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Diskutiere im Thema Tolles Interview mit Gerald Hüther:Betr. Schule, Lernen etc. im Forum ADS ADHS: Nonsens aus Presse und Medien
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  1. #21
    EmmaAtwork

    Gast

    AW: Tolles Interview mit Gerald Hüther:Betr. Schule, Lernen etc.

    Oje, ich wollte doch niemandem zu nahe treten.

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 346

    AW: Tolles Interview mit Gerald Hüther:Betr. Schule, Lernen etc.

    Hallo Emma,

    mich beschäftigt schon länger die Frage:

    wie kommt es, dass jemand wie Gerald Hüther, der nun nachweislich nichts auf dem Sektor Pädagogik und Lernen geforscht hat, dermaßen populär ist?
    Wieso kommen nicht Experten aus dem Bereich der Pädagogischen Psychologie zu Wort bzw werden von den Medien befragt?

    Zum Beispiel gibt es diese Einrichtung:

    Themen — Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung

    Nur weil Herr Hüther sich "Hirnforscher" nennt, ist er doch nicht qualifiziert, sich zu allen möglichen Themen zu äußern, die er vereinnahmt, indem er sie mit ein paar ehrfurchtgebietenden neuroanatomischen Begriffen garniert (präfrontaler Cortex; Belohnungszentrum; Synapsen und vieles mehr).

    Das läuft bei mir unter dem Begriff "Etikettenschwindel".

  3. #23
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.633

    AW: Tolles Interview mit Gerald Hüther:Betr. Schule, Lernen etc.

    Wildfang schreibt:
    ADHS ist auch wegen Hüther ein Stigma, ich habe keine so extrem schlechten Erfahrungen mit der heutigen Schule (Verbesserungen ja viele, aber die Lehrer haben auch gelernt) und im übrigen ist alles was Hüther absondert vom Kaliber "Wasser ist nass und der Himmel ist hoch". Also trivial.
    Sachte, sachte. So weit ich weiss, hat Hüther alle seine Aussagen zum Thema wissenschaftlich belegt. Er hat einen groß angelegten Versuch mit drei Ratten gestartet, die er mit Ritalin gefüttert hat. Daraufhin hüpften diese wild in der Gegend herum und vögelten unaufhörlich, Wasser wollten sie auch keines mehr zu sich nehmen. Damit war eindeutig bewiesen, dass Ritalin völlig scheiße ist. Womit nur allzu folgerichtig ebenfalls eindeutig bewiesen war, dass ADHS gar nicht existiert. Das einzige, was mich wundert ist, dass sich seriöse ADHS-Forscher wie bspw. Russell Barkley bis heute diesen sensationellen und neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen versperren. Das zeugt ja nicht unbedingt von großer Einsichtsfähigkeit.

  4. #24
    Comicus Divinius

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.200

    AW: Tolles Interview mit Gerald Hüther:Betr. Schule, Lernen etc.

    EmmaArtwork, das ist auch nicht schlimm, es war dir wohl nur nicht so ganz bewußt

    Also um die ganze Ironie auf zu wischen Eislein, bräuchte man ganze Wagenladungen Eimer Danke ich habe echt gelacht, dein Vergleich war einfach zu genial.

  5. #25
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Tolles Interview mit Gerald Hüther:Betr. Schule, Lernen etc.

    Nicht ganz richtig Eiselein. Es waren fünf Tiere. Und er hat schwerste, teils letale Hirnschäden nachgewiesen nachdem er den Ratten jeweils zwischen 2 und 12 Kilogramm kristallinem Methylphenidat auf die Köpfchen fallen ließ - jeweils aus exakt einem Meter Meereshöhe. DAMIT war hochwissenschaftlich nachgewiesen dass Ritalin sch.. ach das hatten wir ja schon


    ---
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  6. #26
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.633

    AW: Tolles Interview mit Gerald Hüther:Betr. Schule, Lernen etc.

    Esme schreibt:
    wie kommt es, dass jemand wie Gerald Hüther, der nun nachweislich nichts auf dem Sektor Pädagogik und Lernen geforscht hat, dermaßen populär ist?
    Ich hoffe, das ist eine rhetorische Frage. Sollte sie ernst gemeint gewesen sein, könnte man auch gleich fragen, warum Erich von Däniken, der behauptet, die menschliche Rasse stamme von Ausserirdischen ab, 62 Millionen Bücher verkauft hat oder warum die Menschen demnächst Angela Merkel wieder zur Kanzlerin wählen werden.

    Es liegt ganz einfach in der menschlichen Natur begründet. Die überwiegende Mehrheit steht auf hirnlose Schwätzer ohne Substanz und Gehalt. Das mag man bedauern. Aber man muss lernen, sich mit den Tatsachen abzufinden. Mit dem Thema ADHS hat dies zunächst einmal gar nix zu tun.

  7. #27
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 346

    AW: Tolles Interview mit Gerald Hüther:Betr. Schule, Lernen etc.

    @Eiselein:
    Ich hoffe, das ist eine rhetorische Frage.
    Sokratischer Dialog ... heißt das so?
    Sokratische Methode

    Die Didaktik

    Hauptartikel: Mäeutik
    Der didaktische Aspekt der Vorgehensweise des platonischen Sokrates ist die „Hebammenkunst“ (Mäeutik oder Maieutik), die er im Dialog Theaitetos beschreibt. Dabei handelt es sich um die Kunst, einem Gesprächspartner Wissen – beispielsweise mathematische Kenntnisse – zu vermitteln, indem man ihn nicht belehrt, sondern ihn durch geeignete Fragen dazu bringt, vorhandene irrige Vorstellungen zu beseitigen und den tatsächlichen Sachverhalt selbst zu entdecken, das Wissen aus dem eigenen Geist herauszuholen. Sokrates betont, er teile nicht anderen Wissen mit, sondern leiste ihnen nur „Geburtshilfe“, wenn ihre Seelen gleichsam schwanger seien und bereit, eine Einsicht zu „gebären“. Die Hilfe beim Suchen und Finden von Erkenntnissen, wobei auf Belehrung konsequent verzichtet wird, erscheint in Platons Darstellung als spezifisch sokratische Alternative zur konventionellen Wissensvermittlung durch Weiterreichen und Einüben von Lehrstoff.[17]

    Der wichtigste Teil der Hebammenkunst des platonischen Sokrates besteht aber nach seiner Darstellung nicht in der Technik des zielführenden Fragens, sondern in seiner Fähigkeit einzuschätzen, welche „schwangeren“ Seelen in der Lage sind, wertvolle Erkenntnisse hervorzubringen, und welche nur Untaugliches „gebären“ können. Nach dieser Einschätzung wählt er die aus, denen er „Geburtshilfe“ leistet.[18]
    Ist deine "schwangere Seele" denn in der Lage, wertvolle Erkenntnisse hervorzubringen, Eiselein?

  8. #28
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Tolles Interview mit Gerald Hüther:Betr. Schule, Lernen etc.

    WbD schreibt:
    "entrückter Idealist".
    Bin ich auch. Aber was idealistische Utopien betrifft: OHNE Träume kommt man nicht weit. Das Problem an gewissen Utopien ist ihre Komplexität - oder die des Etablierten

    WbD schreibt:
    Ich persönlich kann dieser De- und Unschooling-Bewegung nicht sonderlich viel abgewinnen. Während Illichs Entwurf noch irgendwie sympathisch anmutet, erscheint mir die heurige Unschoolingbewegung äußerst suspekt. Zielte Illich vor allem noch auf Zugangsgleichheit und -freiheit ab, habe ich das Gefühl, dass gerade Kinder eher bildungsschwacher Problemmilieus hier eine weitere Benachteiligung inklusive folgender Frustrationen erfahren werden. Und gerade für dieses Klientel mutet das Konzept ja nicht sonderlich unverführerisch an.
    Gatto ist zwar eine Leitfigur der Unschooling-Bewegung aber - und das hätte ich vielleicht spezifizieren müssen - es ging mir bei seiner Nennung im wesentlichen um seine Kritik am System Schule und wie es sich heutzutage darstellt. Unschooling ist m.E. für einige Kinder okay - aber ich würde recht rigide Kontrollen voraussetzen, denn wie Du schon schreibst, kann es ansonsten für einige Kinder noch mehr Ungleichheiten produzieren.

    Mir geht es, wie schon in einem anderen Beitrag geschrieben um Bildung im Zusammenhang und möglichst viel Wissen, dass die Schüler sich situativ erarbeiten und wirklich "begreifen". Es gibt Schulen, die in diese Richtung experimentieren und das hat (teilweise, Experimente gehen halt nicht immer aus, wie "geplant") erstaunliche Erfolge, was das wirkliche Verständnis - as opposed to Faktenwissen (vorsicht gern von Precht genutzer Begriff: zusammenhangloses Bulimielernen) - betrifft.

    Nachtrag:
    (oh ja, ich bin nachtragend, deswegen habe ich in erhitzen Diskussionen auch immer das letzte Wort und habe es noch nicht gelernt, diese dämliche Verhaltensweise abzuschaffen... )

    @esme
    Nur weil Herr Hüther sich "Hirnforscher" nennt, ist er doch nicht qualifiziert, sich zu allen möglichen Themen zu äußern, die er vereinnahmt, indem er sie mit ein paar ehrfurchtgebietenden neuroanatomischen Begriffen garniert (präfrontaler Cortex; Belohnungszentrum; Synapsen und vieles mehr).
    Warum ist ein Hirnforscher, der sich mit der Auswirkung von Lernprozessen auf das Hirn beschäftigt nicht dazu geeignet, sich über pädagogische Praxis zu äussern? Hüther und Co (Spitzner, etc, ja die Popstars der Hirnforschung, ich weiß, alles nur Profilneurotiker....) beschäftigen sich mit dem physischen Outcome von Lernprozessen - die tatsächlich nachweisbar sind. Und ich finde es durchaus interessant, ob verschiedene Lehrmethoden verschieden große Effekte erzielen und bei welcher "Klientel"....
    Geändert von snowhopper (11.09.2013 um 11:54 Uhr)

  9. #29
    WbD


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 216

    AW: Tolles Interview mit Gerald Hüther:Betr. Schule, Lernen etc.

    snowhopper schreibt:
    Das Problem an gewissen Utopien ist ihre Komplexität - oder die des Etablierten
    Einerseits natürlich das, andererseits kann man den meisten gesellschaftlichen Gegenentwürfen einen allzu optimistischen Blick auf die Menschheit als Solche vorwerfen. Nun kann ich mir zwar inständig wünschen, besser geeignetes Material für meine Vision vorzufinden, werde letztlich dennoch nicht umhin kommen, mit dem Ist-Zustand zu arbeiten. Das Blöde an den bisherigen Revolutionen ist vor allem, dass sie gar keine waren.

    snowhopper schreibt:
    Gatto ist zwar eine Leitfigur der Unschooling-Bewegung aber - und das hätte ich vielleicht spezifizieren müssen - es ging mir bei seiner Nennung im wesentlichen um seine Kritik am System Schule und wie es sich heutzutage darstellt.
    Kritik am Schulsystem ist beileibe keine Domäne der Gegenwart oder einiger Weniger. Ein Problem bei Marktschreiern wie Hüther oder auch Gatto ist jedoch, dass sie Leute mit weniger radikalen, dafür vorerst gangbareren Konzepten in der öffentlichen Rezeption vehement übertönen, schlimmsten Falles derart polarisieren, dass jedwede Reformierung fürs Erste zum Erliegen kommt.

    snowhopper schreibt:
    Unschooling ist m.E. für einige Kinder okay - aber ich würde recht rigide Kontrollen voraussetzen, denn wie Du schon schreibst, kann es ansonsten für einige Kinder noch mehr Ungleichheiten produzieren.
    Wo wir auch wieder beim Problem der Arbeit mit dem Ist-Zustand wären. Die hiesigen Behörden zeigen sich ja nicht gerade selten unter den jetzigen Bedingungen maßlos überfordert. Nicht auszumalen, wenn nun auch noch Kinder individuell betrachtet werden müssten. Wagt man nun auch noch den Blick über den Teich auf us-amerikanische Verhältnisse... nein, das lassen wir dann doch mal lieber.

    snowhopper schreibt:
    Mir geht es, wie schon in einem anderen Beitrag geschrieben um Bildung im Zusammenhang und möglichst viel Wissen, dass die Schüler sich situativ erarbeiten und wirklich "begreifen". Es gibt Schulen, die in diese Richtung experimentieren und das hat (teilweise, Experimente gehen halt nicht immer aus, wie "geplant") erstaunliche Erfolge, was das wirkliche Verständnis - as opposed to Faktenwissen (vorsicht gern von Precht genutzer Begriff: zusammenhangloses Bulimielernen) - betrifft.
    Ich begreife Beschulung generell als ständigen Reformprozess, der - innerhalb gewisser Grenzen - nur nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum stattfinden kann. Nun kann man ja auch nicht gerade behaupten, dass sich da innerhalb der letzten zweihundert Jahre nicht eine Menge getan habe.

    Warum ist ein Hirnforscher, der sich mit der Auswirkung von Lernprozessen auf das Hirn beschäftigt nicht dazu geeignet, sich über pädagogische Praxis zu äussern?
    Alles eine Frage des Erkenntnisstands. Im Moment schauen die Herren durch einen Feldstecher gen Milchstraße, wollen aber bewohnbare Planeten gefunden haben. Präzise Untersuchungen sind momentan nur an Tieren möglich, und lassen sich im Bereich höherer Hirnfunktionen nur begrenzt auf den Menschen übertragen.

  10. #30
    Lysander

    Gast

    AW: Tolles Interview mit Gerald Hüther:Betr. Schule, Lernen etc.

    Wildfang schreibt:
    Nicht ganz richtig Eiselein. Es waren fünf Tiere. Und er hat schwerste, teils letale Hirnschäden nachgewiesen nachdem er den Ratten jeweils zwischen 2 und 12 Kilogramm kristallinem Methylphenidat auf die Köpfchen fallen ließ - jeweils aus exakt einem Meter Meereshöhe. DAMIT war hochwissenschaftlich nachgewiesen dass Ritalin sch.. ach das hatten wir ja schon


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    Zwischen Angel und Tür: Per Telefon und Tapatalk.
    Hier muss ich allerdings kritisch anmerken, dass er diesen Fallversuch nicht im Vakuum durchgeführt hat! Ein Vakuumturm steht in Bremen und gehört zum Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM). Ein 4,74 Sekunden dauernder Fall aus 110 Metern Höhe wäre effektiver gewesen und nachvollziehbarer. Der Turm hätte einen weiteren Vorteil gehabt, wenn man ihn ausnahmsweise nicht evakuiert hätte.

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