Seite 37 von 51 Erste ... 3233343536373839404142 ... Letzte
Zeige Ergebnis 361 bis 370 von 504

Diskutiere im Thema Wie erlebt Ihr es, schneller denken zu können? im Forum ADS/ADHS und Hochbegabung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #361
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Wie erlebt Ihr es, schneller denken zu können?

    TTS schreibt:
    Ja, GENAU!
    Und was mir noch auffällt ist, das viele garnicht verstehen was ich sagen will.
    Ich handele inzwischen so, das ich solche Gespräche verlasse. Es bringt mir nichts wenn man mich nicht versteht (oder verstehen will) und mich laufend unterbricht.
    Das bringt mich aus dem Konzept und ich finde nur schwer oder garnicht wieder in mein Thema. Ein Arbeitskollegen ist das Experte drin. Der unterbricht mich mitten im Gespräch und fängt ein komplett neues Thema an. Also entweder langweile ich Ihn (was ich nicht glaube, denn es sind arbeitsrelevante Dinge) oder er versteht mich nicht.

    Ich weiß auch nciht ob Schnelldenker sich denken können was Du Dir beim zusammenfassen gedacht hast.
    Hast Du Erfahrungen mit Gesprächen nur unter ADSlern? Ich leider noch nicht.
    Klar hab ich Erfahrungen darin - finde es übrigens auch nicht immer einfach. Liegt wohl auch eher daran, dass ich eben hypoaktiv bin und mich Menschen anstrengen, die ständig in Bewegung und Aktion sind oder dauernd dazwischen gehen müssen. Im Umkehrschluss finde ich es aber auch anstrengend, wenn ich andere was frage und die antworten dann immer um den heißen Brei rum.

    Bei mir steht ein dicker fetter Kaktus, der ist über 30 Jahre alt. Geschenk von meinem besten Freund. Wir haben mal zusammen eine Ausbildung gemacht und bildeten die beste Arbeitsgruppe unserer Schule - dabei waren wir total gegensätzlich. Eines Tages mussten wir auch noch praktisch zusammen arbeiten - ging überhaupt nicht. Eines Tages knallte es dann, weil ich total ungehalten war. Ich fragte ihn, ob diese oder jene Arbeit gelaufen war - er antwortete irgendwas drum rum - ging mehrmals. Bis ich sauer wurde. Abends hatte ich nen Kaktus vor der Tür stehen und bekam dann die Aufklärung: Gemütlich rund, aber ganz schön stachelig!

    Wir lachen immer noch über diese Episode. Eigentlich waren wir ein unschlagbares Team, er war ziemlich Detail versessen und ich hab einfach nen praktischen Verstand! Kein Problem - wenn die Achtung voreinander auch für die Schwächen des anderen ausreicht!

    Ich versuche solche - wenig zielführenden Gespräche - auch zu verlassen. Man muss nicht immer alles zu Ende reden - es reicht auch aus, das Thema fallen zu lassen! Man muss nicht gleich den Ort bzw. den Raum wechseln!

    Für mich ist das auch alles ne Frage von Kraft und Gegenkraft oder auch von der Möglichkeit zum Ausgleich! Wenn das nicht mehr stimmt, dann kommt erst der Stress!

    Wir brauchen einfach auch einen Spiegel, der unser Ich bestätigt, dann ist auch das Nichtverstehen kein echtes Problem. Befindet sich in einer Gruppe von Menschen auch nur ein Einziger, der mit Dir mitschwingt, dann hälst Du auch das Nichtverstandenwerden durch die anderen Gruppenmitglieder aus!

    Deutlich schwieriger wird es manchmal in Arbeitszusammenhängen - da kommt es nicht nur auf eine gemeinsame Sprache an, da ist eben auch die Festlegung von Zielen und Vorschriften wichtig. Manchmal ist auch die Anerkennung von Hierarchien notwendig, genauso wie mir manche Menschen nicht folgen können, kann ich manchmal die Ziele und den Blickumkreis meines Chefs nicht nachvollziehen!

    Ich halt das Schnelldenken nicht für ein Problem von ADHS oder ADS - es ist einfach ne andere Art zu denken! Auch wenn ich als aufmerksamkeitsgestört gelte, bin ich nicht total hibbelig und mir wird eher bescheinigt, dass ich gut zuhören kann. Aber ich brauch gelegentlich jemanden, der mir gut zuhört, mich akzeptiert und versteht!

    Oder jemanden, der meine Schwäche in der Interpunktion mit einem Lächeln hinnimmt und einfach korrigiert, ohne mir Vorträge über Kommaregeln zu halten - wenn ich im Schwung bin, kann ich daran nicht denken und hinterher hab ich keine Kraft mehr zum Korrigieren. Dafür bin ich als Gegenleserin von größeren Arbeiten äußerst gefragt, ich erkenn unsinnige Schlenker, Umwege und wenig gelungene Formulierungen. Auch harmonierten mein Freund und ich hervorragend, ich hab die dicken Arbeiten verfasst und er hat die ganzen Interpunktionsfehler korrigiert - kopfschüttelnd übrigens.

    LG Waldsteinie

  2. #362
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Wie erlebt Ihr es, schneller denken zu können?

    Seraphim schreibt:
    Ich sage dazu, das es mit hoher Wahrscheinlichkeit oft so ist. Letzten Endes hängt es davon ab, was beim Gesprächspartner ankommt und welche Form diese Informationen in seinem Verstand annehmen. Das ist ein bisschen wie bei dem Spiel "Flüsterpost". Da kommt am Ende auch oft was ganz anderes raus, als der erste Flüsterer gesagt hatte.

    Und bei der Mutmaßung über die anderen Möglichkeiten von Dummheit des Gegenübers bzw "Langsamdenkers" oder ähnlichem zu sprechen, wie es manche tun, finde ich fehl am Platz und überheblich.
    Jepp: Der Empfänger entscheidet über den Inhalt oder Wert einer Botschaft!

    Deshalb auch Widerspruch zum Wert des Begriffs "Langsamdenker", es ist eine andere Art zu denken und die ist wertfrei!

    Aber, es ist ein Unterschied ob mich jemand ständig unterbricht oder ob jemand meinen Ausführungen zuhört und sich vielleicht die eine oder andere Frage einfach nur merkt. Viele Fragen erledigen sich allein durch aufmerksames Zuhören - LOL!

    Hatte vor einigen Jahren eine Psychotherapeutin, die hat mir gegenüber den Verdacht geäußert, dass ich vielleicht hochbegabt sei.

    Zitat (nicht wörtlich):" Alles was sie sagen ist richtig, aber ich benötige für die gleiche Aussage viel mehr Sätze und viel mehr Zeit. In der Reflektion komme ich zum Schluss, dass sie alles gesagt haben, was wichtig war. Aber ich kann nicht so viele Aussagen in so wenig Worte fassen."

    Manchmal hat sie regelrecht die Augen verdreht, wenn ich mal wieder mit einem kurzen Zitat aus der Dichtung einen Sachverhalt dargestellt hab. Sie war mir aber wohlgesonnen und hat gut zugehört. Da hat mir das Augen verdrehen auch nichts ausgemacht!

    LG Waldsteinie

    Es ist nunmal so, wenn ich von Schnelldenkern rede, dann rede ich auch von Langsamdenkern!

  3. #363
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 433

    AW: Wie erlebt Ihr es, schneller denken zu können?

    ich glaub es gibt zwei Weisen:

    die einen können besser von Details aufs große Ganze schließen

    die anderen sehen erst den groben Überblick über das Ganze (bzw brauchen erst den großen Überblick), um den einzelnen Details einen Sinn zuzuweisen



    Bei einem Hochbegabten würd ich eigentlich eher vermuten, dass er beide Denkweisen beherrscht und switchen kann, so wie es angemessen ist.



    Allerdings ist die erste Sichtweise meist die, die in der Schule gefördert wird. Also Analyse...erst zerlegen, und dann wieder zusammensetzen. Ich glaube das würden manche als "Denken mit der linken Hirnhälfte" bezeichnen. Wärend der grobe Überblick eher mit der rechten Hirnhälfte produziert wird.

    Wer quasi linkshirnisch begabter ist, der hat probleme damit nachzuvollziehen wie man so schnell auf Lösungen kommen kann, ohne die ganzen Details zu kennen.
    Wären der rechtshirnisch Begabte der den anderen Weg nimmt und nicht immer nachvollziehen kann, wie man von den Details aufs Ganze kommen soll.

    (Achtung, rechtshirnisch und linkshirnisch sind da eher Metaphern, vermutlich ist das ganze noch etwas komplizierter. Aber es dient als Gegenüberstellung um sich die unterschiede klarzumachen, auch wenn es sich sicher noch weiter unterteilen lässt. Bin leider kein Hirnforscher)



    Also denke ich, dass es manchmal eher die Kontraste tun. Wenn ich etwas beurteile in "besser" oder "schlechter" brauche ich einen Referenzwert.
    Man nimmt meistens sich selbst und seine eigenen Fähigkeiten als Referenz.
    Wer also Linkshirnig ist, wird manchmal rechtshirnige Menschen als subjektiv "schneller" und "intelligenter" erleben.
    (Nicht aber wenn sie unverständlich wirken oder man von dem Gesprächsthema weniger Ahnung hat, wenn es nicht nachvollziehbar wirkt, wird es häufig abgewertet.)
    Ähnlich geht es vermutlich "Rechtshirnigen" Menschen, auch wenn sie in der Kultur seltener vertreten sind, da die Schulbildung halt die "linke Hirnhälfte" mehr fördert.


    Am besten haben es wohl die, die zwischen beiden Bereichen switchen können und dann gezielt die Methode anwenden, die nach abwägen effektiver zum Ziel führt.
    Wie gesagt, das würd ich (theoretisch) als Hochbegabt bezeichnen, weil es sich dabei um gute Vernetzung und gezieltes und vernetztes Nutzen bestimmter Hirnbereiche geht.
    Kann aber sein dass ich da selber Denkfehler drin hab.

    (Wenn ich dann noch die ADHS-Dopamingeschichte dazu nehm.... ADHSler haben Schwierigkeiten zu "switchen". Wenn sie aber dann mal dem "richtigen" Reiz folgen können sie durchaus viel leisten.
    Und nach dem was ich gelesen hab neigen die meisten ADHSler dazu eher "Rechtshirnig" ausgerichtet zu sein. Vielleicht durch Kompensation der kürzeren Aufmerksamkeitsspanne? Vielleicht aus anderen Gründen. Wer weiß.)

  4. #364
    Simply me

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 2.266

    AW: Wie erlebt Ihr es, schneller denken zu können?

    Ich denke, das ich mit beiden Sichtweisen kein Problem habe, doch der Kern des ganzen sind für mich Logik und analytischer Verstand. Da bei mir beides sehr gut entwickelt ist, bin ich leider immer diejenige, die alles schnell erfasst und auch zusammenfasst, was andere verwirrt oder auch erzürnt, weil sie es nicht so schnell können. So hab ich zum Beispiel ein Problem damit, wenn jemand etwas nicht auf den Punkt bringen kann, weil ich schon vor einer halben Ewigkeit verstanden haben worauf er hinaus will oder was er will, aber ne halbe Stunde braucht, um zum Ende zu kommen. Das ermüdet mich, weil ich mich konzentrieren muss (ich hab ja noch ADHS) und zum anderen ist es mir fast unmöglich nicht ungeduldig zu sein und abzuschweifen, weil ich ja schon längst verstanden habe, aber immer noch zuhören muß.
    Genauso hab ich etwas, das ich meinen eingebauten "Scanner" nenne (). Ich war mal auf einem stationären Flohmarkt, der nicht abgebaut wird und in alten Gebäuden untergebracht ist. Dort hatte ich eine Malerstaffelei entdeckt aber auch den einen oder anderen Mangel, was ich zum drücken des Preises nutzen wollte.

    Die Händlerin wollte das Ding aus der engen Ecke holen damit ich es mir in Ruhe ansehen kann, da es hinter einem Tisch eingezwängt war, doch für mich war es nicht nötig. Ich sah in dem Augenblick, was nicht in Ordnung war und auch woran es lag. Als sie die Staffelei herausgeholt hatte, bestätigte sich die "Diagnose" die ich aus der Entfernung gestellt hatte. Die Händlerin war verblüfft weil es stimmte und ich zufrieden, weil ich den Preis um 55 Euro drücken konnte.

    Damit will ich sagen, ich kann schnell erfassen und analysieren, was zum Beispiel eben dann sehr hilfreich sein kann, wenn man etwas erklärt bekommt oder erklären soll, weil man das zu erklärende so gut auf das Wesentliche zusammenfassen kann.

    Und neben all den Vorteilen kann es auch immens anstrengend sein, auf dieser Autobahn des Denkens mit highspeed unterwegs zu sein. Zum einen weil man dabei voll konzentriert ist und sich manchmal dabei wie während einer Prüfung fühlt, in der man sobald wie möglich die Antwort parat haben muß und vielleicht vermisst man manchmal auch das gemächlichere Tempo das eher verbreitet ist.

  5. #365
    TTS


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 235

    AW: Wie erlebt Ihr es, schneller denken zu können?

    Seraphim schreibt:
    So hab ich zum Beispiel ein Problem damit, wenn jemand etwas nicht auf den Punkt bringen kann, weil ich schon vor einer halben Ewigkeit verstanden haben worauf er hinaus will oder was er will, aber ne halbe Stunde braucht, um zum Ende zu kommen. Das ermüdet mich, weil ich mich konzentrieren muss (ich hab ja noch ADHS) und zum anderen ist es mir fast unmöglich nicht ungeduldig zu sein und abzuschweifen, weil ich ja schon längst verstanden habe, aber immer noch zuhören muß.
    Das ist eine Qual. Und dies Qual habe ich jeden Tag auf der Arbeit.
    Ein Kollege kann das wunderbar. Und dann widerholt er das ganze auch noch 1-2 mal.
    Wenn der Toner im Kopierer XY alle ist, interessiert es mich nicht wo wir überall Tonerlager haben und wie viele verschiedene Sorten Toner da stehen und ...blablabla...

    "Der Toner ist im Raum YX" reicht mir.
    Kurz, knapp und informativ.

    Oder wir brauchten neue Schlüssel.
    Ich bin also hin gegangen ud habe gefragt:"Ich hab den Auftrag von AA neue Schlüssel für XX zu holen, wo holt Ihr die her?"
    Antwort: "Habe wir denn keine mehr? Warum haben wir keine mehr? Wir hatten doch noch xx Stück. Wo sind die denn alle. Frag mal BB wo noch welche sind." (Das geht noch 10 min weiter so)!
    Am Ende dann: "Dann fährste nach BB und holst 10 Stück.... früher haben wir die mal von CC geholt, aber den gibt es nicht mehr.... Letztes Jahr habe wir die von DD gekauft. Aber fahr mal nach BB."

    HORROR!

  6. #366
    Lysander

    Gast

    AW: Wie erlebt Ihr es, schneller denken zu können?

    Das ist aber kein Fehler des Kollegen. Kommunikation funktioniert so. Warum darf er sich nicht darüber aufregen, dass die Schlüssel verschwunden sind? Und dieses "BB, CC, DD" klingt nach lautem Denken und dem Bedürfnis, die Problematik zu schildern. Deine Ungeduld hingegen ist leider eher ein typisches Symptom bei ADS. Ich bin übrigens auch so. Das ist vermutlich kein schnelleres Denken, denn die meisten Menschen könnten die Sätze anderer vollenden, aber es gehört zur sozialen Interaktion, andere trotzdem ausreden zu lassen (auch wenn man sie am liebsten anschreien würde).

  7. #367
    Simply me

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 2.266

    AW: Wie erlebt Ihr es, schneller denken zu können?

    Oh, das mit dem Ausreden lassen schaff ich schon (Inzwischen. Das war nicht immer so.). Ich schätze mal, was TTS meint, ist, wenn er in dem Moment einfach nur die Auskunft braucht, wo er sie herbekommt, dann ist er nicht zu Smalltalk aufgelegt (zu einem späteren wo er sich darauf eingestellt hat vielleicht schon, aber in dem Moment ist er auf die Erledigung seiner Aufgabe ausgerichtet und quatschen gehört da grad nicht dazu [Ich meine damit diese gewisse Zielgerichtetheit oder auch Tunnelblick, bei dem man nur auf das Ziel bedacht ist.]) Mir geht es auch so, das ich es als reine Folter empfinde, keine klaren, direkten Antworten zu bekommen. Im schlimmsten Fall, werd ich während so einer Tortur so kribbelig und unruhig, das ich aus der Haut fahren könnte.

    Wenn ich mich allerdings mit einer Freundin auf nen Kaffee treffe, dann ist das Quatschzeit und wir können (mit ein paar mal innerlichem Abschweifen meinerseits) über Gott und die Welt reden. Ich weiß nicht, ob das eigenartig klingt, aber abgesehen davon, das ich mich während einer Aufgabe nicht darauf konzentrieren noch ein Gespräch am laufen zu halten (sonst vergess ich die Aufgabe ), würd ich beim zusammenbauen eines Schranks auch nicht nebenher ein ausführliches Gespräch führen.

  8. #368
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 433

    AW: Wie erlebt Ihr es, schneller denken zu können?

    Ich glaub aber, wenn ADHSler mit einer Botschaft überrascht werden, dass sie häufig noch sehr viel mehr darüber lamentieren und reden.

    Szenario 1:

    Person A: ADHS, will eine reine kurze Information haben auf seine knappe Information, die er ausspricht
    Person B: kein ADHS, ist überrascht über die neue Information und labert sich nen Wolf
    Person A: *grummel* *ungeduld* (Explosion)

    geht genau so als
    Szenario 2:
    Person A: kein ADHS, will eine reine kurze Information haben auf seine knappe Information, die er ausspricht
    Person B: ADHS, ist überrascht über die neue Information und labert sich drölfzig Wölfe *grummel* (Explosion)
    Person A: *grummel* *ungeduld* *zähnezusammenbeiß*


    Das mein ich als Gedankenspiel. Die meisten Menschen richten den Hauptfokus auf ihre eigenen Gefühle und kriegen manchmal nicht mit, dass sie in Situationen, indenen sie emotional aufgeladen sind, genau so ein Verhalten zeigen wie das, was sie an anderen kritisieren, die emotional aufgeladen sind (wärend sie selbst nüchtern daneben stehen)



    (...könnt mir jetzt jemand vorwerfen dass das eine Binsenweisheit ist...und hat damit sogar Recht...)

  9. #369
    TTS


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 235

    AW: Wie erlebt Ihr es, schneller denken zu können?

    JAAAAA... Genau so! Das ist doch was ich meine....

    (lass uns darauf mal ne Tasset TEE trinken... )
    Geändert von TTS ( 8.09.2013 um 20:42 Uhr)

  10. #370
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 51

    AW: Wie erlebt Ihr es, schneller denken zu können?

    Ich erlebe es als sehr hinderlich,

    denn wenn ich so schnell reden könnte was da grad alles in mir steckt und auch alles hervorbringen könnte was so an Gedanken anliegt, ich die Filme die in mir abgehen wiedergeben könnte dann so glaube ich könnte man mich verstehen.

    Mir viel auf das ich wenn ich was weglasse, ich schonmal erwas zu viel weglasse und man mich nicht versteht weil was fehlt.

    Lasse Sätze aus und versuche sie in kurzer Form widerzugeben, dadurch kommt es vor, das Gedanken erst garnicht hervorgebracht werden.

    Was natürlich dazu führt das man mich nicht versteht.

    Hinzu kommt das man mir nicht bescheid gibt wenn man nicht verstanden hat.

    Tja so entsteht schonmal ein Teufelskreis.

    Ich sehe die Dinge bevor sie geschehen, wie sie geschehen und dadurch versuche ich z.B. bei Ausbauarbeiten im Innenausbau, anderen gegenüber, zu verhindern das Fehler gemacht werden. Weil ich anhand der Vorgehensweise erkenne das geht nicht gut.

    Dabei kommen meine Erfahrungen in Form von Filmen, die in mir abgehen hoch und lösungen die ich gerne alle auf einmal zu Worte bringen möchte, was mir aber nicht gelingt da ich nicht mehrspurig sprechen kann.

    Man würde ja auch nicht´s mehr verstehen wenn es so wär.

    Darin ligt die erkenntniss das in mir schnelle Gedanken herschen, ob diese jetzt schneller sind als bei anderen, kann ich nicht beurteilen.

    Ich merke es auch darann das wenn ich was schreibe mit 10 Fingern und noch mal durchlese, es regelmäßig vorkommt, das Wörter fehlen oder Buchstaben oder Teile von Sätzen, die da hätten stehen sollen, aber nicht da stehen.

    Muss also ständig nachlesen und korigieren damit ich mich verständlich machen kann.

    Was einwenig hilft, ist das ich mir die Worte vorsage und am besten in der Gegend rumschaue, weil man bei 10 Finger Schreibsystem nicht auf die Buschstaben der Tasten gucken soll.
    Da ist aber noch der Monitor an dem ich die Buchstaben sehen kann, zum überprüfen der Wörter ganz gut zum mitlesen nicht gut für mich zumindest nicht.
    Komischerweise ertappe ich mich immer wieder dabei das ich auf die Buchstaben schauen und auf den Monitor, was wieder zu Fehlern führt.

    Jetzt wo ich drüber schreibe fällt es mir besoners auf, schaue aus dem Fenster und betrachte den Garten um mich abzulenken.

    Ablenkung hilft bei mir sehr gut, dabei sollte ich nicht bewusst sehen, wo ich hinschaue, sondern einfach nur den Text schreiben damit ich keine Fehler mache. Nicht auf den Monitor, nicht auf die Tastatrur schauen.

    Was sich aber auch auf diese Art nicht vermeiden lässt, ist das ich Buchstaben vergesse oder sogar welche an eine Stelle setze wo sie nicht hin gehören.

    Habe mich mal auf eine Legastenie hin testen lassen, das währe bei mir nicht der Fall weil die Anzahl, meines erachtens ziemlich hoch, nicht Hochgenug ist für eine Legastenie.

    Liegt vieleicht auch an anderen Dingen.

    Zum Beispiel daran das die Korodination nicht richtig funsst. F,G, liegen nebeneinander auf der Tastatur, da kommt es schonmal vor das ich ein G anstatt ein F schreibe, bekomm es auch manchmal mit und korigiere, das nerft mich ständig und ich verlier die Lusst dazu etwas zu schreiben.

    Weil wenn ich "einen" schreiben möchte und es steht da nur "eine" dann liest sich das nicht so toll.

    Bekomme es nicht hin langsamer zu schreiben, da ich immer mit den Gedanken mithalten will und muss, da sie sonnst verschollen sind.

    Kommt hinzu das man auch noch nicht für voll genommen wird, noch dazu unterschätzt wird, weil man ja so viele Fehler macht.

    Beim aussprechen kommt es auch vor, das ich Wörter weglasse, gut wenn mir das auffällt, nicht gut wenn es mir nicht auffällt.

    Für mich hat schnelles Denken eher ein Nachteil als Vorteile, ich sehe zumindest keine Vorteile. Wenn ich welche sehe dann fallen mir wieder Nachteile dazu ein.

    Kompliziert, doppelt geschriebenes kommt auch noch hinzu was mich wieder belastet und nerft.

    Im Ganzen kann ich der ADHS und dem damit vervundenem schnellen Denken nicht's positives abgewinnen.

    Ein paar weniger Fähigkeiten und dafür ein Normalo und ich hätte ein besseres Leben denke ich mittlerweile.

    Schnell denken hindert einem nur daran im Leben weiter zu kommen.

    Liegt auch daran das alles viel hecktischer geworden ist, in deiser, unserer gemeinsamen Wellt.

    Und so weiter und so weiter, nö das bereitet mir keinen Spaß.

    LG terra

Thema: Wie erlebt Ihr es, schneller denken zu können? im Forum ADS/ADHS und Hochbegabung bei ADHS bei Erwachsenen Forum
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum