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Diskutiere im Thema ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten im Forum ADS/ADHS und Hochbegabung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #61
    Chef - Knuddler

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.315

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    @Persephone:

    Hier-also zumindest bei mir-bist Du nicht in der "Kann-Nicht-Mehr"-Straße;Hausnummer "Wen stört's?" gelandet!


    Ich erlebe zwar immer wieder-gerade in der letzten Zeit-dass meine Versuche,meine eigene qua ADHS-durch,unter-und sonstwie gebrochene "Funktionserlebnisweltsbeschre ibung" offen zu legen sofort und leider!! hartnäckig als "Selbstinszenierung","Herabstu fung fremden Leides","Empathielosigkeit" und so fort interpretiert werden,das aber ist keineswegs meine Absicht und wer mich auch nur n bisschen kennt-persönlich oder per Texte-der weiß,dass solche Vorwürfe aus der Luft gegriffen sind.

    Dieses "Forumsklima" vermittelt mir den Eindruck,dass bitteschön die Klappe zu halten habe,wer im Ergebnis auf "unterdurchschnittlich" kommt. Oder wenigstens noch ein paar anderen "Sachen" die Schuld dafür zu geben. Nicht aber ADHS!Weil das ja nicht nur [I]falsch[I] ist,sondern auch noch Gefühle anderer verletzt. Für die ich eindeutig zuständig bin. Meine eigenen werden unterdessen selbstverständlich nicht-und wenn,dann nur in meiner Einbildung!-verletzt. Wodurch auch?

    Dennoch besitze ich hier die Chuzpe,weiterzumachen. Zu erklären. Ich denke schon,das hat mit diesem grundlegenden Gefühl,stets wenigstens bei Einigen auf respektvollen Umgang,Annahme und manchmal gar Verständnis und ähnliches Erleben zu treffen.

    Irgendwie war det jetze ooch wieder OT...
    Aber vielleicht auch nicht. Man könnte ja die hier geschilderten Besonderheiten,die Widersprüche,etcppchenu.a. mit der Hochintelligenz in Verbindung bringen und da brav weitermachen!

    Oder,anders ausgedrückt: Es war Persephone's Schuld! Ich konnte nicht anders! Sie war's!

  2. #62
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 465

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Wieso so viele Smileys, Lufti? Man, haben mich die beim Lesen abgelenkt : D

    Mal gucken, ob ich dich richtig verstanden hab…

    Nein, ich find das gerade wichtig, dass du deine Erfahrung teilst, weil das zeigt, dass es unterschiedliche Schweregrade von ADHS gibt. Ich denke nicht, dass ich mehr „funktionsfähig“ bin und du weniger, weil ich irgendwie „hochbegabter“ bin - im Gegenteil. Wenn, dann weil meine ADHS Symptomatik nicht so stark ausgeprägt ist. Dennoch empfinde ich sie als Last und kann nur erahnen, wie viel belastender sie wäre, wenn sie schwerer wäre.

    Dann kommt es ja auch so stark auf das Milieu an und - was man auch nicht unterschätzen sollte - Glück. In was für ein Umfeld wird man hineingeboren und was kommt danach… und danach… und danach. Was für Menschen begegnet man, welche Steine werden einem in den Weg gelegt? Ich hatte bisher das Glück, immer wieder in Kreisen zu landen, die meine Verpeiltheit tolerieren. Ich kenn deine genaue Lebensgeschichte nicht, aber hätte ich zb. von Anfang an in einem klassischen Job gearbeitet, wäre ich psychisch zugrunde gegangen, weil ich an den einfachsten Tätigkeiten gescheitert wäre, man mich für unfähig gehalten hätte usw..
    ADHS ist in meinen Augen immer eine Last, aber wie schwer sie wiegt, kommt nicht nur auf eventuelle Komorbiditäten, sondern auch auf das Umfeld an.

    Und klar, grundsätzlich ist alles meine Schuld. Bin ja die Forumsmeckerliese d:

  3. #63
    Chef - Knuddler

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.315

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    @Smileys: Gut,dass Du mich drauf hinweist! Ich bin ja nur mitm Smartphone und in einer bestimmten Forumsansicht online und da stören die (mich) nicht. Was selbstverständlich dazu führt,dass ich vergesse,dass sie andere stören/ablenken könnten!
    Ist notiert. Danke Dir!

    @""unterdurchschnittlich": bezieht sich auf Deine "Leistungsgleichung" mit ADHS. "leicht überdurchschnittlich bis durchschnittlich" kommt am Ende bei Dir raus und es sähe wohl besser aus,wenn nicht gar so viel Energie für die ADHS-Symptomkontrolle gebraucht würde.
    Mein Output ist leider (noch) nicht mehr als unterdurchschnittlich. Aber ich bin da optimistisch!

    @"Meckerliese": Erstens,find' ich gar nicht*Schulterzuck* und zweitens,selbst wenn,na und?? Ich bin der Jäger des verlorenen (Fett-)Napfes! *seine majestätisch-stöpseligen 164,5!! (Jawoll! ,5!) cm stolz kuckend zu voller Größe (und Breite...) aufricht*
    Mich schockt so leicht nix mehr.

    So. Nun ist aber mal Schluss mit OT! Muss grad nochmal nachlesen...

  4. #64
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 345

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Persephone schreibt:
    Oh Gott - so viele Sache, mit denen ich mich identifizieren kann. Ich versuche auf alles einzugehen, aber bin nicht sicher, ob ich es schaffe. Sorry, falls ich jemanden vergessen hab.
    Der Post enthält Antworten an Alice (2 Mal), Lufti, Fipps, Klippklar und Brainman (2 Mal)
    Megaprojekt


    Persephone schreibt:
    Hm interessant. Bei mir war es jetzt auch nicht so, dass ich mich völlig ausknocken wollte. Sedativa zB. mag ich gar nicht, weil ich da merke, dass ich mich nicht mehr unter Kontrolle habe. Ich lalle, hab meine Motorik nicht im Griff, rede langsam und in meinem Kopf ringen die Alarmglocken, was die Metakognition stärker und nicht schwächer werden lässt. Das ist maximal unangenehm, weil die Meta-Kognition Alarm schlägt während sie null Kontrolle über meine Handlungen und das, was aus meinem Mund kommt hat (Metakognition: „Oh man, du bist grad so daneben. Halt möglichst die Klappe und versuch normal auszusehen“ Bewusstsein "**** you").
    Ich hab eher nach Dingen gesucht, die die Metakognition runterdrehen ohne sie komplett auszuschalten und vor allem von der emotionalen Komponente (Scham, Angst, Trauer) abtrennen. Welche Substanzen das sind, werde ich aufgrund der Forenregeln nicht spezifizieren.
    Okay, ich glaube, dann hab ich dich ganz gut verstanden.
    Bei mir war da ähnlich. Deshalb der Horror, zu sehen (als ich wieder klar war), zu was ich in der Lage war mit so was "harmlosem" wie THC. Will jetzt nicht geheimnisvoll tun oder so, aber das ist so öffentlich zu persönlich.
    Was du beschreibst, "runterdrehen ohen komplett ausschalten", danach habe ich auch immer gesucht, aufgrund meiner beschriebenen Angst vor Sucht und existentiellem Absturz eben immer zwischen Koffein, Nikotin, Alkohol, letztere ebenso in Mengen, die noch Kontrolle erlaubten. Aber mir ist irgendwann klargeworden, dass ich es über den "funfaktor" hinaus einsetze.

    Persephone schreibt:
    WOW. Das hat mich völlig geflashed. Diese Worte könnten exakt so von mir stammen. Ich habe als 12 Jährige schon den Medizinschrank meiner Eltern (meine Mutter arbeitet im Krankenhaus, wir waren gut ausgestattet) nach irgendwas durchforstet, was mein Mindest, wie du es nennst, in Ordnung bringen würde.
    Okay, die "Verfügbarkeit" macht natürlich viel aus...
    Lacht jetzt nicht, aber wisst ihr, was ich gemacht habe, so ab 13 vielleicht: Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Gingko, Ginseng und Co. in Drogerien unter die Lupe genommen und überlegt, was mir helfen könnte. Und versucht zu ergründen, was los ist, es fing an mit einem fetten Wälzer über Astrologie aus der Bücherei... War nicht wirklich überzeugend . Danach kam die wissenschftliche Variante mit Psychologie. Schon besser . Aber lange Suche war's trotzdem. Mist, ich nähre das typische Vorurteil über Psychologen...


    Persephone schreibt:
    Falls ich annährend in den Bereich fallen sollte, würde ich das so unterschreiben. Ich habe das Gefühl, dass mein Potential für die Bekämpfung bzw. Kontrolle des ADHS draufgeht, so dass das, was rauskommt eine „durchschnittlich – leicht überdurchschnittlich“ Leistung ist. Aber was würde rauskommen, wenn nicht so viel Energie fürs ADHS abgezwackt werden würde? Das macht mich fertig. Und dass es niemanden sonst stört, denn ich bin ja leistungs- und lebensfähig.
    So ähnlich kenne ich das auch.

    Sich in intellektuellen Höhen versteigen, weil Denken, Verstehen, Wissen einfach schön ist, die Welt und die anderen verstehen bis zum Abwinken, aber den Alltag, die tägliche Arbeit, die auch dazugehört, um etwas zu erreichen (es sei denn man lässt es sich in den Schoß fallen wie Fipps... sorry, freundliche Ironie), und auch die eigenen Beziehungen, ach Sch***... das krieg ich ja auch heute nur mit Hängen und Würgen hin, wenn überhaupt.

