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Diskutiere im Thema "Intektuelle Kompensation" für ADS-Symptome im Forum ADS/ADHS und Hochbegabung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 767

    AW: "Intektuelle Kompensation" für ADS-Symptome

    Ja, das ist mir bei einem Hochbegabten Forum auch so aufgefallen.. gute Beobachtung. Bitte erzähle dann über das Buch.
    Bei der Eigensinnseite bin ich nicht so glücklich geworden, zu sehr auf Kinder spezifiziert

    Auch ADS ist vermutlich nicht richtig definiert, weil die "normalen" mit ADS nicht zur Behandlung gehen. Erst durch das Internet wird man vermutlich auf die Problematik aufmerksam oder dann durch die eigenen Kinder.

    Habe gestern meinen Vater besucht und sah sein ADS-Gesicht und erinnere mich an Kleinigkeiten, die anzeigen, dass er vermutlich auch ADS hatte/hat. Aber jeder Mensch würde/hat ihn als absolut normal bezeichnet. (Er scheint mit starken Strukturen aufgewachsen zu sein, wurde oft geschlagen, wenn er nicht spurte oder Streiche machte).
    Als ich ihm meinen Fragebogen gab, bezeichnete er mich als völlig normal (ja klar, aus seiner Sicht, wenn er wirklich ADS hat) nur hätte ich nie aufgeräumt und Gäste charmant begrüsst.

    Aber ich mag mich erinnern, dass jede Abweichung von der Norm zuhause sofort thematisiert und verdammt wurde.

    Die Mutter war dann die HB und hat vermutlich die "Kälte" der HB ausgeströmt - sie konnte mit den Kindern erst etwas anfangen als wir diskutieren konnten. Aber auch sie galt als völlig normal unter andern (hatte aber nur wenige Freunde und war nicht beliebt).
    Ich denke beide gaben sich extrem Mühe nicht aufzufallen und normal zu wirken. Jahrgang 31 und 33.
    Mein Mutter machte Selbsttötung als ihr Krebs zu schmerzhaft wurde. Sehr emotionslos hat sie das mit mir durchdiskutiert und ich musste ihr helfen.

    Nun, ich habe beides, HB und ADS und konnte wirklich mit HB mein ADS vertuschen und mit den starken Strukturen, die ich von zuhause mitbekam.

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 46

    AW: "Intektuelle Kompensation" für ADS-Symptome

    Hallo Selenia,

    von dem Buch gibt es eine Vorschau bei google Genial, gestört, gelangweilt?: ADHS ... - Google Bücher

    Es ist aber auch eher auf die Problematik von Kindern ausgelegt...

    OT:
    Was genau verstehst du unter einem ADS-Gesicht? Das übrige was du über ihn schreibst, passt auch zur Kindheit und zum Leben meines Vaters....eigentlich habe ich meinen ADS-Eigenverdacht bisher biologisch gesehen eher auf meine Mutter zurückgeführt, aber es sprechen auch Punkte für meinen Vater. Er war ein Schreikind, war in der Schule auffällig, kann bis heute nicht einem normalen Tempo gehen, kennt keine Entspannung, keine Pausen...etc...Aber er wurde auch genug geprügelt um relativ unauffällig zu funktionieren...

    LG ALice

  3. #13
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 767

    AW: "Intektuelle Kompensation" für ADS-Symptome

    ADS-Gesicht:
    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...dhs-mimik.html

    lola hat das hier wunderbar erklärt

  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 27

    AW: "Intektuelle Kompensation" für ADS-Symptome

    Das Buch "Genial, Gestört, Gelangweilt?" habe ich hier. ist grob unterteit in zwei Teile:

    1.Schule

    und

    2.AD(H)S und Hochbegabung

    Wobei ich den Teil zur Schule recht unbefriedigend fand, einfach weil die Artikel sehr rudimentär sind. Das Buch ist als Sammlung von Beiträgen verschiedener Autoren aufgebaut, somit schwankt die Qualität der Beiträge auch ein wenig. In dem zweiten Teil waren, wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, ein paar gute Gesichtspunkte enthalten. Schreib doch mal deine Meinung, wenn du es gelesen hast, interessiert mich auf jeden Fall. Ich werde dann auch noch mal etwas mehr schreiben, ist schon ein wenig her und ich muss gleich weg .


    Die These, dass HB alleine keine messbaren sozialen Auffälligkeiten mit sich bringt und die Gefahr besteht, durch dauerhafte Unterforderung ein reaktives ADS auszubilden finde ich sehr interessant. Würde ja, wenn ich es richtig verstanden habe, bedeuten, dass das System der Dopamin-Regulation unterentwickelt ist, weil es durch den Mangel an subjektiven Erfolgserlebnissen nicht stimuliert bzw. "trainiert" wird, was wiederum ADS auslöst.

    Interessant ist auch der Gesichtspunkt, dass sich, bei mir auf jeden Fall, in Situationen mit einem sehr hohen Anforderungsprofil die typischen ADS-Symptome fast garnicht zeigen. Ich denke dort ist die Dopamin-Ausschüttung sehr viel höher, als in vergleichbaren Alltagssitutationen. Sobald die bestehende Situation als sehr fordernd und schwierig empfunden wird, beginnt die Ausschüttung von Noradrenalin und CRH, hierdurch wird dann auch die Dopamin und Serotonin Konzentration gesteigert. Hmmm .

    Den Link zu dem Thema "ADS-Gesicht" finde ich auch sehr spannend, werde ich genauer lesen, wenn ich wieder da bin.


    viele grüße

  5. #15
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 767

    AW: "Intektuelle Kompensation" für ADS-Symptome

    baboon schreibt:
    Die These, dass HB alleine keine messbaren sozialen Auffälligkeiten mit sich bringt und die Gefahr besteht, durch dauerhafte Unterforderung ein reaktives ADS auszubilden finde ich sehr interessant. Würde ja, wenn ich es richtig verstanden habe, bedeuten, dass das System der Dopamin-Regulation unterentwickelt ist, weil es durch den Mangel an subjektiven Erfolgserlebnissen nicht stimuliert bzw. "trainiert" wird, was wiederum ADS auslöst.

    Interessant ist auch der Gesichtspunkt, dass sich, bei mir auf jeden Fall, in Situationen mit einem sehr hohen Anforderungsprofil die typischen ADS-Symptome fast garnicht zeigen. Ich denke dort ist die Dopamin-Ausschüttung sehr viel höher, als in vergleichbaren Alltagssitutationen. Sobald die bestehende Situation als sehr fordernd und schwierig empfunden wird, beginnt die Ausschüttung von Noradrenalin und CRH, hierdurch wird dann auch die Dopamin und Serotonin Konzentration gesteigert. Hmmm .
    Das ist sehr interessant!
    Wenn ich das jetzt richtig verstehe, dann kann ADS "erworben/verstärkt" werden. Was meine geringe ADS-Symptomatik in der Jugendzeit erklären würde. Ich habe durch Berufswechsel und Aenderung der Lebenssituation auch Unterschiede festgestellt, auch bei Diäten sind mir Aenderungen im Gedächtnis aufgefallen.

    Ich nehme ja jetzt Nahrungsergänzung um mal ein Gebiet auszuschliessen wo Aerger entstehen könnte.

    Wer hat das noch beobachtet, dass ADS sich verstärken oder vermindern kann ohne Medikamente oder ausserhalb eines Hyper/Hypofokus?

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 15

    AW: "Intektuelle Kompensation" für ADS-Symptome

    Mal eine Zwischenfrage: ich dachte, wenn sich "ADS" verstärken/abschwächen läßt, ist es kein ADS? Ich bin Schilddrüsen-Patientin, und wenn meine Tablettendosis nicht stimmt, bin ich AD(H)S-lerin par excellence. Nur hat das eben mit ADS nix zu tun. Das gleiche mit z.B. Vitamin-Mängeln, klar wird man da blöd im Kopf,(eben weil die sich auf das ZNS auswirken). Ich hatte das immer so verstanden, daß, wenn alles andere i.O. ist, und trotzdem das Nervensystem "spinnt", daß dann (z.B.) AD(H)S ist. Oder hab ich da was falsch verstanden?

    Was die dauerhafte Unterforderung angeht, kann das vielleicht ein Punkt sein, aber ich denke nicht der Weisheits letzter Schluß. Ich war als zur Grundschulzeit in einer Zwergenschule, und es wurde sehr auf mich eingegangen. Später haben mich auch meine Eltern sehr gefördert, habe immer gute Bücher bekommen usw. Aber wenn ich nicht grad im "Hyperfokus" bin, drifte ich trotzdem ab, bin unorganisert, hippel rum usw.. Nunja, bin offiziell auch noch nicht ADS ist. (weiß aber auch nicht, was es sonst sein soll...).

    Zur Titelfrage: Klar hilft HB. Dann ist es nicht so schlimm, daß man nur drei Tage lernt, weil man die Wochen vorher den Hintern nicht hochbekommen hat. Andererseits hat mich dann der "Hyperfokus" schon oft gerettet, denn ich mußte schon öfters mehrere Tage 15 Stunden am Stück konzentriert durchpowern, um die Prüfung zu schaffen. (Wenn ich mal disziplinierter wäre, wäre das allerdings ja auch nicht nötig...) Bin danach auch komplett fertig. Gibt viele Beispiele, wo ich noch "schlau" irgendwas in letzter Not wieder gerade gebogen habe. Aber wie gesagt, ich empfinde diese Extreme als sehr anstrengend. Vor allem weil auch mein Umfeld teilweise nicht recht weiß, wie mich einzschätzen und wie mit mir umgehen.

    Liebe Grüße.

    P.S.: Zum Thema Erfolg und ADHS, ich tippe sehr stark, daß mein Prof Hypi ist. Er ist immer auf 180, redet zackizack, wippelt ständig auf'm Stuhl rum, verpeilt seine Termine und erfüllt auch sonst eigentlich alle Kriterien bilderbuchmäßig, soweit man das eben von außen beurteilen kann. Hats aber eben trotzdem (oder deswegen?) zu was gebracht...

  7. #17
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 767

    AW: "Intektuelle Kompensation" für ADS-Symptome

    Meine Stiefmutter hat Schilddrüse und das stimmt, die ist genauso wie ein ADSler (allerdings voll von sich selbst überzeugt und hat kein ADS-Gesicht)

    @sisife
    Ich gebe oft Vorträge und Kurse und scheine dort ein voller Erfolg zu sein. Ich denke, dein Prof ist am richtigen Ort.

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 168

    AW: "Intektuelle Kompensation" für ADS-Symptome

    Hallo, Hallo AN ALLE !!!


    Kennt jemand von euch die Zeitschrift NEUE AKZENTE ? Das ist die "ADHS-Zeitschrift" vom Bundesverband ADHS. Würde es sich lohnen, die zu bestellen ?


    Danke

    Lieben Gruß

    Hypi

  9. #19
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 767

    AW: "Intektuelle Kompensation" für ADS-Symptome

    Habe mir eben die Vorschauen angesehen und gelesen. Ich denke, dass es mind. für Coaches Pflicht ist das zu lesen.
    Jedenfalls ist es sicher aktueller als die Bücher. Wenn man eine "Krankheit" erst wenige Jahre kennt, sind Bücher doch zu schnell veraltet und überholt. Auch lese ich gerade Cordula Neuhaus und merke, welche Mühe sie hatte dazu zu stehen was sie bemerkt hat 2004.
    Mein Vorschlag: man kauft einzelne Exemplare anhand der Leseproben und ackert die mal durch.

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 27

    AW: "Intektuelle Kompensation" für ADS-Symptome

    Huhu,

    zu dem Prof...

    ich persönlich würde bei Vorträgen / Referaten / Vorlesungen, denk ich mal, MPH fast immer weglassen. Hatte immer den Eindruck, dass die Situation ausreichend Adrenalin produziert, damit ich in einem optimalen Betriebszustand bin. Von daher beneide ich deinen Prof ein bischen. Es gab an der Uni für mich nichts entspannenders, als einen Vortrag zu halten, einfach weil das eine der wenigen Situationen war, in denen ich das Gefühl hatte, annähernd an meiner intellektuellen Leistungsfähigkeit zu arbeiten.

    Vor allem was das spontane eingehen auf Zwischenfragen angeht und deren Einbindung in den Gesamtkontext der Vortrags, was dann in solchen Situationen extrem schnell und gut funktioniert. Ich konnte und kann Leute nicht verstehen, die Fragen ignorieren und stur weiter ihr Manuskript oder ihre PPP runterharken. Das wäre mir definitiv zu langweilig und zu wenig interaktiv. Was vortragen angeht habe ich an der Uni sehr viel und sehr positives Feedback bekommen, vielleicht ist das etwas, was ADS´lern mit HB gemeinsam ist. Man braucht eine Umgebung, in der man dem Kopf freien Lauf lassen kann und in der das Anforderungsprofil als subjektiv passend eingestuft wird.

    Im normalen Alltag bemerke ich oft ein gewisses wegdriften der Gedanken, egal bei welcher Tätigkeit. In Vortragssituationen hatte ich das, bis jetzt, nie. Lustigerweise waren das immer einige der, ganz wenigen, Situationen, in denen ich das Gefühl hatte, voll im Hier und Jetzt zu sein.

    Interessefrage: Was studierst du? Bzw was hab ihr studiert?

    viele grüße

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