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Diskutiere im Thema Verliert sich Hochbegabung? im Forum ADS/ADHS und Hochbegabung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #31
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 293

    AW: Verliert sich Hochbegabung?

    Luis Iffre schreibt:
    Ich will Dich nicht aller Illusionen berauben, aber HB und Unfähigkeit schließen sich auch nicht wirklich aus.

    Es ist natürlich verständlich, das Du Interesse an Selbsterfahrungs-Sachen hast, aber ich glaube,die HB-Sache dient Dir auch ein bißchen zur Zerstreuung.

    Es ist auch verständlich, dass man sich zerstreuen will wenn die Dinge nicht so optimal laufen, aber die Energie fehlt Dir halt dann woanders.


    Vielleicht probierst Du jetzt erstmal konsequent wie es mit Thearpie bzw Medis (ich hab keine Ahnung wie MPH etc Deine künstlerische Ader tangiert...?) und Arbeit an nem sozial-verträglichen-

    Verhalten (ich weiß, is schwer, aber ....muss).

    Wenn Du dann in etwa weißt wieviel Spielraum Du damit gewinnen kannst, kannst Du Dir auch besser Gedanken zum weiteren Weg machen.


    Sonst drehst Du Dich meiner Meinung nach v.a. im Kreis (und es hilft nicht wenn man dabeidie Geschwindigkeit steigert)
    Ach was ^^ Du beraubt mich keiner Illusion ich denke auch das es eher so ist, das ich mir meiner Unfähigkeit bewusst bin und krampfhaft versuche eine Erklärung zu finden.

    Was genau meinst du damit, das ich mich zerstreuen will? Im Sinne von Ablenkung?
    Wo du aber recht hast, das mir das ganze Nachdenken Kraft raubt, ich kann es aber momentan leider nicht abschalten. Ich versuche mir aber gedanklich Ruhe zu geben wann es auch immer geht.

    Ich habe jetzt in 2 Monaten einen Termin. Dann kann ich alles besprechen. Gottseidanknkonnte ich mich dazu mal durchringen. Bis dahin muss ich wohl mit diesem Gedankenkarussel klarkommen...

  2. #32
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 591

    AW: Verliert sich Hochbegabung?

    Doch, nagy, auch wenn du erwachsen bist, kann HB zusätzlich zu ADHS die Verständigung mit der Umwelt und ein ausgewogenes, realistisches Selbstbild erschweren. Die anderen verstehen genau das nicht, was mj71 beschreibt, warum jemand so widersprüchlich ist, gescheit und doch verschusselt, nicht (gleichbleibend) bei der Sache, Schwierigkeiten mit Struktur und Überblick hat. Dazu kommt die Selbsteinschätzung, die oft nicht viel besser ist (oder noch schlechter, da streng), Selbstzweifel sind ein häufiger Begleiter.

    Du glaubst es dir einfach selbst immer und immer wieder nicht, dass du "es" schon schaffen kannst, obwohl du intuitiv spürst, dass du was drauf hast, aber so oft an diese völlig bescheuerten Grenzen stößt wie "niemand" sonst, jedenfalls nicht deine Bezugsgruppe. Auch wenn du weißt, was du für Bedingungen hast, ist es ein langer Prozess, es zu verstehen, zu akzeptieren und trotzdem was draus zu machen. Behaupte ich jetzt mal mit meinen deutlich mehr Jahren als Anncath (und immer noch so dran).

    Ratet mal, ich habe jetzt alles abgehakt für meine PP-Ausbildung, was ich brauche um mich zur Prüfung anzumelden. Über 4200 Stunden Theorie und Praxis. Jahre reingesteckt und viel gelernt, gut investierte Zeit. Bin begeistert davon, noch lange nicht am Ende des Lernens, das wird immer weitergehen, ich funktioniere wie ein Schwamm und suche unablässig mehr, es ist auch so spannend...

    Ja, und dann? Finde ich mein Diplomzeugnis nicht, das ich zur Prüfungsanmeldung brauche! Es ist zum Verzweifeln, bei solchen Erlebnissen vergesse ich alles und erlebe mich als hoffnungslosen Fall, wahrscheinlich frühdement, ein Blender, wie er im Buch steht...

    Naja, so oder so ähnlich kommt es immer noch vor. Ich hab es dann gefunden, nachdem ich lange meine Stapel durchforstet habe, an einer ganz ordentlichen Stelle. Aber halt nicht in einem beschrifteten Ordner, wie wahrscheinlich 90% der Leute, ganz unstressig und ohne einen Berg an Selbstzweifeln.

    Vor diesem Hintergrund und solchen Erlebnissen in allen möglichen Lebensbereichen meine ich, Anncaths Anliegen gut zu verstehen.

    Was Luis schreibt klingt weise... und pragmatisch, gute Mischung! Ich versuch mich immer wieder auf dem Weg dahin

  3. #33
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 591

    AW: Verliert sich Hochbegabung?