    Und permanent unter Druck sein, sich kontrollieren, sich nicht mal trauen, wenn man was geschafft hat, mich macht das immer wieder fertig, auch wenn ich jetzt weiß, wieso.

    Dein letzter Satz, der drückt genau das aus. Leistungs- und lebensfähig von außen betrachtet und innen und im ganz privaten ein Wrack. Solange bis ich hingehe und von der Brüchigkeit des Ganzen berichte und sage, was alles schon war. Und selbst dann muss ich mich (echt oder gefühlt keine Ahnung) immer rechtfertigen.

    Ach Mist, mir sitzt in den Knochen, dass meine Ärztin von einer Einnahmepause angefangen hat neulich. Als ich ihr meine Bedenken mitteilte (ich habe wirklich Angst, in meiner aktuellen Lebenssituaiton dieses Netz aufgeben, das es mir erstmals ermöglicht, etwas strukturierter den Alltag zu bewältigen und längerfristiger denken zu können als bisher und das noch nicht mal soo wahrnsinnig gut), meinte sie "Sie können aber auch nicht immer weiter powern und powern."
    Ach Mann, wenn's ums powern können ginge, hätte ich das ganze nicht angefangen. Das hört sich für mich an, als wenn sie meint, ich jammere auf hohem Niveau und erbettle mir so von ihr das Mittel, meine - eigentlich ohnehin schon gute - Leistungsfähigkeit zu optimieren.
    alles OT jetzt
    Habt ihr damit Erfahrungen? Würdet ihr lieber gleich zu einem anderen Arzt gehen? Oder bin ich doch ein Täuscher, ein Blender, ein Manipulator, der Schwäche nur vorgibt um Vorteile rauszuschinden? Mist, ich bin heut echt nicht gut drauf... die letzte Frage müsst ihr mir nicht beantworten...
    Geändert von alice_s (17.07.2016 um 16:55 Uhr)

  5. #65
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 345

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Übrigens meine ich das nicht hier, lufti, das mit dem rechtfertigen... im real life. Wollte dir dann ja auch mal noch antworten und glaube zumindest, dich ganz gut verstehen zu können. Kommt noch, okay?

  6. #66
    Chef - Knuddler

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.315

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Allet juut!
    Der Absatz mit der pubertären Suche nach dem richtigen "Hilfsmittel" hätte übrigens 1:1 von mir kommen können. Der letzte Gedanke auch. Obwohl die "äußeren Voraussetzungen" ja doch verschieden sind,geht's mir vor fast jedem Arztbesuch ziemlich ähnlich...

    Apropos Arztbesuche: So,wie Du den Kontakt bisher schilderst,sähe ich keinen Grund,nicht mehr hinzugehen.

    Ich persönlich nehme Dich gar nicht als manipulierend wahr. Wobei ich natürlich nicht sagen kann,inwieweit meine Wahrnehmung an dem Punkt zuverlässig arbeitet.

    Es ist-glaube ich-wichtig,wirklich ganz klar zu machen,dass Du JETZT NOCH und gerade so eben irgendwie Dein System aufrechterhalten kannst,ABER!!!das kann nicht auf Dauer gut gehen mit diesem Kraftaufwand!

    p.s.meine Schreibrechte sind noch immer eingeschränkt. Kann also wieder etwas dauern...

  7. #67
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 428

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Persephone schreibt:
    Aber ich hatte schon immer eine Affinität zu allerlei Substanzen , die in irgendeiner Form mein Metabewusstsein (das sich selbst Beobachten und Kommentieren, also so eine Art zweite innere Stimme die die erste innere Stimme bewertet. Haben das eigentlich auch andere? Bin ich normal? Soll ich einen Thread dazu machen?
    Das Einnehmen dieser Meta-Ebene, ist doch genau das, was man als Achtsame Geisteshaltung bezeichnet, der nicht wertende Beobachter hinter all den Gedanken, Gefuehlen und Handlungsimpulsen werden?

    Habe ich nach einer Psychotherapie auch nur mit "allerlei Substanzen" laenger geschafft, ansonsten bin ich - trotz grosser Anstrengung - nach wenigen Sekunden wieder der "in" den naechsten, verlockenden Gedanken geworden und habe alles wieder "durch" diese Gedanken wahrgenommen.

    Medikinet wirkt da schon Wunder, haelt das Kopf-Karussell an, ich kann eine Weile in einer Perspektive bleiben.

  8. #68
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 1.210

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Jedoch verliert man sich selbst, auf Dauer als spontanes menschliches Wesen in der "Meta-Ebene"...
    Freud hätte es wahrscheinlich als "Über-Ich" beschrieben (Anmerkung: Ich halte nichts von Psychoanalyse)

    Sich durchweg ohne Ausnahme kritisch selbst zu betrachten, schadet einem selbst in vielen Bereichen des sozialen Lebens...

    Man sollte seine Entscheidungen und Ansichten immer in der "Meta-Ansicht" betrachten, diese auch kritisch hinterfragen... aber auf keinen Fall sich vollkommen auf die "Perfektion" fokussieren.

    Noch sind wir keine vorprogrammierten Maschinen

    Ich kämpfe oft mit dem "inneren Perfektionisten", dieser lässt sich auch nicht abschalten, lediglich ablenken.

    Das führt dazu, dass ich nie zufrieden mit meinen Projekten/Kunst/Musik bin, somit kann ich kein Projekt abschließen, weil es ja doch immer besser geht...

    oft habe ich es dann so perfektioniert, dass die eigentliche Botschaft oder die "Seele" darin untergegangen ist...
    Geändert von Brainman (17.07.2016 um 18:55 Uhr)

  9. #69
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 428

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Bei der achtsamen Geisteshaltung geht es gerade um das Nicht-wertende Erleben des Augenblicks.

    Dem Gedankensalat, den unser Hirn dauernd vor sich hin labert, einfach zuzuschauen, auf die Gedanken zu schauen. Bewertungen sind auch nur Gedanken.
    Und da ist jede Menge Quatsch darunter!

    Wenn ich z.B. den Gedanken "Das schaffe ich eh nie" glaube, stehe ich mir damit selbst im Weg und probiere mein Vorhaben vielleicht nicht einmal.

    Vieles, von dem Leid, welches wir erleben, erzeugen wir mit eigenen Bewertungen, ist also selbst erzeugtes Leid. Bewertungen nehmen wir aber anhand von Vorstellungen vor, die letztendlich auch nur Gedanken sind. Die Bewusstwerdung, welche Vorstellungen uns dazu bringen, uns selbst Leid zuzufuegen, und diese abzulegen, ist der Grossteil der Arbeit in Verhaltenstherapien.

    Daneben gibt es ja auch noch Gefuehle, die rasend schnell kommen und gehen. Kein Gefuehl bleibt laenger als 5 Sekunden, es sei denn, wir verlaengern es kuenstlich mit Gedanken, indem wir z.B. Situation XYZ durchspielen. Den meisten von uns wurde beigebracht, bestimmte Gefuehle zu meiden oder zu unterdruecken, typisch deutsch waeren z.B. Unsicherheit oder Hilflosigkeit.
    Wenn man sie aushalten kann, hat man viel mehr Handlungsoptionen, man wird flexibler.

    Beides, Gedanken und Gefuehle loesen dann Handlungsimpulse aus, gerade wenn Gefuehle vermieden oder unterdrueckt werden.
    Auf die Handlungsimpulse kann man auch nur draufgucken, ohne ihnen zu folgen. Das zu lernen, dauert aber und erfordert haeufiges Training (ich hab ein Jahr gebraucht).
    So legt man Vermeidungsverhalten ab oder erlernt Impulskontrolle.

    Viele Verhaltenstherapien basieren uebrigens auf Achtsamkeit.
    Geändert von DonBoleta (17.07.2016 um 19:39 Uhr) Grund: mir fiel nochwas ein...

  10. #70
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 1.210

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Ich stimme dir in vielen Dingen vollkommen zu.

    Jedoch eine kritische (Achtsame) Haltung entsteht doch erst überhaupt durch eine Bewertung seiner Selbst in der Selbstreflektion.

    (Was du meiner Ansicht meinst bzw. ich interpretiere (Sorry, bitte korrigiere mich!) Ist nicht einen zu hohen Anteil an Emotion in die Bewertung mit einzubringen (da diese ja meist subjektiv ausfällt)), daher eher Emotionskontrolle im Hinblick auf die Bewertung....

    Genau davon sprach ich ja, wenn man sich selbst nur noch als Maschine ohne Emotion betrachtet, die ständig Fehler begeht und die nur nach Trieben und ...... handelt.

    Wo bleibt dann die "Menschlichkeit" und Liebe... der Moment des Genießen des Augenblicks... ?

    Ständig über sich selbst schwebend (ja das mache ich auch, aber nicht beabsichtigt) ist eine Bewertung meiner persönlichen Ansicht nach..

    Warum sollte ich mich selbst Wertfrei betrachten?
    Dies ergebe keinen logischen Sinn?
    Diese Betrachtung wäre meiner Ansicht nach sinnlos..

    aber ich fahre mich wahrscheinlich in irgend einem Gedanken gerade fest ... also sorry
    Geändert von Brainman (17.07.2016 um 20:18 Uhr)

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