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Diskutiere im Thema Tagesanzeiger 04.01.2015 im Forum ADS ADHS: Nonsens aus Presse und Medien
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  1. #51
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: Tagesanzeiger 04.01.2015

    Paula schreibt:
    .....und was ist mit den restlichen 5 % , die haben nichts oder machen die den anderen die Probleme?
    Ich sehe es so: Bei 50% ist eine Psyschische Störung da. Davon 25% ein Angststörungen. Die restliche 25% haben was anders.
    Wegen psychopharmaka, es sind auch unten solche die Krank sind.

    Also, es bleiben 50% gesunden...

  2. #52
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: Tagesanzeiger 04.01.2015

    • 25% der USA-Bevölkerung haben eine Angststörung diagnostiziert
    • 50% haben eine psychische Störung diagnostiziert
    • 20% nehmen Psychopharmaka



    Schlussfolgerung: hier stimmt was nicht
    Ja, stimmt was nicht, wenn unsere Gesellschaft so vielen Krank macht... Aber ich denke nicht dass es früher besser war, nur dass die Leute mehr im Stillen einfach gelitten hatten. Heute wird man sich bewusster und behandeln auch einiges früher, was ich auch gut finde, wenn es nicht übergetrieben wird.

    Der Leidensdruck psychisch kranker Menschen wird an keiner Stelle in Abrede gestellt.
    Sicher nicht, aber es wird vor allem geredet dass es immer mehr Diagnose gibt und immer mehr Medis gegeben wird und dass manchen doch sich selber überlassen sollten... Ja und? Ist es gut oder schlecht? Zu viel ist sicher nicht gut, aber psychische Kranken sind immer noch sehr Diskriminiert und vielen trauen sich auch nicht ein Arzt deswegen zu suchen...

    Ich stimme ihm auch zu, wenn er sagt, manchmal ist eine Psychotherapie besser als Medis.

    Aber das mit der Burnout, habe ich echt Mühe...

    Der Stress, dem wir heute ausgesetzt sind, ist viel geringer. «Burn-out» ist ein Luxus. Wer genug Essen auf dem Tisch und sonst keine grossen Probleme hat, kann ein Burn-out haben. Jede Generation hat wahrscheinlich die Idee, sie habe grösseren Stress als die vorherige. Aber jeder Schweizer, der meint, ein Burn-out zu haben, sollte sich fragen, ob er mit jemanden in Syrien, im Irak oder in Afghanistan tauschen möchte. Eine Burn-out können Sie nur haben, wenn alles andere in Ihrem Leben prächtig funktioniert.
    Ein hartes Wort. Wie würden Sie denn jemanden behandeln, der mit der Aussage zu Ihnen kommt, er habe ein Burn-out?Diese Leute können sicher mit Problemen konfrontiert sein. Ich finde kurze Psychotherapien für gestresste Leute sehr hilfreich. Aber Stress ist ein Teil der menschlichen Existenz, Stress sollte nicht als medizinische Störung diagnostiziert werden.
    Klar, es gibt schlimmeres, aber Burnout so zu bagatelisieren... Es gibt Menschen die werden dadurch Arbeitsunfähig...

    Ich finde gut dass man der Luxus hat sich um so was sich zu kümmern!

  3. #53
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.926

    AW: Tagesanzeiger 04.01.2015

    Enigma schreibt:

    • 25% der USA-Bevölkerung haben eine Angststörung diagnostiziert
    • 50% haben eine psychische Störung diagnostiziert
    • 20% nehmen Psychopharmaka
    Ich denke eher, darunter fallen sowohl Einzel- wie auch Mehrfachdiagnosen. Also werden wohl eher mehr als 50% diagnostiziert sein. Wäre das nun in einem Land, in dem die Lebensumstände bis vor kurzem so waren, dass dafür entsprechende Gründe vorliegen, würde ich das verstehen, so erscheint es mir auch etwas hoch. Aber dennoch muss man da auch einrechnen, dass es durchaus Störungen gibt, die zwar vielleicht diagnostiziert sind, aber nicht unbedingt ein sehr grosses Handicap darstellen müssen. In diesem Zusammenhang wäre das dann vielleicht erklärbar.

    Sicher ist es so, dass man mehr auf den Einzelfall sehen muss, aber sicher ist es auch so, dass die Gesellschaft dahin treibt.

    Geht man mal davon aus, dass die USA ein Land ist, wo zumindest bis vor einer Weile die Sache mit der flächendeckenden Krankenversicherung (Ich weiss nicht, ob sich das geändert hat. Ich weiss nur, dass es im Gespräch war, hatte es aber nicht verfolgt.), eben keine sichere Sache war, dann ist zumindest teilweise das Leben dort auch aus weiteren Gründen (Kündigungsschutz und vieles mehr) dort wesentlich härter.

    Wenn nun der Konsens besteht, dass die psychische Gesundheit aus dem Faktor (Frei)Zeit, gutes Leben und "Haben" besteht, dann müsste also bei uns in Deutschland diese Krankheitsrate wesentlich höher sein, denn flächendeckende Krankenversicherung, Sozialesnetz und die Möglichkeit der Berentung sind nur einige Möglichkeiten die uns hier zur Verfügung stehen. - Sicher kann man auch hier durch das Raster fallen, das will ich nicht bestreiten, aber ich würde behaupten, dass gerade einem psychisch Kranken diese Sicherheit soweit sie denn (endlich) vorhanden ist, eine finanzielle Stabilität gibt, die sich auch positiv auf die Psyche auswirkt.

  4. #54
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: Tagesanzeiger 04.01.2015

    Aber dennoch muss man da auch einrechnen, dass es durchaus Störungen gibt, die zwar vielleicht diagnostiziert sind, aber nicht unbedingt ein sehr grosses Handicap darstellen müssen. In diesem Zusammenhang wäre das dann vielleicht erklärbar.
    So was gibt es sicher! Eine leichte Depression ist zum Beispiel keine grosse Einschränkung, damit kann man gut leben, aber trotzdem kann sich lohnen es zu behandeln, weil es auch nicht sehr angenehm ist. Ist vielleicht eine Luxus, aber wieso nicht, wenn wir dafür die Möglichkeit haben?

    Wenn nun der Konsens besteht, dass die psychische Gesundheit aus dem Faktor (Frei)Zeit, gutes Leben und "Haben" besteht, dann müsste also bei uns in Deutschland diese Krankheitsrate wesentlich höher sein, denn flächendeckende Krankenversicherung, Sozialesnetz und die Möglichkeit der Berentung sind nur einige Möglichkeiten die uns hier zur Verfügung stehen. - Sicher kann man auch hier durch das Raster fallen, das will ich nicht bestreiten, aber ich würde behaupten, dass gerade einem psychisch Kranken diese Sicherheit soweit sie denn (endlich) vorhanden ist, eine finanzielle Stabilität gibt, die sich auch positiv auf die Psyche auswirkt.
    Wobei es im Deutschland vielleicht andere Problemen gibt die es in USA weniger gibt... Ich habe einmal mit jemand geredet der einige Jahren dort gelebt hat und dann in der Schweiz (vieles ist hier ähnlich als im Deutschland), er meint, in USA, hast du Fähigkeiten, hast du dann Erfolg. Im Europa, muss du in der Norm passen...

    Ich finde im Norm passen zu müssen auch nicht besonders einfach...

    Was auch sicher eine Rolle spielt bei die Raten: Wie rasch Menschen zu Arzt gehen, wenn es ihnen schlecht geht... Es gibt zwar in DSM 5 Grenzen ab wann jemand krank ist, aber für eine einzelle Mensch, gibt es eine bestimmte Grad von Leidensdruck dass ihm dazu treibt Hilfe zu holen... Manchmal habe ich auch andere Prioritäten... Oder werden viele Problemen als normal erlebt.

  5. #55
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.926

    AW: Tagesanzeiger 04.01.2015

    Sicher gibt es bestimmt auch Vorteile in den USA - da widerspreche ich dir nicht. Aber nur wenige Menschen suchen sich das Land nach ihren Neigungen und Persönlichkeiten aus, in dem sie leben. Zumal es wohl auch so nie das Optimum geben wird. Abgesehen davon, dass das in einem Alter geschehen müsste, in dem man noch keine solche Entscheidung treffen kann und auch sich über Neigungen und Persönlichkeit noch nicht wirklich sicher ist.

    Gleich bekomme ich wieder einen Rüffel ...

  6. #56
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 190

    AW: Tagesanzeiger 04.01.2015

    ChaosQueeny schreibt:
    Gleich bekomme ich wieder einen Rüffel ...
    Nö, selbsterfüllende Prophezeiungen werden nicht unterstützt.
    Geändert von Enigma ( 1.03.2015 um 22:20 Uhr) Grund: sorry, OT

  7. #57
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.123

    AW: Tagesanzeiger 04.01.2015

    Ich denke dass die in den Großstädten lebenden Amerikaner ein viel offeneres Verhältnis zum Therapeuten haben als es in den europäischen Städten der Fall ist. Meiner Meinung liegt das zum Einen an den extremen Lebensbedingungen der Amerikaner zum anderen hab ich den Eindruck dass ein Therapeut irgendwie zum guten Ton gehört bei den Menschen die sie sich leisten können. Was nichts über den tatsächlichen Leidensdruck aussagen soll. Daher könnte aber der Eindruck entstehen dass bestimmte psychische Störungen ein Luxusproblem sind. Dass aber auch Mediziner dieser Meinung sind ist mir unverständlich.

  8. #58
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: Tagesanzeiger 04.01.2015

    Eigentlich finde ich auch gut dass wir uns diese Luxus leisten können uns um unsere psychische Problemen zu kümmern... Da es auch ein bisschen neu ist, machen wir noch einiges für die vergangene Generationen (vieles wird ehe übertragen). Ich habe auch nichts dagegen dass man sich auch um "Kleinigkeiten" kümmert dabei...

    Daher könnte aber der Eindruck entstehen dass bestimmte psychische Störungen ein Luxusproblem sind. Dass aber auch Mediziner dieser Meinung sind ist mir unverständlich.
    Mich eigentlich auch... Ich denke auch, wenn ein Mensch mit etwas selber klar kommt (und mit einiges kann man klar kommen, es braucht nicht immer eine Therapie), dann ist der Moment wo er sich Hilfe sucht und dann ist fehl am Platz ihm zu sagen, er sollte doch selber (wie der Herr sagt "Sich selber überlassen").

  9. #59
    Chaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 5.320

    AW: Tagesanzeiger 04.01.2015

    Die Amerikaner bezahlen ihre Behandlung normalerweise selbst. Insofern verstehe ich das Problem nicht wirklich.

  10. #60
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 795

    AW: Tagesanzeiger 04.01.2015

    Er bezieht sich auf eine kanadische Studie. Und diese vergleicht das Alter von eingeschulten Kindern. Es gibt viele Eltern, die ihr Kind um ein Jahr mit der Einschulung verschieben. Allerdings aus unterschiedlichen Gründen. Er sagt ja auch nicht, daß es ADHS nicht gibt.

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