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Diskutiere im Thema ADHS - Die erfundene Krankheit im Forum ADS ADHS: Nonsens aus Presse und Medien
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  1. #131
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: ADHS - Die erfundene Krankheit

    Garrett schreibt:
    Doch mal ne Frage: Woher dein Vertrauen in die Industrie bzw Pharmaind.??
    Rückfrage: Woher Dein Vertrauen in die Aussage von Deinem Kumpel, der "mal Psychologie studiert hat" (klingt nach: nicht abgeschlossen?) über etwas was angeblich sein Professor gesagt hat, den Du nicht kennst, und das der geballten Menge von tausenden von Studien von ziemlich vielen Professoren und Doktoren und Doktoranden und Studenten aus Psychologie, Psychiatrie, Neurologie, Pharmazie etc. offen wiederspricht?
    Ist Dein Kumpel, der mal psychologie studiert hat und mal von einem Professor irgendwas gehört haben soll, durch irgendetwas glaubwürdiger als die tausende von anderen, die ich grade erwähnt habe, und die das Thema ADS nicht so nebenbei behandeln, sondern als ihr Fachgebiet bearbeiten?
    Beispiel: Es gibt ein dt. Institut, dass ein wohl sehr wirksames Medikament gegen Depressionen entwickelt hat. Doch Pharmafirmen wie Lilly Inc. blocken diese und setzen alles daran, dass die das nicht auf den Markt bringen können, da sich mit der Krankheit super Geld machen lässt und deren Schrottmedikamente wie "Prozak" weiter aufn Markt sind und sich super verkaufen. Man wäre ja auch dumm, wenn man jetzt die Leute heilen würde und sich damit seines eigenen Verbrauchermarkts beraubt, weil dann mehr und mehr Menschen vllt vollkommen genesen und eben nicht ihr Leben lang iwelche Präparate kaufen müssen und damit solange sie leben Profit generieren.
    Soso. Welches deutsche Institut?
    Welches Medikament?
    Wirksamkeit des Medikaments ist wodurch belegt?

    "Doch Pharmafirmen wie Lilly blockieren diese"
    Aha-wie machen die das?

    Klar - Lilly will die eigenen Medis verkaufen. Das funktioniert immer am besten, indem man die besten Wirksamkeitsnachweise liefert.
    Die werden dann nicht von Lilly allein geliefert. Die müssen durch Studien belegt werden, bei denen Lilly zwar mitfinanziert - aber die Standards an die Unabhängigkeit solcher Studien ist dann doch recht hoch.
    Ja, da wird versucht zu beschei*en, aber das ist nicht ganz so einfach, wenn es durch mehrere Instanzen durch muss, die unterschiedliche Interessen haben.

    Aber mal abgesehen davon, wenn das dt. Institut ihr Mittel an den Markt bringen würde: was wären die damit ?
    Genau, sie sind ein Teil der Pharmaindustrie.
    Bist Du sicher, dass Du nicht vielleicht auf die marktschreierische Legende eines erfolglosen Instituts hereingefallen bist, die ihr Produkt nicht an den Mann bringen?

    "Man wäre ja auch dumm, wenn man jetzt die Leute heilen würde und sich damit seines eigenen Verbrauchermarkts beraubt, weil dann mehr und mehr Menschen vllt vollkommen genesen"
    Da frag ich mich erst mal: Was hast Du denn für ein Zeug genommen?
    Die Pharmafirmen verdienen nicht "an der Krankheit". Erfolgreich werden die Mittel, die positive veränderungen bewirken - nach Meinung der Ärzte und Patienten. Und den Ärzten, die in den Kliniken und Praxen täglich persönlich mit den Patienten umgehen, permanent zu unterstellen, sie machen das "nur" fürs Geld und würden dafür sorgen, dass die Leute möglichst krank bleiben, das ist schon ziemlich unverschämt.
    Es ist schon wahr: das System hat einen Haufen Macken. Das deutsche Gesundheitssystem erlaubt den Krankenkassen einen Keil zwischen Arzt und Patient zu treieben, indem sie jedem Patienten vermitteln, alles an Leistungen bekommen zu können, was der Arzt verschreibt, wenn er es verschreibt - aber dem Arzt verweigern sie diese erstattung. Der bleibt, wenn er eine Leistung zu oft verschreibt, auf seinen Kosten sitzen. Der Arzt ist gezwungen, mit einer gewissen Willkür zu entscheiden, welcher patient eine Leistung noch bekommt und wer nicht - und der Patient, der die Leistung nicht bekommt, obwohl die Kasse ihm versichert, dass er (der Patient) sie bezahlt bekommt, fühlt isch verar***t.

    Irgendwelche Heilpraktiker mit Schnellausbildung im Durchlauferhitzer bekommen großzügig Honorare für stundenlange Gespräche, der Arzt bekommt fürs Gespräch das, was die Fallpauschale hergiebt - klar ärgert sich der Patient, dass der Arzt zu wenig Zeit für ihn hat. Viele Ärzte würden sich gerne die Zeit nehmen, länger mit den Patienten zu reden. Aber die Sprechstundenhilfen draußen an der Theke und die Raummiete kosten in dieser Zeiteinheit deutlich mehr als das was er für das Gespräch erstattet bekommt - er zahlt drauf.
    Da läuft vieles schief im Gesundheitssystem. Das ist Politik und nicht Wissenschaft.
    Die populäre und populistische Kritik die Du da auspropierst ist nicht Teil des Problems.

  2. #132
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.210

    AW: ADHS - Die erfundene Krankheit

    Ein schönes Buch ist übrigens auch

    "A hunter in a Farmers World/Eine andere Art die Welt zu sehen" von Thom Hartmann.

    Also ich habe nicht studiert, sehe aber an meiner Tochter, dass das heutzutage schon ziemlich
    verrückt ist, nur schuften für die Prüfungen.

    Bei mir ist alles ein bisschen kleiner, ich habe eine Berufsfachschule besucht und bin dort
    zwei Jahre herumgegammelt, habe mir das Recht ersessen, dann in dem Beruf zu arbeiten
    (hatte trotzdem sehr gute Noten). Im Job wehte ein anderer Wind, es war learning by doing
    und es hat mir dann sehr viel Spaß gemacht.

    Halte dich mal an die Tipps von Hallowell (die stehen im Bücher-Thread unter "Zwanghaft zerstreut"
    ich glaube #13, allerdings nicht die Übersetzung wie in der deutschen Ausgabe, sondern von
    Michael Townson übersetzt). Am besten du liest sie gleich, weil ich kann dir jetzt nicht die
    wichtigsten reinschreiben.

    LG Gretchen

    P.S. Darf ich fragen, was du studierst?

  3. #133
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.420

    AW: ADHS - Die erfundene Krankheit

    Hallo Garrett,

    Mal zu pharmaindustrie: Es ist klar und verständlich dass sie, wie alle unternehmer auch geld machen wollen. Ich habe auch verständnis dafür, wenn sie mal eine neue stoff endecken, dass sie mal schauen was man damit machen kann. Daran sehe ich nichts falsch, es macht jeden! Im moment, wo es im wirtschaft schwierig wird und immer mehr so ist wie in eine haiebecken, sind menschen erfinderisch und nicht immer im gute sinn... überall kann mal bescheisst werden, gelügt werden, aber überall ein bisschen... Dabei geht es vor allem um menschen die meistens ihre arbeit richtig machen wollen und auch noch ihre rechnungen bezahlen wollen...

    Doe pharmaindustrie hat sicher hier und da, aber nicht mehr oder nicht weniger fehler gemacht oder mal geschmulgen oder...

    Aber, langfristig mit eine bestimmte produkt gewinn zu machen ohne dass es irgend ein bedarf gibt, geht es nicht... Wenn ADS wirklich erfunden wäre und MPH keine wirkung hätte, würden wir alle seit langem schon wissen und die pharmaindustrie hätte sich schon etwas anders ausgesucht...

    Menschen die der diagnose ADS bekommen haben, sind auch zuerst mal zur arzt gegangen, weil etwas in ihre leben nicht stimmt... Ohne leidensdruck, geht man nicht zum arzt klagen dass man sich nicht konzentrieren kann. Auch keine nimmt langfristig medis, wenn es ihm nicht hilft und wenn vorher eine leidensdruck entsteht.

    Was ich immer wieder bei Hühter & Co mich auffällt ist die total ausblendung von der leidendruck ADS-betroffenen und so was finde ich zu kotzen!

    Zu den Psychologie-Professoren: Ich halte die Wette das waren Psychoanalytiker - die leugnen generell jede biologische Basis von allen Psychischen Vorgängen. Zudem wird andersrum ein Schuh draus: Die wollen ihre teuren Therapien mit zweifelhaftem Erfolg auch bei ADHS verkaufen.
    Da gebe ich auch wildfang recht: da es betroffenen gibt die hilfe suchen, gibt es auch einige unseriösen sachen, weil es menschen gibt die geld machen wollen... Aber ohne irgend ein bedürfniss, gibt es auch keine angebot...

    lg

  4. #134
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: ADHS - Die erfundene Krankheit

    Garrett schreibt:
    @Wildfang

    Doch mal ne Frage: Woher dein Vertrauen in die Industrie bzw Pharmaind.??
    1. Wie du schon sagst: Cool bleiben, sachlich bleiben - das heißt: Auch nicht auf Verschwörungstheorien reinfallen.

