Seite 5 von 14 Erste 12345678910 ... Letzte
Zeige Ergebnis 41 bis 50 von 138

Diskutiere im Thema ADHS eine erfundene Krankheit...? im Forum ADS ADHS: Nonsens aus Presse und Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Neues Forum!
  1. #41
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.125

    AW: ADHS eine erfundene Krankheit...?

    @Tnuffy, es sollte doch eigentlich klar sein dass Medis keine Wunder vollbringen können. Deshalb gilt meiner Meinung nach der Grundsatz dass jeder für sich sehen sollte was hlfreich ist. Manchmal sind auch keine Medikamente nötig. Außerdem scheint es als gäbe es in den Familien der Kinder die du als Beispiel aufführst noch andere schwerwiegende Probleme.Deshalb ist es wahrscheinlich noch schwerer sich ein Urteil über die Wirkung der Medis zu bilden

  2. #42
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.956

    AW: ADHS eine erfundene Krankheit...?

    Bedenke bitte aber auch, dass man manchmal die Arbeit, die mit den Kindern geleistet wird, nicht nach aussen hin sieht. Ich meine, in den meisten Fällen geht man ja nicht irgendwohin und sagt zum Beispiel: Du, ich habe heute mit meinem Kind "Konzentration" trainiert. Die Blicke und Kommentare kann man sich echt ersparen, gerade wenn man davon ausgehen kann, dass man in einem "Normalo-Umfeld" lebt.

    Und manchmal geht es halt nicht ohne Medi. Die Anforderungen an die Kinder sind - nicht erst heute - recht hoch, aber dazu kommt, dass sich das Umfeld verändert hat. Handies, Internet usw. das gibt es noch nicht so lange. Die Notenanforderungen, um einen Beruf oder ein Studium zu ergattern, sind mittlerweile oft wesentlich höher. Und AD(H)Sler bleiben einfach oft unter ihren Möglichkeiten, weil sie ihr Potential nicht ausnutzen können.

    Es ist durchaus so, dass das Medi oft die Grundlage schafft, um mit dem Kind überhaupte arbeiten zu können und Grundlagen zu schaffen, das es ohne Medis leichter wird. Aber ich denke auch, dass man Zeiten einschieben sollte, wo ohne Medis gearbeitet wird, wenn es irgendwie möglich ist. Denn die Theorie ist oft wesentlich leichter als dann die Praxis. Es muss ja nicht gerade in der Schulzeit sein, denn da wäre oft der Fall, dass sich die hart erarbeiteten Noten ruckzuck in den Keller rutschen. Aber das antrainierte Verhalten muss in der Praxis angewandt werden können. Auch, um zu zeigen, wo noch "Schwachstellen" sind und um möglichst dem Kind ein Erfolgserlebnis und den Eltern eine Rückmeldung zu geben. Ein Kind sollte das "volle Spektrum" kennen lernen, um sich selbst auch besser einschätzen zu können. Für die Rückmeldung sind dann u. a. wieder die Eltern gefragt.

    Das alles kostet aber eine Menge Kraft, Energie und Nerven. Man muss kreativ und mutig genug sein, um Wege zu beschreiten, die vielleicht nichts mit der "Norm" zu tun haben. Es erfordert Beobachtungsgabe, vorrausschauendes Denken, Einfühlungsvermögen, Verständnis, sich eingestehen können, dass man Fehler macht oder gemacht hat, viel Zeit und auch den Raum. Das ist nicht gerade leicht, wenn man selbst als Elternteil betroffen ist, aber unabhängig vom AD(H)S denke ich, dass einfach die Eltern auch sehr oft damit überfordert sind - gerade auch wenn mehrere Kinder da sind. Ich meine das nicht mal böse, aber es ist einfach eine Tatsache, dass man sich schlecht teilen kann, um alles im (Über)Blick zu haben. Aber andererseits, wer könnte mehr Verständnis haben, als ein betroffenes Elternteil.

    Andererseits gibt es offenbar Menschen, die uninformiert sind und daher wenig Ahnung haben, wie sich das ganze Dilemma später auswirken kann. Vor allem, wenn man das Gefühl hat, mit dem Medi ist es doch gut. Vielleicht fehlt auch deshalb der Ansporn, sich zu informieren und zu handeln.

    Fehler machen wir alle, hoffen wir, dass die Fehler so unerheblich sind, dass sie die Zukunft nicht oder zumindest nicht im Wesentlichen negativ beinflussen.