    Früher konnte ich etwas überdurchschnittöich gut, wenn es much interessiert hat , besonders wenn es mit Musik oder Kunst zu tun hat. Jetzt erreiche ich nicht mal halbwegs das mittlere Niveau dieser Schule... Ich denke das ist der Grund.
    Das ist nachvollziehbar, du bist jetzt eine von einer Auswahl von Personen, die genau in diesem Bereich ihre Begabungen haben. Da wird es schwieriger zu "glänzen" und sich auch selbst für gut zu halten. Und ehrlich, das wollen wir doch alle in "unserem" Bereich, dort, wo unsere Begabungen liegen... Oder nicht?

    Schüler, die in Hochbegabten-Züge wechseln, erleben das vielfach ähnlich. Sie sind erstmals angemessen gefordert, kommen sich aber evtl. plötzlich dumm vor, weil andere ähnliche um sie herum sind.

    Wenn dann noch ADHS im Spiel ist und du selbst die Antwort genau so gut hättest geben können wie der andere, der aber flotter oder selbstsicherer unterwegs ist... schwieriger sozialer Vergleich.

    Zudem erwarten die Lehrer mehr (zurecht), bewerten aber auch strenger (was sie nicht tun sollten, verglichen mit den Regel-Klassen, in denen ja z.T. auch HB Schüler sitzen und dort in der Tendenz die besseren Noten kriegen), aber es ist glaube ich schwer, ohne Bias zu bewerten

  4. #34
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 116

    AW: Verliert sich Hochbegabung?

    Anmerkung:
    Wenn ein Kind hochintelligent zu sein scheint,
    kann es auch daran liegen,
    dass seine Eltern im Vergleich zu dem Kind
    etwas weniger schlau sind.

    Dann wird schon auch mal gerne mit der Hochintelligenz-Fahne gewunken.
    Ich hab das eh nie verstanden, das mit der Hochinte....die wenigsten werden damit glücklich.
    Und die die es werden, reden nicht drüber.

  5. #35
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 591

    AW: Verliert sich Hochbegabung?

    Aus persönlichen Beobachtungen heraus (Leute, die ich kenne, mit einem solchen Ergebnis) denke ich, es ist zumindest nicht einfacher, glücklich zu werden.

  6. #36
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Verliert sich Hochbegabung?

    alice_s schreibt:
    Doch, nagy, auch wenn du erwachsen bist, kann HB zusätzlich zu ADHS die Verständigung mit der Umwelt und ein ausgewogenes, realistisches Selbstbild erschweren. Die anderen verstehen genau das nicht, was mj71 beschreibt, warum jemand so widersprüchlich ist, gescheit und doch verschusselt, nicht (gleichbleibend) bei der Sache, Schwierigkeiten mit Struktur und Überblick hat. Dazu kommt die Selbsteinschätzung, die oft nicht viel besser ist (oder noch schlechter, da streng), Selbstzweifel sind ein häufiger Begleiter.

    Du glaubst es dir einfach selbst immer und immer wieder nicht, dass du "es" schon schaffen kannst, obwohl du intuitiv spürst, dass du was drauf hast, aber so oft an diese völlig bescheuerten Grenzen stößt wie "niemand" sonst, jedenfalls nicht deine Bezugsgruppe. Auch wenn du weißt, was du für Bedingungen hast, ist es ein langer Prozess, es zu verstehen, zu akzeptieren und trotzdem was draus zu machen. Behaupte ich jetzt mal mit meinen deutlich mehr Jahren als Anncath (und immer noch so dran).

    Ratet mal, ich habe jetzt alles abgehakt für meine PP-Ausbildung, was ich brauche um mich zur Prüfung anzumelden. Über 4200 Stunden Theorie und Praxis. Jahre reingesteckt und viel gelernt, gut investierte Zeit. Bin begeistert davon, noch lange nicht am Ende des Lernens, das wird immer weitergehen, ich funktioniere wie ein Schwamm und suche unablässig mehr, es ist auch so spannend...

    Ja, und dann? Finde ich mein Diplomzeugnis nicht, das ich zur Prüfungsanmeldung brauche! Es ist zum Verzweifeln, bei solchen Erlebnissen vergesse ich alles und erlebe mich als hoffnungslosen Fall, wahrscheinlich frühdement, ein Blender, wie er im Buch steht...

    Naja, so oder so ähnlich kommt es immer noch vor. Ich hab es dann gefunden, nachdem ich lange meine Stapel durchforstet habe, an einer ganz ordentlichen Stelle. Aber halt nicht in einem beschrifteten Ordner, wie wahrscheinlich 90% der Leute, ganz unstressig und ohne einen Berg an Selbstzweifeln.

    Vor diesem Hintergrund und solchen Erlebnissen in allen möglichen Lebensbereichen meine ich, Anncaths Anliegen gut zu verstehen.

    Was Luis schreibt klingt weise... und pragmatisch, gute Mischung! Ich versuch mich immer wieder auf dem Weg dahin
    Ich verstehe die Situationen, und möchte euch auch nicht vom weg abbringen.
    Ich wollte mit meinem Post eigentlich nur Aussagen das auch wenn der Test keine Hochbegabung ergibt es nicht ausgeschlossen sein muss.

    Ich bin ja selbst von mir Genervt, weil ich weis ich kann mehr, es aber nicht umsetzten kann. Was sich auch in Worten widerspiegelt (Gefangen im eigenen Gehirn).

    Mein Leben ist eigentlich gutes Beispiel das ADHS und Hochbegabung wenn man im normalen Maßstab betrachtet dekonstruktiv verlaufen kann.
    Vor über einem Jahr hätte ich nie im leben daran gedacht ADHS zu haben geschweige den Tendenz zu Hochbegabt (find den begriff immer noch dämlich).

    Ich muss selbst den Psychiatern oft Hinweise geben was ich hab, weil ich vermutlich meine mental Kapazität dazu verwende einiger massen normal zu wirken.

    Neutral betrachtet:

    falsches Selbstbild, geht schon fast in Depersonaliesierung
    emotional Taub (fast schon vulkanier)
    Migräne seit dem 8. Lebensjahr
    Realabschluss (Schweiz)
    Berufsausbildung (4 jährige)
    5 Jahre Berufspraxis mit versuch Studium
    danach 70% arbeitsunfähig
    Sehr sprung hafte Erinnerung (ich weis viel aber ohne Trigger kein zugriff)
    immer die Kontrolle selbst unter massig Alkohol, Gehirn läuft und läuft und läuft.
    noch nie eine Beziehung gehabt
    genervt von der Beschränktheit der Mehrheit
    sozial isoliert und es stört mich auch nicht.
    soziale Kontakte hätte ich eigentlich genug, nur Pflege ich sie nicht.
    dazu kommen natürlich ADHS typische sprunghafte.
    etc.
    Mein Gehirn abschalten kann ich nur im schlaf oder mit XXX (nein, nicht täglich nur wenn ich weis in nächster Zeit steht nichts an)
    Das soll nicht mimi sein (auch wenn es vielleicht so wirkt).

    Von aussen sagen mir alle ich hätte eine hohe sozial Kompetenz, aber ich bin jedes mal froh wenn ich Menschen los bin. Ich habe auch keine Probleme innerhalb einer Gruppe. Es hat auch nichts mit Sozialer Phobie/Angst zu tun, was diverse Psychiater oft bestätigen.

    Ich kann mich auch problemlos auf unterschiedliche Menschen einstellen und unterhalten ob's jetzt der Obdachlose um die Ecke ist oder Manager einer Bank. Jung oder Alt, ausser Kinder.

    Small Talk fällt mir immer noch schwer und alles was nicht inhaltsgetrieben ist.

    Mittlerweile liegt mein Ziel zufriedener zu werden und meine Leichen im Keller los zu werden, bevor ich mich wieder in was Stürze was mich wieder zurück wirft. Aber um das zu erkennen war auch ein langer weg.
    Geändert von traenenclown (18.12.2017 um 12:48 Uhr) Grund: Edit: Hinweis auf Substanzmissbrauch gelöscht

  7. #37
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 166

    AW: Verliert sich Hochbegabung?

    Hochbegabung gibt es meiner Meinung nach nicht. Das Geistige ist die treibende Kraft. Der Geist ist stärker als die Gene. Hochbegabung im Kindheitsalter, eine diagnostizierte bringt einem gar nix. Man weiß zwar das man das Potenzial hat. Wenn man aber nicht den notwendigen Ehrgeiz hat, dann nützt einem Hochbegabung nichts.
    Intelligenz kann man steigern. Mit entsprechender Lektüre und der richtigen Medikamentation. Seit dem ich kein Fernsehen mehr schau, hat sich mein IQ gefühlt um 20 Punkte erhöht.

  8. #38
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 347

    AW: Verliert sich Hochbegabung?

    HansTheMance schreibt:
    ...Hochbegabung gibt es meiner Meinung nach nicht....... hat sich mein IQ gefühlt um 20 Punkte erhöht.
    und nur darauf kommt´s doch an, oder?

    Nee, ganz so leicht is es nicht.

    Der "Geist" - was auch immer damit gemeint ist -braucht auch eine real existierende Infrastruktur, sonst geistert da gar nix.

    Und die ist in den Genen angelegt.


    Genauso gut könntest Du behaupten, dass es keine Größen- und Gewichtsunterschiede zwischen den Menschen gibt, dass alle die gleiche Augenfarbe haben und außerdem

    alle Max Mustermann heißen.

  9. #39
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 293

    AW: Verliert sich Hochbegabung?

    Ich würde auch echt nicht vom fehlendem Ehrgeiz sprechen als Ursache für ein nicht genutztes Potential. Da können viele Faktoren eine Rolle spielen. Ich in meinem Falle hätte immer den Antrieb über mich hinaus zu wachsen, aber oft ist mein eigener Kopf mir einfach eine zu große Schränke gewesen.

    Hinzu kommen ungünstige erzieherische Umstände, die mich leider mehr Kraft und geistiges Potential gekostet haben, als ich da drüber hinaus für meine mentale Weiterbildung hätte nutzen können.

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