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Diskutiere im Thema ADHS nur erfunden im Forum ADS ADHS: Nonsens aus Presse und Medien
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  1. #21
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: ADHS nur erfunden

    cthulu schreibt:
    Ich wollte wissen wie ihr zu der Aussage steht unabhängig davon ob sie nun richtig oder falsch ist... (Metaebene)
    wenn das so durch die medien geht etc. dann roll ich mit den augen, evtl. ärgere ich mich. hin und wieder gelingt es mir mich über solche berichte zu amüsieren, weil sie vor unsinn nur so strotzen.

    würde mir das im privaten gespräch jemand so oder ähnlich sagen, bzw. wenn zu merken ist, dass derjenige davon nicht viel hält, dann kränkt mich das manchmal. denn selbst wenn adhs erfunden wäre, so habe ich dennoch probleme aufgrund derer ich diese diagnose bekommen hab. für mich ist das dann also gleichbedeutend damit, dass derjenige mich in schwierigkeiten die ich real habe, nicht ernst nimmt. sich womöglich denkt "so eine spinnerin, die solch sich halt zusammenreißen bla...."

    allein schon wenn mir einer sagt, ich soll mehr schlafen. als wüsste ich nicht, dass ich mich wohler fühle wenn ich genug geschlafen hab. schlaf unmöglich machendes kopfkino kennt ein NADS halt nur, wenn er ein mal im jahr ein überaus schwerwiegendes problem hat. blaaaaaaaaaaa usw....

  2. #22
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: ADHS nur erfunden

    Hallo alle,

    @ cthulu:
    Ilka1973 schreibt:
    Davon halte ich überhaupt nichts!
    Denn dann wird uns ja immer wieder vorgehalten, wir wären nur zu faul, zu dumm, zu naiv...



    Eben die Gefahr sehe ich dabei auch...
    Ja, diese gefahr gibt es im moment immer noch, und davon kann man sich schützen. Zuerst mal hilft (denke ich) sich selber zu verstehen, sich informieren... Es hilft vertrauen an der eigene wahrnehmung, sicherheit um seine diagnose zu bekommen und daher schlagfertiger zu werden. Es geht nicht an eine tag, aber kommt mit der zeit.

    Dazu gehört auch seine umfeld ein bisschen zu sortieren und vor allem mit leute zu sein die uns nicht als faul und dumm sehen, aber denen klar ist, dass wir kämpfen. Diese unterstètzung gibt auch viel kraft. der forum kann dazu auch dienen.

    Langfristig wäre mehr aufklärung, offentlichen arbeit sinnvoll, aber für so was, ist besser sein leben in etwa im ordnung zu bringen und sich stark und sicher genug zu fühlen. Es ist eine schritt dass betroffene die seit eine weile ihre diagnose haben sich wagen. Dafür gibt es auch eine gruppe auf diese forum für wer lust hat da mitzumachen. Es ist im moment nicht viel los, aber jeden ist da frei so viel zu machen wie er möchte. Diese schritt kann auch heilsam sein. Für mich ist es wichtig so weit zu gehen, um einiges aus meine vergangenheit wirklich abschliessen zu können.

    So abschicken und weiterlesen...

  3. #23
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: ADHS nur erfunden

    @ Mel. : wenn es um jemand geht der ich persönlich kenne, verletzt es mich auch, um so mehr wir uns kennen... Entweder, versuche ich zu erklären, oder nehme ich abstand von diese mensch, je nach beziehung, meine momentaten stimmung u.s.w.... Bei jemand der so wie so dazu neigt mich auf der mund zu fahren, schweige ich lieber, dort wo ich gehör finde kann, rede ich ehe...

    Auf dauer bleibe ich gerne nur mit menschen die mich nicht als faul und dumm sehen und irgendwie merken dass es ein andere problem gibt... So ist meine umfeld auch mit der zeit sortiert... Ich habe auch der glück dass meine eltern sich gegenüber ADS offen zeigen und für mich verständnis zeigen. So etwas hat nicht jeden und irgendwie auch als erwachsene, kann es kostbar sein...

    lg

  4. #24
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 731

    AW: ADHS nur erfunden

    Was soll ich davon halten?

    Ich kenne Gruppierungen, die jegliche Krankheiten leugnen und denken, das wäre nur erfundene Propaganda.
    Das Problem ist. Es gibt alles. Vor allem durch das Internet. Da muss man nur meinen, man hätte Recht, gibt dann entsprechend esoterische oder verschwörungstheoretische Phrasen in Google ein und schon ist man unter seinesgleichen und wird immer wieder bestätigt, wie Recht man hat und wie blöd alle anderen sind.

