Seite 5 von 14 Erste 12345678910 ... Letzte
Zeige Ergebnis 41 bis 50 von 138

Diskutiere im Thema ADHS - Die erfundene Krankheit im Forum ADS ADHS: Nonsens aus Presse und Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Neues Forum!
  1. #41
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: ADHS - Die erfundene Krankheit

    Ich habe die Artikel nochmal durchgelesen....

    .... ich glaube hier geht es mehr um die Definition "Krankheit"..... ?

    wenn alle psychischen "zustände" - "nur" normabweichende verhaltenserscheinungen sind - und die norm, je nach dem variabel,
    so kann es streng genommen keine "krankheit" sein..... nur eine abweichung der "norm"..... ?

    demzufolge, wenn von 100 Menschen (und dies die norm) - 95 eine depression haben - ist die depression normal - und
    5, die nicht unter dieser verstimmung "leiden" - wären krank.... gem. obiger logik?!?

    kompliziert....

  2. #42
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 77

    AW: ADHS - Die erfundene Krankheit

    Ich kann Euch nur noch mal den link empfehlen da lest ihr wer sich alles noch mit ADHS Beschäftigt hat.
    Für die wenig Leser, stelle ich jetzt Auszüge mit ein.
    Dumm, faul, unfähig? ADHS bei Jugendlichen und Erwachsenen

    Modediagnose?
    Leider muss ich immer wieder hören, dass das Thema ADHS bei Erwachsenen zum Teil auch von Fachpersonen nicht ernst genommen wird und auch mal als Modediagnose bezeichnet wird. Das Wissen, dass die ADHS auch im Erwachsenenalter fortbestehen kann, ist nämlich alles andere als neu: Bereits 1962 beschrieben Forscher, dass viele ehemals Hyperaktive als Erwachsene emotional impulsiv bleiben, eine niedrige Frustrationstoleranz haben und dazu neigen, in Wutanfällen, Panikattacken oder Befürchtungen zu entgleisen. Anfang der 70er Jahre wandte sich Paul Wender, einer der bekanntesten ADHS-Forscher der USA, intensiv der Erforschung der ADHS bei Erwachsenen zu. Bereits Ende der 70er Jahre fanden bei Erwachsenen Therapieversuche mit Stimulanzien, den klassischen ADHS-Medikamenten, statt.

    Sogar Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse, wusste um diese Problematik. Er analysierte bei Erwachsenen das Phänomen der Unaufmerksamkeit und Ablenkbarkeit und schrieb 1901 in seiner Schrift „Zur Psychopathologie des Alltagslebens“:
    „Es gibt Menschen, die man als allgemein vergesslich bezeichnet und darum in ähnlicher Weise als entschuldigt gelten lässt wie etwa den Kurzsichtigen, wenn er auf der Strasse nicht grüsst. Diese Personen vergessen alle kleine Versprechungen, die sie gegeben, lassen alle Aufträge unausgeführt, die sie empfangen haben, erweisen sich also in kleinen Dingen als unverlässlich und erheben dabei die Forderung, dass man ihnen diese kleineren Verstösse nicht übel nehme, d.h. nicht durch ihren Charakter erklären, sondern auf organische Eigentümlichkeit zurückführen solle.“
    In einem anderen Aufsatz schrieb Sigmund Freud:
    „Ein bekanntes Beispiel solcher Zerstreutheit ist der Professor der fliegenden Blätter, der seinen Schirm stehen lässt und seinen Hut verwechselt, weil er an die Probleme denkt, die er in seinem nächsten Buch behandeln wird.“
    Es ist schon erstaunlich, wie Sigmund Freud vor über 100 Jahren in fast hellseherischer Manier moderne wissenschaftliche Erkenntnisse vorwegnahm und indem er schrieb, dass „…Abänderungen der Blutversorgung im nervösen Zentralorgan…“ eine der Ursachen von Aufmerksamkeitsstörungen sein könnte. Damit formulierte er vorausschauend die heutige, von den meisten Wissenschaftler/-innen anerkannte Erkenntnis, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine genetisch bedingte reduzierte neuronale Aktivität im Stirnhirnbereich – und eben nicht Charakter- oder Erziehungsprobleme – die primäre Ursache der ADHS darstellen.
    Die mehreren Hundert englischsprachigen wissenschaftlichen Publikationen zur ADHS bei Jugendlichen und Erwachsenen, wahrscheinlich handelt es sich sogar um eine vierstellige Zahl, hat man in Europa lange nicht zur Kenntnis genommen. 1998 erschien erstmalig in deutscher Sprache eine Übersetzung des Buches „Zwanghaft zerstreut“ von Edward Hallowell. Und im gleichen Jahr erschienen in deutschsprachigen Fachzeitschriften die ersten Fachartikel zur ADHS bei Erwachsenen.

