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Diskutiere im Thema Öffentlichkeitsarbeit im Forum ADS ADHS: Nonsens aus Presse und Medien
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  1. #11
    salamander

    Gast

    AW: Öffentlichkeitsarbeit

    mel. schreibt:
    die ärgernis erzeugenden medieninhalte werden hier ja eh geteilt. wenn dann regelmäßig unter all diesen unsinn viele von uns ihre kommentare posten, ist das doch was. damit man sich nicht jedes mal die finger wund schreibt, finde ich die idee mit textbausteinen wirklich gut. zu jeder "adhs-lüge" ein kleiner, forgefertigter abschnitt mit korrigierendem inhalt. dann sucht man sich die zum artikel passenden raus, variiert und passt es etwas an, fügt es zusammen und gut ist. statt jedes mal aufs neue ewig einen neuen kommentar zu verfassen. da könnte man ja auch links zu solchen aktionen wie "zukunftsträume" und positivbeispielen für vernünftige berichterstattung zum thema einstreuen.

    Das mit den Textbausteinen find ich persönlich kontraproduktiv, weil defensiv.

    Immer von meinem Denkmusterausgehend...

    Damit begeben wir uns in eine Rechtfertigungsschleife und sind die Gejagten, nicht die Jäger.

    Aus meiner Sicht muß es genau anders herum laufen. Gezieltes und in regelmäßigen
    streuen von PMs in allen deutschsprachigen Medien.

  2. #12
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: Öffentlichkeitsarbeit

    Hallo Mel,
    danke für Deine Auskunft über Promis u. Politik; es hilft in der öff. Wahrnehmung gut, wenn Fakten mit Gesichtern verbunden werden können.

    Bin inhaltlich bei Dir.

    Betonen möchte ich, dass die gesellschaftliche Relevanz des Themas steigt, sobald Wissenschaft auf der politischen Bühne mehr Gerechtigkeit ruft u. geichzeitig der Gesellschaft mehr Nutzen anbietet.

    Renate ******* hat einen schönen Schritt gemacht, den man verfolgen könnte.

    Außerdem würden mich die Erfahrungen des Teams der Kinderkommission des Bundestages interessieren, das müssten gerade Eckehard Pols, Marlene Rupprecht, Nicole Bracht-Bendt, Diana Golze u. Katja Dörner sein. Warum nicht anfragen, wie groß gerade die politischen Spielräume sind, mehr für ADHSler zu tun? Also die Lobbyarbeit von unserer Seite zu versstärken (nicht "bloß" der wenigen tatsächlich geeigneten Ärzte).

    Da das ADHS ja als Krankheit gilt u. in den Schulen grad die "Inklusion" umgeht, könnte ein Impuls in dieser Richtung hilfreich sein.

    Außerdem wie du sagst Modelle breitenwirksamer propagieren wie es z.b. Bertelsmann mit den Zukunftsträumen vorgemacht hat, das Du genannt hast. Ich halte das die Zukunftsträume für einen schönen Schritt mit Modellcharakter. Von solchen Sachen will ich mehr wissen!

    Ich fände es toll, die Erfolge solcher Projekte mehr zu dokumentieren bzw. sofern es solche Dokus gibt, diese dann breiter zu streuen!

    Warum sollte Bertelsmann nicht mitspielen. Warum nicht anfragen?

    Mir kommt es darauf an, mehr positiv-lebendig Schicksale darzustellen mit den Leitfragen, die durch Fakten positive Gefühle gegenüber dem ADHS streuen:

    Was können wir trotz Handycaps besser als der ADHS-unauffällige Bürger-Rest etc.

    In welchen Feldern ist mehr Wahrnehmung gut?

    Wo ziehen wir eine Grenze und stellen schlichtweg eine intolerante Tendenz in der verbürgerlichten Gesellschaft fest; viele der "Normalen" wissen beim Fingerzeigen nicht, dass sie entweder in - mehr oder minder markante - schizoide, hysterische, depressive Typologien fallen, deren Symptome wir ADHSler seit der Kindheit hilflos ausbaden müssen, obwohl wir das durchschauen!


    Dir derweil ein Dankeschön f. den Dialog u. alles Gute für's Lernen, ich drück Dir die Daumen.

    Lg L.

  3. #13
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Öffentlichkeitsarbeit

    loyola, ich kann allem was du geschrieben hast, zustimmen. und denke auch, fragen kostet nix.
    mit den zukunftsträumen könnte ein problem daraus erwachsen, dass das wohl von einem pharmakonzern finanziell unterstützt wird. da wird es wohl schnell unterstellungen geben, dass die bloß den glauben an die von ihnen erfundene krankheit aufrecht erhalten wollen, um weiter mit ihrem medikament geld zu scheffeln.
    danke fürs daumen drücken. :-)

    salamander. ich verstehe das ganze als ein sowohl als auch. sowohl etwas anregen als auch vorhandene schlechte berichte zu kritisieren. und zwar nciht in einer weise von kommentaren wie "also ich bin betroffen und was da steht stimmt so nicht und ich habe es ja sooo schwer", sondern unter betreffende berichte sachliche kommentare zu schreiben, die aufzeigen, dass schlecht recherchiert wurde und die genannten inhalte nicht korrekt sind. und die "wahrheit" gleich mitliefern. wenn unter solch einem beitrag der lesende gleich 30 solcher kommentare liest, verhindert das hoffentlich schon mal, dass weiterhin solche vorannahmen ungefiltert in die köpfe gesetzt werden. und zweitens wird das auch irgendwann unangenehm, wenn solche berichte regelmäßig massiven gegensturm bewirken. was auch eine der ideen war. die redaktionen mit leserbriefen zu überschwemmen, nachdem mist publiziert wurde.
    drum fand ich die idee gut. von der einen seite das vorhandene kritisieren, von einer anderen seite etwas anderes anregen. zudem ist es etwas, was relativ leicht und sofort umsetzbar ist. was angesichts der sich aktuell wieder häufenden publikationen von mist angebracht ist.
    die anderen pläne, brauchen da schon mehr planung und aktivität...

    lg
    mel

  4. #14
    salamander

    Gast

  5. #15
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: Öffentlichkeitsarbeit

    Hallo alle,

    Ich finde diese projekt toll, aber weiss nicht viel wie ich dazu beitragen kann im moment, ausser mit einige ideen...

    Wie wäre es (oder ist es schon so weit) damit eine gruppe aufzubauen? Dort könnt ihr weiter ideen austauschen sowie planen u.s.w. und es kommt sicher immer wieder einige interessierten dazu.

    Was sonst mich in sinn kommt, vielleicht ist auch etwas: Ich habe der eindruck dass mit echten geschichten von betroffenen, so auch viel "interessantes" kommen wird. Auf mich wirkt so was echt und lebendig. Wissenschaftliche daten, ja, aber die stimme von was man erlebt hatte wirkt auch glaubwürdig! Nicht mit jammern, aber so was wie: "Seit ich die diagnose bekommen habe, geht es mich besser".

    Vor nicht sehr lange war ich für eine onlinezeitung (der oft sachen publiziert dass anderswo nicht zu lesen ist) interwiew und dort habe ich darüber auch geredet...

    Was mich auch noch im sinn kommt: depression gilt nicht mehr als modediagnose, aber auch wird auch bei der fachwelt ernst genommen. Wäre bei ADS nicht auch da etwas zu tun? So lange ein teil der fachwelt es nicht ernst nimmt, werden sie immer wieder quatsch sagen können. Natürlich für uns laien ein bisschen schwierig...

    Aber bei die medien können wir sicher schon etwas tun...

    lg

  6. #16
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: Öffentlichkeitsarbeit

    Hab einen Spaziergang gemacht, habs abgewogen u. kann mir das vorstellen, intensiv thematisch zu arbeiten.

    Nicht nur weil ich das in mein Leben integrieren kann, sondern weil ich mein Leben so in das ADHS integrieren könnte, das es ja wesentlich mitbestimmt!

    Welche Mitstreiter gibt es?

    Euer
    L.

  7. #17
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: Öffentlichkeitsarbeit

    mj71 schreibt:
    Hallo alle,



    Wie wäre es (oder ist es schon so weit) damit eine gruppe aufzubauen? Dort könnt ihr weiter ideen austauschen sowie planen u.s.w. und es kommt sicher immer wieder einige interessierten dazu.
    lg

    Hab einen Spaziergang gemacht, habs abgewogen u. kann mir das vorstellen, intensiv thematisch zu arbeiten.

    Nicht nur weil ich das in mein Leben integrieren kann, sondern weil ich mein Leben so in das ADHS integrieren könnte, das es ja wesentlich mitbestimmt!

    Welche Mitstreiter gibt es?

  8. #18
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.207

    AW: Öffentlichkeitsarbeit

    "Da steh ich nun, ich armer Tor. Und bin so klug als wie zuvor...."

    Ich gehe schon seit 20 Jahren mit dem Phänomen "ADHS" hausieren, früher hieß es HKS oder "Hyperaktivität".

