Eisbäder, Elektroschocks und Irrenturm) sind wir doch schon weit gekommen. Damals hätten bestimmt auch alle gedacht: "Ach, das wird sich nie ändern..."

  6. #16
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Artikel Asperger und Masernimpfung

    Persephone schreibt:
    Der Vergleich hinkt ein bisschen. Wüste und Eisbär können sich tatsächlich nicht ändern, eine Person mit Asperger kann sich auch nicht ändern - Aber mobbende Fieslingskinder oder Menschen, die unsensibel mit "Andersartigen" umgehen? Da steckt glaub ich viel Veränderungspotential und dafür wird ja auch gekämpft, z.b. mit der Mad + Disability Pride Parade in Berlin.
    Deshalb schrieb ich ja auch:
    Fliegerlein schreibt:
    Immerhin müssen wir alle zugeben, dass die Gesellschaft sich mehr und mehr in die Richtung auf uns zu bewegt, langsam, aber immerhin.
    Nur 50 oder 80 oder 100 Jahre zurück .... möcht ich gar nicht drüber nachdenken.
    und:
    Fliegerlein schreibt:
    Immerhin gibt es schon so langsam mehr und mehr Einsicht in dieser Richtung und sogar schon Unternehmen, die speziell Menschen mit ASS suchen, da sie ihre Stärken/ Fähigkeiten nutzen und auch bereit sind, dafür die richtige Umgebung zu schaffen.
    und:

    Fliegerlein schreibt:
    Aber immerhin:
    Der Trend geht ja schon mehr und mehr in die Richtung, dass Menschen mit Beeinträchtigungen auch mehr und mehr integriert und akzeptiert werden, aber das ist auch zugegeben für alle Beteiligten nicht immer ganz einfach.


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