    2. Ich hab u. a. Naturwissenschaften studiert und kenne Teile der Industrie von innen. Da arbeiten weder Engel noch Teufel sondern Menschen. Die meisten geben sich redlich Mühe den Patienten zu helfen. Dass dann auch noch der Lohn erwirtschaftet werden soll - klar, aber selten kriminell.

    3. Mir hat die Pharmaindustrie bisher deutlich mehr geholfen als geschadet. Eigentlich nur geholfen.

    ---

    Edit:

    Wie das mit dem Geld verdienen gemacht wird hat Medice gezeigt indem sie ihr bei Kindern mäßig erfolgreiches Medikinet als allererste für Erwachsene zulassen konnten - als Parallelzulassung. Geschickt. Und mir sehr recht. Über ein Jahr später wird wohl Ritalin kommen.

    Wie es Betriebswirtschaftlich überhaupt nicht geht zeigt der Ladenhüter Eqasym von Shire. Dabei ist das nicht schlechter als andere.

    Da greift die Marktwirtschaft - nicht bei "Erfinden von Krankheiten" oder Wirksamkeit oder sonstwas was die Verschwörungstheoretiker labern.




    ---
    Zwischen Angel und Tür: Per Telefon und Tapatalk.
    Geändert von Wildfang (13.07.2013 um 00:47 Uhr)

  5. #135
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: ADHS - Die erfundene Krankheit

    Wildfang schreibt:
    Zu den Psychologie-Professoren: Ich halte die Wette das waren Psychoanalytiker - die leugnen generell jede biologische Basis von allen Psychischen Vorgängen. Zudem wird andersrum ein Schuh draus: Die wollen ihre teuren Therapien mit zweifelhaftem Erfolg auch bei ADHS verkaufen.
    Das ist nicht ganz richtig. Ihr Übervater (Sigmund) hat so wohl in seinen Schriften über Kokain als auch im Briefwechsel mit Binswanger zugeben, dass Kokain die einzige Substanz ist, die psychische Störungen positiv und nachhaltig beeinflussen kann. Also keinesfalls psychoanalytische Laberei alleine.

  6. #136
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: ADHS - Die erfundene Krankheit

    Freilich wurde diese Lehre später von den Jüngern wie von dieser Professorin Wischmob-Rüttelstab verwässert. Aber dafür kann Sigmund wie gesagt rein gar nichts.

  7. #137
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.420

    AW: ADHS - Die erfundene Krankheit

    So wie ich ab und zu gelesen (sorry, quelle finde ich vielleicht nicht mehr) hat freud auch etwas vermutet was wir heute ADS nennen: dass es menschen gibt die vergesslich, zerstreut und so sind, aus biologische gründen, nicht weil sie traumatisiert sind...

    Wieso war es dann so was ausgeblendent?

    lg

  8. #138
    Apollo_1012

    Gast

    AW: ADHS - Die erfundene Krankheit

    Hallo in die Runde,

    natürlich sind alle Krankheiten Erfindungen des Menschen, da sie Normabweichungen beschreiben, wobei die Norm relativ willkürlich festgelegt wird und sich über die Jahrhunderte auch verändert hat. Man vergleiche, was vor Jahrhunderten normal war und heute pervers ist.

    Der Mensch konstruiert sich seine Wahrnehmung von der Welt genau so, wie es ihm passt und er bewertet permanent. Mit Krankheiten werden Defizite beschrieben, also es mangelt an irgendwas. Wer nicht sprechen kann, der ist sprachbehindert. Aber muss man sprechen? Wer nicht richtig gucken kann, der braucht eine Brille, aber muss man alles sehen? AD(H)S ist ein prima Beispiel für eine solche Normabweichung. Wer als Kind viel zappelt, der hat früher ein paar hinter die Ohren bekommen und hat heute dann eben ADHS (was natürlich besser ist, aber es ist willkürlich). Das klingt zynisch, aber die Natur denkt nicht, sie ist.

    Also, wenn mir ein Arzt so was wie "Erfindung/Einbildung" sagen würde, hätte ich kein Problem, ihm zuzustimmen. Ich würde ihm sagen: "Und Sie bilden sich ein, nach Ihrer Definition gesund zu sein...bis Sie das Gegenteil herausfinden."

    AD(H)S bietet aus meiner Sicht eine Orientierungshilfe (wie "Wachstumsschmerzen"), um sich selbst besser anzunehmen, sich vielleicht erstmals zu lieben. Wem es nützt, der ist doch besser drauf als vorher. Darauf kommt es an. Natürlich sind der Begriff AD(H)S und die Literatur eine Hilfskonstruktion, um einen Symptomkomplex zusammenzufassen. Das ist "Depression" übrigens auch.

    Und so weiter ;-))) Gedankenkreisel >> Stop!

    LG
    Apollo

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