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Diskutiere im Thema "Ein Volk der Zappelphillips" im Forum ADS ADHS: Nonsens aus Presse und Medien
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 161

    "Ein Volk der Zappelphillips"

    Und die Anti-ADHS-Kampagne geht weiter... Ein reißerischer, übler Artikel in welt.de:

    ADHS : Deutsche werden zum Volk der Zappelphilipps - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT

    Langsam machen mir diese immer niveauloser werdenden Lügenkampangen echt Angst.

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 31

    AW: "Ein Volk der Zappelphillips"

    @Trago:

    Danke für den Link. Da scheinen sich SPIEGEL und Welt abgesprochen zu haben. Dieser Artikel hier ist ebenfalls einer der
    übleren Sorte:

    Barmer: Anstieg bei Aufmerksamkeits-Defizit ADHS - SPIEGEL ONLINE
    Geändert von jest11 (29.01.2013 um 13:42 Uhr)

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: "Ein Volk der Zappelphillips"

    Nö. Das ist der jährlich Report der BARMER GEK. Wird immer von den Journalisten abgeschrieben ohne dass ein einziges Neuron feuert. Falls die Hirnzellen haben:
    BARMER GEK Arztreport 2013 ADHS-Diagnosen und Ritalin-Verordnungen boomen

    https://presse.barmer-gek.de/barmer/...Column_t302962

    ADHS hat eine Prävalenz von 5%, Medikamentös behandelt wird etwa die Hälfte - wenn das bei der Barmer anders ist ist was bei der Barmer GEK faul... wobei, so skandalös sind die Zahlen nicht: 4% Dennoch. Glauben wir mal Herrn Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der BARMER GEK, einem renommierten Juristen und Rechtsanwalt und damit wirklichem ADHS-Fachmann: Es gibt einen Boom.

    Die Zahlen stammen doch offenbar aus dem Barmer-Patientenpool oder? Es betrifft also vor allem die Barmer-Versicherten. Ich frag mich inzwischen warum die Kasse nicht einfach adäquate Diagnostik und Therapie bezahlt.

    Also ganz offensichtlich treibt die Barmer ihre Kunden die medikamentöse Therapie und zwar unabhänig von den Krankheiten.

    Damit kann ich aus diesem Report nur eins schliessen: Hände weg von der Barmer, die zahlen lieber billige Pillen als multimodale Therapien und komplexe Diagnostik. Warum die das auch noch in die Öffentlichkeit tuten ist mir ein absolutes Rätsel... sollte vielleicht mal der Herr Athanasios Drougias oder der Herr Dr. Kai Behrens erklären ...
    Geändert von Wildfang (29.01.2013 um 14:23 Uhr)

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: "Ein Volk der Zappelphillips"

    Wildfang schreibt:
    ADHS hat eine Prävalenz von 5%,
    Jep, so ist es und wie es der Zufall so will, habe ichg erade die Januarausgabe der Psychologie Heute auf dem Tisch liegen mit einem Interview mit dem Epidemologen Hans-Ulrich Wittchen, der seit mehr als 10 Jahren im Auftrag der Studien über die Entwicklung psychischer Störungen in Europa verfolgt.

    Und auch dort ist in der Balkengrafik der prozentualen Häufigkeit von psych. störungen ADHS aufgeführt und zwar bei, ... genau 5%.
    Wie schon seit Jahren, wenn nicht gar seit je her.

    Auf die Frage, ob die psychischen störungen denn nun in den letzten Jahren so sprunghaft zugenommen haben, antwortete er:
    "Nein, das Bewusstsein hat zugenommen"

    Am Beispiel Depressionen erläuterte er, dass es heute eben sehr viel mehr im Bewusstsein der Menschen ist und man auch eher bereit ist, darüber zu reden und als Betroffener auch zuzugeben, eine solche Erkrankung zu haben.
    Das ist neu (und eine sehr gute Entwicklung).


    Ich frag mich inzwischen warum die Kasse nicht einfach adäquate Diagnostik und Therapie bezahlt.
    Die Frage stellt man sich in der Tat .... einfach Pille schlucken gut is', ... ist eben nicht.
    Da gehört halt schon ein bisschen mehr dazu.
    Und damit meine ich nicht nur Therapie, sondern auch eine dauerhafte Hilfe dabei, die kleinen Schwächen zu umschiffen bzw. rechtzeitig zu lernen, sie zu managen.

