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Diskutiere im Thema Besserwisser... mein Problem mit der Viel(Hoch)begabung! im Forum ADS/ADHS und Hochbegabung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.003

    AW: Besserwisser... mein Problem mit der Viel(Hoch)begabung!

    Gerne!
    Aber manchmal ist das echt zu umständlich.
    Nicht nur das eine, sondern auch das andere.
    Ein dezentes Zuflüstern der richtigen Fassung kann durchaus angebracht sein, und auch weniger Aufhebens drum machen.
    Kommt dann ganz auf den Empfänger an...

  2. #12
    Chef - Knuddler

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.452

    AW: Besserwisser... mein Problem mit der Viel(Hoch)begabung!

    Je länger ich darüber nachdenke,desto klarer wird mir,dass es grundsätzlich,jedoch nicht unbedingt in jedem Einzelfall, Einstellungssache ist.

    In einem normalen Gespräch wird jeder jedem irgendwann mal widersprechen und/oder korrigieren und selbst korrigiert werden.

    In einer Diskussion sowieso. Wozu sonst diskutieren.

    Wenn dieses Verhalten aber in der Kommunikation eines Menschen so überhand nimmt,dass es störend wirkt-und ich rede jetzt nicht von jener Art sozialem Umfeld,in dem wirklich keinerlei Widerspruch,geschweige denn Korrektur erwünscht sind-ist es,meiner Meinung nach,ein reines Haltungsproblem.

    Ich muss nicht jeden über die korrekte Aussprache eines eingedeutschten Fremdwortes informieren,auch wenn ich es noch so gut meine. Denn die Wahrscheinlichkeit,dass er deshalb-außerhalb unseres Gespräches-jemals negativ auffallen wird ist nicht soo gewaltig groß.

    Es ist unnötig,jmd.zu korrigieren,der nicht die exakte Bezeichnung eines bestimmten Farbtones verwendet,sondern die Umgangssprachliche.

    Und ebenso,meine Wissenshoheit wenn nicht verbal,dann eben anders auszudrücken(ich habe früher gern mal die Augen verdreht ).

    Wenn das wirklich impulsiv passiert,kann ich es schlecht verhindern-bzw.nicht.
    Ansonsten ist das für mich mittlerweile ein no-go.

    Beispiel für Notwendigkeit(welches so tatsächlich passiert ist):

    Die Mitarbeiterin einer Apotheke errechnet mithilfe eines einfachen Dreisatzes die individuelle Höchstdosis eines hochpotenten Neuroleptikums.

    Sie rechnet falsch.
    Empfänger/in bemerkt das nicht,sondern nickt die Aussage ab.

    Intervention.

    Erneutes Rechnen.

    Große allseitige Erleichterung.


    Ich wüsste keinen vernünftigen Grund,den anderen ständig deutlich auf minimale,die Aussage nicht verändernde,Fehlerchen aufmerksam zu machen.

    Ich bin heute oft entsetzt,wenn ich daran denke,wie ich mich in meinen schlimmsten Jahren(Pubertät )in dieser Hinsicht benommen habe.

    Es gibt aber auch Menschen,mit denen man das Korrigierspiel mit viel Vergnügen spielen kann.
    Da ist keiner böse und es entspinnt sich auch noch ein angeregtes Gespräch aus der Korrektur.
    Das aber läuft gewöhnlich wechselseitig.

    my two cents,also,die Zweiten.
    Geändert von luftkopf33 (26.08.2015 um 08:12 Uhr)

  3. #13
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.777

    AW: Besserwisser... mein Problem mit der Viel(Hoch)begabung!

    luftkopf33 schreibt:
    Es gibt aber auch Menschen,mit denen man das Korrigierspiel mit viel Vergnügen spielen kann.
    Da ist keiner böse und es entspinnt sich auch noch ein angeregtes Gespräch aus der Korrektur.
    Das aber läuft gewöhnlich wechselseitig.
    Das stimmt allerdings ...

  4. #14
    Chef - Knuddler

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.452

    AW: Besserwisser... mein Problem mit der Viel(Hoch)begabung!

    OT an



    OT aus

  5. #15
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.148

    AW: Besserwisser... mein Problem mit der Viel(Hoch)begabung!

    Goalie1 schreibt:
    Hallo zusammen,

    wie geht ihr in Gesellschaft mit der Gabe um, vieles zu Wissen?

    Bei mir passiert es immer wieder, das ich eben in Unterhaltungen vieles sage, weil ich es einfach weiss. Und natürlich kommt es auch vor, das ich mal jemanden "verbessere".
    Ständiges Verbessern ist auch für Dein Gegenüber verletzend, besonders schlimm sind auch Grimassen oder Augen rollen, wenn es Dein Gegenüber sehen kann!

    Goalie1 schreibt:
    Ich kann ja nun auch nichts dazu, dass ich über viele Dinge bescheid weiss, das Problem ist nur immer wieder, dass ich als Besserwisser oder Klugscheißer abgestempelt werde.
    Auch da gibt es viele Nuancen, die leider auch was mit der Impulskontrolle zu tun haben. Schon allein aufgrund meines sehr abwechslungsreichen Lebens kann ich auch bei vielen Themen mitreden. Es ist aber wirklich nicht immer nötig! Von mir selbst kann ich sagen, dass ich mittlerweile eher zu oft die Klappe halte - was dann schon mal zu einer kleinen Explosion führen kann.

    Goalie1 schreibt:
    Aktuell war am Wochenende meine Lebensgefährtin wieder "genervt" davon, das ich anderen aus ihrer Familie "widersprochen" habe. Ich meine das ja nicht böse, will auch niemanden als dumm hinstellen... und ich denke mal, dass ich das auch nicht so rüberbringe. Naja sie sieht es anders (sagt sie)
    Leider bringt man aber ganz schnell so etwas rüber. Mir fällt es immer auf, wenn Menschen endlos nachkarten müssen und meine Aussagen grundsätzlich und immer und ständig hinterfragen. Das passiert manchen Menschen sogar, wenn es um Themen geht, von denen sie eigentlich genau wissen, dass ich mich da richtig auskenne. Sie bringen mir gleich zwei Botschaften rüber: 1. ...dass ich nicht weiß, was ich sage bzw. tue. 2. ...dass ich von meinen Spezialgebieten keine Ahnung habe!

    Es ist zwar so, dass solche Nachkarter eigentlich wenig Achtung und Respekt vor anderen haben. Meist haben sie auch nur wenig Ahnung und können ein Verbessern ohnehin nicht nachvollziehen! Dann entwickelt sich schnell eine endlose Schleife und die ist so nervig und so furchtbar, dass sie jede Gemeinsamkeit zerstört.

    Es ist auch nicht so, dass man immer die Klappe halten soll oder muss! Es hilft auch mal, sich einfach zu vergegenwärtigen, was der andere wirklich zum Ausdruck bringen will und grundsätzlich davon auszugehen, dass er sich was bei seiner Aussage gedacht haben wird.

    Letztendlich kommt es immer auf den Kontext an! In einer losen Familienrunde, in der ja eher das soziale Erleben im Vordergrund steht, ist es wirklich nicht nötig, jede Aussage auf die Goldwaage zu legen! Da kann mensch auch mal eine Aussage einfach so stehen lassen. Das heißt dann nicht, dass Du mit allem einverstanden bist - Du lässt es einfach nur los!

    Wenn mein Feldenkrais-Lehrer mal wieder in sein endloses Geschwurbel über medizinische Fragen verfällt, könnte ich ihn in jedem zweiten Satz korrigieren. Damit würde ich allerdings vor allem mir selbst schaden. Die Stunden wären einfach ineffizient und wir kämen völlig vom Thema ab! Wozu sollte ich das tun? Uns verbindet dieses Feldenkrais, nicht mehr und nicht weniger! Da schalte ich doch einfach nur ab und lasse ihn schwurbeln, dann kommen wir auch schneller wieder zum Thema zurück!

    Goalie1 schreibt:
    Die Konsequenz war, das ich auf dem gesamten Rückweg immer ca 200 m hinter der Gruppe für mich alleine gelaufen bin um bloß nichts mehr von Gesprächen mitzubekommen.
    Aber das kann´s ja auch nicht sein, einfach gar nichts mehr beizutragen...

    Kennt das noch jemand? Wie geht ihr damit um?
    Sicher kann es das nicht sein, das ist ja von Dir auch nicht gewollt. Mir scheint eher, dass Du da ein Problem mit der Impulskontrolle hast und dies rationalisieren willst. Es gibt keinen rationalen Grund, weshalb man andere ständig verbessert!

    Anders sieht es aus, wenn Du nach Deiner Meinung gefragt wirst. Manchmal gibt es auch Situationen, in denen es sinnvoll sein kann, einfach abzuwarten und am Ende die eigene Meinung dazu beizutragen!

    Völlig ätzend finde ich es, wenn jemand Fremdwörter falsch ausspricht und man verbessert denjenigen immer und immer wieder. Es reicht doch aus, wenn Du das Fremdwort in Deinen Aussagen richtig aussprichst. Mit Reaktionen auf falsches Aussprechen von Fremdwörtern oder kleine Namensverdreher stellst Du den anderen immer bloß. Vielleicht kann er es nicht anders, da gäbe es eine Vielzahl von Möglichkeiten, weshalb das so ist.

    Eigentlich führst Du Dich dann auf wie ein Lehrer im Fremdsprachenunterricht - das ist allerdings nicht Deine Rolle!

    Fällt mir ne lustige Geschichte ein: Eine Freundin von mir kam eines Tages mit einem ganz wichtigen Gesicht und erzählte wie schwierig die Neueinrichtung des DSL-Rauters (ja, sie sagte in voller Überzeugung Rauter) ist und wie angestrengt sie und ihr Mann schon den ganzen Tag damit beschäftigt sind.

    Im ersten Moment wusste ich nicht mal, was sie mit dem Begriff Rauter meinte. Das hat sich alles erst erschlossen, nachdem ich an ein kurzes Gespräch mit ihrem Mann dachte und durch ihre weiteren Auführungen. Für mich war die Geschichte ein Lacher, zumal ich die ganze Prozedur einige Wochen vorher in kürzester Zeit absolviert hatte. Allerdings weiß ich, dass die beiden schon sehr umstädlich sein können.

    Ich hätte sie verbessern können - der Impuls war durchaus da - es ist aber völlig unnötig. Sie hat Probleme mit der auditiven Verarbeitung, also muss ich sie nicht bloßstellen! Hätte sie damit keine Probleme, dann würde sie ja wahrnehmen, dass alle anderen um sie herum vom Router sprechen - dumm gelaufen, sie nimmt es nicht wahr! Ich hab verstanden, was sie meinte und damit war gut!

    Es geht übrigens erst recht nicht, eine Person in einer großen Familienrunde zu verbessern, das ist immer ein Bloßstellen!

    Anders sieht es aus, wenn mensch sich in einer Runde Gleichgesinnter und vielleicht auch diskussionfreudiger Menschen befindet. Ich selbst liebe solche Diskurse und kann vor lauter Freude auch mal weit über meine persönlichen Grenzen argumentieren! Für mich ist das wie geistiges Tennisspielen!

    Das sind dann aber Menschen, mit denen mich vor allem die Freude an der Analyse und am Diskurs verbinden. Daraus kann sich, im Verlauf von Jahren, auch eine emotionale Bindung ergeben - dann macht es sogar noch mehr Spaß - muss aber nicht sein!

    Es ist wie es ist: Jede Tat (und somit auch jede Aussage) hat ihre Zeit und ihren Ort und alles hat auch eine Umwelt bzw. einen Kontext!

    Konzentrierst Du Dich nur auf korrekte Aussprachen oder oder .......dann bist Du auch ein wenig überfokussiert und vergisst den Kontext - muss ja nicht sein! Soziales Erleben ist mehr als Vernunft!

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Besserwisser... mein Problem mit der Viel(Hoch)begabung!

    Hallo!

    Schön zu sehen, dass es anderen auch so geht. Schon als kleines Kind haben mich Gespräche, die ich in der Öffentlichkeit mitbekommen habe und in denen (meines Erachtens) falsche Aussagen getroffen wurden, sehr gestört, fast schon belastet, sodass ich ne Weile über nichts anderes nachdenken konnte.

    Heute als Erwachsener habe ich einigermaßen gelernt, zu erkennen, wann ich meine Klappe halten muss. Zu oft habe ich Leute vor den Kopf gestoßen mit meiner Besserwisserei.

    Auf der anderen Seite empfinde ich es als ungerecht, mich zurückhalten zu müssen. Ich bekomme soo viele Dinge im Leben nicht auf die Reihe, kann die einfachsten Alltagsaufgaben nicht erledigen, kann Geld und Zeit nicht einschätzen, keinen Haushalt führen u.v.m. Nur diese eine Sache kann ich gut. Komplexe Wissenszusammenhänge zu erkennen und behalten und da soll ich jetzt die Klappe halten. Ist doch Mist!

    Aber nun meine Tipps:

    - versuche dein "Besserwissen" in Humor zu verpacken: "Du weißt, ich muss ja immer meinen Senf dazu geben, daher ..."

    - "Ich-Botschaften" senden: NIcht: "DU hast unrecht", sondern, "Ich denke an diesem Punkt etwas anders"

    - Dich unangreifbarer machen, indem du deine Aussagen nicht als dein alleiniges Wissen ausgibst, sondern auf "Quellen" verweisen: "Also ich habe mal gehört, dass es so und so ist"

    - Dein gegenüber da abholen wo er recht hat: "Sehr richtig was du da sagst, vor allem dieser und jener Punkt sind sehr gut, aber an beim Punkt so und so bin ich anderer Meinung."

    - Deine Aussagen eher in Fragen verpacken: "Könnte es nicht auch so und so sein? (VORSICHT ABER: kann sehr süffisant rüberkommen)



    Das sind also meine ultimativen Tipps, die keiner Ergänzung bedürfen, da sie von mir stammen und somit vollkommen sind

  7. #17
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.148

    AW: Besserwisser... mein Problem mit der Viel(Hoch)begabung!

    @klixx

    Sehr gute Zusammenfassung der allgemeinen Kommunikationsregeln - und alles aus Deinem Koppe! Da haste doch was, worauf Du stolz sein kannst!

    Im Ernst, es geht natürlich auch darum, mal die Klappe halten zu können bzw. den präfrontalen Cortex einzuschalten!

    Vor dem Plappern sich selbst mal die Frage zu stellen, ob mein Kommentar jetzt irgendeinen Nährwert hat bzw. ob das jetzt gerade wirklich wichtig ist.

    Das ist dann auch eine Frage der Bewusstmachung, die leider bei emotionaler Überreaktion - nichts anderes ist ja die Impulskontrollstörung - gern ein Problem darstellt!

  8. #18
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.471

    AW: Besserwisser... mein Problem mit der Viel(Hoch)begabung!

    Vielleicht können in diesem Fall die Konversationsmaximen von Paul Grice weiterhelfen?

    Die Inhalte (wer wovon wieviel oder wiewenig weiß) spielen dabei gar keine Rolle ... es geht vereinfacht darum, wie man kooperativ ein Gespräch führen kann, mit dem alle Beteiligten am Ende zufrieden sein können.
    Das würde natürlich erst dann so richtig schick funktionieren, wenn alle Beteiligten diese Maximen auch kennen und beherzigen würden ... aber es hilft auch schon enorm, wenn ein Einzelner sich kooperativ verhält ;-)

  9. #19
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 826

    AW: Besserwisser... mein Problem mit der Viel(Hoch)begabung!

    Vielleicht ist das Problem auch, dass du auf der Sachebene sprichst, die anderen aber - wie so oft - auf der emotionalen/sozialen Ebene verstehen. Damit nimmt dein Gegenüber deine Korrektur "persönlich". Ich kann dich sehr gut verstehen, wenn es dir in den Fingern juckt, andere zu korrigieren, bei mir wird zB schnell mal ein ästhetisches Unbehagen erzeugt. Wenn Worte massiv falsch benutzt oder ausgesprochen werden, dann tut das weh. Da ich aber weiß, dass andere es meist überhaupt nicht mögen, wenn man sie korrigiert, halt ich die Klappe. Die Hoffnung auf ein offenes Ohr und Kritikfähigkeit habe ich aufgegeben. Das Ego des Menschen ist zu leicht verletzbar. Ich möchte mir keine Schwierigkeiten einhandeln, also lass ich dem anderen sein Ego und suche mir Menschen, mit denen ich auch auf Sachebene diskutieren kann. Viele Menschen tun auch so, als seien sie auf der Sachebene, blasen aber in Wahrheit gerade nur wieder ihr Ego durch "Meinungskundgabe" auf. Ich meine nur, bei manchen Menschen ist Korrektur einfach ein Treten auf den Schlips, gleichgültig, ob du es so gemeint hast oder nicht. Da kommst du nur gut an, wenn du deren Meinung gut findest. Man muss auch nicht mit allen Menschen gut Freund sein, bei manchen lohnt es sich auch nicht.
    Bei deiner Lebensgefährtin ist das natürlich was anderes, aber ihrem verwandtschaftlichen Anhang musst du nicht gerecht werden, ich kenne leider nur die Lösung, bei solchen Leuten einfach so gut es geht, die Klappe zu halten und es zu überstehen.

    Wie so oft, hat die Sache eine andere Seite - und die kenne ich auch. Einst in jungen Jahren betonte ich ein Fremdwort falsch und wurde dafür ausgelacht und dann korrigiert. Das Auslachen tat natürlich weh, aber das ist auch ein eindeutiger Fall von Abwertung. Korrektur an sich muss ja nicht abwertend sein, wird aber wegen solcher Fälle des Auslachens und Abwertens anderer (wieder spielt das Ego eine Rolle) da mit hineingelesen.
    Nervig kann Korrektur auch sein, wenn sie nur des Widersprechens wegen gemacht wird. Ich kenne das von einigen Leuten, dass ich etwas sage und sie ganz automatisch etwas dagegen sagen....immer. Das sind meist die Menschen, die eine "höhere Bildung" haben und gelernt haben, sich "eine eigene Meinung zu bilden" und in jedem Gespräch nach Pro und Kontra suchen. Das nervt einfach, weil nichts einfach so stehen gelassen wird. Und vielleicht nervt deine LG das auch, dass nichts einfach so stehen gelassen werden kann. Damit bringt man ja immer wieder Unsicherheit rein, es gibt keine Einstimmigkeit, kein sich Ausruhen auf einer festen Grundlage. Menschen streben Einstimmigkeit an, Dissonanzen sind unbequem. Deshalb gröhlen die Fußballfans oder Fremdenfeindlichen auch so gern einstimmig ihre Parolen, das bietet ihnen die Sicherheit der Gruppe. Du greifst mit deinen Korrekturen evtl. diese einstimmige Sozialität der Sippe an...

    Es gibt 2 Seiten, einerseits nervt es, wenn nichts stehen gelassen werden kann, andererseits kann es auch engstirnig machen, wenn nix Andersartiges mehr erlaubt ist.
    Geändert von Chamaeleon (27.08.2015 um 17:32 Uhr)

  10. #20
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.777

    AW: Besserwisser... mein Problem mit der Viel(Hoch)begabung!

    Chamaeleon schreibt:
    Dissonanzen sind unbequem.
    Danke dir!

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