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Diskutiere im Thema ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten im Forum ADS/ADHS und Hochbegabung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #101
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 465

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    sorry, das wird mir jetzt zu bunt. ich bin raus.

  2. #102
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 1.191

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Nicht übel nehmen... Impulsivität ^^

  3. #103
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 277

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Sorry, brainy, das ist Totschlag-Argumentation. Dann müsste sich hier keiner bemühen um eine ungefähr angemessene Diskussionsweise...
    By the way, probiers doch mal in einer öffentlichen Bibliothek und ich glaube auch in Uni-Bibliotheken wird man als Nicht-Akademiker nicht rausgeschmissen, evtl. muss man sich anmelden.

  4. #104
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 1.191

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Tut mir echt leid, keine Ahnung was an diesem Tag da mit mir Abging...Entschuldigt bitte vielmals...
    Kommt nicht wieder vor


    Um zum Ursprünglichen Thema zurückzukehren:

    https://lecture2go.uni-hamburg.de/ve...ngen/-/v/12185

    Sehr informativer Vortrag über AD(H)S, Hochbegabung und Asperger

    Dieses Video darf in andere Webseiten eingebunden werden
    Quelle: Lecture2Go!
    Geändert von Brainman (21.07.2016 um 09:20 Uhr)

  5. #105
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 12

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Entschuldigt bitte meine späte Reaktion auf diesen Beitrag (war erst im Urlaub und danach war viel zu tun).

    @klippklar: wow, danke,dass du deine Geschichte mit uns teilst. Ich finde das Thema HB und ADHS sehr spannend. Die Kombination ist bestimmt auch sehr herausfordernd in Bezug auf die Behandlung.
    Weißt du noch, mit welchen Tests du auf Hochbegabung und ADHS getestet wurdest?

  6. #106
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 22
    Forum-Beiträge: 409

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Psychologin schreibt:
    Entschuldigt bitte meine späte Reaktion auf diesen Beitrag (war erst im Urlaub und danach war viel zu tun).

    @klippklar: wow, danke,dass du deine Geschichte mit uns teilst. Ich finde das Thema HB und ADHS sehr spannend. Die Kombination ist bestimmt auch sehr herausfordernd in Bezug auf die Behandlung.
    Weißt du noch, mit welchen Tests du auf Hochbegabung und ADHS getestet wurdest?

    Ja, der HAWIK III, der AID 2, der CFT 20-R (ein non-verbaler IQ-Test) und der SPM (Standard Progressive Matrices).
    Im Hawik habe ich einen Gesamt-IQ von 107, der jedoch wie bereits gesagt eine hohe Differenz zwischen Handlungs- und Verbaltteil zeigt (>30 Punkte). Im AID 2 war es ein Prozentrang von 85% (ca. IQ 116) mit Leistungen von durchschnittlich bis weit überdurchschnittlich. Im SPM ein Prozentrang von >99% und im CFT 20-R einen Grund-IQ von 131. Beim CFT 20-R hatte ich eine höhere Leistung bei der ersten Hälfte, was auf mangelnde Konzentration schließen ließ.
    Angesichts dessen, dass ich lediglich non-verbal hochbegabt bin, ist es also vielleicht ein wenig unzutreffend, dass ich mich hochbegabt nenne... Vielleicht kannst du mir das ja näher erläutern?

    Aufmerksamkeit wurde auch getestet mit dem Aufmerksamkeits-Belastungs-Test d2 (Brickenkamp, 2002) mit Resultaten der Konzentrationsleistung im oberen Durchschnittsbereich, sehr gründlich gearbeitet, leicht unterdurchschnittliches Arbeitstempo. Meiner Meinung sind solche Konzentrationstests total untauglich für ADHSler, schließlich sind diese Tests spannend und dauern nur wenige Minuten... Daraus irgendwas zu schließen hat meine Schulzeit verbockt.

  7. #107
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 56

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Also ich meld mich auch mal zu Wort.
    Ich wäre vermessen zu sagen, dass ich hochbegabt bin, aber ich denke, dass meine doch etwas komplexere Problematik daher rührt. Zu Erst einmal zur Kindergartenzeit:

    Ich war ein sehr verträumter Kamerad im Kindergarten. Selbst kann ich mich nicht darin erinnern, weiß es nur aus Erzählungen durch meine Mum. Jedenfalls hat meine Mutter mir immer Brote gemacht, die ich doch tatsächlich jeden Mittag wieder unvertilgt mit nach Hause nahm. Stattdessen war ich tatsächlich so verpeilt, dass ich die Brote meiner Leidensgenossen nenne ich sie mal jetzt, weil diese Zeit für mich denke ich eine sehr traumatische war, aß. So kam es, dass meine Mutter eines Tages im Kindergarten vorstellig werden durfte und von den Kindergärtnerinnen die Worte an den Kopf bekam: "Ja geben Sie Ihrem Sohn doch mal Brote mit !! Wegen dem verhungern noch die ganzen Kinder hier" So der Tonus
    Naja auf jeden Fall wurde ich dann als nicht schultauglich empfunden und bekam Ergotherapie verschrieben um meine motorischen Fähigkeiten zu verbessern, wird allerdings alles nicht erinnert und ich denke das ist auch gut so Ich glaube, dass ich zu der Zeit auch ziemlich depressiv gewesen sein könnte. Wir waren umgezogen, alles war neu für mich. Ich war denke ich mit der Gesamtsituation etwas überfordert...
    Ich musste dann für einen Einschulungstest zum Doktor, weil die Erzieherinnen mich für "schwer behindert" hielten. Ich wäre ja noch nicht mal in der Lage einen Bleistift richtig in der Hand zu halten.
    Als ich dann beim Doc. war geschah dann das Wunder. Der meinte doch tatsächlich er habe selten ein Kind gesehen, dass so schön den Stift schwingen kann wie ich.
    Naja die Tante, namens Assistentin meinte dann als sie mir Aufgaben stellte, dass ich ein sehr kluges Kerlchen wäre. Ich würde als 5-jähriger Aufgaben lösen die ein 8-jähriger nicht mal lösen kann.
    Das waren Intelligenzaufgaben.
    Letzten Endes wurde ich dann eingeschult
    In der Schule dann ein kompletter Wandel. Ich schien mit den steigenden Anforderungen zu wachsen. Je schwieriger die Aufgabe, desto mehr konnte ich mich begeistern. Mathe, mein absolutes Lieblingsfach. Zahlenverständnis, bombenmäßig. Könnte ich jetzt noch schwärmen von mir. HAHA NE LASSEN MA LIEBER
    Die ersten Klassen ließ ich mich ablenken, war derjenige der mit dem Strom schwam. In der vierten Klasse dann bin ich zum Klassenclown mutiert. Ansonsten heißt es auf meinem Zeugnis wär ich sehr gut integrierbar gewesen
    Also auch ein soziales Wesen
    Denke mal dass es auch ein Indiz für HB ist wenn man sich trotz aller Schwierigkeiten durch Aufmerksamkeit und Impulsivität etc. gut eingliedern kann.
    War auch in vielen Vereinen aktiv: Fussball, Messdiener, Feuerwehr und hab mich eigentlich nie bewusst von der Umwelt abgekoppelt, wollte immer sozial aktiv sein und hab alles getan und gemacht damit die sogenannte "Anpassungsstörung" sich nicht etabliert.
    Ich wäre auch noch Tausenden von Vereinen beigetreten, doch meine Eltern haben mich Gott sei Dank davon abgehalten
    Wer weiß ob ich sonst so erfolgreich studieren würde, hätten sie es nicht getan

    Auf dem Gymnasium hatte ich einen richtigen Kumpel, bei dem auch der Verdacht auf ADHS aufkam. Wir haben heute auch noch Kontakt. Bin mal gespannt, wann er sich diagnostizieren lässt. Ansonsten einen sehr breit gefächerten Freundeskreis, davon allerdings nicht wirklich viele wirklich enge ...
    Ich habe die Schule aber keinesfalls als Last empfunden, ja im Gegenteil, ich habe Sie geliebt, war oft Klassenbester in Mathe und Sport. Deutsch war gar nicht mein Ding. Jedes mal wenn ein neues Fach dazu kam, blühten meine emotionalen Zentren auf, aber wehe wenn wir mal etwas tiefer in den Stoff eingestiegen sind, ohje da war dann schnell Sense...
    Naja Gott sei Dank war mir das Lernen immer leicht gefallen. Bei 30 Vokabeln lernen reichten in der Regel 10 Minuten aus. Achso Sprachen sind auch meins

    Zwischendurch hatte ich immer das Gefühl der Andersartigkeit und niemand wollte mich so recht verstehen. Auch bei meinen Eltern wurde ich nicht verstanden. Bekam eigentlich nie, dass was ich wollte. Sie haben mich eigentlich immer eingeschränkt, bei dem was ich tat. Aber wer weiß, vielleicht war das ja genau das Richtige
    Meine Mutter eine hochambivalente Frau ( Man munkelt in Fachkreisen, dass dies auf ADHS mit einer hohen Begabung hinweißt) war sehr streng. Hätte mich wahrscheinlich nie getraut eine schlechte Note nach Hause zu bringen.
    Ich hatte tatsächlich nie Probleme mit Vorstufungen oder Zurückstufungen sondern hielt mich immer unauffällig im Mittelfeld. Wollte um keinen Preis als Klugscheißer da stehen.
    Hab mich immer zu den Leuten hingezogen gefühlt die herumalbern und habe mich oft selbst zum Clown gemacht, nur um dazu zugehören.
    Ab der elften Klasse hatte ich schließlich fast gar keine Freunde mehr, ein einsamer Wolf war ich.
    Das Schlimmste waren immer die Klassenfahrten. OHA, da fiel meine Andersartigkeit auf. Die waren für mich immer äußerst unangenehm.
    In der Zeit begannen auch die Probleme, dass ich meinen eigenen Lidschlag und meinen Atem als fremd wahrgenommen habe.
    Ja, ich habe mir tatsächlich eingebildet dass ich jeden Lidschlag spüren würde und nun weiß ich, dass dies eine klassische Dissoziation im philosophischen Sinne ist (Danke Eiselein): "Das Vorkommen von was Eigenem als etwas Fremdes"). Heißt auf dieses konkrete Beispiel angewendet, dass der eigenen Lidschlag als fremd wahrgenommen wird und schließlich verdrängt werden will.
    Ich habe es immer für einen Zwang gehalten, hab auch einen Großteil meiner Kindheit damit verbracht mich von diesem Leiden zu Befreien. Bücher über Zwänge gelesen, die logischerweise nichts gebracht haben, weil es sich nicht um einen Zwang im klassischen Sinne, sondern eher um eine Dissoziation im Tarnumhang des Zwanges.
    Selbsthass vom Feinsten war das. Viel aufgestaute Wut und Aggression die sich durch ADHS ergeben haben.
    Des Weiteren habe ich auch manchmal den Tic irgendwelche Dinge zu zählen, Lidschlag, Atem, vor Allem in Situationen in denen ich mich konzentrieren muss, kommt es besonders stark und es bringt mich paradoxerweise auf ein höheres Konzentrationsniveau.
    Ein Beispiel: Ich bin Keeper. Vom rechten Flügel kommt eine Flanke geschlagen zwischen 5er und 16er. Ich stehe im Tor in Erwartung des Balles und mein Gehirn registriert den Lidschlag, nebenbei laufen Zahlen und währenddessen bin ich tatsächlich ziemlich konzentriert, gerade weil ich diese Sachen alle gleichzeitig mache. Es scheint mir tatsächlich den Kick zu geben
    Naja ihr seht schon ich bin scheinbar kein Mensch der in der Norm liegt. Ich verlange es aber immer von mir und genau da liegt auch der Hund begraben. Dadurch wurde ich mir bis vor Kurzem nie selbst gerecht. Ich bin mir fast sicher, dass ich bis vor einem Jahr nur für die Befriedigung der Bedürfnisse anderer Leute da war.
    Durch Methylphenidat lerne ich jetzt mal egoistischer zu sein und das ist auch gut so. Eine gesunde Portion Egoismus ist für mein ganzes Umfeld besser. Es muss ja nicht gleich in die Richtung Narzissmus a la Psychopathie a la Gewissenlosigkeit a la Anti-Schuldgefühl gehen.
    Ich habe mich auch oft für schizophren gehalten, weil es eben oft so laut war in meinem Kopf und weil mir Leute im Kopf ständig Ratschläge geben. Der Unterschied zur Schizophrenie ist aber meines Erachtens deutlich, dass die Gedanken Produkt meiner Vergangenheit sind und sie deshalb entstanden sind um möglichen Konflikten auszuweichen. Merke auch wie mit Methylphenidat das Problem immer geringer wird. Es scheint immer leiser in meinem Kopf zu werden, also bin ich wohl doch nicht schizophren, sondern einfach nur hoch ambivalent.
    Mittlerweile habe ich meinen Bachelor in Maschinenbau, das ging auch erstaunlich einfach. Andere Leute, die kein Mini-Arbeitsgedächtnis haben, haben sich da deutlich schwerer getan.
    Das Witzige an der Sache ist, dass sich Komollitonen immer aufgeregt haben: "Das kann doch nicht sein. Der bekommt ja gar nix mit und kann trotzdem alles. Wie ist das möglich?"
    Oft bekomme ich auch oft gesagt, dass ich ein Phänomen bin. Früher habe ich es nicht geglaubt, aber mittlerweile denke ich schon auch so.
    Achso während des Studiums musste ich mich auch oft scheinbar auf meinen Lidschlag konzentrieren, was allerdings eine Illusion war, das musste ich natürlich nicht.
    Eine Illusion meines Verstandes, der dadurch scheinbar die Dimensionen verringerte. Eine Selbstachtsamkeitsstrategie aus der frühen Kindheit, die bei Aufkommen einer kontrollierten Stressreaktion nach Gerald Hüther (berühmter Neurobiologe, der super Bücher schreibt und wie ich denke selbst von ADS betroffen ist. Man schaue sich nur mal seine "Augenführung" in der Diskussion mit Lanz an) wieder aufgegriffen wird und trotz eines subjektiven Leidensdruck zu einer Verbesserung der Konzentration führt.
    Ich bin deshalb auch Psychiater, weil ich auf meinen Lidschlag scheinbar ganz schlimm fixiert gewesen bin. Nun ein Jahr später, nach der Behandlung durch MPH und Strattera, bin ich von diesem "Wahn" befreit. Der Leidensdruck war wirklich immens und ich habe dicke Tränen geweint im Zimmer.
    Letzten Endes ist meine Andersartigkeit durch das positive Ansprechen auf die Medikation erklärt worden. Ich weiß echt nicht wie lange ich sonst noch durchgehalten hätte. Alles nochmal gut gegangen
    Habe bereits ein paar IQ-Tests gemacht ohne Medikation, die allesamt über 115 waren. Werde jetzt noch einmal antreten zum Mensa-IQ-Test diesmal mit Medikamenten und bin gespannt was rauskommt
    Ach ja und ich scheine übrigens auch untherapierbar zu sein. Mein Psychotherapeut ist komplett überfordert mit mir, weil ich mir die Antworten in der Therapie immer selbst zu geben scheine. Aber er hat mir auch schon ein paar super Tipps gegeben. Danke Herr L. Er macht seine Sache wirklich gut. Mache wahrscheinlich auch noch demnächst Psychoanalyse, aber weiß nicht so wirklich ob es das bringt in der Vergangenheit rumzuwühlen. Tiefenpsychologie wäre vielleicht besser.
    Was meint Ihr ?
    Bin sehr therapiemotiviert, weil mich Psychologie auch ziemlich begeistert.
    Ach ja, sorry wenn der Text etwas sprunghaft ist. Medikinet Adult hat aufgehört zu wirken

    Viele Grüße
    Geändert von traenenclown ( 5.01.2017 um 22:30 Uhr) Grund: Namen gekürzt, Schutz der Persönlichkeit

  8. #108
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 91

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    HansTheMance das war ein schön zu lesender Beitrag. Es ist interessant wie ähnlich ich mich dir einerseits fühle und wie unterschiedlich unsere Wege in größeren Details dennoch verlaufen sind.
    Kannst du nicht bei einem Psychotherapeuten oder so nen IQ Test "kostenlos" (also.. krankenkasse halt) machen lassen, etwa als Teil weiterer Diagnostik oder so, oder ist der Zug abgefahren?

    Wenn dich diese dissoziative Geschichte oder Schizophrenie interessiert kann ich den YouTube Channel "Crash Course" empfehlen (Playlist "Crash Course Psychology"). Ist in englisch, aber du sagst ja Sprachen sind kein Problem. Darin sind viele sehr interessante 10-minuten-Videos und wenn du durchscrollst findest du auch jene über diese Themen. (Beispielsweise glaube ich du verwechselst Schizophrenie mit Multipler Persönlichkeitsstörung, was sich irgendwie so eingebürgert hat)
    Das Video heißt übrigens "Schizophrenia & Dissociative Disorders: Crash Course Psychology #32" falls dein ADHS-Gehirn jetzt keine lust hat selbst zu suchen

    Deine Art dich zu konzentrieren, indem du kognitiv etwas anderes verarbeitest (Lidschläge, zählen) finde ich krass. Ich habe ebenfalls einen gedanklichen "zwang", aber dieser blockt viele andere Kognitiven Gedankenprozesse aus. Alles mögliche zählen, bzw. in meinem Fall ausrechnen oder Mengenverhältnisse zueinander bilden ist dagegen nicht so schlimm, aber auch eher unpraktisch.
    Das typische mit-etwas-rumspielen wie einem simplen rätsel/puzzle oder ähnliches hilft mir eher mich zu konzentrieren.

    Eine Frage: Schreibst du oft einfachso so lange Texte?
    Wenn ja: Aus welchem Grund?
    Wenn nein: Wie hat sich das jetzt angefühlt?
    Ich spiele keine Psychoanalyse, keine Sorge denke nur gerade dass ich auch dazu neige immer extrem viel Text zu verfassen und dass das eigentlich sehr entspannend wirkt.

  9. #109
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 56

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Wenn dich diese dissoziative Geschichte oder Schizophrenie interessiert kann ich den YouTube Channel "Crash Course" empfehlen (Playlist "Crash Course Psychology").
    Danke für die Empfehlung. Ich werde mir bei Gelegenheit den Channel mal anschauen, ich bin mir sicher, dass ich dort interessante Dinge erfahren werde.

    Kannst du nicht bei einem Psychotherapeuten oder so nen IQ Test "kostenlos" (also.. krankenkasse halt) machen lassen, etwa als Teil weiterer Diagnostik oder so, oder ist der Zug abgefahren?
    Ich werde demnächst einen IQ-Test bei Mensa machen, damit ich Gewissheit habe. Ich hatte schon mal einen gemacht, da war allerdings Klausurenphase von der Uni her und ich hatte Nachtschicht. Konzentrationsniveau also auf dem Untersten Leven. Ich war an dem Tag EXTREM verpeilt und habe obwohl AUSDRÜCKLICH gesagt wurde, dass nicht in das Heft, wo die Aufgaben für den Test drinstehen reingeschrieben werden soll, reingeschrieben. Dadurch hatte ich einen krassen Zeitverlust. Trotzdem habe ich einen Wert von 115 erreicht. Also ich bin ganz zuversichtlich für den Test

    Deine Art dich zu konzentrieren, indem du kognitiv etwas anderes verarbeitest (Lidschläge, zählen) finde ich krass.
    Ich weiß nicht genau ob ich mich dadurch besser konzentrieren kann. Mittlerweile seh ich die Zwangs"dissoziation", also die Geschichte mit dem Lidschlag, eher als Resultat eines Entwicklungstraumas an.
    Aber diese Dissoziation hatte höchstwahrscheinlich in der frühen Kindheit die Funktion, dass dadurch Dimensionen ausgeblendet wurden. Dimensionen im Sinne eines Vektorraumes. Alles was in unser Bewusstsein drängt ist eine Dimension. Also beispielsweise wie hell der PC-Bildschirm ist, wie laut die Heizung oder wie stark meine Blase drückt.
    Aufgrund des kaputten Reizfilters bei ADS drängen zu viele Dimensionen in unser Bewusstsein. Aufgrund dessen sind wir schnell kognitiv überlastet. Deshalb ist es in Zeiten großer Überlastungen, sowohl kognitiv und emotional von Vorteilen sich in sich rein zu steigern. Hyperfokussieren auf Lidschlag oder Atem kann in der Folge zu einem sinnvollen Kompensationsmechanismus werden, obwohl ein immenser innerer Leidensdruck entsteht, weil ich zunächst auch gedacht habe es wäre destruktiv und ich hätte einen " Riss in der Schussel", was wohl auch tatsächlich so ist. Das Problem ist nämlich genau, dass ich gewusst habe, dass der Gedanke destruktiv ist... Nur weiß ich mittlerweile, dass die Ursachen aus meiner nichtbehandelten ADS herrührten. Das habe ich damals nicht gewusst, deshalb habe ich sehr unter diesem "Zwang" gelitten. Mittlerweile hat sich das aber stark gebessert.
    Vielleicht ist es wohl auch besser das Hobby zu wechseln Aber das lasse ich mir mal noch offen...

    Eine Frage: Schreibst du oft einfachso so lange Texte?
    Wenn ja: Aus welchem Grund?
    Wenn nein: Wie hat sich das jetzt angefühlt?
    Jein. Also die letzte Zeit versuche ich mich öfter mal an so etwas ranzutrauen, weil ich merke, dass ich mit jedem geschriebenen Text ein Stück Urvertrauen zurückkommt. Wenn ich dann in das Forum reinschaue und sehe, dass ich wieder so einen langen Text schreiben konnte, dann bin ich auch ein Stück weit stolz auf mich.

    denke nur gerade dass ich auch dazu neige immer extrem viel Text zu verfassen und dass das eigentlich sehr entspannend wirkt.
    Ja ich finde kurze Beiträge irgendwie blöd. Es muss immer perfekt sein, ich schaue auch meist noch sehr oft über den Beitrag drüber, ob irgendwo ein Rechtschreibfehler drin ist und manchmal habe ich auch noch so ein komisches Schamgefühl, zu viel über mich verraten zu haben, dass die Leute mich für bescheuert halten. Aber mit jedem Text den ich schreibe wird das Gefühl, dass das "Richtig" ist immer größer. Es fängt mir irgendwie an zu gefallen. Früher habe ich es gehasst lange Texte zu verfassen. Aufsätze schreiben in Deutsch war für mich der reinste Horror. Am Anfang als ich den ersten Beitrag hier in dem Forum verfasst habe, war es noch richtig schwierig, aber Übung macht ja bekanntlich den Meister

  10. #110
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 275

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Ich stelle mir beim Autofahren oft einfache Matheaufgaben, z.B. wieviel Gehalt ich habe und welche Abzüge davon abgehen, damit kann ich mich besser konzentrieren ... Oder wie viele Tage/Wochenenden ... es noch bis zu bestimmten Ereignissen sind ... Dadurch werde ich super konzentriert. Hab ich aber nur beim Autofahren ... Hält mich wach ...

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