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Diskutiere im Thema ADHS und Evolution im Forum ADS/ADHS und Hochbegabung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 19

    AW: ADHS und Evolution

    Die Frage ziehlt indirekt darauf ab, was denn nun ADHS wirklich ist.
    Darauf gibt es momentan noch keine schlüssige Antwort und alles bleibt rein spekulativ.

    Offenbar gibt es Menschen mit einem Interpretationsmuster bezüglich der Wahrnehmung, welche sich von dem anderer unterscheidet. Da es aber nach meinem Kentnisstand in einer Vielzahl von unterschiedlichen Ausprägungen vorzukommen scheint, was sich unter anderem dadurch äussert das nicht bei allen die selben Behandlungs und insbesondere medikmentösen Massnahmen greifen, kann man es wohl nur schwer in eine grosse Gruppe fassen. Wenn es sich um mehrere Parameter handelt, deren Zusammenspiel die grobe Symptomatik ergeben, kann man über die Ursachen keine Rückschlüsse ziehen, da auch wenn sie verschränkt sind und in einem Zusammenhang entstanden sind, dies genau so wenig wie reine Zufälligkeit nachweisbar ist.
    Inwiefern einem Eigenschaften im allgemeinen nützen hängt wie erwähnt wurde vom Umfeld ab und auch dadurch wie man sich in ihm zu positionieren vermag. Situationsbedingte, potentielle Vorteile müssen nicht zwangsläufig in einem tatsächlichen Vorteil, in diesem Fall eine erhöhte Chance zu Reproduktion führen.
    Heute wird angenommen, dass die Lebensweise welche wir seit geraumer Zeit pflegen evolutionäre Einflüsse kaum zu lassen. Schutzmechenismen, ob gegen physische Einflüsse wie Kleidung und Behausung oder auch soziale, wie die Pflege und Lebenserhaltung von Individuuen, und viele andere Faktoren machen Aussagen darüber sehr schwer.

    Denken wird allgemein überschätzt und da es offenbar auch keinen Freien Willen in dem Sinn gib das eine bewusste Entscheidung vom Selbst-Aspekt Ego getroffen wird, ist die Art wie viele mit ADHS denken nicht wirklich von Bedeutung wenn man allweilige Entwicklungen von organisch-mechanischen Interfaces anschaut. Was den Zugang zur Sinneswahrnehmung und die Art deren Interpretation angeht, hingegen schon

  2. #12
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 115

    AW: ADHS und Evolution

    Holyscorp schreibt:
    mir gefällt die erklärung vor allem das ADHS immer verbreiteter zu tage tritt weil man von Aussen immer mehr mit reizen überflutet wird!
    Das klingt für mich logischer als die Theorie mit Bauern und Jägern!
    Ich kann mir nicht vorstellen wie ADHS`ler sich genug auf die Jagd konzentrieren können es sei denn sie würden sich im speziellen dafür interessieren^^
    Ich meine ähnlich wie Du.

    Es ist ein auseinandersetzten mit der totalen medialen Flut von Informationen.
    Dem ständigen neuanpassen an Gegebenheiten welche sich immer schneller wandeln.

    Fürs "Jagen" bin ich übrigens auch nicht.
    Als Bsp. Frauen, da bin ich einfach nicht für zu gebrauchen.

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 58

    AW: ADHS und Evolution

    ich habe viele artikel,bücher und dergl. über die möglichen ursachen von adhs gelesen und weiß nicht wirklich was ich davon halten soll.

    eine mögliche ursache erschien mir aber plausibel, den der mangelnden neurotransmiterversorgung weswegen die medikamente bei adhs-lern gute ergebnisse erzielen.

    doch wenn ich weiter denke,
    wie war es denn früher ?
    woher kommt diese unterversorgung der neurotransmitter ?
    doch ein evulutionäres problem aufgrund der veränderten ernährungsmöglichkeiten ?
    oder war es schon immer da,steckt im jedem,mal schwächer ,mal stärker als ein überbleibsel aus der steinzeit,ähnlich wie der weisheitszahn ?

    hm.....ich weiß nicht..
    ich bin wahrlich noch hin und her gerissen
    oder ist es gar eine kombination von beidem ?

    @monkey:ich würde deinen beitrag so gerne lesen und nachvollziehen können,
    nur das lesen und verstehen fällt mir sehr schwer !
    kannst du ihn evtl anders gestalten,etwas übersichtlicher ?

    lg
    daniel

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 583

    AW: ADHS und Evolution

    Gerade die letzten Tage hab ich mir auch überlegt, warum ADHS so oft vorkommt mittlerweile.

    Aber ist das auch so? Bereits vor vielen Jahren waren ADHSler auffällig. Aber vermutlich wird es schwieriger, je schnellebiger die Zeit ist. Dazu noch die Medien, die früher nicht zur Verfügung standen sowie Medikamentenkonzerne die ja auch Geld verdienen möchten sowie "Einrichtungen" die für Alles Studien machen.

    Hier Termine, da Termine, dort PC und da TV, schnell, schnell, schnell ... ja alles aufnehmen, mitmachen, dabei sein, muss muss muss , man will ja den Anschluss nicht verlieren.

    Es heißt ja auch, dass es heute schwieriger ist für die Frauen (bin ja selbst eine und ich behaupte das Gegenteil!). Gut, das familiäre Gefüge war vielleicht enger, aber der ganze Haushalt war ja schwieriger. Waschmaschine, Trockner, Backofen mit Strom ... Alles Erleichterungen. Dafür haben wir heute aber Termine für die Kinder zur U1, U2, U ... U9 und viele andere Dinge, die früher nicht gemacht wurden. Dazu noch arbeiten gehen etc. Das ist heute das Hauptproblem finde ich. Früher sind die Kinder auch mal 3 km bis zur Schule GELAUFEN jeden Morgen. Jetzt gibt´s ständig Mamataxi, dann irgendwelche Kuchenbazare oder sonstige Aktivitäten wie Kinderturnen etc. Fängt ja schon mit Krabbelgruppe und Babyschwimmen an.

    Braucht man das alles? Im Prinzip sollte man sich einen Reißverschluss einbauen, der eine Teil geht das erledigen, der andere Teil jenes.

    Für mich stellt sich die Frage, ob eine entschleunigte Welt es dem ADHSler leichter machen würde, aber weder wird er sich durchsetzen noch untergehen, egal wie schnell die Welt heutzutage tickt.

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 419

    AW: ADHS und Evolution

    Ich denke mal, die körperliche Disposition wird in den letzten zig Generationen relativ gleich geblieben sein. Allerdings haben sich schon die gesellschaftlichen Umstände, wie du bereits erwähnt hast, dramatisch verändert. So gesehen kommen die Betroffenen halt mal richtig zum Vorschein. Natürlich hat die Psychiatrie auch erst seit dem letzten Jahrhundert eine so bedeutsame, gesellschaftliche Problemlösungskompetenz erlangt

    Doch wie kommt es zu der Zunahme an Diagnosen? Vermutlich aus zwei Gründen:

    a) Auf Grund der eben genannten Tatsachen
    b) Weil sich der Zulauf selbst verstärkt. Es werden auch zweifelhafte Fälle und Trittbrettfahrer (nennen wir sie mal so) diagnostiziert (-> Modekrankheit)

  6. #16
    hirnbeiß

    Gast

    AW: ADHS und Evolution

    ADHS als Modekrankheit zu bezeichnen finde ich...na ja,
    etwas (seltsam?).
    So unter uns: " Du, ich hab eine Modekrankeit.."
    "Ja was denn?"
    " Na, ADHS, was denkst du denn?"
    "Ahhhh, Respekt!"
    "Wie hast du´s denn bekommen?"
    " Na ich kenn da sonen Arzt, der....."

    Also ich glaube, die wenigsten tun sich so etwas an..
    außer, sie haben echt einen an der Klatsche.

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 419

    AW: ADHS und Evolution

    Damit wollte ich auch nicht sagen, dass jemand das tut um einem Trend zu folgen. Bei Wikipedia ist eine Modekrankheit folgendes:

    "Als Modekrankheiten werden Erkrankungen mit häufig unscharf definierten Symptomen verstanden, die wie eine Mode räumlich oder zeitlich begrenzt gehäuft auftreten."

    Ich würde es aber noch anders erklären wollen:
    Für mich wäre eine Modekrankheit ein Erklärungsansatz, der zu einer bestimmten Zeit/an einem bestimmten Ort vermehrt zu Problemlösungszwecken herangezogen wird.
    Damit ist die Krankheit einem bestimmten Trend, wenn nicht gar einem bestimmten Zeitgeist unterworfen, der sich aus zahlreichen Gründen herausgebildet hat. (Als beispiele sind hier etwa zunehmende Akzeptanz der Diagnose oder Erfolg der Therapie zum gegebenen Zeitpunkt) Für gewöhnlich sind unter den Diagnostizierten "viele" (wieviele auch immer...), die bei einer "strengeren" Handhabung herausfallen würden. Das schließt übrigens nicht aus, dass viele undiagnostiziert bleiben (!)

    Auch soll nicht übersehen werden, dass der Begriff, so wie ich ihn verstehe, fast garnicht abfällig gemeint ist

  8. #18
    hirnbeiß

    Gast

    AW: ADHS und Evolution

    Ja, ich verstehe dich.
    Ich hasse "Zeitgeist"..
    das klingt stets wie "Die Bananen sind heute aber wieder wunderschön, gell?"
    Die Evolution frisst ihre Kinder und spuckt sie wieder aus.
    Borderline, ich höre es noch als Echo eines Zeitgeistes der 80/90ér..
    wie öde doch damals die Bananen waren,
    nicht wahr?

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 419

    AW: ADHS und Evolution

    Tja, andere Länder beneiden uns für dieses Wort
    Aber was meinste genau mit den Bananen? Das einzige, was mir dazu einfällt wäre das hier: hust
    Meinst du damit, dass das Phänomen gleich bleibt, aber der Name sich ändert?
    In meinem Beispiellink wäre der Unterschied zumindest immens

    Aber mal im ernst: Ich finde es gut, wenn die Dinge in Bewegung bleiben. Wenn dabei bestimmte Moden entstehen, soll mir das recht sein.

  10. #20
    hirnbeiß

    Gast

    AW: ADHS und Evolution

    Hahaha, ja, die Gabi.

    Um auf deine Frage zurückzukommen.
    Du kannst das Wort "Banane" auch ersetzen, durch irgend eine andere Frucht.
    Ich wollte mit der Banane keinen verunsichern.
    Ahnlichkeiten und Artverwandte Früchte sind hier lediglich nur als Muster zugeteilt und haben mit der Wirklichkeit nichts zu tun.
    Veränderung bewirkt ein neues Denken.
    Was bestehen bleibt sind Fakten.
    Manchmal bekommt das Kind einen neuen Namen
    und manchmal ergeben sich neue Erkenntnisse...

    und manchmal wiederholt sich die Mode.

    Ich, ich würde mir keinen ADHS-Mantel zulegen,
    wenn ich die Wahl hätte.

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