    Und Dann noch das:
    Der unaufmerksame Typus der ADHSIn Europa hat man aber lange nicht nur verkannt, dass ADHS auch bei Erwachsenen vorkommen kann. Man hat auch nahezu komplett ignoriert, dass es neben dem hyperaktiven Typus auch einen stillen, verträumten und unaufmerksamen Typus der ADHS gibt. Also die ADHS ohne „H“. Wir alle kennen den Störenfried und den Zappelphilipp – eben das so genannt typische ADHS-Kind mit hyperkinetischen Verhaltensauffälligkeiten. Der „Hans-Guck-in-die-Luft“, wie ihn der Arzt Philipp Hofmann in seinem Kinderbuch „Der Struwwelpeter“ bereits 1845 beschrieb, also das verträumte, zerstreute, unaufmerksame, vergessliche und langsame Kind, fand in Europa bisher kaum Beachtung.
    Verhängnisvoll ist dieses Ausklammern des unaufmerksamen Typus der ADHS auch deswegen, weil unter den Betroffenen viele Mädchen sind. Mädchen und Frauen werden nicht nur im Bildungs- und Erwerbsleben benachteiligt, sondern auch in der Forschung: Viele der Studien über die ADHS wurden und werden ausschliesslich mit Knaben, Jungs oder Männer durchgeführt. Man hat Mädchen, Frauen und den unaufmerksamen Typus der ADHS lange vernachlässigt. Eine Studie der Universität Zürich über die Tauglichkeit eines computergestützten Aufmerksamkeits-Tests bei Kindern mit einer ADHS, welche Ende 2000 veröffentlicht worden ist, wurde ausschliesslich mit Knaben durchgeführt. Mich persönlich wundert es angesichts dieser Selektionskriterien nicht, wenn auch heute noch hartnäckig daran festgehalten wird, dass die ADHS bei Knaben sehr viel häufiger vorkomme, als bei Mädchen.
    Feldforschungen führten dazu, dass die Amerikanische Psychiatrische Gesellschaft (APA) 1980 in der dritten Version der DSM (Diagnostisches Manual und Klassifikationssystem psychischer Störungen) die Bezeichnung „Hyperkinetische Störung“ durch „ADD“ (Attention Deficit Disorder) ersetzte. Damit trugen sie den Forschungsresultaten Rechnung und setzten Probleme mit der Konzentration und Aufmerksamkeit in den Mittelpunkt dieses Störungsbildes. Ab 1980 war es also offiziell möglich, eine ADHS ohne Zeichen der Hyperaktivität oder Impulsivität zu diagnostizieren und zu behandeln. Da Mädchen beziehungsweise Frauen häufiger an der stillen Form der ADHS leiden, fielen sie lange aus dem Diagnose- und Begriffsraster.
    Die heute noch gültige Version der DSM-IV von 1994 erlaubt die Diagnose von drei Typen der ADHS: nämlich den vorwiegend unaufmerksamen Typus, den vorwiegend hyperaktiven Typus und den Mischtypus. Epidemiologische Studien, welche in den USA zwischen 1995 und 1997 durchgeführt wurden, zeigten, dass die ADHS ohne Hyperaktivität kein Phantom ist, sondern quasi doppelt so häufig vorkommt, wie der meistens alleine anerkannte hyperaktive und primär männliche Typus der ADHS. Die Auftretenshäufigkeit des unaufmerksamen Typus der ADHS beträgt zwischen 4.5 und 9 Prozent. Der kombinierte Typus hingegen liess sich bei 1.9 bis 4.8 Prozent der Bevölkerung feststellen und der hyperaktive Typus bei 1.7 bis 3.9 Prozent.
    Bevor ich mit weiteren Beispielen aus meiner Praxis und Informationen zur ADHS bei Jugendlichen und im Erwachsenenalter fortfahre, will ich jetzt einen kurzen Kameraschwenk vornehmen zu den Ursachen der ADHS.

