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Diskutiere im Thema ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten im Forum ADS/ADHS und Hochbegabung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #41
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 465

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    alice_s schreibt:
    Hallo Fipps, hallo Persephone,

    wollte schon vor einer Weile meinen Beitrag oben (#33) noch ändern, dann ging es aber nicht mehr. Ich denke, ich hab an Fipps' Beitrag evtl. was mißverstanden oder bin jedenfalls mit meiner Antwort etwas übers Ziel hinaus geschossen, weil mir gerade - in Laus über die Leber gelaufenem Zustand - die Richtung davon missfallen hat . Ich kann ja verstehnen, wenn man alles mögliche versucht, um sich irgendwie auf Reihe, zur Ruhe etc. zu bringen. Bei mir warens halt die verhältnismäßig harmlosen "Genußdrogen", aber das hängt sicher auch davon ab, welcher Generation man angehört oder mit wem man zusammentrifft.

    Wollte das jedenfalls mal noch anbringen, auch wenn schon ne Weile her ist.

    Gruß
    alice


    Oh, ich hab deinen Post gar nicht so negativ verstanden, wie dus anscheinend gemeint hast. Um so netter, dass du nochmal drauf zurück kommst.

    Ich hab keine „diagnostizierte“ Hochbegabung, daher darf ich hier gar nicht mitreden. Aber ich hatte schon immer eine Affinität zu allerlei Substanzen , die in irgendeiner Form mein Metabewusstsein (das sich selbst Beobachten und Kommentieren, also so eine Art zweite innere Stimme die die erste innere Stimme bewertet. Haben das eigentlich auch andere? Bin ich normal? Soll ich einen Thread dazu machen? Haha, komisch, ich bin noch nie auf die Idee gekommen, darüber zu reden…) ausknipsen. Damit ich mich mal entspannen und im Moment leben kann.

  2. #42
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 173

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Persephone schreibt:
    Oh, ich hab deinen Post gar nicht so negativ verstanden, wie dus anscheinend gemeint hast. Um so netter, dass du nochmal drauf zurück kommst.

    Ich hab keine „diagnostizierte“ Hochbegabung, daher darf ich hier gar nicht mitreden. Aber ich hatte schon immer eine Affinität zu allerlei Substanzen , die in irgendeiner Form mein Metabewusstsein (das sich selbst Beobachten und Kommentieren, also so eine Art zweite innere Stimme die die erste innere Stimme bewertet. Haben das eigentlich auch andere? Bin ich normal? Soll ich einen Thread dazu machen? Haha, komisch, ich bin noch nie auf die Idee gekommen, darüber zu reden…) ausknipsen. Damit ich mich mal entspannen und im Moment leben kann.
    Die Zeilen hätten auch von mir kommen können.
    Formalen IQ Test habe ich auch nie gemacht, jedoch genug Feedback um da mehr als sicher sein zu können. Wie ich so halt bin sind da die 130 nicht mehr die Messlatte, sondern die 149 für den Club of Nine (oder so...). Mit dem permanenten Symposter-Syndrom eine weitere endlose Soll-ich-oder-soll-ich-nicht Frage. Endet alles sowie nur mit mehr Fragen als Antworten.

    Substanzen sind wie Werkzeuge...Rest gelöscht aus Sicherheitsgründen ;o

  3. #43
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 22
    Forum-Beiträge: 441

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Persephone schreibt:
    Oh, ich hab deinen Post gar nicht so negativ verstanden, wie dus anscheinend gemeint hast. Um so netter, dass du nochmal drauf zurück kommst.

    Ich hab keine „diagnostizierte“ Hochbegabung, daher darf ich hier gar nicht mitreden. Aber ich hatte schon immer eine Affinität zu allerlei Substanzen , die in irgendeiner Form mein Metabewusstsein (das sich selbst Beobachten und Kommentieren, also so eine Art zweite innere Stimme die die erste innere Stimme bewertet. Haben das eigentlich auch andere? Bin ich normal? Soll ich einen Thread dazu machen? Haha, komisch, ich bin noch nie auf die Idee gekommen, darüber zu reden…) ausknipsen. Damit ich mich mal entspannen und im Moment leben kann.

    Ich habe das Gefühl, dass wenn ich nüchtern bin, irgendetwas nicht stimmt an meinem "Mindset", dass ich mich irgendwie wohler in meiner Haut fühlen sollte, als ich es grade tue. Das hab ich schon seit meiner Kindheit, ich saß schon mit 10 staunend vor Drogen"aufklärungs"broschüre n von der Polzei saß und wusste ich würde das eines Tages durchprobieren.

    Mein Mindset mit dem ich mich nicht wohl fühle, das könnte die von dir beschriebene zweite Stimme sein.


    Fipps schreibt:
    Die Zeilen hätten auch von mir kommen können. https://adhs-chaoten.net/images/smilies/001.gif
    Formalen IQ Test habe ich auch nie gemacht, jedoch genug Feedback um da mehr als sicher sein zu können. Wie ich so halt bin sind da die 130 nicht mehr die Messlatte, sondern die 149 für den Club of Nine (oder so...). Mit dem permanenten Symposter-Syndrom eine weitere endlose Soll-ich-oder-soll-ich-nicht Frage. Endet alles sowie nur mit mehr Fragen als Antworten.

    Substanzen sind wie Werkzeuge...Rest gelöscht aus Sicherheitsgründen ;o

    Was für ein Feedback meinst du und was genau ist ein Symposter-Syndrom?

  4. #44
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 385

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Fipps schreibt:
    Hey, ich kann auch nüchtern so schwurbelig schreiben und bin allgemein recht gut darin Menschen zu verwirren. Also alles normal hier. =D

    Ja, so ähnlich kenne ich ja eigentlich (seit Medikation nüchtern i.S.v. ohne Ritalin adult). Dann leg ich dann erst richtig los, assoziativ und manchmal anstrengend für meine Umgebung - wenn ich gut drauf bin, kommt mir das dann unglaublich kreativ vor (und mein Mann stöhnt "Willst du nicht noch eine Tablette nehmen?"), sonst verwirre/nerve ich mich auch manchmal selbst.

    OT: Mein Mann neulich beim Fussball-Schauen, links ich, rechts die undiagnostizierte Tochter, die diagnostizierte Tochter immer wieder rein und raus, im Spiel passierte nicht viel, von uns Frauen ständige Kommentare und Diskussionen über Spieler-Frisuren, Arroganz von Ronaldo, wer aus welchen fussballerischen Könnens fernliegendem Grund verdient hätte, die EM zu gewinnen ("Frankreich wegen der Terroranschläge... Portugal trotz/wegen Ronaldo und wegen der tollen Sprache... Island sowieso (so viele Einwohner wie Bielefeld und trotzdem so spielen! Und ein Mannschaftskapitän, der nach Toren den Troll macht und übrigens aussieht wie der Zwillingsbruder von Giroud... Papa, wie wär nochmal mein Name auf Isländisch... und Irland weil die Fans Lieder aus der Zeit der Hungernot singen und nicht nur stupide Dreiklänge.... schau mal, da sieht man wieder wie die Kameraführung funktioniert, ich glaube, auf dieser Kamera ist ein Fettfleck...) Mann, leise, halb entnervt, halb sich in sein Schikcsal fügend: "Ich bin umgeben von lauter Leuten von derselben Sorte..."

    Beerwerth lese ich jetzt zum zweiten mal hier, muss ich mal anschauen...

  5. #45
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 385

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Persephone schreibt:
    Oh, ich hab deinen Post gar nicht so negativ verstanden, wie dus anscheinend gemeint hast. Um so netter, dass du nochmal drauf zurück kommst.

    Ich hab keine „diagnostizierte“ Hochbegabung, daher darf ich hier gar nicht mitreden. Aber ich hatte schon immer eine Affinität zu allerlei Substanzen , die in irgendeiner Form mein Metabewusstsein (das sich selbst Beobachten und Kommentieren, also so eine Art zweite innere Stimme die die erste innere Stimme bewertet. Haben das eigentlich auch andere? Bin ich normal? Soll ich einen Thread dazu machen? Haha, komisch, ich bin noch nie auf die Idee gekommen, darüber zu reden…) ausknipsen. Damit ich mich mal entspannen und im Moment leben kann.
    Naja, ich war momentan sauer, weil man Fipps' post so lesen konnte, als wenn ADHS/HBler sich intendiert qua Substanzen ihre Erfolge erschleichen, immer so über den Daumen gepeilt, womit sie am meisten rausschlagen können.

    Habe die leidige "Stimulanzien verwenden als Neuroenhancement / Hirndoping" im Hinterkopf gehabt und kritische Meinungen dahingehend, bei Personen mit gewissen achievements (Abitur, Hochschulabschluß, beruflichem Erfolg und ähnlichem) könne nach offiziellen Kriterien ja kein ADHS vorliegen. Die Diskussion, die hier eben auch immer wieder geführt wird und sehr schnell große Sensibilitäten aktiviert, die ich ja, vor dem jeweiligen individuellen Hintergerund auch verstehen kann, und trotzdem nach wie vor auf meiner differentiellen Sichtweise, die ich schon ab und an beschrieben habe, beharre. (äh, komplizierter Satz, verstehbar?)

    Trotzdem ist es ja nachvollziehbar, dass auch diese Personen, v.a.solange sie noch überhaupt keine Ahnung haben ("Was zur Hölle ist eigentlich mein Problem, wo ich doch angeblich so gescheit bin? Wieso krieg ich die normalsten Dinge nicht auf die Reihe? Wieso stelle ich mich permanent in Frage?" etc.) aufgrund eines individuellen Leidensdrucks Selbstmedikation betreiben.

    (zum Rest hab ich noch ne Idee, muss aber gerade haushalten, ergänze das dann....)
    Geändert von alice_s (14.07.2016 um 18:10 Uhr)

  6. #46
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 385

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Persephone schreibt:
    Ich hab keine „diagnostizierte“ Hochbegabung, daher darf ich hier gar nicht mitreden. Aber ich hatte schon immer eine Affinität zu allerlei Substanzen , die in irgendeiner Form mein Metabewusstsein (das sich selbst Beobachten und Kommentieren, also so eine Art zweite innere Stimme die die erste innere Stimme bewertet. Haben das eigentlich auch andere? Bin ich normal? Soll ich einen Thread dazu machen? Haha, komisch, ich bin noch nie auf die Idee gekommen, darüber zu reden…) ausknipsen. Damit ich mich mal entspannen und im Moment leben kann.

    Ich hab auch keine diagnostizierte HB, habe immer wieder überlegt, ob ich einen Test machen soll und sehe dann wiederum nicht unbedingt Sinn und Zweck darin. Vermutlich bin ich zumindest "ziemlich" intelligent, wo genau das liegt ist vielelicht irrelevant. Habe mich halt mit dem Thema sehr beschäftigt aufgrund meiner Kinder und auch im beruflichen Zusammenhang ist es für mich von Interesse. Würde das jetzt nicht als Ausschlusskritereium für diesen thread betrachten.

    [Hierzu eine nicht gerade lege artis hergeleitete, aber meiner Erfahrung nach gar nicht so abwegige Aussage von eiselein im thread "Hinweise in Zeugnissen" (darf ich das oder muss ich ein Urheberrecht beachten?):

    "Ein Grundschulzeugnis, in dem wirklich keinerlei Hinweise auf ADHS zu finden sind, ist sehr selten (die Lehrer müssten dann quasi komplette Vollidioten sein...). Was sich hingegen sehr oft findet, ist, dass diesen Hinweisen nicht so viel Bedeutung zugemessen wird, SOLANGE die Noten stimmen. Dies deutet dann allerdigs in den meisten Fällen auf eine Hochbegabung hin. Der Knick kommt dann in Klasse 7 mit dem Auftauchen der zweiten Fremdsprache. Ab dann beginnt dann bei Elternabenden das berühmte Lamento: "Nein, dumm ist er nicht, aber faul." Auch dies ist ein Hinweis auf eine Hochbegabung.

    Dass Nicht-Hochbegabte das Abitur schaffen ist zwar theoretisch auch möglich, ohne Auffälligkeiten, wie Klassenwiederholungen, Schulwechsel oder kontinuierlicher Nachhilfeunterricht, aber kaum denkbar. Ansonsten gilt: Abitur im ersten Anlauf = sicheres Indiz für Hochbegabung + sehr gut strukturiertes Elternhaus"]

    Affinität zu Substanzen kann ich grundsätzlich nachvollziehen. Ich glaube, bezüglich der Art der Substanzen spielt wirklich als ein wichtiger Faktor die Generation eine Rolle.
    Ich bin Mitte der 70er geboren, in meiner Kindheit und Jugend hatten "harte" Drogen einen ungeheueren Gefahrennimbus. Allen voran natürlich und bereichtigterweise Heroin, es war die Zeit von Kate Moss' heroin chick, Kurt Cobains Tod etc., irgendwie schwangen auch immer noch die Endsechziger und Siebziger mit. "Es" (die Drogenkarriere) begann jedenfalls wohl immer mit Cannabis und endete später mit dem goldenen Schuss. Crack war saugefährlich, Kokain war die Yuppie-Droge, Cannabis irgendwie nicht so schlimm, aber eben Einstiegsdroge und damit fast genauso gefährlich. Synthetische Drogen" (Exstacy, Speed etc.) waren noch wenig verbreitet und in der Art Partyszene, in der ich nie unterwegs war.

    Ich habe diese Stimmung noch ziemlich genau vor Augen, ich glaube, das ist so in etwa die Essenz der öffentlichen Meinung damals, von Printmedien bis Fernsehen, Aufklärung in der Schule bis zum Jugendbuch. Ich habe Jugendromane gelesen, nach denen hatte ich regelrecht Angst, dass ich oder mein Bruder, sobald wir abends weggehen, auf Partys, in Jugendtreffs oder Clubs irgendwann von einem "Dealer im Schafspelz" angefixt werden und der Weg zum Drogentod besiegelt ist oder wir uns höchstens auf mühsamste Weise zurück in Abstinenz und Leben retten können.

    Keine Ahnung übrigens, ob das anderen auch so ging, diese Tendenz zu dramatisieren (aus heutiger Sicht gesprochen, damals wra da sehr real), die hatte ich auch bei anderen Themen (Umwelt, Hunger und Krieg in der Welt), evtl. sind ADHSler da nah dran, weil reizoffen? "Ich glaube, ich muss bei all dem unterscheiden zwischen der Zeit bis etwa 12, als Ansgt und Unsicherheit durch Medien etc. geschürt worden waren, bis 14, als ich anfing selbständiger und unabhängiger zu denken bzw. Informationen zu selektieren und 15/16 als ich anfing, selbst auszugehen und die Welt in echt zu erkunden (und zu merken, dass es doch nicht so leicht passiert, dass ich einfach ohne oder mit geringem Zutun zum Drogenabhängigen werde).

    Ich hatte immer noch wahnsinnigen Respekt vor harten und syntheischen Drogen und hätte die nie angerührt (da sind Leute dran zugrundgegangen, die ich verehrt habe! Spritzen im Gebüsch bei der Schule und manche Leute, die immer weiter abstiegen, wohl im Zusammenhang mit Drogenkonsum, einer hat's wohl tatsächlich nicht überlebt... übrigens waren die "Argen" diejenigen, die im Rückblick sehr nach der Kombination ADHS + wenig stabilisierendes Elternhaus aussehen). Aber das hielt mich nicht davon ab, das legale Sepkturm auszuloten mit nur recht späten und wenigen Ausflügen ins Reich von THC (dies mit teils erschreckenden Folgen, Abenteuer, auf die ich mich ohne und vermutlich auch unter Alkohol allein im Leben nicht eingelasssen hätte, da ich dann meist noch einem Rest Verstand im Kopf hatte, der mich von den allergrößten Dummheiten abgehalten hat). Kurzerhand: Gras oder Haschisch war mir viel zu wenig einschätzbar in der Wirkung, während Akohol in aller Regel einschätzbar war. Meine vorrangige Droge war tatsächlich Koffein (Kaffee, Schwarztee, Grüntee zu allen Tags- und Nachtzeiten), um meinen Kopf übersichtlicher zu kriegen, ohne schien es wirklich nicht zu gehen. Zum Lockerer werden abends mit Freunden oder auf Partys halt ein paar Bier, evtl. Tequila oder so, ohne völlig in Extreme zu gehen, denn ein Kontrollfreak war ich schon auch immer und grundlegende Kontrolle wollte ich mir erhalten. Stärkere Alkoholika waren schon eher kritisch, nach einer Party mal mit einigen Campari Orange zuviel musste mein damaliger Freund mich sehr mühsam nach Hause bringen, geredet habe ich nur noch Englisch (aber geredet, oh Mann verbale Hyperaktivität seit jeher)... aber das waren noch so jugendliche Auslotungsversuche.

    Später habe ich kaum mehr zugelassen, dass mir eine Situation sehr entgleitet, denn gewisse Entgleitungen hatte ich ja schon in nüchternen Alltagszustand durch meine neuronale Grundaussattung genug. Alkohol diente also nur dazu, ein wenig entspannter zu sein, der Reizinput wurde etwas reduziert, ich stellte nciht permanent alles, was ich sagte und tat in Frage und die Überzahl unterschiedlicher Assoziationsketten zu einer Zeit wurden etwas reduziert. Aber das war nur bei irgendwelchen sozialen Events, nicht grundsätzlich an stinknormalen Abenden.

    Also, (Mist das war jetzt aber auch an Anekdotenhaftigkeit kaum zu übertreffen, wenn auch sicherlich recht plastisch): Substanzaffinität gab es, aber ausgewählt, durchaus eher Selbstmedikation mit den mir zur Verfügung stehenden und als halbwegs harmlos eingeschätzten Mitteln in halbwegs harmlos eingeschätztem Ausmaß. Schokolade habe ich vergessen . Alles was mich irgendwie wegbeamen würde ist mir auch heute noch suspekt. Ach was, heute bin ich ja eh sowas von harmlos, nehme brav meine 2x20 Ritalin adult, trinke alle halbe Jahr mal ein Bier oder einen cl Whiskey und rauche einmal im Jahr eine oder zwei Zigaretten. Kaffee nach wie vor gerne und täglich, aber regulierter... und selten meine Lieblingsschoki.

    Noch zu der Sache mit dem Metabewusstsein: Ich glaube, das habe ich auch gesucht. Alles, was mir das quasi entzogen hat, habe ich eher gemieden (Substanz/Menge), sicher könnte ich aus dem Grund gar nichts anfangen mit diversen Sedativa und auch euphorisiert sein ohne noch zu checken, was läuft... grauenvolle Vorstellung für mich! Etwas Entspannung und gleichzeitig noch die Lage peilen können war/ist okay. Nur heute erreiche bzw. verbessere ich das mit anderen Mitteln (nicht nur Meds, auch psychologischer Art)

    Ist jetzt alles für den thread OT, aber ich find da Thema schon spannend, v.a. meine heutige Sicht im Rückblick, wo ich manches eher einordenen kann (damals wusste ihc ja von keinem ADHS), und zu lesen, wie das bei euch ist/war.
    Geändert von alice_s (14.07.2016 um 17:44 Uhr) Grund: perfektionistische Verbesserungen ;-)

  7. #47
    Chef - Knuddler

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.452

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    OT@#45-alice_s

    Ich kann ja bekanntlich nicht anders.
    Nimms mir also bitte nicht übel...

    Es ist erstaunlich,wie verschieden die Perspektive sein kann.

    Du findest,es sei von emotionalen Triggerpunkten ausgelöst davon auszugehen,bestimmte achievements seien mit einer ADHS-Diagnose nicht vereinbar-frage mich gerade,ob das hier nun heißt,"mit der Diagnose",oder "mit der ADHS" nicht vereinbar...ach egal.

    Ich hingegen gehe davon aus,dass das Bedürfnis,die vorhandenen Kriterien so weit wie möglich zu fassen,durch eben jene emotionalen Schmerzpunkte motiviert ist.

    Beide sind wahrscheinlich wirklich zu einem gewissen Grad emotional motiviert. Schon allein der Faktor "Zugehörigkeit" führt imho zwingend dazu.

    Ich selbst kann diese/Deine Haltung nicht nachvollziehen. Intellektuell kann ich die Materie differenziert betrachten. Ich komme eben zu einem anderen Ergebnis,als die "Hochbegabte- Uni -Fraktion"...

    Meine Haltung hat sich in diesem Punkt je mehr ich mich in die Materie einfuchste schrittweise gewandelt. Wo ich anfangs den Kopf voller wunderschöner Klischees und sehr schmeichelhafter Zuschreibungen hatte,habe ich diese sozusagen entsorgt. Mentale Entrümpelung betrieben. Jetzt geht's mir wesentlich besser. Ich kann (mich) klarer sehen.

    Das ist zumindest meine ganz eigene Beschreibung und Interpretation des Vorganges.


    OT Ende

    Eine Besonderheit die ich gerade immer häufiger wahrnehme und erlebe-wiewohl ich nicht mit abschließender Sicherheit sagen könnte,sie sei HB-korreliert-ist die Tatsache,dass ich meinen Mitmenschen bisweilen sogar manipulativ erscheinen kann,wo ich tatsächlich nur keine Ahnung habe,was gerade abgeht.

    Wenn es Unruhe in (m)einer Gruppe gibt,z.B. und ich darin verwickelt bin. Unter solchen Voraussetzungen passiert es mir immer wieder,dass mir meine Nullpeilung,mein Unverständnis und meine Ratlosigkeit partout nicht abgenommen werden.

    Ergebnis: Mein Bestehen darauf,meine hartnäckige Nachfrage,meine Wiedergabe der Situation wird im Endeffekt tatsächlich als bewusstes,aktiv manipulatives Verhalten verstanden und mir entsprechend begegnet.

    Ich habe dann wieder und wieder mit den sozialen Konsequenzen zu kämpfen,die sich aus solchen Unstimmigkeiten ergeben. Ich werde gemieden. Passiv-aggressiv gepiekst,es werden Gerüchte in die Welt gesetzt und so fort.

    Eh' ich's mich versehe,stehe ich (fast oder komplett) allein da. In die Ecke gedrängt. Und von dort aus ist keine konstruktive Lösung mehr möglich.

    Substanzmissbrauch hat in meinem Leben-vielleicht auch aus diesem Grund-über eine lange Zeit hinweg eine große Rolle gespielt. Wobei ich echt ein Glücksschweichen war,echte Sucht betreffend. Das ist mir-bis auf Nikotin-nie passiert.Auch,wenn ich mehrfach hart an der Grenze war.

    Eventuell hat neune HB wirklich die Wahrnehmung meiner Umwelt mit Bezug auf meine Defizite stärker beeinflusst,als ich bisher dachte. Ich bekam ja die Rückmeldung der Unberechenbarkeit. Beispielsweise.

