Seite 1 von 8 123456 ... Letzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 80

Diskutiere im Thema "Beichte auf dem Sterbebett: ADHS gibt es gar nicht..." im Forum ADS ADHS: Nonsens aus Presse und Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Neues Forum!
  1. #1
    EmmaAtwork

    Gast

    "Beichte auf dem Sterbebett: ADHS gibt es gar nicht..."

    Guten Tag, liebe Foris,

    mir wurde dieser Artikel heute zugesendet und ich fand ihn sehr interessant. Bei mir ist ADS ja im Erwachsenenalter festgestellt worden, aber in den Anfängen der Schule war ich eine gute Schülerin. Erst als der DRUCK meienr Eltern auf mich und meinen Notenspiegel anwuchs, wurde ich immer schlechter und depressiver. Aber das ist eine lange Geschichte. Jedenfalls habe ich mich schon oft gefragt, ob ADS vererbar ist, denn dann müssten auch früher schon sehr viel mehr davon betroffen gewesen sein. Weiterhin habe ich in meiner Arbeit mit Kindern und Jugendlichen festgestellt, dass -zufälligerweise??? - all jene auffälligen Kinder aus Haushalten kommen, in denen eklatante psycho-soziale Probleme vorherrschen. Die Analogie zu defizitären Familienstrukturen (z.B. Vernachlässigung, Verahrlosung, Überbehütung, Leistungsdruck, mangelnde Zuwendung und Akzeptanz, andere, frühkindliche Traumata etc.) ist jedenfalls m.E. auffällig. Gepaart mit einer neuronal-überfordernden Reizüberflutung, die von einem sich entwickelnden Hirn nicht optimal verarbeitet werden kann, ist die Frage nach eindeutigen Indizien einer verbbaren ADhS fraglich.

    Lang anhaltender Stress führt ebenso zu nachhaltigen Schäden im Gehirn bis hin zur Amnesie (Amnesie).

    So, und hier der Artikel: » Beichte auf dem Sterbebett: ADHS gibt es garnicht! - Meinungsverbrechen.de

    Gruß Emma

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: "Beichte auf dem Sterbebett: ADHS gibt es gar nicht..."

    puh, den müll glaubst du doch nicht etwa so, wie er da steht!?
    kannst dir ja mal die kommentare durchlesen. da haben einige von uns fleißig mitgeschrieben. ich amüsiere mich noch heute über den vorschlag eines einlaufs mit kaffee als heilmittel gegen mein ads.

    es gibt hier auch nen thread, wo wir uns darüber ausgelassen haben und welche texte ansprachen, in denen der sachverhalt ganz anders dargestellt wird. ergo, nicht alles was man irgendwo liest einfach aufsaugen. oder: ich bin die kaiserin von china und im himmel ist jahrmarkt. schreib ich jetzt mal hier so hin. ich hoffe du glaubst mir das.

    nix für ungut... vor ein paar tagen schreibt der spiegel über "helikoptereltern". deren kinder bekommen auch evtl. adhs. ja mei, zu wenig fürsorge, zu viel fürsorge. macht halt alles adhs. ach nee, das gibts ja gar nicht.

    die symptome wurden auch schon zu früheren zeiten beschrieben. da wurde dem aber noch kein name gegeben, später ein anderer, heute heißt es adhs. das hat sich nicht vor ein paar jahren einer ausgedacht, weil ihm gerade danach war...

    könnte sein, dass kinder aus gewissen familienstrukturen eher auffallen bzw. weniger kompensieren können und somit eher auffallen. weiß ich nicht, fände ich aber plausibel. gibt dennoch genügend kinder, die in gesunden familien leben und dennoch adhs haben. oder andersrum, jene, die eben nicht besonders auffallen und dennoch adhs haben. an denen wird dann rumgenörgelt und was weiß ich, darauf dass die wirklich ein problem haben kommt aber keiner.

    naja, eh ich nen roman schreibe hör ich mal auf.

    lg
    mel

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: "Beichte auf dem Sterbebett: ADHS gibt es gar nicht..."

    Wenn Du einiges an Antworten, speziell auch in bezug auf die Fehlinterpretation von Eisenbergs Aussage suchst, findest Du etliche davon in diesem Thread .

    Liebe Grüße
    Fliegerlein

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: "Beichte auf dem Sterbebett: ADHS gibt es gar nicht..."

    den thread meinte ich. danke fliegerlein.

  5. #5
    Kopfkino deluxe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 678

    AW: "Beichte auf dem Sterbebett: ADHS gibt es gar nicht..."

    Oh man man man... wieder so ein Bullshit im Netz!

  6. #6
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.457

    AW: "Beichte auf dem Sterbebett: ADHS gibt es gar nicht..."

    Hallo Emma,

    Ich kenne diese seite und hatte im kommentaren mich ziemlich aufgeregt und mit der kerl gestritten...

    Klar, was zu hause pasasiert prägt auch die kindern... Aber so einfach ist es ja nicht... ADSkinder sind auch anstregend und können auch gute eltern an ihre grenzen bringen. Dabei wenn es vererbt ist, kann sein dass die eltern auch betroffen sind und eben einiges nicht so gut im griff kriegen...

    Manchmal geht es doch zu hause gut, aber dann in der schule nicht und es belastet mit der zeit auch das familieklima...

    Was war zuerst das huhn oder das ei?

    Ich streite doch auch nicht ab dass einiges anders prägend ist als genen, aber... es gibt klare hinweisen dass genetik auch etwas ausmacht.

    lg

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 230

    AW: "Beichte auf dem Sterbebett: ADHS gibt es gar nicht..."

    Ich spekuliere:

    AD(H)S gab es wohl seid tausenden von Jahren, wahrscheinlich sogar millionen!

    Früher könnte es sogar einen Vorteil gehabt haben: Z.B. hat so jemand sich mit mehreren gepaart als andere und somit mehr Kinder bekommen. Selbst weiß ich, dass ich in "freier Natur" besser schlafen könnte als andere Menschen dauernd direkt in meiner Nachbarschaft zu haben. Ein AD(H)S'ler wäre womöglich auch ein enormer Wanderer mit dem Hang die Gruppe zu verlieren vllt. und dann trifft er/sie entweder auf andere Gruppen, die böse sind zu ihm oder er wird aufgenommen und kann dort weiteren Nachwuchs generieren.

    Wahrscheinlich kamen die richtigen Probleme erst als der Mensch anfing größere Siedlungen zu basteln. Da wurde jeder Fremde noch strenger begutachtet etc. .

    Auf jeden Fall ist es in unserer "heutigen" (also auch bis zu mehr als 1000 Jahre in die Vergangenheit) Welt so, dass AD(H)S'ler sich viel viel viel mehr anstrengen müssen, um gesellschaftlich eine "Höhere Stellung" einzunehmen. Man geht davon aus, dass Genetik eine große Rolle spielt und wahrscheinlich ist das auch so. Das hieße, dass die Eltern es dann auch ziemlich schwer hatten und es womöglich nicht soweit (in der Gesellschaft) schafften. Dann ist das nur natürlich, dass die Familien mit AD(H)S eher enorme Probleme haben als andere Familien. Das ist überhaupt gar kein Gegenbeweis sondern sogar eine Untermauerung meiner These.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 28

    AW: "Beichte auf dem Sterbebett: ADHS gibt es gar nicht..."

    Dass ADHS nicht immer pathologisch zu sehen ist, sondern eben häufig auch "eine andere Art zu sein" ist, wissen wir ja inzwischen. Dass, sofern es Probleme gibt, diese sowohl gemildert als auch verstärkt auftreten können - je nachdem wie die liebevoll-konsequente Begleitung im Elternhaus funktioniert, ob sie überhaupt angewandt werden kann, wenn Eltern z.B. ebenfalls eine AD(H)S -Disposition haben etc. ..., das wissen offensichtlich die meisten von uns auch. - Ich hätte z.B. meinen Kindern gelassener begegnen können, wäre mir früher bewusst gewesen, dass ich selbst im Boot bin. Aber nein, erst mal Hyperfokus auf Kind, dann schaut man sich in der Familie um, und .... ach - da bin ich ja auch noch! Krass war das für mich - und jetzt empfinde ich es als Befreiung! Nicht, weil ich damit Vieles entschuldigen will, sondern weil ich gezielt d'ran arbeiten kann. ADHS heißt ja nicht, dass wir "hirnamputiert" sind, sondern eben oft (ein bisschen ) anders ticken. Kann m.E. aber nicht bedeuten, dass sich der Rest der Welt nun total auf uns einstellen muss. Sozialverträgliches Verhalten lässt sich lernen, hilfreiche Skills gibt es auch, "Aufschieberitis" ist hartnäckig und es braucht einen laaangen Atem, ich weiß. Aber es gibt Möglichkeiten und sogenannte "Krücken", die uns helfen, step by step weiter zu kommen.