  3. #43
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.445

    AW: ADHS eine erfundene Krankheit...?

    Was auch noch dazu kommt, also, ich lese immer wieder davon: ADS-Therapie die anders sind als Medis ist nicht immer einfach zu bekommen, Fachärtzen hat es zu wenig und KK übernehmen leider nicht alles... Daher ist Medis geben wirklich die einfachste Lösung, aber auch weil es an andere Angeboten oft mangeln, weil sie zeitaufwendig sind und nicht gerade Kostengünstig.

    Dazu sind oft Eltern selber betroffen, habe einiges anders um die Ohren und wie es bei vielen Erwachsene mit ADS, wenn sie berufliche Schwierigkeiten haben, haben sie auch nicht so viel Geld...

    Tja, und wenn es mit Medis mal gut läuft... Ich begriffe, dass Eltern einfach mal dabei bleiben... Aber oft reicht es eben nicht.

  4. #44
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 56
    Forum-Beiträge: 543

    AW: ADHS eine erfundene Krankheit...?

    "Nur" Medis geben.... dazu muss ich auch was schreiben....

    Als bei meinem mittleren Sohn ADS und soziale Phobie diagnostieziert wurde, hatten wir schon einiges an Therapieversuchen hinter uns,
    auch Nachhilfe hatte er, weil er massive Probleme mit der Rechtschreibung hatte, keine LRS, nur knapp dran vorbei (laut Testung).
    Alles ohne Erfolg!!! und das, obwohl die Nachhilfe eigentlich einen sehr guten Ruf und Erfolge bei anderen Kindern vorzuweisen hatte.
    Er nahm zu der Zeit keine Medis, Diagnose gab es erst als er 12 war.

    Sohni wurde auf Medis eingestellt, nahm sie nur widerwillig (oder auch nicht) bis er merkte, dass er in der Schule besser klar kam, mit den Medis.
    Weitere Therapieversuche, die wir abgebrochen haben, weils nichts brachte.
    Dann nahme er nur Medis, bis er die mittlere Reife hatte.
    Anschließend machte er seine Fachhochschulreife in Kommunikations und Informationstechnik, was ihn sehr interessierte.
    Er hat die Medis nicht mehr regelmäßig genommen, sondern nur, wenn wichtige Arbeiten anstanden und er wußte, dass er ohne nicht die nötige Konzentration aufbrachte.
    Das hat so funktioniert, weil so ziemlich alle Fächer an dieser Schule sein höchstes Interessengebiet, die Informatik und Mathematik betrafen.
    Er war sehr gut in diesem Bereich, so dass auch sein Selbstbewußtsein gestärkt war.
    Hätte er eine andere schulische und berufliche Richtung eingeschlagen, wäre es 1. nicht ohne Medis und 2. nicht so reibungslos verlaufen.

    Jetzt ist er in Ausbildung zum Fachinformatiker, ganz ohne Medis und es läuft gut, könnte nicht besser sein.
    ABER wie oben schon erwähnt, es ist sein absolutes Interesssebgebiet und es besteht keine Gefahr sich zu langweilen.

    Was ich damit sagen will ist:
    manchmal gibts keine andere Möglichkeit, als "nur" Medis und wenn ADHSler ein sehr hohes Interesse an etwas haben und das Umfeld passt,
    dann gehts durchaus auch ohne Medis.

    Ich denke das ist eben von Fall zu Fall unterschiedlich, man kann es nicht verallgemeinern.

  5. #45
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 44

    AW: ADHS eine erfundene Krankheit...?

    @Chaosmum: So wie du da schilderst habt ihr auch eine Menge probiert um ihm keine zu geben oder ihn nur damit zu unterstützen. So ist es ja nicht das ihr ihm ,,nur" Medis gegeben habt. Ich glaube auch das es eine Menge Fälle gibt wo die Kinder Medikamente zur Unterstützung brauchen (da es ja eine Botenstoffstörung im Gehirn ist und manchmal ist das zu stark ausgeprägt als das man ohne etwas ausrichten kann). Und manchmal kann man auch wirklich nicht mehr tun als sich auf das Medikament zu verlassen. Aber man sollte doch wenigstens versuchen den Kindern auch andere Unterstützung zukommen zu lassen.

    Und auch ein lob das ihr euren Sohn so stark unterstützt habt das er im moment ohne Medikamente auskommt. Vielleicht hattet ihr auch Glück und er hat das ADS mit seiner Jugend Abgelegt und kann nun ein ,,normales" Leben führen. Ich drücke euch auf jeden Fall die Daumen. Bei meinem Bruder sieht es leider nicht so aus. Er hat letztens die Unterlagen zur erneuten Testung bekommen.

  6. #46
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 217

    AW: ADHS eine erfundene Krankheit...?

    Chaosmum schreibt:
    Ich denke das ist eben von Fall zu Fall unterschiedlich, man kann es nicht verallgemeinern.
    Jop.
    Ich zum Beispiel studiere ein Fach, das mich sehr interessiert (Mathematik, Nebenfach Informatik), dennoch wäre es ohne Medis unmöglich, mich zu konzentrieren.
    Mein Psychologie-Studium, für das ich total gebrannt habe (zumindest den Bachelor möchte ich auch irgendwann noch haben...), musste ich wegen meiner ADHS abbrechen.

    Du sagst ja selbst, man kann nicht verallgemeinern, deswegen möchte ich dir da keinen Vorwurf machen.
    Ich möchte das nur kurz ergänzen, weil mir die "Wenn du dich nicht konzentrieren und motivieren kannst, interessiert dich das ganze vielleicht einfach nicht?"-Tipps total aus den Ohren herausquillen.


    Liebe Grüße,

    Schneekind.

  7. #47
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.956

    AW: ADHS eine erfundene Krankheit...?

    Ich denke, selbst wenn man sich dafür interessiert - gerade beim Lernen - kann es sein, dass man irgendwann an den Punkt kommt, wo es vielleicht gerade nicht so spannend ist. Und dann gibt es die Phasen, egal wie spannend es gerade ist, man kann einfach kein Geduld, Konzentration und / oder Ausdauer aufbringen, egal wie sehr man sich bemüht. - So ist es jedenfalls bei mir.

  8. #48
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.125

    AW: ADHS eine erfundene Krankheit...?

    Bei mir ist es so dass ich mich oft für mehrere Dinge gleichzeitig und im gleichen Mass interessiere. Da kommt es dann auch schon mal vor dass ich das eine oder andere eine Zeitlang vernachlässige.

  9. #49
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 56
    Forum-Beiträge: 543

    AW: ADHS eine erfundene Krankheit...?

    Ja, da stimme ich euch zu, auch bei Interesse klappts nicht immer,
    bei meinem Sohn wars halt so, dass er nur sehr, sehr ungerne die Medis genommen hat, daher ließ er sie weg, wann immer er glaubte, dass er es auch ohne schafft.
    Natürlich läuft nicht alles immer perfekt, aber ich denke, er hat während der Wirkung der Medis auch einiges über sich gelernt, was jetzt ihm hilft.

    Bei mir hilfts auch nicht wirklich, wenn mich was sehr interessiert, sobald eine lange Aufmerksamkeitsspanne erforderlich ist, merke ich dass ich irgendwann abdrifte mit meinen Gedanken.
    Allerdings bin ich noch mitten drin in der Testungs-Phase und habe, was mich selbst betrifft, noch keine Erfahrungswerte mit Medis.

  10. #50
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 85

    AW: ADHS eine erfundene Krankheit...?

    Ich denke man sollte im Studium seine Grenzen erkennen und sich nicht mit Amphetaminen dopen. ADHS ist eine reale Krankheit. Aber nicht jeder der im Studium versagt hat ADHS. Wenn man die Uni nicht schafft, sollte man sich überlegen, ob ein Lehrberuf nicht die bessere Wahl wäre, anstatt ein schlechtes Licht auf die zu werfen, die auf das Medikament angewiesen sind.

Seite 5 von 14 Erste 12345678910 ... Letzte

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 64
    Letzter Beitrag: 31.08.2013, 19:42
  2. ADHS - Die erfundene Krankheit
    Von Steintor im Forum ADS ADHS: Nonsens aus Presse und Medien
    Antworten: 137
    Letzter Beitrag: 15.07.2013, 17:36
  3. Ist ADS / ADHS eine Krankheit?
    Von Celine im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 79
    Letzter Beitrag: 8.10.2012, 18:17
  4. Ist ADS / ADHS eine Krankheit?
    Von cypher2k1 im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
    Antworten: 80
    Letzter Beitrag: 7.05.2012, 23:31

Stichworte

Thema: ADHS eine erfundene Krankheit...? im Forum ADS ADHS: Nonsens aus Presse und Medien bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Neues Forum!
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum