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Diskutiere im Thema ZDFmediathek (Nachrichtenbeitrag 20. 01. 2013) im Forum ADS ADHS: Nonsens aus Presse und Medien
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  1. #31
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
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    AW: ZDFmediathek (Nachrichtenbeitrag 20. 01. 2013)

    Ich hab das schon mal in einem anderen Thread angesprochen, weiß aber jetzt nicht mehr, in welchem ... .

    Wer gerade zufällig die Januar-Ausgabe der "Psychologie Heute" greifen kann:
    In dem Heft ist ein sehr interessanter Artikel, ein Interview mit dem Epidemologen Hans-Ulrich Wittchen.
    Es geht in diesem Interview nicht einmal um ADHS.
    Herr Wittchen verfolgt seit über 10 Jahren anhand großer Studien den Verlauf psychischer Erkrankungen im Auftrag der EU und berichtet vor dem Europaparlament auch alle zwei Jahre von den Ergebnissen.

    Die Balkengrafik der aktuellen Ergebisse zeigt klar, dass die Prävalenz von ADHS nach wie vor, wie schon seit Jahren stabil, bei 5% liegt.
    Wo auch immer diese Barmer Leute ihre Daten her haben, sie sollten die mal gegen valide und unabhängige Studien und Erfassungen gegenchecken...


    Interessant fand ich auch, dass Herr Wittchen zum Beispiel auf die Frage, ob es denn nun die psychischen Erkrankungen in den letzten Jahren so dramatisch zugenommen haben, gesagt hat:
    Nein, ... das Bewusstsein hat zugenommen.
    Er untersuche psychische Erkrankungen schon seit den achtziger Jahren und von einigen Ausnahmen (die er erläutert) abgesehen, haben psychische Störungen weder zu- noch abgenommen.

    "Nicht die Häufigkeit psychischer Störungen hat sich verändert, sondern das Diagnoseverhalten der Ärzte und Versorgungseinrichtungen.
    Ferner ist erfreulicherweise die Bereitschaft der Menschen gestiegen, etwa über ihre Depressionen oder andere seelische Beschwerden zu reden und sie als behandelbare Erkrankungen aufzufassen.
    Wenn die Krankenkassen und Versorger heute also einen vermeintlichen Anstieg von psychisch bedingten Krankschreibungen verzeichnen, dann heißt das:
    Dieselben Leiden werden heute anders codiert als zu früheren Zeiten" [Wittchen, Psychologie Heute 01-2013]
    Hoffe, es ist in Ordnung, diese Sätze zu zitieren?)

    Weiterhin sagt er, das dies damals unter anderem aus der Angst vor dem Stigma heraus geschah, das damit für den Patienten verbunden war.

    Aber für die Kassen ist das natürlich eine unangenehme, weil kostspielige Entwicklung ...

    Wie es aussieht, will die Barmer das wieder aufleben lassen, um Kosten einzusparen und die Presse zieht fleißig mit, sicherlich auch weil sie sich hübsch vor den Karren spannen lassen, ...
    Nicht mal unbedingt in böser Absicht, sondern vielleicht auch aus der Unwissenheit heraus und möglicherwise aus Zeitmangel, weil sie kaum Gelegenheit haben, sich gründlich zu informieren und z.B. auch solche Daten wie die von Hn. Wittchen anzusehen und die daraus folgernden Rückschlüsse zu ziehen und die Daten der Kassen auf solche Hintergründe zu hinterfragen.
    Dann würde sicherlich einiges in's Wanken geraten,.

    Was ich übrigens ebenfalls interessant fand, war die Aussage von Wittchen in dem Interview, dass die Wahrscheinlichkeit im Leben an einer behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankung zu entwickeln bei 100% liegt.
    Und das sei auch gar nicht so überrraschend wie es zunächst klingt.
    Wir erwarten ja auch nicht, unser ganzes Leben lang sonst keine Erkrankung zu entwickeln, kein Mensch ist sein Leben lang gesund, warum also sollte ausgerechnet das mit Abstand komplizierteste Organ des Menschen da eine Ausnahme sein?

    Was fehlt ist ein angemessenes Konzept zur Behandlung von psychischen Erkrankungen.

    Wirklich ein sehr interessanter Artikel ... nur leider lesen die Menschen weniger die PH, als die Bild und schauen sich solche Fernsehbeiträge an, die für so manche Redaktionen natürlich auch ein gefundenes Fressen sind... leider.

    Er schreibt aber auch, dass haltgebende Tagesstrukturen immer mehr zerbrechen.
    Ein Punkt, den man, gerade bei uns ADHS'lern, sicherlich nicht außer Acht lassen darf.
    Aber das hat nichts mit der Prävalenz zu tun.
    So etwas kann ADHS niemals auslösen, aber es unterstützt natürlich die spätere Bildung von Komorbiditäten.


    Liebe Grüße
    Fliegerlein
    Geändert von Fliegerlein (31.01.2013 um 13:59 Uhr) Grund: noch mehr reichlich Fehler korrigiert... ...

  2. #32
    Lysander

    Gast

    AW: ZDFmediathek (Nachrichtenbeitrag 20. 01. 2013)

    joncan schreibt:
    Ja, aber andere Interesensgruppen mit ähnlichem Hintergrund haben auch eine vernünftige PR-Arbeit hinbekommen. ich bin vom Fach, und natürlich muß man hier ein professionelles Konzept erstellen, professionell und kontinuierlich die Pressearbeit ausführen und neue Namen in der Presse aufbauen.

    Da ich in der PR tätig bin, wäre ich gerne bereit, die Dinge in die Hand zu nehmen und so eine professionelle PR durch einen Zusammenarbeit zwischen den diversen ADHS -Vereinen, Netzwerken, Selbsthilfegruppen und Fachärzten in Gang zu bringen. Man also eine gemeinsame Pressearbeit macht und so auch finanziell stemmen kann. Also beispielsweise durch die Schaffung einer PR-Stelle mit Unterstützung von ehrenamtlichen Engagement.
    Natürlich sind das nicht die Kapazitäten wie die einer Presseabteilung eines großen Unternehmens. Aber andere Interessensgruppen mit ähnlichen Anliegen haben es auch geschafft das Bild der Öffentlichkeit nachhaltig zu beeinflussen. Also kann


    Nur kann ich das nicht jetzt sofort tun, erst in zwei drei Monaten habe ich wieder Luft. An der Idee müssen wir trotzdem festhalten und mit langem Atem dabeisein, bis aus dieser eine konkret umgesetzt wird.
    Ich sehe das nicht viel anders und bin gerne bereit zu helfen.

  3. #33
    Neues Forum-Mitglied

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    Forum-Beiträge: 442

    AW: ZDFmediathek (Nachrichtenbeitrag 20. 01. 2013)

    Lysander schreibt:
    Ich sehe das nicht viel anders und bin gerne bereit zu helfen.
    Okay, dann mache ich auch mit, wenn es wirklich gelingt, etwas auf die Beine zu stellen.

    Aber, Joncan, eine bezahlte Stelle einzurichten wird nicht hinhauen. Wer sollte denn die bezahlen? Wenn eine solche Voraussetzung ist, können wir es auch gleich sein lassen. Das muss schon ehrenamtlich laufen!

    Die Foren-Mitglieder sollten stattdessen lieber erst mal für Alex Arbeit = das Fortbestehen des Forums spenden. Denn davon profitieren alle unmittelbar.
    Geändert von ADHS72 (31.01.2013 um 14:13 Uhr)

  4. #34
    Ist hier zuhause

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    AW: ZDFmediathek (Nachrichtenbeitrag 20. 01. 2013)

    An sich gibt es doch schon einige Verbände wie z.B. ADHS Deutschland eV.

    Vielleicht wäre es auch eine gute Idee, die zu unterstützen?
    Oder sind die schon so eingefahren, dass man von denen nicht mehr so viel erwarten kann?
    (Ich kenn mich bei den Verbänden offengestanden nicht sonderlich gut aus)

    Und vielleicht ließen sich auch die Sozialverbände mal etwas mit hinzuziehen, obwohl ich da auch schon ein wenig das Gefühl habe, dass ADHS bei denen auch nicht unbedingt den Bekanntheitsgrad hat, wie er angemessen wäre...

  5. #35
    Lysander

    Gast

    AW: ZDFmediathek (Nachrichtenbeitrag 20. 01. 2013)

    ADHS72 schreibt:
    Okay, dann mache ich auch mit, wenn es wirklich gelingt, etwas auf die Beine zu stellen.

    Aber, Joncan, eine bezahlte Stelle einzurichten wird nicht hinhauen. Wer sollte denn die bezahlen? Wenn eine solche Voraussetzung ist, können wir es auch gleich sein lassen. Das muss schon ehrenamtlich laufen!

    Die Foren-Mitglieder sollten stattdessen lieber erst mal für Alex Arbeit = das Fortbestehen des Forums spenden. Denn davon profitieren alle unmittelbar.
    Alex hat doch selbst schon eine Diskussion über die Gründung eines Vereins angestoßen. http://adhs-chaoten.net/pinnwand/234...ndung-e-v.html


    Natürlich kann ein neu gegründeter Verein keine finanziellen Bocksprünge machen. Das dürfte jedem klar sein. Entweder engagiert man sich oder lässt es bleiben, finde ich. Trotzdem: Büromaterialien, Flyer usw usw kosten Geld.

  6. #36
    Neues Forum-Mitglied

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    AW: ZDFmediathek (Nachrichtenbeitrag 20. 01. 2013)

    Fliegerlein schreibt:
    An sich gibt es doch schon einige Verbände wie z.B. ADHS Deutschland eV.

    Vielleicht wäre es auch eine gute Idee, die zu unterstützen?
    Oder sind die schon so eingefahren, dass man von denen nicht mehr so viel erwarten kann?
    (Ich kenn mich bei den Verbänden offengestanden nicht sonderlich gut aus)

    Und vielleicht ließen sich auch die Sozialverbände mal etwas mit hinzuziehen, obwohl ich da auch schon ein wenig das Gefühl habe, dass ADHS bei denen auch nicht unbedingt den Bekanntheitsgrad hat, wie er angemessen wäre...

    Die Idee, bestehende Verbände zu verknüpfen - ODER ein Gesamt-PR-Netzwerk aufzubauen, gefällt mir auch gut! Zusammen sind wir stark! Stärker, als wenn jeder vor sich hin kleckert...
    Alllerdings fehlt mir auch da der Überblick komplett, wer welche Interessen und Intentionen vertritt, welche Sponoren möglicherweise dahinter stehen, ob und inwiefern Kooperationen überhaupt erwünscht und möglich sind.

    Kennt sich diesbezüglich jemand aus?
    @Wildfang, Du vielleicht?
    Geändert von ADHS72 ( 1.02.2013 um 00:42 Uhr) Grund: gekürzt

  7. #37
    Lysander

    Gast

    AW: ZDFmediathek (Nachrichtenbeitrag 20. 01. 2013)

    ADHS72 schreibt:
    @Lysander, hast Du da im Rahmen Deiner früheren Recherchen vielleicht schon weiterreichende Informationen zusammengestellt?
    .
    Hab Dir eine PN geschickt :-)

  8. #38
    Lysander

    Gast

    AW: ZDFmediathek (Nachrichtenbeitrag 20. 01. 2013)

    Ich sehe das so:
    ein Verein, wie etwa ADHS Deutschland e.V., hat einen Vorstand und Landesgruppen. Weil er gemeinnützig ist, kann er meines Wissens u.U. Fördergelder beantragen. Fördergelder heißt aber auch, dass ein Verein immer einen prozentualen Anteil an Eigenleistung erbringen muss. Das finanziert ein Verein durch Spenden und Mitgliedsbeiträge.
    Ich vermute, entweder wird man Mitglied oder eben nicht und eine Zusammenarbeit kann nur durch Mitgliedschaft erreicht werden. (Ich werte das nicht). Fragen kann man ja mal, jedoch haben wir noch gar keine "Verhandlungsmasse", sprich: Wir können ihnen noch gar nichts anbieten, so dass für sie eine Zusammenarbeit interessant wäre.

    Ich finde Alex Idee der Gründung eines eigenen Vereins sehr attraktiv. Und vielleicht sollte man einen Schritt nach dem anderen machen?

  9. #39
    Neues Forum-Mitglied

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    AW: ZDFmediathek (Nachrichtenbeitrag 20. 01. 2013)

    Lysander schreibt:
    Hab Dir eine PN geschickt :-)
    Danke Dir, ist angekommen!!

  10. #40
    Neues Forum-Mitglied

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    AW: ZDFmediathek (Nachrichtenbeitrag 20. 01. 2013)

    ADHS72 schreibt:
    Okay, dann mache ich auch mit, wenn es wirklich gelingt, etwas auf die Beine zu stellen.

    Aber, Joncan, eine bezahlte Stelle einzurichten wird nicht hinhauen. Wer sollte denn die bezahlen? Wenn eine solche Voraussetzung ist, können wir es auch gleich sein lassen. Das muss schon ehrenamtlich laufen!

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    Na, wenn sich mehrere Vereine und Verbände zusammenschließen, sollte man doch die Mittel für eine Stelle zusammenkriegen? Andere Gruppierungen mit ähnlichem Hintergrund schaffen es auch. Für den Anfang reicht evtl. auch eine halbe Stelle.

    An sich gibt es doch schon einige Verbände wie z.B. ADHS Deutschland eV.

    Vielleicht wäre es auch eine gute Idee, die zu unterstützen?
    Oder sind die schon so eingefahren, dass man von denen nicht mehr so viel erwarten kann?
    (Ich kenn mich bei den Verbänden offengestanden nicht sonderlich gut aus)

    Naja, von denen gibt es bisher eigentlich keine nennenswerte Öffentlichkeitsarbeit, ADHS Deutschland fokussiert sich auf andere Dinge. Trotzdem kann man ja ADHS Deutschland für so eine Zusaamenarbeit mit ins Boo holen.

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