    <<<<<<Nicht Aufregen ich weiß es ist viel zu lesen.


    Schaut Euch bei den Europaartikel mal die Zeiten an.
    Anm: Die erwähnten Zeiten und Ärzte in einer anderen Antwort von mir, sind aus einen Artikel über das Zeitalter der Gehirnforschung.

    - - - Aktualisiert - - -



  3. #43
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.456

    AW: ADHS - Die erfundene Krankheit

    Sher interessant text! Es zeigt klar dass es keine ganz neue sache ist, dass einiges schon früher aufgefallen ist...

    Sonst im moment wenig zeit um mich da zu beteiligen... Aber wenn ich es schaffe, schaue ich mal wieder. Ich kann einfach nicht mehr schweigen wenn leute nur müll schreiben... Also,ich meine müll nicht hier auf der forum, ehe dort bei der artikel...

    Sonst scheint mich das DSM V nicht mal so schlimm...

    lg

  4. #44
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 39

    AW: ADHS - Die erfundene Krankheit

    Einige, die die Meinung der erfundenen Krankheit vertreten (in meinem Umfeld), berufen sich allein auf die Bedeutung von ADHS. Viele können sich mit dem Begriff Krankheit nicht anfreunden, weil ADHS ja von der Bedeutung nach ein Syndrom ist.
    Allerdings wissen die wenigsten, dass das Wort Syndrom eine Anhäufung von verschiedenen Symtomen, bzw. verschiedener Krankheitsbilder bedeutet (erforscht oder nicht- ist dann egal).

    Es gibt in der Medizin verschiedene Krankheiten, die im Namen das Wort Symtom haben, aber da kommt keiner auf die Idee, es nicht als Krankheit anzusehen.
    Die bekanntsten hierzu sind das

    - Down- Syndrom
    - AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrome-oder übersetzt: erworbenes Immundefektsyndrom).

    Ich bin der Meinung, wenn die heutigen medizinischen Verfahren bzw. Möglichkeiten (neben den schon bekannten Test's), wie MRT, EEG, Gen- Untersuchung..., nicht so schweine teuer wären, würde es eine ausgiebige Studie mit kaum wiederlegbaren Beweisen für die Existenz von ADHS als Krankheit geben. In der Medizin seit 2003 bei Erwachsenen als Krankheit anerkannt und man kann einen Behindertenantrag stellen (meiner ist seit 2 Jahren in meiner Bearbeitung).
    Komisch, was bei erfundenen Krankheiten alles möglich ist?

    Wenn aber nun schon Tierärzte (ich stand bei der Diagnose beim Tierarzt zufällig daneben) ADHS bei völlig abgedrehte- aber liebevollen Hunden diagnostizeren und medikamentös behandeln, was soll dann uns schon passieren.
    Wir kommen jedenfalls nicht ins Tierheim, ob ADHS erfunden ist oder nicht. --- Bitte ironisch auffassen----

    LG

  5. #45
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.633

    AW: ADHS - Die erfundene Krankheit

    Was der Psychiater da auf seinem Sterbebett von sichgegeben hat, deutet sehr stark darauf hin, dass er auch schon zu Lebzeiten nichts Vernünftiges abgesondert hat.

    Eine Eigenschaft, die er bekanntlich mit dem Großteil der Psychiater teilt.

    Die genetische Ursache von ADHS heute noch zu leugnen, ist inzwischen etwa so sinnlos geworden, wie den genetischen Einfluss auf die Körpergröße zu leugnen:

    The Genomics of Attention Deficit Hyperactivity Disorder - Maximillian Muenke - YouTube

    Die Umweltfaktoren bestimmen nicht, ob wir ADHS haben oder nicht. Sehr wohl hat die Umwelt aber einen großen Einfluss darauf, wie gut oder wie schlecht wir mit ADHS zurechtkommen. Diese relativ simple Grundtatsache wird von den so genannten ADHS-Kritikern nahezu grundsätzlich verwechselt.

    Zudem wird ADHS immer isoliert betrachtet. Von diesem Standpunkt aus wird es dann komplett geleugnet oder relativiert. Dies ist jedoch sinnlos, da ADHS isoliert kaum vorkommt. Vereinfacht ausgedrückt: Kein Mensch leidet an ADHS (sondern an dem, was es hervorruft und/oder verhindert).

    Es gibt Leute und ich bin mir sicher, dass jeder zumindest einen kennt, der ADHS hat, nicht behandelt wird und der trotzdem nicht leidet, ja womöglich sogar noch recht glücklich und zufrieden mit seinem Leben ist. Dies gibt es wie gesagt durchaus. Daraus wird aber eben dann geschlossen, dass ADHS keine Krankheit sei.

    Auf diesen beiden Verwechslungen basiert wie gesagt nahezu jede ADHS-Kritik.

  6. #46
    pero

    Gast

    AW: ADHS - Die erfundene Krankheit

    .... ich glaube hier geht es mehr um die Definition "Krankheit"..... ?
    Diesen Ansatz habe ich auch gelesen und dem stimme ich durchaus zu. Das Leben wäre für alle Menschen leichter wenn sie nicht eine einheitliche "Arbeitsnorm" erfüllen müssten.
    Ein Mensch braucht Trubel um aufzublühen, ein anderen Ruhe. Schon dieser Unterschied wird heute kam berücksichtigt. Da ist es doch sehr verständlich das Menschen die stärker vom "normalen" abweichen auch mehr Probleme haben.
    Wenn er das so geschrieben hätte, dann hätte ich den Artikel auf meine Hauswand geschrieben.
    Da wäre die passende Überschrift:
    AD(H)S wurde aus kommerziellen Gründe als Krankheit definiert.

    Aber zu behaupten es gäbe kein AD(H)S, das ist schlicht falsch und eine Lüge. Man kann unterschiedliche Meinungen haben ob es eine Krankheit ist, aber es ist auf keinen Fall eine erfundene Krankheit, das würde bedeuten das die Symptome erfunden wären.

    Es gibt Leute und ich bin mir sicher, dass jeder zumindest einen kennt, der ADHS hat, nicht behandelt wird und der trotzdem nicht leidet, ja womöglich sogar noch recht glücklich und zufrieden mit seinem Leben ist. Dies gibt es wie gesagt durchaus. Daraus wird aber eben dann geschlossen, dass ADHS keine Krankheit sei.
    Dem kann ich nur zustimmen.
    Genau das macht es für mich aber auch deutlich das eine frühe Erkennung und Beratung bei vielen Betroffenen die Probleme deutlich reduzieren könnte.
    Dabei spreche ich bewusst nicht von Therapie weil ADHS nicht heilbar ist, aber man kann die Symptome durch angepasstes Verhalten, ein passendes Umfeld und ggf. Medikamente "erträglich" machen.
    Ich kenne mindestens 2 wirklich sehr erfolgreiche Menschen deren Eigenheiten durch ADHS erklärbar sind. Beide haben Ihren Weg (ohne Diagnose) gefunden und das erhoffe ich für mich auch.

    Gleichzeitig hoffe ich das auch im Berufsleben erkannt wird das Menschen individuelle Fähigkeiten und Bedürfnisse haben, das sie nicht wie biologische Maschinen behandelt werden dürfen.

    LG
    pero

  7. #47
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 384

    AW: ADHS - Die erfundene Krankheit

    Ja pero,
    diese Hoffnung habe ich auch.
    Leider passiert das aber nicht von selbst.
    Denn einige, aber mächtige profitieren davon, dass das nicht so gehandhabt wird.

    Ich kann das nicht erklären, wo die Vorteile liegen, aber die scheint es zu geben. Sonst wäre es nicht so.
    Hat vermutlich mit Standardisierung zu tun. Läuft jeder gleich, ist der Durchsatz höher?

    LG
    Steve


    Sent with Tapatalk 2.

  8. #48
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.214

    AW: ADHS - Die erfundene Krankheit

    Manchmal denke ich mir, müssen wir denn ständig irgendwelchen Journalisten hinterher
    dackeln, die sich große Mühe geben, unzutreffende Artikel, Sendungen herauszubringen?


    Und dann bringt Eiselein den Link zu Maximilian Münke auf You tube. Herzlichen
    Dank! Herr Münke ist ein sehr netter Mann und hat vor zwei Jahren in Nürnberg auf
    dem Kongress der AG ADHS sein Wissen weitergegeben.

    Leider haben nur wenige hier ansässigen Fachleute die Einladung nicht angenommen.
    Ich hoffe, dass mal ein Journalist zuschnappt und daraus einen schönen Artikel oder
    eine Sendung für das "niedere Volk" macht und nicht "sterbende" Wisschenschaftler
    quält, um ihnen eine Geständnis herauszupressen.

    Für mich ist das, was man "ADHS" nennt, eines der wichtigsten Themen unserer Zeit.

    Einen schönen Tag noch - Gretchen

  9. #49
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: ADHS - Die erfundene Krankheit

    ADHS-Nico schreibt:
    Ich bin der Meinung, wenn die heutigen medizinischen Verfahren bzw. Möglichkeiten (neben den schon bekannten Test's), wie MRT, EEG, Gen- Untersuchung..., nicht so schweine teuer wären, würde es eine ausgiebige Studie mit kaum wiederlegbaren Beweisen für die Existenz von ADHS als Krankheit geben. In der Medizin seit 2003 bei Erwachsenen als Krankheit anerkannt und man kann einen Behindertenantrag stellen (meiner ist seit 2 Jahren in meiner Bearbeitung).
    Die ausgiebigen (mehrzahl) Studien mit kaum widerlegbaren Belegen für die Existenz von ADHS gibt es zu hunderten.
    Ein Ausgewachsenes Vorurteil lässt sich durch sowas nicht sonderlich beeindrucken.
    Da genügt es, irgendeine abgedroschene längst widerlegte Meinung eines einzelnen Prominenten von vor 15 Jahren auszugraben, die aus irgendwelchen Untersuchungen fragwürdige aussagen ableitet, die sich auch ohne ADHS erklären lassen - und schon gilt als "Bewiesen", dass es ADHS eben nicht gibt.

    "ADHS gibt es nicht" ist keine Schlussfolgerung der Leugner, sondern ihr Dogma.
    Es lässt sich nicht durch Schlussfolgerungen beseitigen.
    An Aussagen, die im Widerspruch zum Dogma, stehen, muss etwas falsch sein. Nicht andersrum.

    Wer in der Form Dogmatisch denkt, kann nicht überzeugt werden. Er kann nur bekehrt werden.
    In dem Sinne, doch für möglich zu halten, was zuvor sein Tabu war, und damit undenkbar.
    "Bekehrung" geschieht dann, wie immer bei Bekehrungen, durch die Begegnung mit einer überzeugenden Person.
    Also zum Beispiel einem Betroffenen, der persönlich wichtig ist, und dessen Meinung man in einer Weise wertschätzt, dass sie wichtiger ist als das Dogma. Die das Dogma in Frage stellt, und dessen Aussage man nicht vom Tisch wischen kann, ohne die Person abzuwerten. Und die man nicht abwerten will.

    Warum schreibe ich das?
    Es kommt immer mal wieder die Aussage, dass diese Leute "unbelehrbar" sind.
    Das stimmt mit Einschränkungen.
    Aber wir ADHS-betroffenen sind wirklich viele. Je mehr von uns selbst wissen, was dieses ADHS ist, und lernen, dazu zu stehen, umso öfter werden auch Dogmatiker mit uns Konfrontiert.
    Und da viele von uns wirklich ein Charisma haben, dass den meisten selbst überhaupt nicht bewusst ist, glaube ich, dass wir auf Dauer auch immer mehr Menschen überzeugen werden.
    Darüber zu reden und Stellung zu beziehen bleibt wichtig.
    Die Wissenschaftliche Faktenlage ist die eine Sache. Die persönliche Bereitschaft, sich damit auseinanderzusetzen und für Glaubwürdig zu erachten, muss erst erobert werden.

  10. #50
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: ADHS - Die erfundene Krankheit

    ADHS-Nico schreibt:
    Ich bin der Meinung, wenn die heutigen medizinischen Verfahren bzw. Möglichkeiten (neben den schon bekannten Test's), wie MRT, EEG, Gen- Untersuchung..., nicht so schweine teuer wären, würde es eine ausgiebige Studie mit kaum wiederlegbaren Beweisen für die Existenz von ADHS als Krankheit geben. In der Medizin seit 2003 bei Erwachsenen als Krankheit anerkannt und man kann einen Behindertenantrag stellen (meiner ist seit 2 Jahren in meiner Bearbeitung).
    Die Studien mit MRT etc. ergeben übrigens, dass die Hirnaktivität eines Pools von ADHS-Betroffenen sich signifikant deutlich unterscheidet von der Hirnaktivität nichtbetroffener, aber dass die Individuelle Variabilität zu groß ist, um das für diagnostische Zwecke zu benutzen.
    Sprich: Die Hirnaktivität von ADHSlern bilden in einem entsprechenden Diagramm eine Wolke mit einem Schwerpunkt, der sich deutlich woanders befindet als bei Nichtbetroffenen. Aber der Überlapp der beiden Wolken ist trotzdem ca. 70 bis 90 %
    Das wird auch durch genauere Untersuchungen nicht besser werden.

    Man kann natürlich mutmaßen, dass auch bei Individuen die Aktivität situationsbedingt schwankt und dann eine Wolke bildet...
    Aber das verschließt sich der diagnostischen Methodik. Man kann nicht gleichzeitig Fussball spielen und dabei in der Röhre untersucht werden.

Seite 5 von 14 Erste 12345678910 ... Letzte

Ähnliche Themen

  1. Coopzeitung - Zum Glück formiert sich Widerstand gegen das erfundene ADHS
    Von Kaot im Forum ADS ADHS: Nonsens aus Presse und Medien
    Antworten: 26
    Letzter Beitrag: 13.05.2013, 16:43
  2. Ist ADS / ADHS eine Krankheit?
    Von Celine im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 79
    Letzter Beitrag: 8.10.2012, 18:17
  3. Ist ADS / ADHS eine Krankheit?
    Von cypher2k1 im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
    Antworten: 80
    Letzter Beitrag: 7.05.2012, 23:31
  4. ADHS = Krankheit? Nein ->Fähigkeit
    Von QuerGedacht im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 11
    Letzter Beitrag: 22.08.2010, 00:02
Thema: ADHS - Die erfundene Krankheit im Forum ADS ADHS: Nonsens aus Presse und Medien bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Neues Forum!
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum