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Diskutiere im Thema Wie seht ihr denn das.... Ist es wirklich sooo schlimm.... im Forum ADS ADHS: Nonsens aus Presse und Medien
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  1. #31
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 157

    AW: Wie seht ihr denn das.... Ist es wirklich sooo schlimm....

    (Ich hoffe ich starte damit nicht eine neue Seite, wenn ja: Das hier ist ein Doppelpost von mir)
    Ich habe die Beiträge oben gar nicht gelesen... oO

    Nietzsche schreibt:
    Das ist der Kasus Knaxus. Ich hatte nach nem Achillessehnenabriss auch 4 Tage lang Tramal. Natürlich werd ich da nicht abhängig. Nach 4 Monaten sähe das vielleicht ganz anders aus.
    Würde ich nicht sagen. Dann wärst du aller höchstens etwas körperlich abhängig, aber nach langsamen absetzen wäre auch das verschwunden.
    Wenn du die psychisch "aufhellende" Wirkung nicht vermisst - falls dieses bei deinem Tramal und deiner wahrscheinlichen Dosis überhaupt zu spüren wäre - wäre auch psychisch diese kein Problem es auszuhalten.
    Wenn in dieser Zeit z.B. ein nahestehender Angehöriger stirbt, sieht die Sache natürlich völlig anders aus.



    Im High-Dose-Bereich gehts schneller. Im Low-Dose-Bereich dauert es vielleicht ein wenig länger. So schreibts die Bundesärztekammer und die WHO.
    Das möchte ich mal gerne sehen, was die da so genauer schreiben. Der Low-Dose-Bereich wird aber wohl nicht für eine lebensgefährliche Abhängigkeit

    Keine Ahnung wo die ihre Informationen herhaben. Und "ohne nicht mehr leben kann" gibt es nicht, nur der Entzug ist höllisch.
    Moment! Moment! Moment! Das geht ja gar nicht!!!1 - Das kann darf überhaupt nicht Ernst nehmen - Auf keinem Fall! (Und dabei sagst du mir, man sollte bestimmten Sätzen von mir nicht Ernst nehmen!)

    Bei einer wahrhaft hohen körperlichen Abhängigkeit wird bei einem kalten Alkohol- , Barbuturat oder Benzodiazepinentzug wahrscheinlich sterben. Es ist potenziell durch die Droge an sich möglich GABA-Chaos halt... (nach: Alcohol withdrawal seizures )
    Bei einer wahrhaft hohen körperlichen Abhängigkeit wird bei Opiaten (Morphin, Diamorphin/Heroin mit inbegriffen - sofern rein) nicht sterben, sofern man körplich gesund ist und keine Probleme mit dem Kreislauf oder Herzen hat. Der Entzug ist bekanntlich höllisch ohne Ende und davon runter zu kommen natürlich auch. Jedoch nicht so wie bei GABAnergen Stoffen. (Opiate withdrawal: MedlinePlus Medical Encyclopedia aus Cold turkey - Wikipedia, the free encyclopedia)
    Eine körperliche Abhängigkeit bei Stimulanzien (Koffein, Kokain, Amphetamin, MPH, uvm.) ist im Grunde genommen nicht möglich und damit auch kein Delirium Tremens auch wenn es körperliche Entzugssymptome gibt und der Entzug höllisch bleibt. (nach The American Psychiatric Publishing Textbook of Substance Abuse Treatment - Google Books aus Delirium tremens - Wikipedia, the free encyclopedia)

    Es gibt also nur wenige Drogen an denen man am Entzug sterben kann. Wie immer sind die potenziell gefährlicheren Drogen ironischerweise legalisierter oder gar freierhältlich.

    Für Körper und Geist. Ich hab Leute schon mit den Fingernägeln den Putz von der Wand kratzen sehen vor lauter craving.
    Na das Problem hatte ich ja zum Glück nicht. Es war ja immer genug da. xD Und körperlich hatte ich auch keine Entzugssymptome.

    Das bekannte Bier am Abend hat mit Abhängigkeit gar nix zu tun. Du meinst wahrscheinlich den Delta- bzw. Pegelalkoholiker, der den Blutalkohol ständig auf dem gleichen Niveau halten muss, um keine Entzugssymptome zu bekommen. Diese armen Kerle sind sogar sehr stark abhängig und vor allem viel zu lange unauffällig.
    Was ist der Unterschied?
    Außerdem ist das bekannte Bier am Abend wohl eine Abhängigkeit - wenn nicht sogar medizisch definiert. Es zählt die Regelmäßigkeit, nicht die Menge! Ich könnte auch 1mal oder gar 10 Tage hintereinander mehr Alkohol trinken, als ein Alkoholiker. Evtl. käme ich dafür eher ins Krankenhaus als er aber ich wäre dennoch nicht gleich abhängig.
    Na dann viel Spass beim Googeln. Ich schaff Deinen Beitrag nicht bis zum Ende durchzulesen. ist mir zuviel und zuviel Käse.
    Medikamente mit Suchtpotential sind immer gefährlich und allen voran Morphine und Benzos.
    ok... aber das Wort "Sucht" ist Käse!
    Wer es nicht glaubt, dem wünsch ich guten Appetit und viel Spass beim entgiften.
    Soll das jetzt eine Aufforderung sein?

    (Jedem der es medizinisch dringend braucht wünsch ich natürlich gute Besserung. Ich will hier niemanden angiften, der dringend auf solche Mittel angewiesen ist. Aber verharmlosung und gefährliches Halbwissen geht mir auf den Keks. Da ist mir meine zeit zu schade.)
    Das du nicht einmal durchliest und dennoch deine "Meinung" sagen muss ist auch eher etwas, was Politiker machen. Tut mir leid aber dein Halbwissen kommt mir eher so vor, als ob dieses aus den Medien oder irgendwelchen politisch-gewünschter Denkweise kommt. Genau diese bringen einen um und machen abhängig...
    Wie gesagt gab es vorher nie Probleme mit Drogen bzw. hat es scheinbar niemanden so wirklich damals interessiert. Erst ab den Opiumkriegen fing es an.

    mj71 schreibt:
    Also, wenn es auch um der dosis geht... Ich denke auch, eine ADSler der niedrige dosis MPH (oder amphetamin) ärtzlich kontrolliert nimmt um seine alltag im griff zu haben hat weniger risiko abhängig zu werden
    Ist man nicht bereits genauer gesagt abhängig, wenn man ohne MPH seinen Neurotransmitterspiegel so hat, dass man "ohne nicht mehr" anständig "leben kann" ?

    Ich meine ich habe mal gesagt, dass es z.B. bei Antidepressiva der Sinn ist davon abhängig zu werden, da es bedeutet, dass sie helfen, der Patient sie nicht absetzen will und auch nicht plötzlich absetzen darf wg. neu auftretenden Symptomen bis hin zu Suizidgedanken etc.

    Klar, nichts ist armlos und ich finde auch nicht schlecht dass einiges auf BTM steht und dass es kontrolliert wird. Zu schutz die patienten ist besser, weil es eben immer wieder einer der da übertreiben kann...
    Aber dasBtMG ist doch dafür schuld, dass hier manche nicht an MPH rankommen oder überhaupt medizisch-notwendige Drogen für manche gibt?

    Darum bringen sich ja auch viele Schmerzpatienten sich lieber um. Es ist scheinbar einfacher als den Arzt um Morphin oder anderen wirkungsvollen Opiaten zu fragen, oder ständig vor der Polizei zu flüchten geschweige denn alle Nachbarn zu beruhigen, wenn man Mohn im Garten hat...
    Weder droguen noch medis sind harmols, vor allem wenn sie wirken (es macht ihnen gerade attraktiv) und auch nebenwirkungen haben... Harmlos ist nur was gar nicht wirkt...
    Es gibt mehr Tote durch zu viel Wasser trinken oder an Erdnussallergie als an Cannabis (gegessen). Ich möchte nocheinmal daran erinnern, dass alles irgendwie wirkt - nur halt nicht immer psychoaktiv. Das hält die Leute aber dennoch nicht ab zu konsumieren.

    Und harmlos ist gar nichts im Leben! Dann würden alle Leute jeden Tag Reiten oder immer mit Vollgas in der Straße fahren statt z.B. zu rauchen (was auch am Ende nicht psychoaktiv wirkt - nur der Entzug). Kann zwar alles fremd schädigend sein - aber so sind halt die Menschen , auch ohne Alkohol...

    Nietzsche schreibt:
    In dem Fall wird ja ein defizitärer Neurotransmitterhaushalt reguliert. Wenn ein Gesunder täglich Amphe auf nen gesunden Neurotransmitterhaushalt draufpackt, denke ich, dass er über kurz oder lang schon Probleme mit Abhängigkeit bekommt.
    Der Neurotransmitterspiegel wird dennoch wieder "normal" reguliert.

    Wenn "nur" ein defititärer Neurotransmitterhaushalt reguliert wird, hätten wir keine Rebound-Symptome. Stattdessen haben wir Rebound-Symptome, die wohl stärker sind, als die von Gesunden. (Wobei Gesunde entweder mehr oder weniger Amphetamin als wir nehmen - wie gesagt liegt es daran wie man konsumiert).

    Für Probleme einer Abhängigkeit gehört noch einiges mehr dazu.

    Dann wird das Gesunde Gehirn mit Noradrenlin und Dopamin regelmäßig "überschwemmt". Es gewöhnt sich daran und wenn der Stoff ausbleibt, ätschibätsch.
    Sorry! Ist bei AD(H)Sler doch auch. Wer hohe Amphetamindosen nimmt und dann absetzt. Der wird es spüren. Es steht sogar in der Packungsbeilage.
    (Da fällt mir ein, dass ich heute die Medis vergessen habe... oO äh... achso deswegen hat es mir vorher...oh...)

    So stell ich mir das vor, aber mit Stimulanzien bin ich nicht so bewandert. Und wenn ich von was keine Ahnung hab, dann halt ich lieber den Mund. Mir gings gezielt um Benzos. Die halt ich einfach (auch aus beruflicher Erfahrung) für branndgefährlich.
    Also wenn man den Mund halten will sagt man eigentlich nicht "ätschibätsch". oO

    Für manche ist es sogar gefährlicher Benzos nicht zu nehmen, selbst als Dauermedikation und damit meine ich nicht eine notwendige Dauermedikation auf Grund einer körperlichen Abhängigkeit von dieser...
    Geändert von Aleã ( 3.08.2013 um 19:46 Uhr)

  2. #32
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: Wie seht ihr denn das.... Ist es wirklich sooo schlimm....

    Hallo Alea,

    mj71 schreibt:
    Also, wenn es auch um der dosis geht... Ich denke auch, eine ADSler der niedrige dosis MPH (oder amphetamin) ärtzlich kontrolliert nimmt um seine alltag im griff zu haben hat weniger risiko abhängig zu werden



    Ist man nicht bereits genauer gesagt abhängig, wenn man ohne MPH seinen Neurotransmitterspiegel so hat, dass man "ohne nicht mehr" anständig "leben kann" ?

    Ich meine ich habe mal gesagt, dass es z.B. bei Antidepressiva der Sinn ist davon abhängig zu werden, da es bedeutet, dass sie helfen, der Patient sie nicht absetzen will und auch nicht plötzlich absetzen darf wg. neu auftretenden Symptomen bis hin zu Suizidgedanken etc.
    Ja, im fall rede ich mehr von auf seine medis angewiesen zu sein. Wenn ich mal meine medis vergessen, kann sein dass ich nicht mal wirklich merke, ich drehe nicht durch, habe keine abzugerscheinigung, ich bin einfach weniger konzentriert und mehr impulsiv als sonst...

    "abhängig" ist für mich etwas anders. Aber sonst mit dich einverstanden dass es manchmal nötig ist gewissen medikamenten auf dauer einzunehmen.

    Klar, nichts ist armlos und ich finde auch nicht schlecht dass einiges auf BTM steht und dass es kontrolliert wird. Zu schutz die patienten ist besser, weil es eben immer wieder einer der da übertreiben kann...
    Aber dasBtMG ist doch dafür schuld, dass hier manche nicht an MPH rankommen oder überhaupt medizisch-notwendige Drogen für manche gibt?

    Darum bringen sich ja auch viele Schmerzpatienten sich lieber um. Es ist scheinbar einfacher als den Arzt um Morphin oder anderen wirkungsvollen Opiaten zu fragen, oder ständig vor der Polizei zu flüchten geschweige denn alle Nachbarn zu beruhigen, wenn man Mohn im Garten hat...
    Ich habe keine besondere mühe an MPH oder amphetamin zu kommen auf legale weg und kenne leute die ohne grosse schwierigkeiten zu Opiat gekommen sind, weil sie es wirklich brauchten. Aber vielleicht ist es in der CH ein bisschen lockerer als im D.

    Weder droguen noch medis sind harmols, vor allem wenn sie wirken (es macht ihnen gerade attraktiv) und auch nebenwirkungen haben... Harmlos ist nur was gar nicht wirkt...
    Es gibt mehr Tote durch zu viel Wasser trinken oder an Erdnussallergie als an Cannabis (gegessen). Ich möchte nocheinmal daran erinnern, dass alles irgendwie wirkt - nur halt nicht immer psychoaktiv.
    Ja, klar, man kann alles in detail diskutieren... Aber ich hoffe, du verstehst doch was ich meine.

    Bei mich wirkt doch einige mg meine medis stärker als ein glas wasser... Ich hätte sagen können "was in kleine mengen wirkt".

    Sonst ist klar, dass wir mit alles übertreiben können...

    lg

  3. #33
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Wie seht ihr denn das.... Ist es wirklich sooo schlimm....

    Beim überfliegen habe ich gerade etwas bzg. einer körperlichen Abhängigkeit betreffend Stimulanzien gelesen.
    Generell machen diese den Konsumenten NICHT körperlich abhängig, sondern die für einen körperlichen (mein Respekt bei erreichen!) Entzug gehaltenen Entzugserscheinungen werden rein durch die Psyche verursacht.

    Bei einer Alkoholsucht z.B. gerät der körpereigene Glutamatspiegel so durcheinander, dass er sich nur unter regelmäßigen Alkohohlzufuhr "normalisiert"

    körperlich:
    Schwindel
    Zittern (Tremor)
    Übelkeit, Erbrechen
    Durchfall
    Störung der Temperaturregulation
    Frieren
    Schwitzen, Schweißausbrüche
    Schneller Herzschlag, (Tachykardie)
    hoher Blutdruck (Hypertonie)
    Gliederschmerzen (z.B. in Rücken o. Beinen)
    Krämpfe

    psychisch:
    Nervosität
    Depressionen
    innere Unruhe, Schlafstörungen
    aggressives Verhalten
    Wahrnehmungsstörungen wie Halluzinationen oder ein Delirium
    Bewusstseinsstörungen.

    Wenn körperliche Symptome allerdings durch die Psyche verursacht werden ist (größte) Vorsicht geboten.
    Ich habe bisher bereits ein mal der Art verlaufenden Abstinenzerscheinung geschildert bekommen, der durch Stimulanzien verursacht wurde.
    Die Psyche des Leidenden war so stark geschädigt das er sich, auch noch Jahre später, davon nicht mehr erholte!

    Ein solcher Verlauf ist bei Stimulanzien allerdings mehr als gering, da bei exzessiven Konsum zuvor die inneren Organe (Niere/Leber/Herz) in der Regel "schneller" nachgeben.
    Durchaus ist der Erwerb, die Qualitätsmerkmale/-prüfung in CH "anwenderfreundlicher".
    Bis der Konsument allerdings an eine solch "reine" Quelle gelangt, hat er sich meist schon im Überfluss Aceton-Haltiges Amphetamin in die Nase geballert, dass es eigentlich keine Rolle mehr spielt künftig auf die Schleimheute noch in irgend einer Form Rücksicht zu nehmen, da es sich praktisch bis ins Hirn frisst!

    Drogen sind nicht gleich Drogen, die Qualität ist wie in allem andere auch hier die entscheidende Sache.


    Lg Sun

  4. #34
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: Wie seht ihr denn das.... Ist es wirklich sooo schlimm....

    Ich habe bekanntlich auch schlechte Erfahrung mit Kliniken
    Das tut mir leid. Kannst Du mir glauben.

    Und dennoch vertrittst Du eine extreme Meinung zu Drogen und Arzneimitteln, die ich größtenteils nicht teile und nicht gut heiße. Ich glaube auch, dass Du viele Begrifflichkeiten durcheinander bringst und wir uns deswegen hier und da mißverstehen.

    Ich hab zum Thema an sich schon alles gesagt, was ich zu sagen hab. Laßen wir es dabei beruhen.

  5. #35
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 145

    AW: Wie seht ihr denn das.... Ist es wirklich sooo schlimm....

    Mir fallt dazu ein

    Benzodiazepine gehen genau auf die selben Rezeptoren wie Alk...


    Das heißt bei einem Absetzen von heute auf morgen, können genau die selben erscheinungen auftreten....

    Und alkohol find ich ist nicht so ohne

    Lg joe


    Gesendet von meinem iPad mit Tapatalk HD

  6. #36
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 103

    AW: Wie seht ihr denn das.... Ist es wirklich sooo schlimm....

    in den 70 er jahren gab es mph rezeptfrei in jeder apotheke, bis dann die hippies das medi missbrauchten, vielen dank auch!!

  7. #37
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: Wie seht ihr denn das.... Ist es wirklich sooo schlimm....

    Benzodiazepine gehen genau auf die selben Rezeptoren wie Alk...

    Das heißt bei einem Absetzen von heute auf morgen, können genau die selben erscheinungen auftreten....

    Und alkohol find ich ist nicht so ohne
    Ein weiteres Problem ist, dass manche Benzodiazepine bei langanhaltendem mißbräuchlichen Konsum teilweise im Fettgewebe eingelagert werden. Bei einem Entzug werden dann immer wieder kleinere Mengen des Wirkstoffs willkürlich abgegeben. Man hat also ständig ne Art unfreiwilligen Rückfall, ohne nochmal konsumiert zu haben. Das sorgt dafür, dass der Entzug um einiges länger dauern kann, als bei Alkohol.

    Der Körper entgiftet, Du bist nüchtern, löst Wirkstoff aus dem Fettgewebe, bist wieder drauf, entgiftest wieder, bist wieder nüchtern, löst wieder Wirkstoff aus dem Fettgewebe, und so weiter . . . bis das Fettgewebe clean ist. Das dauert je nachWirkstoff, Mißbrauchsdauer, Menge des Wirkstoffs und persönlicher Voraussetzung lange und ist nicht schön.

    (Nagelt mich bitte nicht auf die Wirkstoffe und die Dauer der Entzüge fest. Ich weiß nicht mal ob es da differenzierte Studien gibt.)

  8. #38
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 157

    AW: Wie seht ihr denn das.... Ist es wirklich sooo schlimm....

    @SunKing: interessant!
    mj71 schreibt:
    Ich habe keine besondere mühe an MPH oder amphetamin zu kommen auf legale weg und kenne leute die ohne grosse schwierigkeiten zu Opiat gekommen sind, weil sie es wirklich brauchten. Aber vielleicht ist es in der CH ein bisschen lockerer als im D.
    Das kann durch aus sein. Die Schweiz hat 1992 (als 1. europäisches Land?) mehrere Studien zur diamorphingestüzte Behandlung gestartet. (klick) Erst danach fingen die anderen Länder nacheinander an wieder Heroin® in ihre Medizinschränke zu packen.

    In Deutschland ist momentan die Politik vergleichsweise brachial und noch Anfang dieses Jahres wurden die Gesetze zu Tilidin etwas verschärft, kurz nachdem es in den Medien verteufelt wurde. Zwar noch keine Verhältnisse wie in den USA , aber ein herber Rückschritt, wenn man die Anzahl der möglichen Patienten bedenkt und die genannten Pläne.

    Nietzsche schreibt:
    Ein weiteres Problem ist, dass manche Benzodiazepine bei langanhaltendem mißbräuchlichen Konsum teilweise im Fettgewebe eingelagert werden. Bei einem Entzug werden dann immer wieder kleinere Mengen des Wirkstoffs willkürlich abgegeben. Man hat also ständig ne Art unfreiwilligen Rückfall, ohne nochmal konsumiert zu haben. Das sorgt dafür, dass der Entzug um einiges länger dauern kann, als bei Alkohol. [...] (Nagelt mich bitte nicht auf die Wirkstoffe und die Dauer der Entzüge fest. Ich weiß nicht mal ob es da differenzierte Studien gibt.)
    Alkohol ist auch fettlöslich.
    So wie es scheint gibt es keine Beweise, dass Benzos im Fettgewebe über längere Zeit eingelagert werden. (klick)

    Anni 43 schreibt:
    in den 70 er jahren gab es mph rezeptfrei in jeder apotheke, bis dann die hippies das medi missbrauchten, vielen dank auch!!
    Wann soll denn das gewesen sein? In den 70er gab es die erste Ritalinkritik, da die LSD-Verbote scheinbar nicht genügend vom Vietnamkrieg (und den dortigen Opiatabhängigen) ablenken konnten. Daher steht MPH im BtMG um immer an die Ritalinkritik zu erinnern. (Kein Sarkasmus)

    Nietzsche schreibt:
    Und dennoch vertrittst Du eine extreme Meinung zu Drogen und Arzneimitteln, die ich größtenteils nicht teile und nicht gut heiße.
    Ich kann nicht gut heißen, dass du Drogen und Abhängigkeit einfach so verharmlost!

    - Ein Entzug im Falle einer Abhängigkeit von GABAnergen Substanzen kann wohl tödlich enden oder mit irreversiblen (neurologischen) Schäden z.B. durch Sauerstoffmangel, etc.. (klick)
    - Die Ursachen einer Drogenabhängigkeit fängt rückblickend immer vor dem eigentlichen 1. Konsum an und es ist nicht so, dass eine "Wenn man nichts nimmt - wird man auch nicht abhängig..."-Haltung vor einer Abhängigkeit schützt - im Gegenteil. (Im letzten Punkt widersprichst du dich in diesem Thread sogar selbst!)
    - Veraltete Wörter und "Jugendsprache" sollten in so einer Diskussion nicht verwendet werden (>klick<)
    - Kokain hat ein höheres "Abhängigkeitspotenzial"* als Benzodiazepine (nach D.Nutt >klick<)
    - "Morphine" - ich glaube du meinst damit Opiate - machen weniger körperlich abhängig als Benzodiazepine und dessen kalter Entzug ist dementsprechend technisch nicht tödlich. (klick)
    - Es liegt liegt einzig und allein am Anwender - am Menschen - wie, welche, wann und inwiefern eine (Arznei-)Droge wirkt und der Schaden/Nutzens des Konsums liegt! Es liegt nicht an der Substanz alleine. (>klick<)
    - Das kann vielleicht in manchen Augen anders aussehen, aber ich finde schon, dass man es ernst nehmen sollte, wenn jemand sagt, dass der Konsum von 300 Koffein-Tbl. nicht harmlos ist.

    ...und dabei noch behaupten, dass anderes Halbwissen gefährlich sei. Es ist auch irgendwie ironisch, dass jemand, der bei Entzügen gearbeitet hat so sehr Benzos verteufelt und für brandgefährlich hält. Benzodiazepine sind bei einem Alkohol-/Benzodiazepin-/Baribituratentzug doch eines der wichtigsten Mittel und z.T. sogar lebenswichtig in solchen Fällen.

    Ich glaube auch, dass Du viele Begrifflichkeiten durcheinander bringst und wir uns deswegen hier und da mißverstehen.
    Das kann durchaus sein, aber auch zum Teil, *weil es schlicht und einfach keine definierten Begriffe dafür gibt. Die körperliche Abhängigkeit ist definier- und messbar. Bei der sogenannten "psychischen Abhängigkeit" verschwimmt es jedoch (wie SunKing schon andeutete) und lässt sich auf Grund der Komplexität und des politisch-eingeführten Stigmas nur ansatzweise definieren. Deswegen ist auch der Begriff "Abhängigkeitspotenzial" sehr weit dehnbar, weshalb D. Nutt auch eine 2.Studie durchgeführt hat. Ein Aktionär oder jemand aus der Rocker-Gang hat nun mal ein höheres Kokain-Abhängigkeitspotenzial als z.B. ein Supermarktkassierer. - Jedenfalls kommt es einem so vor, wenn man sich die Anteile ausrechnen lässt.

    Vielleicht habe ich nicht bemerkt, dass das Wort Abhängigkeit im heutigen dt. Sprachgebrauch nicht mehr nur "Zustand, auf jemand oder etwas angewiesen zu sein" bedeutet. (Zustand: Immer auf ein Bier am Abend angewiesen zu sein => Abhängigkeit [schlicht und einfach so genannt]). Vielleicht sollte ich stattdessen von einer Substanzdependenz sprechen - in irgendeiner Weise ist alles von allem irgendwie abhängig.

    Außerdem sind "Morphine" ja auch so einleuchtend zu verstehen und kein Neuwort...
    Ich hab zum Thema an sich schon alles gesagt, was ich zu sagen hab. Laßen wir es dabei beruhen.
    Ich möchte aber schon gerne wissen, woher deine Kernaussagen kommen. Antworten wie "Google doch!" sind nicht gerade für einen hilfreich.

    Du hast leider bis jetzt keine Quelle angegeben...
    Geändert von Aleã (18.08.2013 um 01:01 Uhr)

  9. #39
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: Wie seht ihr denn das.... Ist es wirklich sooo schlimm....

    Is ja gut jetzt.

  10. #40
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 371

    AW: Wie seht ihr denn das.... Ist es wirklich sooo schlimm....

    So schlimm ist der Artikel nicht. Vielleicht einwenig einseitig und mit Totschlagargumente versehen.

    Das schönste ist aber die Empfehlung, das Psycho-doc und Therapeuten das alles richten sollen. Denkfehler: sie können nicht, weil
    1. gibt es zuwenig (gute)
    2. Es ist nur eine ganz kleine Menge an Therapiearten abrechenbar.


    Weil die Forderungen nicht wirklich umsetzbar sind, ist es um so schöner, das das Welche für mehr Psychotherapeuten und mehr Methodenvielfalt kämpfen.

    Nagut, ich nehme eh kein Ritalien und co, weil ich schlicht zu ungeduldig, kritisch und tollpatschig, um eine entsprechende Psychologische Unterstützung zu finden. Zu dem kann ich schlecht jammern.

    Es wird auf dem Anstieg der AD(H)S Erkrankungen verwiesen. Dieses Argument verweisst im Grunde, das es keine neuen Krankheitsbilder geben kann, und wenn, dann nicht in dem Ausmaß. (puh, eine Pandemie ist also unmöglich )
    Aber können sich auch keine besseren/neuen Therapiemöglichkeiten weiterentwickeln für bisher unerkannte Gesundheitsbeeinträchtigungen , wenn es diese nicht gibt.

    Fazit:
    Stimmt, die HP und deren Aussagen sind nicht durchdacht = unwissenschaftlich,

    wer Lust hat, kann ja mit denen eine heißen Debatte führen und auch die Logikfehler verweisen.
    Geändert von datBär (18.08.2013 um 10:02 Uhr)

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