    Ganz ernsthaft: Einfach ignorieren.

    *Edit*
    Ich hatte so eine Extremesituation. Eine esoterische Freundin. Der ich zu viel entgegenkommen zeigte, ein riesen Fehler.
    TL;DR - Ich stand an einem Punkt, da konnte ich ihr nicht mehr zuhören, weil es echte Probleme mit sich brachte und ich umkehren musste. Sie war ne eingebildete blöde Kuh, der man das nicht beibringen konnte. Deswegen habe ich den Kontakt abgebrochen, selbst ihr Freund, mit dem ich schon länger befreundet war, stand am Ende zu mir, weil sie echt nur noch scheisse laberte. Jo. Welt ist kein Ponyhof.

    Hoffe es hilft.
    Geändert von Theonar (26.07.2013 um 17:18 Uhr)

  5. #25
    Holdibaldi

    Gast

    AW: ADHS nur erfunden

    Hallo Theonar,

    Theonar schreibt:
    Welt ist kein Ponyhof.
    deinem Beitrag stimme ich zu, bis auf diesen letzen Satz, der löst in mir spontanes Unbehagen aus, obgleich es nicht mehr als ein belanglos-harmloses Sprüchlein ist...

    Die Welt ist eben doch ein Ponyhof, ein sehr großer sogar!

    Zum Glück kapiere ich diese Tatsache langsam. Sie hilft mir, alles etwas weniger verbissen zu sehen, inklusive (bzw. vor allem) mich selbst.

    Viele Grüße,

    Holdi

  6. #26
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 157

    AW: ADHS nur erfunden

    Zur "erfundenen Krankheit"-Debatte:

    Also wenn im Struwwelpeter der hyperaktive UND hypoaktive Typ vorkommt; das ganze heute wissenschaftlich belegt und beobachtet wird; und die erste für diese Zeit übertrieben genaue Beschreibung von AD(H)S (Attentio Volubilis*) im Jahre 1775 gab...
    ...dann sind für mich 2 Sätze schon nicht mehr wert darüber zu diskutieren.
    Gestern habe ich von einer Bekannten einen Artikel bekommen in dem davon berichtet wird das ADHS eine erfundene Krankheit sei.
    Ich kenne eher Artikel in denen von zu vielen diagnostizieren Störungen die rede ist. Nicht gleich "erfunden". Aber es gibt durchaus solche Artikel, die von faz ist glaube ich da am bekanntesten.
    Ich meine natürlich wird heutzutage viel zu oft die Diagnose ADHS bei Kindern gestellt.
    Bist du sicher? Für mich wird immer noch ziemlich wenig diagnostiziert, alleine schon auf Grund fehlender Experten in der Diagnostik. Gleichzeitig pendelt sich meines Wissens langsam alles ein (jedenfalls die MPH-Verschreibungen) was ich so interpretiere, dass nun fast alle versorgt sind (oder, dass Neuroleptika nun bei AD(H)S eher verwendet werden).
    Aber grundsätzlich zu erklären das wäre alles nur Einbildung halte ich für diskriminierend und auch gefährlich weil Menschen mit ADHS dadurch als faul, dumm uä. abgestempelt werden die sich "net so antellen sollen"
    Das wird mit Depressiven oder anderweitig Kranken auch gemacht - ich weiß nicht was mit diesen "diskriminierenden" Leuten los sind. Viele von denen regen sich zudem gleich über leichte Kopfschmerzen auf und stornieren alles. Es fehlt wohl Aufklärung, so wie es 1775 auch kritisiert wurde.
    Was halter ihr davon...?
    Vielleicht habe ich Glück aber mir hat tatsächlich noch niemand gesagt, dass AD(H)S erfunden sei. Jemand hatte mal meine Diagnose angezweifelt (kein Arzt), aber das war's auch...
    Worüber ich mir Sorgen mache ist, wenn Eltern ihre Kinder nicht behandeln lassen, obwohl sie eine Behandlung nötig haben. Ich glaube, dass ist sogar hier im Forum manchen passiert.

  7. #27
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: ADHS nur erfunden

    Hallo alea,

    1775 ist wirklich nicht mehr gestern . Sogar um etwa 1900 gab es auch die vermutung dass was wir heute ADS nennen biologisch begründet ist und nicht aus schlechte erziehung oder so was...

