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Diskutiere im Thema Wie erlebt Ihr es, schneller denken zu können? im Forum ADS/ADHS und Hochbegabung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #51
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 30

    AW: Wie erlebt Ihr es, schneller denken zu können?

    Hallo,

    nachdem ich mich jetzt hier so durchgeschmökert habe, bin ich echt geplättet. Bislang ist mir das nur bei dem Thema ADS so gegangen. Nachdem ich aber gerade in den letzten Monaten öfter auf das Thema Hochbegabung angesprochen wurde (fand ich bisher völlig abwegig), habe ich hier auch mal reingeschaut. Das mit dem Beenden der Sätze meiner Gesprächspartner kenne ich nur zu gut. Ich habe in den letzten Jahrzehnten schwer trainiert, um mir das abzugewöhnen. Meist schaffe ich es jetzt, die Klappe zu halten. Oft ecke ich aber immer noch ziemlich an, weil ich zu schnell (und für die anderen Beteiligten völlig aus der Luft gegriffen) Schlußfolgerungen ziehe. Das ist dann für mich logisch und das Thema ist für mich abgehackt - der Rest hält mich dann für einen Klugscheißer oder für wunderlich (je nachdem, ob sie kapieren, worum es ging oder nicht). Auf der einen Seite ärgere ich mich dann über die anderen, dass sie so langsam sind. Auf der anderen Seite über mich, weil ich wieder so schnell vorgeprescht bin. Denn die Erklärung dessen, was ich grade gesagt habe, dauert garantiert wesentlich länger als es Zeit in Anspruch nehmen würde, einfach abzuwarten, bis die anderen soweit sind. Während der Schulstunden habe ich mich auch immer mit anderen Dingen beschäftigt (Hausaufgaben machen, Lernen, zeichnen etc.). Nachdem ich endlich 18 war (und meine Entschuldigungen nicht mehr unterschreiben lassen musste), habe ich dann die langweiligsten Stunden einfach geschwänzt. Da ich immer ganz gut war, haben mich die Lehrer deswegen nicht weiter behelligt. Allerdings (und das ist doch eigentlich völlig untypisch!) war ich weder extrem gut (bis auf die Grundschule) noch besonders schlecht in der Schule. In der 5. Klasse habe ich mir überlegt, dass es am wenigsten Stress macht, "mittelgut" zu sein (2er Schnitt eben) und dass habe ich dann konstant bis zum Abi durchgezogen. Daher hatte ich überhaupt KEINE PROBLEME IN DER SCHULE. Das lief alles völlig glatt ohne großen Arbeitsaufwand - ich bin echt gerne zur Schule gegangen (!?!).

    Außerdem bin ich mir ehrlich gesagt auch gar nicht sicher, ob es mir was bringt, zu wissen, ob ich tatsächlich hochbegabt bin oder nicht. Eigentlich finde ich das eher erschreckend - denn dann bin ich unterm Strich trotzdem zu blöd, um mit meiner Intelligenz klar zu kommen ...

    Einerseits macht es mir Mut, hier ähnliche Situationen beschrieben zu finden - aber irgendwie kriege ich trotzdem keinen Fuß auf den Boden und fühle mich bloß unfähig. Natürlich habe ich mir mittlerweile meine "Nischen" gesucht, habe mir andere seltsame Zeitgenossen ausgeguckt, mit denen ich in der Art reden kann, die mir liegt. Aber eigentlich wünsche ich mir schon seit Jahren so eine Art Geheimrezept, wie ich mich selber dazu kriegen kann "normal" zu kommunizieren - ohne, dass ich mich ständig am Riemen reißen muss.

    Könnt Ihr mit dem, was ich geschrieben habe irgendwas anfangen?

    Schönen Gruß
    Inka

    P.S.: Ich weiß, es wird Zeit, dass ich mich endlich mal hier vorstelle, werde ich heute abend angehen!

  2. #52
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Wie erlebt Ihr es, schneller denken zu können?

    moin moin

    ich denke das es ein fluch und ein segen zugleich ist. es kommt oft vor das ich von freunden als "klugscheisser" bezeichnet werde. auf der anderen seite ist es sehr witzig, wenn man z.b. einen film guckt (den man voher noch ncht gesehen hat) und die komplette story vorhersagen kann, nachdem der film gerade mal 10 min. läuft. auch in der schule kann man so das eine oder andere wieder ausgleichen, ansonsten würde jeder der adhs hat jede klasse zweimal machen.

    bis dann euer
    GreenGambler

  3. #53
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 213

    AW: Wie erlebt Ihr es, schneller denken zu können?

    Ich find meine Hochbegabung cool. Auch wenn es mir im Leben nicht viel bringt. Aber ich bin stolz drauf und ich teil es gerne anderen Menschen mit. Hat vlt was damit zu tun, dass mein Cousin von meiner Oma und vielen Verwanden immer sonste wie in Himmel gehoben wurde, weil er ja so intelligent war und deswegen sogar ne Klassenstufe übersprungen hat. Ich hingegen war immer´das Dummerchen der Familie.

    Aber womit ich sehr lange zu kämpfen hatte, war die Tatsache, das ich nie begriffen habe, dass die Menschen nicht so denken wie ich und meine Gedankengänge damit nicht nachvollziehen können bzw. ich auch normaldenkende oder Menschen mit niedirgem IQ einfach nicht nachvollziehen kann.

    Und deswegen bin ich froh, dass ich doch einige Freunde habe, die genauso verschroben denken wie ich :-D

  4. #54
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 77

    AW: Wie erlebt Ihr es, schneller denken zu können?

    Das Problem bei der ganzen Sache ist, dass man das Fahrrad nicht nur besitzen, sondern auch fahren können muss...

    Also im Moment kann ichs nicht fahren, das nervt, tierisch. Naja, nur phasenweise. Aber oft bin ich in letzter Zeit ziemlich schwerfällig in den Gedanken, obwohl bei mir auch eine Hochbegabung festgestellt wurde...

  5. #55
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Wie erlebt Ihr es, schneller denken zu können?

    Hallo,
    dass Hochbegabung ein Symptom von AD(H)S ist, möchte ich bezweifen, was aber nicht ausschließt, dass man hochbegabt sein und AD(H)S haben kann.

    Mit dem schneller "Denken" sehe ich auch eher differenziert. Was uns möglicherweise besser gelingt, ist das Erfassen größerer Zusammenhänge bzw. des Wesentlichen einer Sache. Dafür haben wir wohl nicht selten so unsere Probleme mit den Feinheiten und Details.

    Was m.E. definitiv gegeben sein dürfte, ist die Fähigkeit oder der Fluch, des Springen zwischen den Gedanken und Themen.

    Lieber Gruß
    andreas

  6. #56
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Wie erlebt Ihr es, schneller denken zu können?

    Also dass HB mit AD(H)S zusammen auftritt, ist meiner Meinung nach nicht gegeben. Es kann aber.
    Bei mir war es so, dass ich in einem Dorf aufgewachsen bin und mit zwei Geschwistern, die zwar intelligent, aber sicher nicht hochbegabt sind. Was musste ich mir alles anhören!
    Ich wüsste alles immer besser, würde zu viel denken, sei viel zu ungeduldig usw...
    Auch heute höre ich das noch oft. Ich konnte aufgrund meiner Lebensumstände leider nie mein Potenzial voll leben - geht wohl vielen hier so - und habe es daher in meinem jeweiligen Job soweit wie möglich eingebracht, bekam aber anstelle von Anerkennung eher Betretenheit zurück. Als ich einmal in einer Versicherung gearbeitet habe, habe ich versehentlich, falsch verstanden, das Pensum einer ganzen Woche in einem Tag abgearbeitet. Aber dafür bekam ich kein Lob, sondern seltsame Blicke. Ich ging bald weg, weil ich auch sozial nicht zu den Leuten passte.

    Dennoch - wenn man sein Potenzial nicht am richtigen Platz lebt, geschieht das immer wieder. Ich habe es auch erlebt, damit ausgenützt zu werden. Je mehr Leistung ich erbrachte, je schneller ich wurde, umso mehr Arbeit wurde mir übertragen. Gehaltsmäßig aber änderte sich nichts.

    Früher war es lange für mich auch eher eine Last, mit diesen Fähigkeiten ausgestattet zu sein und ich wünschte mir nichts mehr, als "normal" zu sein. Vor allem als Frau hat man es damit ziemlich schwer, da viele Männer das nicht mögen.
    Aber heute sehe ich das anders. Die eigenen Fähigkeiten und Talente sind ein Geschenk und sie lassen sich überall und in jeder Situation leben. Auch wenn man nicht unbedingt am adäquaten Platz sitzt. Ich habe doch viele Vorteile davon und viele beißen sich die Zähne an Dingen aus, die ich nach kurzer Zeit klar analysieren kann.

    Damit ist man zwar, falls man nicht das Glück hatte, sich im passenden Umfeld zu befinden, sozial nicht so sehr eingebunden, aber es hilft dennoch bei vielem.

    Ich sehe das heute alles um einiges gelassener als früher.

    Liebe Grüße
    Eva

  7. #57
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 161

    AW: Wie erlebt Ihr es, schneller denken zu können?

    Hallo an alle,

    machmal ist es super so schnell im Kopf zu sein- noch genialer, wenn man einen Partner hat, der einem folgen kann (wenn er will...is ja n Mann, kann auf Duchzug schalten, wenn ich nerve . Wie schonmal gesagt hat er ADS und ich ADHS -klar wer da redet...)
    Deshalb machen ihm auch die Gedankensprünge, oder absurde oder unnötige Ausführungen ins kleinste Detail, die kein Schwein interessieren, nichts aus. Er kann sogar noch einen draufsetzen.

    Zur Schnelligkeit: andere...ohje. Die denken ich sei gaga und ich werd sehr, sehr schnell ungeduldig (ums nett zu formulieren). Was dann in meinem Kopf abgeht, verbietet mir mein Anstand zu schreiben.
    Direkt dazu: meine Mutter (IQ <134 (Mensa ab 130 möglich!), also mal nicht geistig zurückgeblieben, kein ADS (der Vater wars), kommt fast immer mit...

    Mit den Gedankensprüngen, meine Erfahrung, kommt kaum einer klar, der nicht AD(H)S hat. Weil es ein Chaos verursacht und z.B. dadurch eine Unterhaltung erschweren kann. Nicht AD(H)Sler, die ein Thema besprechen möchten, haben das Gefühl nicht genügend ernst genommen zu werden und in ihren Augen fehlt dem Gespräch die Struktur - auch der Bezug zum eigentlichenThema. Es wir ihnen zu langweilig...

    Uns nicht, oder? Macht doch Spaß unter Einbezug mehrerer, vieler... Aspekte (vielleicht, wenn der nicht zu langweilig war irgendwann, (viel später) zum Ausgangspunkt zurückzufinden oder zu suchen...

    LG das blaue kätzchen

  8. #58
    me!


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 37

    AW: Wie erlebt Ihr es, schneller denken zu können?

    Oh ja, ich mag diese schneller bis absurden Gedankensprünge sehr .Was die "Intelligenz" angeht, unterstelle ich, haben die meisten hier die Erfahrung gemacht, dass intelligent sein für den Allltag leider nicht reicht, ebenso die Freude an Details und Randinformationen (->evtl. Besserwissertum) etc...

  9. #59
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 27

    AW: Wie erlebt Ihr es, schneller denken zu können?

    derzirkel64 schreibt:
    Was uns möglicherweise besser gelingt, ist das Erfassen größerer Zusammenhänge bzw. des Wesentlichen einer Sache. Dafür haben wir wohl nicht selten so unsere Probleme mit den Feinheiten und Details.

    Was m.E. definitiv gegeben sein dürfte, ist die Fähigkeit oder der Fluch, des Springen zwischen den Gedanken und Themen.
    Das würde ich definitv so unterschreiben. Ich habe z.Bsp. in meiner Examensarbeit, Thema war "Leid und Schwere Behinderung", recht viele Themenbereiche beackert, von Philsophie und materialistischen Psychologie zur Neurobiologie und epigenetischen Vererbung, mit dem Ergebnis, dass die bewertenden Proffessorin der Meinung war, dass der größere Zusammenhang durchaus gegeben wäre, er aber ohne detailierte Ausführung zu unverständlich und komplex sei. Leider fällt mir die erschöpfende Ausarbeitung eines Themas recht schwer, das ich oft nicht verstehe, was letztendlich gewollt wird. Ist doch eigentlich alles "logisch" und bedarf keiner weiteren Erklärung .

    Ich persönlich finde auch grade diese Fähigkeit so wichtig, in der immer komplexer werdenden Welt, sei es nun Alltag oder wissenschaftlicher Bezugsrahmen, zu erkennen wie die einzelnen Dinge zusammenhängen und v.a. auch, wie sie sich gegenseitig beeinflussen.

  10. #60
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Wie erlebt Ihr es, schneller denken zu können?

    baboon schreibt:
    Das würde ich definitv so unterschreiben. Ich habe z.Bsp. in meiner Examensarbeit, Thema war "Leid und Schwere Behinderung", recht viele Themenbereiche beackert, von Philsophie und materialistischen Psychologie zur Neurobiologie und epigenetischen Vererbung, mit dem Ergebnis, dass die bewertenden Proffessorin der Meinung war, dass der größere Zusammenhang durchaus gegeben wäre, er aber ohne detailierte Ausführung zu unverständlich und komplex sei. Leider fällt mir die erschöpfende Ausarbeitung eines Themas recht schwer, das ich oft nicht verstehe, was letztendlich gewollt wird. Ist doch eigentlich alles "logisch" und bedarf keiner weiteren Erklärung .
    Einstein hat einmal gesagt: "Seit die Mathematiker über die Relativitätstheorie hergefallen sind, verstehe ich sie selbst nicht mehr."
    Dies ist eine Aussage und Erkenntnis, welche tröstend wirken kann .... insbesondere, wenn man es sinngemäß auf unser Leben anwendet.

    baboon schreibt:
    Ich persönlich finde auch grade diese Fähigkeit so wichtig, in der immer komplexer werdenden Welt, sei es nun Alltag oder wissenschaftlicher Bezugsrahmen, zu erkennen wie die einzelnen Dinge zusammenhängen und v.a. auch, wie sie sich gegenseitig beeinflussen.
    Ich sehe dies auch so. Da ich aber in einem anderen Forum für eine analoge Äußerung einmal fast gesteinigt wurde, habe ich mir derartige persönliche Schlußfolgerungen dieses Mal verkniffen. (schmunzel)

    Lieber Gruß
    andreas
    Geändert von derzirkel64 (26.10.2009 um 13:58 Uhr)

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