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Diskutiere im Thema ADHS und Hochbegabung: Wie viele betrifft das überhaupt? im Forum ADS/ADHS und Hochbegabung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 72

    AW: ADHS und Hochbegabung: Wie viele betrifft das überhaupt?

    Disso schreibt:
    Gleichwohl sind es dann doch ADHSler, die eher dazu neigen illegale Drogen zu probieren und ganz abgesehen vom sozialen Status.
    Das sehe ich auch so. Und es gibt auch keinen Grund für Alarmismus, wenn man sich diese Studie mal ansieht (Dank an Holdischnald):

    DZHW - Archiv

    Der Anteil der Studierenden, die zum „Hirndoping“ greifen, also Medikamente und/oder illegale Drogen einnehmen, um das Studium (besser) zu bewältigen, ist mit 6 Prozent nahezu unverändert gering. Die erste Befragung vier Jahre zuvor identifizierte 5 Prozent „Hirndopende“ unter den Studierenden.

    Der Trend beim Verbrauch ist insgesamt rückläufig seit 2013:

    BfArM - Presse - Methylphenidat-Verbrauch ist 2014 erneut zurückgegangen

    Und zum Thema unechte Hochbegabung: Es mag sein, dass viele Menschen, insbesondere Eltern, die ihren eigenen Nachwuchs beurteilen, es mit der Definition von "Hochbegabung" nicht so genau nehmen, diese Definition vielleicht auch gar nicht kennen.
    Was diese Personengruppe tatsächlich meint ist (ob gerechtfertig oder nicht), dass sie selbst oder ihre Kinder ihr Potenzial nicht entfalten konnten innerhalb der gesellschaftlich vorgegebenen Rahmenbedingungen.
    Ich glaube nicht, dass eine behauptete und nicht nachgewiesene Hochbegabung die Chancen für eine positiv ausfallende ADHS-Diagnose steigert. So naiv ist doch kein Facharzt. Daher frage ich mich, wo das Problem sein soll. Das einzige Problem ist vielleicht, dass falsch verwendete Begriffe nerven, aber das war's dann schon.

  2. #12
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 456

    AW: ADHS und Hochbegabung: Wie viele betrifft das überhaupt?

    Addy Haller schrieb:
    Statistisch sind 2% der Bevölkerung hochbegabt und 2% haben eine adulte ADHS - man kann sich leicht ausrechnen, wie klein diese Schnittmenge ist. Dass man bei Hochbegabung eine ADHS kompensieren und dadurch nur "normale" Leistungen bringen kann, halte ich grundsätzlich für möglich. Aber das dürften, wenn es diese Fälle überhaupt gibt, Ausnahmen sein. Stattdessen schreibt sich gefühlt jeder Zweite eine Hochbegabung zu, der eine ADHS-Diagnose möchte, diese jedoch aufgrund seiner unauffälligen Schullaufbahn verwehrt bekommt.
    Diese Zahlen sind tendenziell zu niedrig angesetzt: Als intellektuell hochbegabt gelten 2,2% der Bevölkerung (okay, Erbsenzählerei), ADHS hat Prävalenzen (je nach Studie) bis zu 5% im Erwachsenenalter, aber bekanntermaßen sind die ermittelten Prävalenzen im Kindes- und Jugendalter höher und der dann Erwachsene legt seine spezielle neurobiologische Ausstattung nicht ab, sondern kommt bestenfalls anders damit klar.

    Grundsätzlich gehe ich mit mit deiner Argumentation, auch wenn ich Einzelfälle selbst kenne. Es fällt eine Häufung dieser Art Begründungsmuster auf, die diagnostische Richtlinien und Aussagen (die selbstverständlich auch nicht starr und schablonenhaft angewendet werden sollten) so beliebig erscheinen lassen.
    Geändert von alice_s ( 8.07.2017 um 18:57 Uhr)

  3. #13
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 115

    AW: ADHS und Hochbegabung: Wie viele betrifft das überhaupt?

    Könnte es sein, dass die introvertierte (unaufmerksame) Variante einfach dazu neigt, eine höhere Intelligenz zu entwickeln? Ich kann nicht ganz glauben, dass die Prävalenz von Hochbegabung unter ADHSlern genauso groß ist wie unter der Gesamtbevölkerung. Ich habe auf Reddit mal so was darüber gelesen, dass das zwar angenommen wird, aber nicht viel Sinn ergibt.

    Ähnlich wie manche arten von Autismus (ich weiß fast nichts über autismus, das habe ich nur mal in ner Doku gehört), bei denen sie auf manchen Gebieten eine art Genie werden, kann ich mir vorstellen dass vieles in sich gekehrtes, ADHS-PI-typisches Denkverhalten im Heranwachsen zu einem höheren IQ führen.

    Man müsste sich vllt mal anschauen, wie gut die Studien gemacht wurden. Bzw. ob es eigentlich primär um diese Fragestellung der anscheinend gleich hohen Prävalenz geht. Weil wenn nicht, kann es sein, dass manche Variablen nicht anständig berücksichtigt wurden. Die Intelligenz nach Bevölkerung "zufällig" zu ermitteln, kombiniert mit IQ-Test-Motivation bei ADHSlern und die menge der nichtdiagnostizierten ADHSler sind mMn schwer zu greifen.

  4. #14
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 300

    AW: ADHS und Hochbegabung: Wie viele betrifft das überhaupt?

    Rocket schreibt:
    Könnte es sein, dass die introvertierte (unaufmerksame) Variante einfach dazu neigt, eine höhere Intelligenz zu entwickeln?
    Grundsätzlich ist das natürlich ein naheliegender Gedanke - vorausgesetzt, als Intelligenz wird das bezeichnet, was bei einem IQ-Test gemessen wird.

    Wenn man reizoffen ist, bekommt man möglicherweise mehr mit von all den Dingen da draußen und beschäftigt sich - weil introvertiert - intensiver damit als andere. Die soziale Intelligenz dürfte dagegen eher unterentwickelt bleiben.

    Doch doch, das klingt schon plausibel.

    Eine möglicherweise überdurchschnittliche Problemlösefähigkeit durch divergentes Denken könnte in der Schule das ihre dazu beitragen.

    Dumm nur, dass diese Problemlösefähigkeit später Aufgaben wie Altglas wegbringen, Bad putzen oder Steuererklärung machen als entwürdigend zurückweisen wird.

  5. #15
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 72

    AW: ADHS und Hochbegabung: Wie viele betrifft das überhaupt?

    Noch ein Gedanke: Könnte es nicht sein, dass mit überdurchschnittlicher Intelligenz auch die Fähigkeit höher ist, sich selbst kritisch und aus einer distanzierten Perspektive einzuschätzen? So dass es unter intelligenteren Menschen grundsätzlich öfters passiert, dass sie als Erwachsene auf den Trichter kommen, was die Ursache ihrer Probleme ist? Selbst wenn die Prävalenz unabhängig von der Intelligenz ist, könnte es sein, dass intelligentere Menschen mit AD(H)S im Durchschnitt öfters nach Hilfe suchen.

  6. #16
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 274

    AW: ADHS und Hochbegabung: Wie viele betrifft das überhaupt?

    gonzales schreibt:
    Noch ein Gedanke: Könnte es nicht sein, dass mit überdurchschnittlicher Intelligenz auch die Fähigkeit höher ist, sich selbst kritisch und aus einer distanzierten Perspektive einzuschätzen? So dass es unter intelligenteren Menschen grundsätzlich öfters passiert, dass sie als Erwachsene auf den Trichter kommen, was die Ursache ihrer Probleme ist? Selbst wenn die Prävalenz unabhängig von der Intelligenz ist, könnte es sein, dass intelligentere Menschen mit AD(H)S im Durchschnitt öfters nach Hilfe suchen.
    Daran habe ich auch schon gedacht. In meiner Umgebung definitiv. Wenn man gute oder sehr Schulleistungen hat und trotzdem auch mit ausgeklügelten Plänen und Trainingsprogrammen nicht mal die einfachsten Dinge im Haushalt bewältigt, dann kommt man schon ins Grübeln. Und wenn man immer wieder hört - du bist doch so schlau, du kannst doch, wenn du willst usw.

  7. #17
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.088

    AW: ADHS und Hochbegabung: Wie viele betrifft das überhaupt?

    laut diversen Test`s (seriösen und über Stunden ) bin ich anscheinend hochbegabt und was heißt das? Nix, gar nix! da kann ich mir was drauf pulen oder sonst etwas .....

    Diese ganze hochbegabten Diskussion ist so unsinnig.

    Was bedeutet das denn konkret? Ich jedenfalls hätte darauf verzichten können - viele meiner durchschnittlich begabten Bekannten, Freunde, Verwandten etc. leben ein gutes Leben - sind mit sich mehr im Reinen als ich es je war.

  8. #18
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 78

    AW: ADHS und Hochbegabung: Wie viele betrifft das überhaupt?

    Elwirrwarr schreibt:
    laut diversen Test`s (seriösen und über Stunden ) bin ich anscheinend hochbegabt und was heißt das? Nix, gar nix! da kann ich mir was drauf pulen oder sonst etwas .....

    Diese ganze hochbegabten Diskussion ist so unsinnig.

    Was bedeutet das denn konkret? Ich jedenfalls hätte darauf verzichten können - viele meiner durchschnittlich begabten Bekannten, Freunde, Verwandten etc. leben ein gutes Leben - sind mit sich mehr im Reinen als ich es je war.
    Habe auch Feststellung der HB seit dem 11. Lebensjahr. Es hat mir bisher rein gar nichts gebracht, ausser vielleicht etwas schnellere Auffassungsgabe und subjektiv gefühlt gelegentlich höheren kognitiven Fähigkeiten...

    Gesendet von meinem SM-G903F mit Tapatalk

  9. #19
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 72

    AW: ADHS und Hochbegabung: Wie viele betrifft das überhaupt?

    Elwirrwarr und Herbalist,

    genau das was ihr sagt, dass ihr das Gefühl habt, dass es euch nichts gebracht hat, ist aber doch gerade interessant.

    Die Diskussion wieviele es betrifft und wie man nun Hochbegabung formal zu definieren hat, finde ich auch völlig uninteressant.

    Bei mir wurde nie eine HB offiziell festgestellt, aber ich weiss genau, dass ich in einem speziellen Bereich zu den 2 Komma irgendwas Prozent der Besten gehöre. Wenn ich aber dafür gelobt werde, dann geht mir das total gegen den Strich.

    Ich habe eben auch das Gefühl, dass mir das nichts im Hinblick auf Glück und Lebenszufriedenheit gebracht hat. Wobei dieses Gefühl vielleicht nicht ganz den Tatsachen entspricht, denn es hat mir zumindest eine unabhängige Existenz gebracht. (Muss gerade an den Monty Pyhton Sketch "What have the Romans ever done for us?" denken.) Aber das Gefühl, isoliert zu sein, macht die unabhängige Existenz auch nicht gerade attraktiv.

    Was man normalerweise erwartet ist, dass Menschen ein eigenes Talent als etwas grundsätzlich Positives betrachten und keine Möglichkeit auslassen, einen Nutzen daraus zu ziehen. Vokabeln wie Lebensplan, Karriere und Punkte sammeln klingen jedoch für mich so attraktiv wie Durchfall.

    Liegt das nun in meinem Fall an meiner Introvertiertheit, an meiner Herkunft, oder daran, dass ich alle Rollenspiele, an denen ich mich beteiligen soll, sofort durchschaue und insgeheim verachte? Habe ich eine Bindungsstörung? Hilft das Konzept "ADHS" als Erklärungsgrundlage?
    Ich denke mal wieder zu viel.

  10. #20
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 300

    AW: ADHS und Hochbegabung: Wie viele betrifft das überhaupt?

    @ gonzales: Nein hast Du nicht !

    Ich hasse es, wenn wir jetzt alle einen Kreis bilden und den Nebenmann den Rücken massieren und gemeinsam ....

    Das Hauptproblem ist doch folgendes:

    Ein Fußballtalent wird bewundert für sein Spiel und jeder denkt sich "wassnglückistderdoofwiebrotd enndaskannwenigstensschimmeln"

    Alternativ: "Wenn ich nichts könnte außer Fußball und den ganzen Tag trainieren müsste, dann wäre ich auch so gut oder "besser" und zum Glück sind meine Kochen in 15 Jahren nicht defekt..."

    _________


    Wenn nun einer sagt ich bin hochbegabt, superschlau, der Überflieger, Brainiac (=nicht Pinky)..... Was ist dann ?

    a) Neid
    b) Misstrauen
    c) Schadenfreude, wenn derjenige die Spülmaschine falsch bedient
    d) Zurückhaltung, denn wer will sich schon gerne neben dem sooooo doof fühlen?
    e) alles (a-d) und noch viel mehr

    Da verwundert es nicht, dass die meisten hochbegabten Mitbürgerinnen und Mitbürger dies definitiv nicht jedem auf die Nase binden !

    __________

    Ich werfe mal die steile These in den Raum, dass dieses HB-Ding unter uns AD(H)S-lern so eine Art Kompensationsstrategie ist....

    Also so in etwa wie: Ich habe AD(H)S - ABER ich bin hochbegabt (hab mich trotzdem bitte lieb, denn ich bin wertvoll und daher so ein bisschen "komisch")

    Da die Definition von Hochbegabung etwas mit den obersten 2% bezogen auf die Grundgesamtheit zu tun hat, sollte sich hier auch ein ähnlicher Prozentsatz finden (also so ca. 2%)

    - Es gab bisher schon gute Gründe warum dieser %-Satz hier höher sein könnte....
    - Es gibt Themen wie Armut macht AD(H)S oder anders herum in dem sich Gegenargumente finden lassen
    - HB wird als Erklärung angegeben warum die Kindheit oder Schule "kein Problem" war (und man trotzdem an die Pillen ran will / oder die Therapie dringend braucht)
    - Ich habe den Eindruck, dass "gefühlt" jeder 2. oder mindestens jeder 3. hier angeblich hochbegabt sein soll oder vorgibt dies zu sein - Das ist/wäre statistisch sehr ungewöhnlich !
    ---> Wenn dies mit HB & AD(H)S so stark korrelieren würde, dann könnte man da ja fast eine Kausalität vermuten = weitere Forschung wäre nötig !
    Geändert von Deckname (12.07.2017 um 19:17 Uhr)

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