    Wenn wir vielleicht gut suchen, gibt es sicher älter schriften die davon reden... Nun, es gab zeiten wo es ehe viel weniger geschrieben war als heute...

    lg

  8. #28
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 157

    AW: ADHS nur erfunden

    mj71 schreibt:
    1775 ist wirklich nicht mehr gestern . Sogar um etwa 1900 gab es auch die vermutung dass was wir heute ADS nennen biologisch begründet ist und nicht aus schlechte erziehung oder so was...
    Das wusste Melchior Adam Weikard auch bereits - sofern ich die altdeutsche Schrift richtig lesen konnte. Man sollte sie etwas austoben lassen und die Hypoaktiven sollen für eine Zeit lang in einem völlig abgedunkelten Raum stehen. (Um in Ruhe zu träumen und bei Langeweile zufrieden geträumt wieder ins Licht zu gehen? Ergibt doch irgendwie Sinn?) Lehrer sollen den Unterricht interessant und lustig gestalten mit möglichst wenig eintöniger Aufgaben.

    Biologisch hat er auch genannt, dass die Ursache verlangsamte "Nervenfasern" seien, die durch "antreibende" Substanzen aktiviert werden könnten. Außerdem sagte er von einem Ungleichgewicht bzw. Mangel eines "erregenden Körpersaftes". (Heute nach über 230 Jahren wissen wir, dass dieser Körpersaft Dopamin heißt. )

    Wenn wir vielleicht gut suchen, gibt es sicher älter schriften die davon reden... Nun, es gab zeiten wo es ehe viel weniger geschrieben war als heute...
    Das haben schon viele Wissenschaftler getan. 1775 ist das früheste was sie finden konnten, was noch aussagekräftig genug war. Vielleicht mussten sie vorher noch Deutsch lernen um es zu entdecken. ^^
    Geändert von Aleã ( 1.08.2013 um 19:30 Uhr)

  9. #29
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: ADHS nur erfunden

    Verrückt was sie damals schon wussten? Und dabei weigern sich einigen heute immer noch daran zu glauben...

    Das wusste Melchior Adam Weikard auch bereits - sofern ich die altdeutsche Schrift richtig lesen konnte. Man sollte sie etwas austoben lassen und die Hypoaktiven sollen für eine Zeit lang in einem völlig abgedunkelten Raum stehen. (Um in Ruhe zu träumen und bei Langeweile zufrieden geträumt wieder ins Licht zu gehen? Ergibt doch irgendwie Sinn?) Lehrer sollen den Unterricht interessant und lustig gestalten mit möglichst wenig eintöniger Aufgaben.

    Biologisch hat er auch genannt, dass die Ursache verlangsamte "Nervenfasern" seien, die durch "antreibende" Substanzen aktiviert werden könnten. Außerdem sagte er von einem Ungleichgewicht bzw. Mangel eines "erregenden Körpersaftes". (Heute nach über 230 Jahren wissen wir, dass dieser Körpersaft Dopamin heißt. )
    Sehr schlau was er gesagt hatte... Hatte er selber ADS? ADSler wissen oft intuitiv was sie brauchen, wenn der umfeld ihnen nicht dauernd verunsichern...

    lg

  10. #30
    Kopfkino deluxe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 678

    AW: ADHS nur erfunden

    Onkel Wiki zur Geschichte von AD(H)S:

    Geschichte

    1845 beschrieb der Frankfurter Arzt Heinrich Hoffmann im Struwwelpeter einige typische ADHS-Verhaltensweisen
    (Zappel-Philipp, Hanns Guck-in-die-Luft).
    Hoffmann betrachtete diese jedoch als Erziehungsprobleme und nicht als psychische Störung.

    1901 schrieb Sigmund Freud in seiner Schrift Zur Psychopathologie des Alltagslebens: „Es gibt Menschen, die man als
    allgemein vergesslich bezeichnet und darum in ähnlicher Weise als entschuldigt gelten lässt wie etwa den Kurzsichtigen,
    wenn er auf der Straße nicht grüßt.“ Freud vermutete als mögliche Ursache „Abänderungen der Blutversorgung im nervösen Zentralorgan“.

    1902 beschrieb der englische Kinderarzt George Frederic Still das Störungsbild erstmals wissenschaftlich und postulierte,
    dass nicht eine schlechte Erziehung oder ungünstige Umweltbedingungen, sondern eine angeborene neurobiologische
    Konstitution die Ursache sei.

    Heute liegen weltweit knapp 19.000 Forschungsarbeiten zum Thema vor.
    Das US-amerikanische Magazin Time widmete dem Thema 1994 eine Titelgeschichte.

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