    Man sah deutlich,dass etwas nicht stimmte,brachte das aber weniger mit unbeeinflussbarer Störung(für mich,zu der Zeit) in Verbindung und mehr mit dem tatsächlich sehr ausgeprägten oppositionellen Verhalten...

  8. #48
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 1.482

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    HB wird oft mit AD(H)S in Verbindung gebracht, da gewisse Negativsymptome sich überlagern...

    und ehrlich gesagt, wer macht den einfach so eine HB-Diagnostik durch? ^^

    Meist fällt man Chaoten-mäßig auf und zu einer gründlichen AD(H)S Diagnostik gehört nun mal ein Intelligenz-Test dazu um eine eventuelle HB auszuschließen....

    Somit werden viele auffällige Kinder getestet... und dementsprechend gibt es diesen "subjektiven" Zusammenhang...

    Würde man jedes einzelne Kind testen, würde das Ergebnis keine Auffälligkeiten im Bezug der Häufung der HB Anteile unter ADHS´ler hervorbringen...

    Bezüglich Meta-Bewusstsein.....
    Ihr bezieht euch auf Meta-Kognition oder verstehe ich euch da falsch ?
    Geändert von Brainman (15.07.2016 um 04:11 Uhr)

  9. #49
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 385

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    Lieber Lufti (darf ich dich so nennen ?)
    Ich bin gerade bei der Arbeit und habe Pause, weil jemand nicht erschienen ist (was mach ich? Forum checken ). Mich hat dein Post einerseits seh angesprochen, andererseits etwas verwirrt , wahrscheinlich hab ich den Kopf gerade zu belegt. Schlussendlich hattest du ja zwei Themen angesprochen, nämlich die Diagnosekriterien, wozu ich nochmal was nachlesen und dann antworten wollte und deine Erfahrungen, wie deine Kommunikation (miß)interpretiert wird. Dazu auch nachher noch. Bis jetzt erstmal liebe Grüße von alice

  10. #50
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 173

    AW: ADHS und Hochbegabung - Häufigkeit, Diagnostik, Besonderheiten

    An dieser Stelle möchte ich dieses Konzept in den Raum werfen:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Latent...ent_inhibition
    Ich habe auch das Gefühl, das einzige was mich davon abhält wahnsinnig und psychotisch zu werden ist meine überaus kritische und reflektierte Selbstwahrnehmung. Dank meiner diffusen Ängstlichkeit (eigentlich mehr chronischer Stress) passieren in meinem Kopf dauernd Katastrophen. Doch zum Glück kann ich die Grenze zwischen Gedanken und Realität überaus scharf ziehen, sonst wäre ich schon längst in der Geschlossenen.

    Was für ein Feedback meinst du und was genau ist ein Symposter-Syndrom?

    Ich habe einen Coaching für HB und "spiele" gerne gegen Bekannte IQ-Tests und so Kram. Da kommt bis auf meinen besten Buddy keiner mit, und ich verstehe nicht wieso die anderen die offensichtlich richtige Lösung nicht einfach sehen.
    Imposter-Syndrom= Hochstapler Syndrom. Es ist mir überaus peinlich und ich bin geradezu beschämt wenn mich iwer als "klug" bezeichnet. Ich komme mir doch chronisch dumm vor weil ich irgendwas nicht verstehe. Das liegt wohl daran (Hypothese), dass sich "normale" Menschen nicht von morgens bis Abends fragen stellen. Ich dachte das sei der Normalzustand. Ich habe inzwischen einen eigenen Sub-Channel bei uns im Projekt namens "Fipps fragt"
    Ich bin sehr gut darin die "richtigen" Fragen zu finden und arbeite gerade auch daran, darauf aufbauend eine persönliche Analyse-Strategie für mein Consulting Job zu entwickeln. Wieso?Weshalb?Warum? Wer nicht fragt bleibt dumm... Oder nervt seine Mitmenschen ohne Ende. ;o


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