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Diskutiere im Thema ADHS und Hochbegabung: Wie viele betrifft das überhaupt? im Forum ADS/ADHS und Hochbegabung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #21
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.088

    AW: ADHS und Hochbegabung: Wie viele betrifft das überhaupt?

    Deckname schreibt:
    ... Ein Fußballtalent wird bewundert für sein Spiel und jeder denkt sich "wassnglückistderdoofwiebrotd enndaskannwenigstensschimmeln"

    Alternativ: "Wenn ich nichts könnte außer Fußball und den ganzen Tag trainieren müsste, dann wäre ich auch so gut oder "besser" und zum Glück sind meine Kochen in 15 Jahren nicht defekt..."
    _______

    Wenn nun einer sagt ich bin hochbegabt, superschlau, der Überflieger, Brainiac (=nicht Pinky)..... Was ist dann ?

    a) Neid
    b) Misstrauen
    c) Schadenfreude, wenn derjenige die Spülmaschine falsch bedient
    d) Zurückhaltung, denn wer will sich schon gerne neben dem sooooo doof fühlen?
    e) alles (a-d) und noch viel mehr

    Da verwundert es nicht, dass die meisten hochbegabten Mitbürgerinnen und Mitbürger dies definitiv nicht jedem auf die Nase binden ! ...
    _________

    Nein, das ist es gar nicht, was ich meine. Ich habe nie erlebt, das ich angegiftet wurde, weil ich "Hochbegabt" bin. Ich habe nicht gemerkt das ich "Hochbegabt" bin!!!

    Herbalist schreibt:
    ausser vielleicht etwas schnellere Auffassungsgabe und subjektiv gefühlt gelegentlich höheren kognitiven Fähigkeiten...
    mehr habe ich auch nicht gemerkt!!!

    Das was ich konnte konnte ich und was soll da Besonderes dran sein? Ich konnte es doch!!! Meine Schultasche in Ordnung halten konnte ich nicht - die doofe Sonja konnte das aber. Ich konnte und kann immer noch jedem eine Kante ans Knie quatschen, Situationen schnell erfassen (ausser das mein Ex 18 Jahre eine Geliebte hatte, dass habe ich nicht erfasst ) und bin absolut gut darin komplexe Situationen zu erfassen und ggf. sehr schnell kreative Lösungen zu finden.

    Es hat mich keiner deswegen gehänselt - im Gegenteil ich bekam da Anerkennung.


    diese "selbst gefühlte Hochbegabung" oder noch besser "Mutti fühlt sie" ist im Regelfall ein flopp.

  2. #22
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 274

    AW: ADHS und Hochbegabung: Wie viele betrifft das überhaupt?

    Deckname schreibt:
    ---> Wenn dies mit HB & AD(H)S so stark korrelieren würde, dann könnte man da ja fast eine Kausalität vermuten = weitere Forschung wäre nötig !
    Das sehe ich auch so:
    Weder Hochbegabung noch ADHS lässt sich mit absolut 100%iger Sicherheit feststellen.
    Manche Symptome ähneln sich sehr. Mit überdurchschnittlicher Intelligenz kann man vielleicht das eine oder andere Defizit kompensieren, erkennt aber vielleicht auch manche Defizite eher.

    Dann spielt noch Erziehung, Struktur im Elternhaus, Schule und Umfeld eine Rolle, so dass die eine oder andere Eigenschaft verstärkt oder kompensiert wird.
    Ich glaube auch, da muss noch eine Menge geforscht werden und so lange können wir diskutieren wie wir wollen, wissen werden wir es jedenfalls nicht.

    P.S. Noch eine eigene Beobachtung:
    Auf Wunsch der Erstellerin gelöscht, da dritte wiedererkannt werden könnten
    Geändert von traenenclown (22.07.2017 um 23:23 Uhr) Grund: siehe Edit

  3. #23
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 97

    AW: ADHS und Hochbegabung: Wie viele betrifft das überhaupt?