    Das Kürzel AIDS z. B. kann man besser erklären als ADHS, - sagt man "Aufmerksamkeitsdefizit", meinen die Leute,
    die Kinder leiden daran, dass ihnen die Eltern zu wenig Beachtung schenken. "Da sind doch die Eltern schuld!, bekommt
    man dann zu hören.

    Die Kampagne "Zukunftsträume" war nett gedacht, doch leider ist eben ein Pharmakonzern mit im Boot.
    Außer ein paar Artikeln in Zeitungen hat die Aktion m. E. keine großen Spuren hinterlassen.

    Und im Internet gibt es so viele Einträge, wer will da entscheiden, was gut ist und was weniger.

    Wenn ich mal jemanden zu fassen bekomme, im Wahljahr gerne Politker, drücke ich ihm was zum Lesen
    in die Hand. Aber wer hat schon Zeit, ein paar DIN-A-4 Seiten zu durchzuackern? Und Vereine bringen
    zwar tolle Beiträge in Mitgliederzeitschriften (z. B. "neue Akzente" vom ADHS Deutschland e. V.),
    leider werden da aber nur Mitglieder, evt. ihre Ehepartner und wenn es sich um Fachleute handelt,
    vielleicht ein paar Kollegen erreicht.

    Die Menschen wollen etwas kurzes Knackiges.
    Und wir wissen doch, dass die Bandbreite des ADHS nicht mit wenigen Worten erklärt werden kann.

    Was sollen wir Politkern sagen, was wir erwarten?

    Übrigens spricht Christopher Lauer von den "Piraten" bei dem Symposium in Kassel, das der
    ADHS Deutschland e. V. anlässlich der JVH veranstaltet.

    Ich bin ratlos, aber ich vertraue auf Euch junge Leute und bin gespannt!

    Grüße - Gretchen

  9. #19
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Öffentlichkeitsarbeit

    mj71 schreibt:
    Was mich auch noch im sinn kommt: depression gilt nicht mehr als modediagnose, aber auch wird auch bei der fachwelt ernst genommen. Wäre bei ADS nicht auch da etwas zu tun? So lange ein teil der fachwelt es nicht ernst nimmt, werden sie immer wieder quatsch sagen können. Natürlich für uns laien ein bisschen schwierig...
    das ist tatsächlich etwas, worüber ich gestern auf dem weg zur uni nachgedacht hab. keine ahnung, wie die vermittlungspläne anderer unis aussehen, aber bei mir wurde in der vl klinische psychologie im vergleich zu anderen störungsbildern adhs echt nur am rande erwähnt. diagnosekriterien nach icd und dsm runtergebetet. viel mehr war das nicht. eine kommilitinonin fragte mich neulich, wie ich die rolle der mutter bei der entstehung von adhs einschätze, da ihre ansicht dem üblichen bild entsprach, sie aber auch zugab, sich nicht wirklich auszukennen. ein kommilitone hat da "seine eigene meinung zu". und das sind die therapeuten von morgen. prost mahlzeit. adhs wird in der therapeutenausbildung zwar nochmal angegangen, aber trotzdem. ich finde das bedenklich.
    so oder so wird das thema in der fachwelt aber sicherlich noch lange für debatten sorgen. das ist ein problem, was wir echt nicht angehen können.

    aber gegen diese öffentliche meinungsmache, gegen die können wir uns wehren. und verlangen, dass die ärzte die adhs behandeln, entsprechend vergütet werden.

    worüber ich gestern auch nachgedacht habe: keine ahnung ob das ne gute oder ne schnapsidee ist. die war erstmal nur in meinem kopf. berichte schreiben. "die adhs-lüge". *lool* also so als zeitungsartikel. geschrieben als würde ein journalist ihn schreiben. mit korrekten informationen und als bericht über eine betroffene. denn ich denke auch, da müssen wieder viel mehr vernünftige betroffenen-geschichten unters volk. ab und an gibts die ja.

    und sonst eben, was schon vorgeschlagen wurde. textbausteine vorfertigen, redaktionen mit leserbriefen überfluten, schlechte und gut berichte hier teilen und entsprechend haufenweise kommentare wahlweise lobend oder kritisierend runtersetzen.
    für die anderen ideen sind wir bisher noch bissle wenig. ich hoffe aber, dass das noch mehr werden. :-)

    schön loyola, dass du schon mal tatenkraft zusagst! :-) ich im rahmen meiner möglichkeiten auch. jetzt heißts aber gerade semesterendspurt.

    lg
    mel

  10. #20
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Öffentlichkeitsarbeit

    oooh. loyola ist ne nachteule. sehr sympathisch.

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