    Und wenn ich dann in den Kommentaren sowas lese wie, "ADHS gibts nicht" und "Früher hat man einfach eine Tracht Prügel bekommen und gut war's"...
    dann beweisen die Schreiber dieser Zeilen nicht nur mangelnde fachliche, sondern auch intelektuelle und soziale Kompetenz ... da kann man nur den Kopf schütteln.

    Schade nur, dass es genug Journalisten gibt, denen es schnurzegal ist, was sie mit dem Mumpitz anrichten, den sie da verzapfen und der schlicht unwahr ist ... das ist traurig, denn wir haben danach wieder damit zu kämpfen, uns rechtfertigen zu müssen.


    Leider gilt das aber keineswegs nur für ADHS, sondern auch für andere Probleme wie z.B. Depressionen (Depression= Weichei/ Burnout=Boah, der hat sich kaputtgearbeitet ....

    Liebe Journalisten und Dummschwätzerkommentatoren:
    :fresse: )

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 795

    AW: "Ein Volk der Zappelphillips"

    Also zu DDR-Zeiten gab es diese Diagnose doch gar nicht? Oder weiß hier jemand mehr. Meine Mutter hat sich als ich 15 war das Leben genommen. Da war niemand da und hat gesagt: " du mußt zum Psychiater". Hätte nicht die Mama von meinem besten Kumpel (wir verstehen uns als Brüder) die Vormundschaft übernommen, hätte das Heim gewartet. Mein Vater und seine Trulla hatten mich sich zu tun und mein ach so kirchlicher Onkel wollte nur ans Geld.
    Geändert von Raphell (29.01.2013 um 16:39 Uhr) Grund: andauernd fehlen Buchstaben

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 45

    AW: "Ein Volk der Zappelphillips"

    Bei n-tv.de ist wieder so ein reisserischer Artikel. Es wird Zeit, dass wir uns wehren, und durch gezielte und aggressive PR, diese falschen Fakten und Verunglimpfungen richtigstellen. Ebenso auch al über die unsaubere Arbeit vn solchen "Hirnforschern" wie Herrn Hüther aufklären.

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 795

    AW: "Ein Volk der Zappelphillips"

    Der Beitrag ist auch bei t-online zu lesen. Und die teils netten Kommentare.

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: "Ein Volk der Zappelphillips"

    Raphell, lies die Kommentare einfach nicht, wirklich!
    Am lautesten Tönen die rum, die am wenigsten Ahnung haben. Dieser "Wenn man keine Ahnung hat...."-Spruch wird leider geflissentlich ignoriert.
    Also: nicht lesen, das kostet zu viele Nerven. Ich mache den Fehler selbst immer wieder.

    Zu den Artikeln: Ich glaube Fliegerlein und Wildfang haben alles nötige gesagt

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Wir müssen lernen, UNSERE Wirkung zu verbessern.

    Wenn wir uns bewusst machen, dass alle wichtigen Lebgensfunktionen im Menschen nicht vom bewussten Verstand gesteuert werden, dann müsste uns klar werden, dass wir a) das verkehrte Problem "lösen" und b) die tatsächlichen Probleme nur immer noch größer machen, wenn wir die bewussten Anstrengungen verdoppeln u.dgl.m.
    Unsere Lebensfunktionen werden im Unbewussten gesteuert und dort schlummern auch unsere Talente: unsere Geistes- und Seelenkräfte vor allem.
    Die entscheidenden Kräfte des Lebens sind feine Kräfte.
    Mit Grobheit und plumpem Druck kommt man ihnen nicht bei.
    Echte Problemlösung ist eine feine, sensible geistig-seelische Präzisionsarbeit in der Ich-kann-Schule.
    Druck löst nicht sondern komprimiert Problem + Mensch; das ist das exakte Gegenteil von Lösung.
    SOG löst; darum ist er das Grundpürinzip der neuen Ich-kann-Schule.
    Sog löst, richtet auf, macht wachsen und man kann damit die Kräfte mühelos punktgenau lenken.
    Man braucht dafür etwas, was zieht.
    Denken also, statt sich anstrengen.
    In meiner Diplomarbeit über Autosuggestion (= eigenen Einfluss) und Hyperaktivität habe ich vor 30 Jahrenschon gezeigt, wie eine praktische Lösung aussehen kann, und habe das seither immer wieder berichtet.
    Wenn wir mit den Kräften anderer BESSER umgehen, können, dann bekommen wir SOG-Wirkung, und das ist der erste Schritt dafür, dass der andere es von uns auch lernen mag und kann.
    Die Schwierigkeit für die Lösung liegt nicht so sehr in den betroffenen Kindern als vielmehr in dem gewohnten, anerzogenen, verkehrten und uns unbewussten Umgang mit ihren Kräften.
    Wenn ich mit Deinen Kräften BESSER umgehe als Du, dann mögen sie mich und folgen mir lieber als Dir.
    Wenn wir keine SOG-Wirkung auf die Kräfte anderer haben, sind wir gut beraten, die Lösung des Problems nicht bei ihnen sondern bei uns zu suchen und zu finden.
    Guten Erfolg!
    Franz Josef Neffe

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: "Ein Volk der Zappelphillips"

    Herr, wirf Hirn vom Himmel
    Jetzt gabs in den letzten Monaten mal ein paar Artikel in spon mit ganz guten Ansätzen, jetzt wieder sowas

    Aber halt mal, zuerst habbich gedacht, der Müll kann ja unmöglich von der KK selbst kommen?
    Kommt er aber tatsächlich.

    Die Barmer will vermutlich tatsächliche ADS-Betrffene von ihrer Kasse abschrecken, sind ja ein bisschen kostspielig.

    Die Darstellung ist echt dermaßen manipulativ tendenziös, das zieht mir die Löcher in den Strümpfen zusammen.

    Altersübergreifend ist der Bevölkerungsanteil mit einer ADHS-Diagnose sogar um 49 Prozent gestiegen (von 0,61 auf 0,92 Prozent der Bevölkerung)
    Solange die Bevölkerung deutlich unterdiagnostiziert ist, hoffen wir ja mal, dass die Diagnosen ansteigen, weil nämlich so lange immer noch zahlreiche Menschen daran unbehandelt belastet sind.

    Außerdem gebe es eine Reihe von Therapieoptionen wie zum Beispiel ein effektives Elterntraining oder Verhaltenstherapie. "Ritalin darf nicht per se das Mittel der ersten Wahl sein."
    Gute Idee, liebe Krankenkasse, die Versorgung mit solchen Therapieoptionen sieht nämlich viel schlechter aus als die Medikamentöse. darf ich das als Ankündigung werten, dass sie für den Ausbau und die Bezahlung solcher Therapieoptionen sorgen wollen ?

    Demnach gibt es mit steigendem Ausbildungsniveau der Eltern ein sinkendes Risiko. Kinder arbeitsloser Eltern sind häufiger betroffen, ADHS wird bei Kindern von Gutverdienern tendenziell seltener diagnostiziert.
    Da ADS erblich ist, spiegelt sich darin die schlechteren Berufschancen der betroffenen Eltern, das erhöhte Risiko für den Verlust des Arbeitsplatzes, die erhöhte Schwierigkeit, Abschlüsse jedweder Art überhaupt zu erreichen.
    Auch gibt es Hinweise darauf, dass Kinder jüngerer Eltern ein höheres Diagnose-Risiko haben als diejenigen von Eltern mittleren Alters. So erhalten Kinder mit einem Elternteil im Alter zwischen 20 und 24 Jahren etwa 1,5 mal häufiger eine ADHS-Diagnose als Kinder mit Eltern zwischen 30 und 35 Jahren. "Ob das an einer größeren Gelassenheit von Eltern im fortgeschrittenen Alter liegt oder an Erziehungsproblemen jüngerer, bleibt offen", sagt Schlenker.
    Ja, drescht nochmal drauf auf die jungen Eltern. Möglicherweise verantwortungsvolle Eltern, denen die massiven Schwierigkeiten ihrer Kids nicht egal sind und als kleinigkeiten abtun. Offenbar informieren sich jüngere Eltern besser als ältere.

    Ich war 46, als mein Sohn diagnostiziert wurde.

    Wie war das Wort :
    "DIAGNOSE-Risiko"
    das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

    z.B. als "Früherkennungsrisiko für Krebs steigt durch Vorsorgeuntersuchungen sprunghaft an"

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