    Addy Haller schreibt:
    Addy Haller schrieb:
    Statistisch sind 2% der Bevölkerung hochbegabt und 2% haben eine adulte ADHS - man kann sich leicht ausrechnen, wie klein diese Schnittmenge ist. Dass man bei Hochbegabung eine ADHS kompensieren und dadurch nur "normale" Leistungen bringen kann, halte ich grundsätzlich für möglich. Aber das dürften, wenn es diese Fälle überhaupt gibt, Ausnahmen sein. Stattdessen schreibt sich gefühlt jeder Zweite eine Hochbegabung zu, der eine ADHS-Diagnose möchte, diese jedoch aufgrund seiner unauffälligen Schullaufbahn verwehrt bekommt.
    Und du meinst, jene Gruppe von Leuten, die sich einer ADHS-Diagnostik im Erwachsenenalter unterziehen und die diese Diagnose auf Grund einer unauffälligen Schullaufbahn verwehrt bekommen, stellen eine repräsentative oder wenigstens zufällige Stichprobe der Gesamtbevölkerung da? Mitnichten. Daraus, dass der Anteil Hochbegabter in der Gesamtbevölkerung gering ist, darf man nicht schließen, dass in der betrachten Gruppe ebenfalls ein geringer Anteil zu erwarten ist.

    Noch dazu wo ja bereits ein Zusammenhang zwischen der "verwehrten Diagnose" und Hochbegabung vermutet wurde.

    Das ist in etwa so, als würdest du ein Mensa-Treffen besuchen, dich darüber wundern, dass sich dort unverhältnismäßig viele für hochbegabt halten, und aus diesem Widerspruch dann folgern, dass Mensa kein Verein für Hochbegabte sein kann.

    Addy Haller schreibt:
    gonzales schrieb darauf:
    In meiner Rolle als nicht-offizieller nicht-Experte, der dennoch ein "pfiffiges" Kerlchen ist (siehe Schulzeugnisse), stelle ich aber die Frage, was dann mit den x% der 2% Hochbegabten ist, die nach den offiziellen Kriterien durch das Raster fallen. (Nebenbemerkung: x%, weil die 2%, die du für adultes ADHS angibst sich auf die Gesamtbevölkerung beziehen, die 2% Hochbegabten aber keine randomisierte Teilmenge der Gesamtbevölkerung sind. So einfach wie du das gemacht hast, darf man das nicht rechnen). Werden diese einfach als Kollateralschaden des offiziellen Systems verbucht?

    Dazu folgendes:

    Ich wollte gar nichts genau ausrechnen. Ich wollte darstellen, dass es sich bei der Gruppe der hochbegabten Erwachsenen mit ADHS um eine vergleichsweise kleine Gruppe handeln muss - und es bemerkenswert ist, warum man dennoch überdurchschnittlich oft darüber liest.

    Mal grob überschlagen komme ich statistisch auf maximal 40 000 Erwachsene in Deutschland, auf die das zutreffen könnte.
    Wenn du jetzt annimmst dass weitere 2% dieser 40000 Leute also 800 sich einer ADHS-Diagnostik unterziehen und von denen dann wiederum 2% hier im Forum aufschlagen, weil ihnen die Diagnose die Diagnose aufgrund einer unauffälligen Schullaufbahn nicht gestellt wurde, dann kommst du auf eine Zahl von 16 Personen. Berücksichtigen wir nun, dass sich die Fehler unserer Schätzung multiplizieren und nehmen einem möglichen Fehler von plus minus 2%.-Punkten an, also dass die Anteile ADHS,Hochbegabt, Diagnostik, Hier im Forum mit false negativ; jeweils zwischen 0% und 4% liegt, so haben wir einen Erwartungswert von 0 bis 256 hochbegabten ADHSlern mit false negativer Diagnose auf Grund von Hochbegabung hier im Forum.

    Nein, dieser Rechnung bildet keinen seriösen Erwartungswert. Aber was sie zeigt ist, dass der geringe Anteil Hochbegabter in der Gesamtbevölkerung sowie das (vermutete) Fehlen einer Korrelation zwischen Hochbegabung und ADHS keineswegs einen Widerspruch zu dem darstellt, was du im hier im Forum vorfindest.

    Addy Haller schreibt:
    Wie gesagt: Möglich wäre diese Kombi natürlich, aber als Ausnahme.
    Wie gesagt: "Ausnahme hier" bedeutet nicht "Ausnahme da".

  4. #24
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 137

    AW: ADHS und Hochbegabung: Wie viele betrifft das überhaupt?

    Was ich so schräg finde, ist diese Nutzenerwartung. Intelligenz ist zunächst einmal nur ein Persönlichkeitsmerkmal- und zwar ein besonders stabiles. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

    Dass man daraus unbedingt was "machen muss" und zwar zum Wohle der Menschheit oder des eigenen Geldbeutels oder was auch immer... wer legt denn das bitte fest?

    Ob ich schnell kapiere oder eher langsam von Begriff bin, kriegen die Anderen zwar ebenfalls mehr oder weniger schnell mit, aber wirklich was angehen tut es doch nur mich.

    Ich muss schließlich mit meinem Hirn auskommen. Und da hilft dieser höher, schneller, weiter-Anspruch überhaupt nichts.

  5. #25
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 230

    AW: ADHS und Hochbegabung: Wie viele betrifft das überhaupt?

    Wo liegt das Problem eigentlich?! Selbst wenn es nur 121 hochbegabte ADSler gibt und 17 davon in den einschlägigen Foren mit unterschiedlichen Namen nach Antworten suchen und dabei viele vor den Kopf stoßen, so ist doch ihre Sichtweise nicht unbedingt verkehrt.
    Mit dem Borschen Atommodell kann man super mit arbeiten und viel erklären, aber im Detail läuft es dann doch ein bisschen anders
    Geändert von vakuum ( 1.10.2017 um 03:47 Uhr)

  6. #26
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 556

    AW: ADHS und Hochbegabung: Wie viele betrifft das überhaupt?

    Es gibt unter Personen mit ADHS wahrscheinlich weitgehend genau so viele hochbegabte Menschen wie unter Normalpersonen. Bei einer Häufigkeit der adulten ADHS von (je nach welchem Diagnosemaßstab man testet) in Wahrheit ca. 5% (die Häufigkeit der ADHS insgesamt, also auch die Fälle mit einbezogen, die nach offiziellen Diagnosekriterien nicht ins Erwachsenenalter persistieren, beträgt in Deutschland bis zu 10% bei einem Geschlechterverhältnis von in Wahrheit 1:1 , bzw. in so manchem geographischen oder ethnischen Hotspot von ADHS sogar ein Mehrfaches dieser bis zu 10%) , nicht 2%, wie Addy Haller zu Beginn dieses Threads schrieb, sind ca. 3% (die Anzahl der hochbegabten liegt bei ca. 3% , nicht 2%) dieser 5% hochbegabt, das sind ca. 0,15% der Gesamtbevölkerung. Ich selbst habe mal als Kind eine Art IQ-Test gemacht, der extrem gut ausgefallen sein soll, über den ich ansonsten aber nichts weiß. Mir wurde mal von Cordula Neuhaus die Einschätzung mitgeteilt, Gesamt-IQ geschätzt zwischen 140 und 160. Ansonsten sehe ich keinen Bedarf für irgendwelche bescheuerten IQ-Tests. Entscheiden ist: WAS MAN AM ENDE DRAUS MACHT !!!! und da gibt es ja so Zeitgenossen, deren einzige Leistung , auf die sie in ihrem Leben je stolz gewesen sind, ihr Score in irgend einem IQ-Test ist. Mein Bruder hat nen getesteten IQ ca. 20 Punkte unter meinem mit knapp über 130 und steht trotzdem (oder gerade deswegen) 5x eher im Leben als ich und startet gerade durch.

    Wieso wird Hochbegabung oft in Verbindung mit ADHS gebracht:

    1. Hochbegabung ist ein Faktor für soziale Ausgrenzung. In Verbindung mit ADHS multipliziert sich das Ausmaß an sozialer Ausgrenzung und dadurch wird ADHS erst auffällig und als Problem wahrgenommen. Deshalb findet man bei den diagnostizierten Fällen von ADHS (anders als bei der Gesamtheit der Fälle von ADHS) auch eine höhere Dichte an Fällen von Hochbegabung im vergleich zur Gesamtbevölkerung.

    2. Hochbegabung wird oft mit ADHS verwechselt. Wie Personen mit ADHS sind auch Hochbegabte insgesamt oft "spezielle", sehr oft ähnlich sensible Typen. Neulich hier im Forum wurde Sarah Wagenknecht in Sachen ADHS genannt. Sarah Wagenknecht halte ich allem Anschein nach für einen Fall von Hochbegabung ohne ADHS und dass sie in ihrer Jugend bei den Punks war, dürfte auch eher mit Hochbegabung und allein daraus folgendem sozialen Außenseitertum und nicht mit ADHS zu tun haben. Also Vorsicht vor der Verwechslung von Hochbegabung mit ADHS.

    Der größte Fehler, den man als Person mit Hochbegabung machen kann, ist, das Ganze zu zeigen. Arrogante Klugscheißer (ich fasse mich an die eigene Nase) mag keiner und jemand wie Jan Böhmermann bewegt sich auf dünnem Eis. Irgendwann kommen z.B. in der Causa Böhmermann auch Gefühle von Antipathie auf, Beispiel Campino (das Daueropfer von Böhmermann) über Böhmermann: "Lieber uncool sein als ein cooles *********, das sich nicht konstruktiv einbringen kann." Entertainer wie Stefan Raab, Thomas Gottschalk, Günther Jauch sind zwar intelligent, abe wohl jeweils nicht hochbegabt, aber sie haben sich jeweils viel länger gehalten, als jemand wie Jan Böhmermann das bisher getan hat.


    Die größte Häufigkeit eines einzelnen IQ-Scores dürfte laut Gauß´scher Normalverteilung tatsächlich bei ca.100 liegen. Das hat wohl auch evolutionäre Gründe. Jemand der hart und tüchtig, aber solide arbeitet und ein solider Teil der Gesellschaft ist, so jemand ist "nichts Besonderes" , aber es reichte über die gesamte bisherige Zeitspanne der Menschheit, dass sich so jemand eher evolutionär durchsetzte, als ein eitler Schöngeist, der sich zu fein zum Anpacken war.


    Also, an alle Hochbegabten, man ist durch Hochbegabung nicht automatisch was Besseres, und lieber ein bisserl zurückhalten mit dem Dünkel und wie gesagt: Entscheidend ist, was man am Ende draus macht.

  7. #27
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.088

    AW: ADHS und Hochbegabung: Wie viele betrifft das überhaupt?

    Es ist schon schön ein Alien zu sein ... oder, noch besser, gar nicht zu existieren.

    Ich habe ja nun das große Glück nicht bei einem Feld-Wald-und-Wiesen-Arzt meine ADHS Diagnose bekommen zu haben, sondern,im Rahmen einer sehr langen Ausschlußtestung in der Med. Hochschule Hannover - im Rahmen dieser Testung wurde meine HB Testung aus meiner Jugend bestätigt (nix mit 160 oder mehr, aber für eine Mensa-Mitgliedschaft würde es reichen). und weil das so seriööööööööööööö öös war, glaube ich es auch mal.

    Nun lese ich ständig, bei Herrn Barkley, Herrn Rossi und was weiß bei wem (langsam langweilt es mich auch), das es mich nicht gibt.

    Es gibt mich, wenn ich mir in den Finger steche, tut es mir weh (ich hoffe, das reicht als Beweißführung)

    Meine ADHS drückt sich in einem starken Bewegungsdrang, einer sehr niedrigen Impulskontrolle und starker Ablenkbarkeit aus.

    Mein Laufbahn verlief folgendermaßen
    1959 aus dem Kindergarten geschmissen, weil ich nicht anpassungsfähig war (bin ich immer noch nicht)
    1961 Einschulung
    1965 Realschule
    1965 retour auf die Volksschule (meine Noten schwankten zwischen 1 und 6 - das Schlimmste war aber, dass ich nicht so viel rumlaufen durfte)
    1965 - 1970 Volksschule
    1970 9. Klasse die Erste
    1971 9. Klasse die Zweite
    1971 - 1973 Handesschule (mit einer 6 in Steno)
    1974 - 1975 Frauenfachschule
    zwischendurch immer wieder eine Lehrstelle gefunden, aber nicht angetreten sondern weiter auf die Schule gegangen (Schule war lustiger als arbeiten, besonders nach 1970, da kamen die 1968 Lehrer in die Schulen)

    danach habe ich 2 Ausbildungen zur Erzieherin angefangen und abgebrochen, als ungelernte Fabrikarbeiterin gearbeitet und nebenbei Marx, Engels, Lenin, Adorno und Kant gelesen. Ich bin 3 mal durch die theoretische Führerscheinprüfung gefallen.

    zwischendurch war ich die, vor der unsere Eltern uns gewarnt haben.

    Mit 24 bekam ich meinen Sohn, mit 26 meine Tochter, die haben mich geerdet.
    1988 Begabtenprüfung zur Zulassung zu einem Studium
    1988 - 1991 Studium in Regelstudienzeit, nebenbei eine Halbtagsstelle in einer Drogenberatung als "Mädchen für Alles" und teilweise alleinerziehend mit 2 Kindern
    1991 Diplomarbeit

    seit dem arbeite ich in meinem Beruf in wechselnden Stellen und sehr unterschiedlichem Erfolg ( von der beliebten Vorgesetzten bis zum Vollversager war alles dabei)


    Warum ich das schreibe?


    Weil ich finde, dass ist das klassische Leben einer ADHSlerin - die trotzdem studiert hat und klar konnte ich mit meiner Hochbegabung meine ADHS kompensieren. Nicht, dass ich dann nur noch "sehr gut`s" schrieb und einen unauffälligen Schulweg hatte - Blödsinn. Ich kam durch - irgendwie und habe viel irritiert "wie kann es sein, dass das Kind nicht die Bohne aufpasst, keine Mappen führt, ihr Formelheft für die Mathearbeit nicht findet und trotzdem auf 15 Punkte kommt, mit Fornmelheft wären es deutlich weniger gewesen.

    Oder als Einzige in der Klasse den logischen Widerspruch in der These des Lehrers findet. Diese Göre, die immer dreckige Fingernägel hatte und im Unterricht vom Stuhl fiel, weil sie sich auf selbigen verrenkte.

    Es gibt uns, die hochbegabten ADHSler - wenige - ganz bestimmt sind wir wenige. Wir sind nicht besser oder schlechter oder sonst was. Wir sind!

    Diese Diskussion, ob es uns gibt oder nicht, ist sehr verletzend. Mich jedenfalls verletzt sie .

    Immer - mein gesamtes Leben lang "gab es so etwas wie mich nicht!

    Nicht im Kindergarten,
    nicht in der Schule
    nicht im Arbeitsleben,
    nicht in der Familie
    und unter den ADHSlern gibt es mich auch nicht.
    Geändert von Elwirrwarr ( 1.10.2017 um 10:43 Uhr)

  8. #28
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 306

    AW: ADHS und Hochbegabung: Wie viele betrifft das überhaupt?

    Hallo Nightshadow!

    Nightshadow schreibt:
    Es gibt unter Personen mit ADHS wahrscheinlich weitgehend genau so viele hochbegabte Menschen wie unter Normalpersonen. Bei einer Häufigkeit der adulten ADHS von (je nach welchem Diagnosemaßstab man testet) in Wahrheit ca. 5% (die Häufigkeit der ADHS insgesamt, also auch die Fälle mit einbezogen, die nach offiziellen Diagnosekriterien nicht ins Erwachsenenalter persistieren, beträgt in Deutschland bis zu 10% bei einem Geschlechterverhältnis von in Wahrheit 1:1 , bzw. in so manchem geographischen oder ethnischen Hotspot von ADHS sogar ein Mehrfaches dieser bis zu 10%) , nicht 2%, wie Addy Haller zu Beginn dieses Threads schrieb, sind ca. 3% (die Anzahl der hochbegabten liegt bei ca. 3% , nicht 2%) dieser 5% hochbegabt, das sind ca. 0,15% der Gesamtbevölkerung.
    Du bewegst dich mit deinen Zahlen eben am oberen Rand der Schätzungen und ich am unteren. So what? Immerhin sind wir einer Meinung, dass Hochbegabung bei ADHSlern wahrscheinlich nicht häufiger vorkommt als bei Neurotypischen, es sich also bei ADHSlern mit Hochbegabung um eine vergleichsweise kleine Gruppe von Menschen handeln muss (deine 0,15% der Gesamtbevölkerung sind ja immer noch sehr wenig, wenn auch mehr als bei mir).

    Beste Grüße

    Addy

  9. #29
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.750

    AW: ADHS und Hochbegabung: Wie viele betrifft das überhaupt?

    zu Hochbegabung: ich las unlängst in einem ganz anderem Forum darüber, dass jemand bei einem Straßenfest war und mit einer Menge an Müttern konfrontiert wurde, deren Kinder alle entweder Hochbegabt oder hochsensibel waren. so ziemlich alle. also war entweder was im Wasser oder die 2 Prozent stimmen nicht oder eben jeder kann behaupten, er sei hochbegabt. und das in Stein meisseln, nur weil die eine unter 20 Lehrerinnen meinte, vielleicht könnte es uU am Ende daran liegen...oder eben nur sagte: es liegt nicht am IQ, dass ihr Sohn....usw

    kurz: es ist vermutlich wie das mit dem GLuten. 1 Prozent sind allergisch oder intolerant oder so, aber "gefühlt" sind es 20 Prozent, die das vermuten oder mal vorsichtshalber glutenfrei essen, weil irgendeine Intoleranz ist heutzutage auch schick. und eben hochbegabt oder hochsensibel oder so.

    Ansonsten: entweder gibt es einen Zusammenhang oder eben nicht. Dann kann man genauso gut Threads über Adhs und abstehende Ohren oder Spliss im Haar machen

    übrigens: wer sagt, dass die Leute, die sich hier regelmäßig tummeln einen repräsentiven Schnitt der Adhsler darstellen ? vermutlich doch eher nicht.

  10. #30
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.750

    AW: ADHS und Hochbegabung: Wie viele betrifft das überhaupt?

    und wenn wir schon mit Zahlen jonglieren: wenn wir der Einfachheit halber von ausgehen, dass sich hier nur Adshler tummeln und vielleicht aus irgendwelchen Gründen sich überdurchschnittlich viele Hochbegabte hier tummeln, dann kann man mit ein bisschen Goodwill mit 10 Prozent rechnen.

    mal abgesehen davon, wo genau Hochbegabung und "Diagnose" anfängt. Ich hab mal als Teenie einen IQ-Test gemacht. das war vor 37 Jahren oder so. bei mir war es ein einziger. viele machen viele Tests. Am Ende noch einen im Internet. Natürlich kann ich im Internet einen machen (am besten noch ein bisschen mogeln), komme dann auf 131 und muss das bei jeder passenden und unpassenden Sache nun erwähnen. als wäre es eine persönliche Leistung. oder was besseres.


    was heisst, es soll Hochbegabte&adhs laut Literatur nicht geben? keinen einzigen oder nicht mehr als es die Statistik verlangt ?

    man muss sich vielleicht auch erstmal überlegen, wie bestimmte Ergebnisse zustande kommen. Es gab bei mir zB einen guten Grund mich auf Adhs zu testen. Aber warum sollte ich mich auf Hochbegabung testen lassen ? (es sei denn, man ist Schüler und hat Schulprobleme)


    auch wenn ein überdurchschnittlicher IQ oder einfach auch nur ein mathematisch-logisch-orientierter Verstand einen gewissen Vorteil für Adhsler in der Schule bedeutet, so ist das übrigens nicht der Heilige Gral, um zu kompensieren. dazu gehört mehr als nur IQ.

    warum übrigens soll Adhs immer mit einer Psychotherapie einhergehen? den Satz habe ich hier im Forum schon häufiger gelesen und ehrlich gesagt erschließt mich der sinn davon nicht. ich hielt in meinem Falle Psychotherapie bisher für unnötig.

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