  9. #9


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: "Beichte auf dem Sterbebett: ADHS gibt es gar nicht..."

    EmmaAtwork schreibt:
    Guten Tag, liebe Foris,

    mir wurde dieser Artikel heute zugesendet und ich fand ihn sehr interessant. Bei mir ist ADS ja im Erwachsenenalter festgestellt worden, aber in den Anfängen der Schule war ich eine gute Schülerin. Erst als der DRUCK meienr Eltern auf mich und meinen Notenspiegel anwuchs, wurde ich immer schlechter und depressiver. Aber das ist eine lange Geschichte. Jedenfalls habe ich mich schon oft gefragt, ob ADS vererbar ist, denn dann müssten auch früher schon sehr viel mehr davon betroffen gewesen sein. Weiterhin habe ich in meiner Arbeit mit Kindern und Jugendlichen festgestellt, dass -zufälligerweise??? - all jene auffälligen Kinder aus Haushalten kommen, in denen eklatante psycho-soziale Probleme vorherrschen. Die Analogie zu defizitären Familienstrukturen (z.B. Vernachlässigung, Verahrlosung, Überbehütung, Leistungsdruck, mangelnde Zuwendung und Akzeptanz, andere, frühkindliche Traumata etc.) ist jedenfalls m.E. auffällig. Gepaart mit einer neuronal-überfordernden Reizüberflutung, die von einem sich entwickelnden Hirn nicht optimal verarbeitet werden kann, ist die Frage nach eindeutigen Indizien einer verbbaren ADhS fraglich.

    Lang anhaltender Stress führt ebenso zu nachhaltigen Schäden im Gehirn bis hin zur Amnesie (Amnesie).

    So, und hier der Artikel: » Beichte auf dem Sterbebett: ADHS gibt es garnicht! - Meinungsverbrechen.de

    Gruß Emma
    Ja, da magst Du wohl recht haben, dass Stress zu Schäden führt.
    Und Stress kann sicher zu ADHS-ähnlichen Symptomen führen.
    Genauso wie die psychosoziale Situation, aber trotzdem gibt es ADHS.
    Im Gegensatz zu Dir kenne ich viele Kinder mit ADHS Diagnose
    die aus einer intakten Familie kommen. Wo weder geraucht noch getrunken
    wurde und wird und die Kinder Liebe, Anregungen und Struktur erhalten.
    Und wo es nur wenig fernsehen und wenig Konsolenspiel gibt, aber viel
    Wald und Spielplatz. Trotzdem kommt es sogar in solchen Familien zu
    heftigsten Ausprägungen des ADHS.
    Natürlich kann es in Familien, wo die Unterstützung nicht so gut
    läuft zu noch größeren Auffälligkeiten kommen und deshalb zu einer frühzeitigeren Diagnose,
    aber es ändert nichts an der Richtigkeit der Diagnose.
    Dass das ADHS vererbbar ist, habe ich nicht nur in der eigenen Familie
    erlebt, sondern auch bei sehr vielen Kindern, deren Eltern ich kennen gerlernt
    habe, wo mindestens 1 Elternteil betroffen war. Und diese wiederum berichteten
    von ihren Eltern, die rückblickend wahrscheinlich auch betroffen waren.
    Und für mich ist es nur natürlich, dass viele ADHS´ler die soziale Leiter nicht
    bis oben erklommen haben, weil sie eben häufig nicht die Ausdauer, Kraft und
    Unterstützung hatten, die sie benötigt hätten. Und das bei normaler bis guter
    Intelligenz.
    In diesem Sinne:
    Ein ADHS ist ein ADHS ist ein ADHS ist ein.....

  10. #10
    Comicus Divinius

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.200

    AW: "Beichte auf dem Sterbebett: ADHS gibt es gar nicht..."

    ich kann jedes mal kotzen, wenn ich höre, das es Adhs nicht geben soll.

Seite 1 von 8 123456 ... Letzte

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 6.03.2013, 06:59
  2. Gab es "früher" schon ADHS? Seit wann gibt es ADHS?
    Von gisbert im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 52
    Letzter Beitrag: 15.08.2012, 12:08
  3. Antworten: 22
    Letzter Beitrag: 2.04.2011, 21:27

Stichworte

Thema: "Beichte auf dem Sterbebett: ADHS gibt es gar nicht..." im Forum ADS ADHS: Nonsens aus Presse und Medien bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Neues Forum!
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum