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Diskutiere im Thema ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten im Forum ADS/ADHS und Hochbegabung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 278

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Danke, traenenclown für die sehr klare Dar- und Richtigstellung (dann habe ich wohl die ,2 übersehen, immer noch besser als die Null vor dem Komma , aber bei solchen Hochrechnugnen gar nicht irrelevant).

    Klar, das sind Statistikspielchen, wie es nun tatsächlich um die Verteilung von Hochbegabten unter ADHLern bestellt ist, ist soweit ich weiß nicht wirklich bekannt. Zudem mag es gerade bei ADHS einen nicht unerheblichen Unterschied zwischen gemessener Intelligenzleistung am Tag x und der "wahren" Intelligenz geben ( der wird ja schon im Normalfall als +/-eine Standardabweichung angenommen, das sind in diesen Höhen etwa 8 Punkte)

    Ganz allgemein ist ein IQ-Test keine Messung im engeren Sinne sondern eine in Abhängigkeit von Testgüte, Durchführungsqualität und Personvariablen unterschiedlich gute Schätzung.

    Wahrscheinlich trage ich Eulen nach Athen?

    Ich finde halt: Ohne besonderen Anlass ist es vielleicht gut zu wissen, wo man sich ungefähr einordnen würde, fraglich ist, ob dafür einen Test und einen Zahlenwert braucht (dieser Gruppe würde ich mich zuordnen, ich denke, dass ich vielleicht recht schlau, aber nicht gerade hb bin, ADHS allein ist ja auch schon genug ). Sinnvoll und wichtig ist eine IQ-Testung immer dann, wenn es darum geht, bestimmte Probleme mithilfe der zusätzlichen Info besser lösen zu können, etwa Schul- oder Berufslaufbahnfragen, Diagnostik in Beratung und Psychotherapie (so würde ich die Situation von euch beiden, Klippklar und Sunraindown einschätzen)

    Von im Internet verfügbaren Tests halte ich nicht viel, egal ob sie, wie im anderen thread beschrieben, von Schachweltmeistern verwendet wurden oder nicht (damit setz ich mich bei den dort Diskutierenden sicher in die Nesseln...)

    Nun ja, ich meisle das aber nicht in Stein, vielleicht kenne ich mich auch in den äußert hohen Gefilden auch nur zu schlecht aus.
    Geändert von alice_s (29.06.2016 um 00:14 Uhr)

  2. #12
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 22
    Forum-Beiträge: 409

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Vielen Dank ihr alle, das ist sehr lieb von euch und bedeutet mir viel. Das ist nicht nur der längste Text den ich in meinem Leben freiwillig geschrieben habe, sondern auch ein Splitter den ich aus meiner Seele ziehen durfte.


    Sunraindown schreibt:
    Hallo Klipklar,

    Danke, dass du von dir erzählt hast! Ich bin auch einer dieser seltsamen Vögel und du hast eine erschreckend ähnliche Geschichte hinter dir! Bei mir war nur die Reihenfolge ADS-Diagnose/HB-Diagnose anders: Ich bin so mit 11-12 öfters handgreiflich gegenüber anderen geworden wurde dann als ADSler diagnositiziert. Im Studium dachte ich mir mit 20 dann: "Hmm... Irgendwie fällt mir das alles immer noch zu leicht..." Und hab dann nochmal ADS bestätigen lassen, wobei aber auch eine HB herausgefunden wurde. Interessanterweise war die größte Differenz im Begabungsprofil auch sowas um die 30+

    Echt interessant! Ich dachte immer, meine Schulzeit wäre anders verlaufen, wenn die HB damals schon bekannt gewesen wäre. Aber du hattest eine ziemlich ähnliche Schulzeit wie ich. Ich wurde glücklicherweise weniger gemobbt und konnte mich in eine Sucht flüchten (Computerspiele). Paradoxerweise hab ich durch das Zocken keine Ehrenrunde drehen müssen. Die Oberstufe ist ja so aufgebaut, dass man maximal 900 Punkte sammeln muss - das hat dann den Spieler in mir getriggert und ich habe die Oberstufe ohne größere Blessuren überstanden.

    Ha, grade meldet sich mein ADS, bin heute mal wieder besonders zerstreut und habe den Faden verloren Will nur noch einen Unterschied zwischen uns beschreiben: Ich wusste damals nicht offiziell, dass ich hätte mehr leisten können, hatte aber immer sowas wie eine Erklärung für Leistungseinbrüche. Du wusstest damals nicht, warum du weniger leistest, als du offiziell dazu in der Lage sein solltest. Interessant.

    Ich hoffe, es geht dir nun kontinuierlich besser! Seitdem ich mit meinem Hirn im reinen bin (in meinem Fall Förderung, in deinem Fall wahrscheinlich das Coping der ADS-Symptome), geht es mir so gut wie nie, ich hoffe, sowas kannst du auch jetzt schon oder irgendwann mal sagen!

    Das ist tatsächlich sehr interessant. Ich muss sagen ich zweifel sehr oft an meiner Hochbegabung, nicht nur weil mein Umfeld aus Höchstleistenden besteht, sondern weil ich on Top auch noch so wenig Selbsteinsicht habe, dass ich mich nur am Umfeld messen kann.
    Woran ich es dann doch merke, ist, mit wie wenig Aufwand ich Dinge geschafft kriege. Ich bin zwar (noch) nicht besonders erfolgreich, aber dafür glaube ich zu ahnen dass ich mit weniger Aufwand durchkomme, als der Durchschnitt der nicht besteht

    Das Problem, das hochbegabte Kinder haben, ist, dass es an öffentlichen Schulen fast schon ein Ding der Unmöglichkeit ist, diese dann auch gezielt zu fördern. Nicht immer ist eine Hochbegabtenschule beispielsweise eine Option. Meine Diagnose in der Schule hat mir nichts gebracht. Auf der einen Seite habe ich mir noch mehr Vorwürfe als ohnehin schon gemacht, auf der anderen Seite habe ich darin aber den Grund gesehen, warum ich so anders bin und mein Leben so verläuft. In der Summe bin ich damit bei Null raugekommen...

    Ich bin leider noch nicht so mit meinem Hirn im Reinen wie du... Ich bin zumindest in meinem Studium nicht unterfordert, das heißt ich habe nur noch in eine Richtung zu kämpfen, das ist sehr angenehm.

    Darf ich fragen was du so zockst

  3. #13
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 64

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Ich muss sagen ich zweifel sehr oft an meiner Hochbegabung, nicht nur weil mein Umfeld aus Höchstleistenden besteht, sondern weil ich on Top auch noch so wenig Selbsteinsicht habe, dass ich mich nur am Umfeld messen kann.


    Ahja! Mir hilft sehr, dass ich mittlerweile meine eigenen Ziele als Maßstab nehmen kann. Ist natürlich angenehmen, wenn man dann noch zur Spitze gehört (aber je nach Umfeld nicht immer möglich).Ich vergleiche mich schon mit anderen, aber eher, um zu lernen. Wenn ich ein selbstgesetztes Ziel nicht erreiche, kann ich's auf das ADS schieben. Ich betrachte mich selbst als ein Mensch mit einer Behinderung (hinsichtlich unserer Gesellschaft), der das Beste daraus macht. Bis ich (seit der Diagnose mit 20) so wurde, hatte ich auch die eine oder andere Krise. Von der Schulzeit will ich garnicht anfangen


    Rein logisch gesehen bringt es ja nichts, den eigenen Selbstwert an den eigenen Leistungen relativ zur Umwelt festzumachen - es gibt mit hoher, hoher Wahrscheinlichkeit immer jemanden, der besser ist. Das war eine Überlegung, die mir geholfen hat. Außerdem habe ich mich schon so lange kaputt gemacht, dass ich (meiner Familie und meinen Freunden zuliebe, die haben ein besseres Ich verdient) etwas ändern musste. Mir hat auch mein Glauben geholfen, und dass ich in einem ziemlich lieben Umfeld aufgewachsen bin.

    Puh. Das schürft vielleicht tiefer, als es ein einfaches Zweifeln an der HB vermuten ließe - aber der Komplex "Selbsteinschätzung - Zweifel - Mit sich selbst im Reinen sein - ..." ist meiner Meinung nach ein unglaublich wichtiger und einschneidender Teil des Lebens. Ich hoffe, du findest da deinen Weg, bleib dran

    Darf ich fragen was du so zockst
    Aber klar! Am liebsten Strategiespiele und Rollenspiele! In Starcraft II habe ich bspw. 2000+ Partien gespielt, und mir eine anhaltende Faszination für Korea eingefangen. Im Freundeskreis wurde früher viel Dota gespielt, ich komme mit durcheinanderschreienden Teammitgliedern aber nicht so zurecht. Final Fantasy (8,9,10) habe ich geliebt und werden für immer einen Platz in meinem Herz haben^^ In den letzten Jahren spiele ich etwas weniger, weil mir mein Informatikstudium an sich schon so Spass macht. Meine beiden Spiele im Moment sind Hearthstone und akut Overwatch. Und selbst?

  4. #14
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 22
    Forum-Beiträge: 409

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Sunraindown schreibt:
    Aber klar! Am liebsten Strategiespiele und Rollenspiele! In Starcraft II habe ich bspw. 2000+ Partien gespielt, und mir eine anhaltende Faszination für Korea eingefangen. Im Freundeskreis wurde früher viel Dota gespielt, ich komme mit durcheinanderschreienden Teammitgliedern aber nicht so zurecht. Final Fantasy (8,9,10) habe ich geliebt und werden für immer einen Platz in meinem Herz haben^^ In den letzten Jahren spiele ich etwas weniger, weil mir mein Informatikstudium an sich schon so Spass macht. Meine beiden Spiele im Moment sind Hearthstone und akut Overwatch. Und selbst?
    Ebenso. Mein Battletag ist Klippklar#2717, falls du noch jemanden zum zocken suchst (konnts dir leider nicht per PN schreiben..)
    Geändert von klippklar (29.06.2016 um 22:15 Uhr)

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 64

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Werde dich die Tage adden Atm bin ich studiumsmäßig ganz gut ausgelastet und habe schon ne feste Zockerformation, aber vielleicht ergibt sich hin und wieder mal was

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 20

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Oha ... dass ich sowas hier lesen werde Mal sehen, aktuell bin ich nicht so aktiv, aber gespielt habe ich auch gern und mache es evt auch mal bald wieder (wenn mehr Zeit ist)

  7. #17
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 161

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Ich hab mich während meines Studiums so gelangweilt dass ich damals über 7000h in WoW erreicht habe. Für SC2 Turniere habe ich Public Viewings organisiert und HS musste ich neulich de-installieren da es mich und meinen Freund von den wichtigen Aspekten einer Unternehmensgründung abhielt; in der Game Design übrigens eine tragende Rolle spielt.
    In meinem Umkreis haben so ziemlich alle ADSler die iwie HB sind einen ausgesprochenen Spieltrieb. Scheint normal zu sein, aus gutem Grund wie ich finde ;o

  8. #18
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 485

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Sunraindown schreibt:
    Wenn ich ein selbstgesetztes Ziel nicht erreiche, kann ich's auf das ADS schieben.
    Und bei solchen Aussage wundert sich noch jemand über die Reaktion von Menschen? Wenn man sagt "ich habe adhs" und dann als Antwort kriegt "Quatsch nicht dämlich, machs einfach" . Unmöglich solche Aussagen "wenns nicht klappt, schiebe ichs einfach ab und bin nicht Schuld"

  9. #19
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 64

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    @AddOn: Ich beziehe mich auf Ziele wie "Besser als 99% aller Kollegen in Deutschland sein". Außerdem ging es nie darum, jemandem dabei von ADS zu erzählen - es geht hier nur darum, wie man Fehlschläge verarbeitet. Wenn du den Beitrag von Klippklar liest, auf den ich geantwortet habe, wirst du sehen, dass es um sehr hohe und bisweilen unschaffbare Ziele geht.

    Edit: Meine anfängliche Antwort war ein bisschen arrogant, habe es entschärft.
    Geändert von Sunraindown (30.06.2016 um 14:02 Uhr)

  10. #20
    Lebenskünstler

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.193

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Sunraindown schreibt:
    @AddOn: Ich beziehe mich auch Ziele wie "Besser als 99% aller Kollegen in Deutschland sein". Im normalen Berufsleben lass ich jeden links stehen ...
    Man sei mir nicht böse,aber bei solchen Aussagen kriege ICH nun wieder Bauchschmerzen. Auch noch in der entschärften Version.Hochintelligent oder nicht. Oder besser: Gerade mit Bezug auf Hochintelligenz plus ADHS.

    So wird ADHS nämlich auch eher weniger ernstgenommen. Man muss ja nur intelligent genug sein,um damit umzugehen und schwuppdiwupp hat man eigentlich keine offensichtlichen Probleme-von (überhöhten) eigenen Ansprüchen und dem Scheitern an selbigen mal abgesehen.

    Was selbstverständlich die Notwendigkeit einer medikamentösen sowie sonstigen Behandlung absolut nicht berührt. Interessant.


    Auf ADHS schieben muss ich zumindest nichts.
    Sie IST ein Problem und alltagserschwerender Faktor.
    Bei vorliegender Hochintelligenz.
    Nur,um der Frage zuvorzukommen.

    Tante Edith sagt,der Beitrag,auf den ich mich inhaltlich beziehe,wurde nachträglich entschärft. Mir ist dieser Punkt jedoch wichtig. Man möge es mir nachsehen.

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