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Diskutiere im Thema Meine Probleme mit Hochbegabung im Forum ADS/ADHS und Hochbegabung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 281

    Meine Probleme mit Hochbegabung

    Hallo allerseits!

    Ich möchte euch gerne von meinen Sorgen und Nöten mit dem was man, im allgemeinen, unter Hochbegabung versteht und euch um euren Rat bitten, wie ich mit der Situation klar kommen kann. Es macht mich so manchesmal ziemlich fertig.

    Vorbemerkung: Es besteht die Möglichkeit, dass ich unter ADHS leide und habe deswegen auch 5 Jahre Ritalin genommen. In naher Zukunft, werde ich aber noch einmal eine Untersuchung anstrengen.

    Allerdings, stellt sich meine Situation etwas anders dar, als ihr das jetzt vielleicht vermutet. Seit etwa zwei Jahrzehnten, wird der Sachverhalt, ich seie hoch begabt, immer wieder an mich herangetragen. Vorallem von meinem Vater, welcher seine Meinung allerdings öfters ändert. Ich verwehre mich dem allerdings auch schon genau so lange. Angefangen hat das Ganze mit einem IQ-Test, welchen ich bei einem Psychologen machen musste. Was genau dabei rausgekommen ist, weiss ich nicht, wenn ich mich recht entsinne wurde er nicht in meinem beisein ausgewertet. Ich habe während dessen, nach meiner Erinnerung, im Wartezimmer gespielt. Letztlich soll mein IQ irgendwo zwischen 128-151 liegen. Das sind zumindest die Zahlen, die ich so gehört habe. Ich selbst, würde meinen IQ deutlich niedriger ansiedeln aber das nur nebenbei. Abgesehen davon, möchte ich noch anmerken, dass ich den Test teilweise als so einfach empfunden, dass ich mich schon gefragt habe was das eigentlich soll. Außerdem was haben Wissensfragen a la "Was war die Weimarer Republik?" in einem IQ-Test zu suchen? Daraus würde ich schließen, dass dieser Test 0 Aussagekraft hat.
    Leider fischt das manche Leute einfach nicht an.....
    Was die Sache allerdings wirklich zum Problem macht ist, dass ich irgendwann angefangen habe, dies selber zu glauben. In Folge dessen, habe ich mich zunehmend selbst unter, teils massiven, Druck gesetzt. Dies führte zu so tolle Verhaltensweise wie, keine Fragen zu stellen den ein HB kann/muss das ja alles selber machen, wenn es etwa um Fragen zu aktuellen Stoff auf Gymie und Uni ging. Was mir bei meinem Studium und Abitur nicht gerade hilfreich war.
    Abgesehen davon, hat so ziemlich alles für immer höheren Druck gesorgt, egal ob Niederlagen (schlechte Noten), Erfolge oder Zuspruch. Richtig schlimm und kaum auszuhalten wird es, wenn z.B.: in den Nachrichten von Hochbegabten die Rede ist oder Gewinnern von Wetbewerben wie "Jugend forscht!" oder Eliteschulen /-universitäten etc. pp.
    Solche Meldungen lösen bei mir, nicht immer aber meistens, Schübe von Verzweiflung aus. In meinem Kopf laufen dann Gedankengänge wie der folgende ab:

    Wenn ich hochbegabt bin, (wie es ja immer wieder behauptet wird) wo bleiben dann die Erfolge, z.B.: das 1er oder sogar 0er Abitur, der Gewinn oben erwähnter Wettbewerbe usw.

    Diese ständige Differenz zwischen Anspruch und Wirklichkeit macht mich wirklich fertig und schührt auch eine Menge Unmut und Abneigung in mir. Nicht nur gegen über Hochbegabten, sondern auch gegenüber IQ-Test (von dennen ich im Leben nie wieder einen zu gesicht bekommen will) und Psychologen usw., die sich mit dem Thema befassen.
    Dies führt mittlerweile auch dazu, dass ich Hochbegabten mit einer Mischung aus Hass und Neid begegne, mit all denn düsteren Fantasien, die dazu gehören.
    Ich weiss, dass das nicht in Ordnung ist, ich habe aber auch nicht die geringste Ahnung was ich tun kann, um wieder in geordnete Bahnen zu gelangen.

    Irre

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Meine Probleme mit Hochbegabung

    Mach Dir am besten folgendes klar: Hochbegabung ist nicht gleich Hochleistung. Es gibt HBs die im schulischen Bereich brillieren, aber genauso welche, die das nicht tun, eben weils nicht im Interessenbereich liegt und vielleicht keine Motivation da ist. Es gibt auch viele HBs, die komplett aus dem Raster fallen. Es gibt Studien, dass die schulische Leistungsfähigkeit im höheren IQ-Bereich maximal ist, darüber hinaus aber auch wieder abnimmt. Und nicht zuletzt hat nicht jeder HB Bock auf Schule, vor allem nicht unter Druck. Ich glaub, "Hochbegabt und tiefbetrübt" oder so heißt ein Buch, dass sich damit befasst. Hat bei mir auch lange und eine ziemliche chaotische Schullaufbahn gebraucht, um das zu raffen. Ich kann ein bißchen nachvollziehen, was Du mit diesen Abneigungsgefühlen und dem Frust meinst - das ging mir so lange so, bis ich etwas gefunden hatte, in dem ich auch "offiziell" was geleistet habe, das hab ich einfach für mich Ego gebraucht. Seither kann ich auch wieder Wunderkinderberichte lesen. Das Ding ist, glaub ich, dass man sich in diesen Kindern irgendwo wiedererkennt, aber gleichzeitig dieses "hätte, könnte, wäre"-Gefühl da ist. Es ist halt so ein "guck, was aus Dir NICHT geworden ist"-Ding und das tut schon weh. Umdenken ist da sinnvoll.

    Aber wichtig ist halt, nicht zu sehr in Schubladen zu denken - es gibt HBs mit super Voraussetzungen und meist sind die das, die dann Jugend Forscht gewinnen oder sonstwas. Nicht diejenigen, die vielleicht noch ADHS haben, ein anstrengendes Elternhaus, gar keins, oder schicht andere Probleme. Da darf man sich nicht einfach mit über den Kamm scheren. Außerdem, was ändert es, zu wissen, ob man HB ist oder nicht? Und vor allem: was hätte man denn davon, auch so ein Hochleister gewesen zu sein? Wäre man dann glücklicher? Das Gegenteil kann genausogut der Fall sein.

    Man denkt ja nicht auf einmal anders, nur weil man weiß, an welchem Ende der Glockenkurve man sich befindet. Man war schon immer so und gibt dem nur einen Namen. Dass HBs so megaviel leisten, sind halt auch Vorurteile - positive zwar, aber welche, die auch Druck machen.

    Naja, zusammengefasst würd ich folgende Tips geben:

    - klar machen, dass HB nicht Hochleistung ist
    - ins Bewußtsein rufen, dass nur die HBs mit außergewöhnlichen Leistungen in die Medien kommen - nicht die, die aus dem gesellschaftlichen Rahmen fallen oder einfach nur "normal" wirken, sich im Privaten ausleben, Begabungen haben, die man nicht ins Leistungsschema packen kann..
    - Dich zu fragen, was diesen Brast genau auslöst - Frust, Wut, Neid, Unzufriedenheit? Wenn letzteres, was müsste anders sein? Und wenn Du da was findest - was kannst Du tun, um da für Dich hinzugelangen?

    Liebe Grüße

    (die Wissensfragen dienen in solchen Tests im Kindesalter dazu, herauszufinden, ob man sich mit Themenbereichen beschäftigt, die weit außerhalb des erwarteten für diese Altersgruppe liegen. Das kann ein Indiz für HB sein, daher wird es mit abgefragt. Außerdem gibt es die Konzepte fluide und kristalline Intelligenz (Denkfähigkeit generell und sowas wie Allgemeinwissen), vielleicht wurde das deshalb gefragt)

  3. #3
    Mumford

    Gast

    AW: Meine Probleme mit Hochbegabung

    Irre schreibt:
    Außerdem was haben Wissensfragen a la "Was war die Weimarer Republik?" in einem IQ-Test zu suchen? Daraus würde ich schließen, dass dieser Test 0 Aussagekraft hat.
    Eine sehr kluge Feststellung, finde ich. Eigentlich müsste es dafür auch Punkte geben!
    Das würde ich beim sogenannten "Allgemeinwissen" einordnen, auch so eine Sache, die man in Frage stellen kann.

    Wie auch immer...



  4. #4
    reloaded

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 2.492

    AW: Meine Probleme mit Hochbegabung

    ...das Problem meines 3. Klässlers ist,die Fragen in den Proben logisch zu beantworten....

  5. #5
    bil


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Meine Probleme mit Hochbegabung

    chaoskatze schreibt:
    Mach Dir am besten folgendes klar: Hochbegabung ist nicht gleich Hochleistung.
    Wie war. Es gibt eben solche HB die die besten Vorraussetzungen haben und Ihre HB in die Tat also in eine Höchstleistung umsetzen können. Dem Gegenüber stehen die Hbs denen genau das nicht gelingt. Sogeannte Minderleister oder Underachiever. Ich meine irgendwo mal gelesen zu haben, dass der optimale IQ, um schulisch beste Leistungen zu bringen, bei ca. 120 liegt. Liegst du drunter oder drüber kann es probleme geben.
    Hast du dich einmal versucht mit Gleichgesinnten/Betroffenen auszutauschen? Wie wäre es mit coaching für HB?

    Ich kann mich nur meinem Vorredner anschließen: Hochbegabung bedeutet nur die Fähigkeit viel zu Leisten. Es gibt zich Einflussfaktoren, die sich auf deine Begabungen und deinen Werdegang auswirken: soziales Umfeld, weltanschauung deiner Selbst und derer dich die Beeinflusst haben, ökonomische Faktoren, politische Gegebenheiten. etc....
    All das kann sich zu deinen Gunsten oder eben zu deinen Lasten auswirken.
    Du weißt um deine Hochbegabung; Es ist an dir das Wissen um diese Fähigkeiten in irgendeiner Form zu Nutzen zu bringen und sich bei Bedarf von Dritten auch helfen zu lassen. Nur Mut!

    LGbil

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 57

    AW: Meine Probleme mit Hochbegabung

    Hallo Irre,
    das Hochbegabte in der Schule oder Uni automatisch durch besondere Leistungen auffallen ist ein weitverbreiterter Irrtum.
    In der Schule haben nämlich die Schüler die besten Noten, die mit dem Schulsystem am besten zurecht kommen. Das sind aber definitiv nicht die Hochbegabten, schon gar nicht die mit ADSH. Ich schreibe da aus eigener, leidvoller Erfahrung. Hochbegabte denken oft völlig anders wie die "normalen" Menschen. Viele lernen z. B. zeitlebens nicht sich Wissen "künstlich" anzueignen. Wenn sie etwas interressiert, geht es von selbst und wenn es sie nicht interressiert lernen sie es nie oder nur unter allergrösten Mühen. Das was "normale" Menschen mit Lernen bezeichnen ist für die meisten HB fast unmöglich. Auswendiglernen von langweiligen und uninteressanten Stoffen ist geradezu Körperverletzung. Man sollte also aus der HB keine besonderen Ansprüche herleiten, erst recht nicht nach den Maßstäben seiner Umwelt. Ein Hochbegabter ist ja auch nicht zwangsläufig ein Genie, so wie man es oft irrtümlich vorraussetzt. Zusätzlich erschwert wird die ganze Angelegenheit noch durch die Probleme mit dem ADSH (Konzentration, Gedächtnis, usw.....). Und die üblichen Gemeinheiten des Lebens gibt es ja auch noch, denn auch Hochbegabte sind ja eigentlich nur ganz normale Menschen.
    Wenn du Hochbegabt bist (IQ>130) dann nehme es doch einfach an und wehre dich nicht dagegen. Hochbegabung ist nichts zum Angeben aber auch nichts dessen man sich sich schämen muss. Je mehr man über sich weis umso besser kann man sich darauf einstellen. Suche möglichst den Kontakt zu Gleichgesinnten (z. B. MENSA).
    Ich erinnere mich noch an meinen ersten Besuch eines MENSA-Stammtisches. Ich hatte wirklich Angst davor ausgelacht zu werden, denn bis dahin galt ich 40 Jahre lang als Dummkopf, der sich allenfalls mal als Besserwisser oder Möchtegernstreber hervortat. Diese, so wie ich dachte, völlig abgedrehten und eingebildeten Genies würden sicher sofort merken mit was für einem Trottel sie es hier zu tun hatten. Auf Anraten meines damaligen Therapeuten nam ich all meinen Mut zusammen und ging zu diesem Stammtisch. Nun, ich erlebte eine Offenbarung. Nachdem ich mich vorgestellt hatte dauerte es keine 2 Minuten und es war für mich als wenn ich diese Menschen schon mein ganzes Leben kennen würde. Ich fühlte mich Pudelwohl als Gleicher unter Gleichen und zehrte noch lange von dem Besuch.
    Lass dich nicht verrückt machen. Du bist wie du bist und das ist gut so.
    Alles gute und viel Glück

  7. #7
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 281

    AW: Meine Probleme mit Hochbegabung

    Hallo Leute,

    erst einmal danke für eure Antworten. Allerdings, möchte ich anmerken, dass die IQ-Zahlen, die ich genannt habe, lediglich auf Hören-Sagen beruhen. Der Dr. hatte den Test ja nicht mit mir persönlich, sondern im nur im bei sein meines Vaters ausgewertet und dieser kann sich nicht mehr so genau erinnern.
    Dem gegenüber stehen zahllose IQ-Tests, welche ich im Internet gemacht habe. Diese sind alle so zw. 115 und 145 ausgefallen, aber eher in Richtung 115. Wer weiss aber schon, wie zuverlässig die sind....
    Klar ich könnte mich einen weiteren IQ-Test bei einem Psychologen oder so unterziehen aber ich denke, dass ich mit dem Ergebnis, egal wie es ausfällt, kaum zurecht kommen werde. Abgesehen davon, habe ich ziemlich große Probleme mit Prüfungssituationen und da ich eine IQ-Test ohne große Verränkungen als eine Art "ultimative Prüfung" interpretieren kann, könnt ihr euch sicher vorstellen, wie das ausgeht. Immerhin, habe ich ja schon bei den Internettest gezittert wie sonst was.

    Ich will einfach nur wissen, was ich tun kann, um das Ganz möglichst zu vergessen oder sonst wie los zu werden.

    MfG Irre

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 57

    AW: Meine Probleme mit Hochbegabung

    Hallo Irre,


    Ich will einfach nur wissen, was ich tun kann, um das Ganz möglichst zu vergessen oder sonst wie los zu werden.

    Gar nicht vergessen und auch nicht versuchen los zu werden. Hochbegabung (wenn sie denn bei dir vorliegt) ist ja nichts schlimmes.
    Ich habe mich mehr als 40 Jahre meines Lebens "Dumm" gestellt in dem ich krampfhaft versucht habe mich meiner Umgebung möglichst anzupassen und deren Erwartungen zu erfüllen. Das ist eine auf die Dauer sehr ungesunde Methode. Mein IQ-Test und die daraus resultierende Diagnose Hochbegabung war auch ein "Abfallprodukt" einer Therapie. Dieses Dummstellen und die Anpassungsversuche haben mich nämlich so fertig gemacht, dass ich eine Therapie brauchte.
    Es ist ja auch nicht wirklich wichtig ob dein IQ (bzw. das Testergebnis) höher als 130 ist oder etwas niedriger liegt. Im normalen Leben schwankt das sowieso etwas und ist auch abhängig von der Tagesform. Sei dir nur dessen bewusst, dass bei dir einfach einige Dinge anders laufen. Welche, dass musst du schon selbst herausfinden. Ich empfehle dir auch die Lektüre von einschlägiger Literatur zum Thema Hochbegabung und ADSH, auch wenn du dir nicht ganz sicher bist. Du wirst in jedem Fall einiges für dich mitnehmen können.
    Aber um Himmels Willen versuche nicht dich zu verstellen. Sei wie du bist und stehe dazu. Ich wurde auch oft als Besserwisser oder Klugscheisser betitelt. Über den Klugscheisser lache ich nur noch und Besserwisser empfinde ich fast schon als Kompliment.
    Wenn man versucht "jemand Anderes" zu sein geht das fast immer fürcherlich schief, lass es also lieber.
    Viel Glück und alles Gute

  9. #9
    Mumford

    Gast

    AW: Meine Probleme mit Hochbegabung

    Also ich bin der Meinung, Eltern oder Psychologen, die einem Kind den Stempel Hochbegabung aufdrücken und/oder es anhand eines IQs bewerten, wissen gar nicht, was sie diesem Kind antun. IQ-Tests halte ich ohnehin für fragwürdig und wenig aussagekräftig. Jeder hat doch irgendwo besondere Fähigkeiten, die ihn einzigartig machen. Intelligenz ist äußerst vielfältig und individuell. Im Grunde müsste jeder nach seinen Fähigkeiten und Vorlieben gefördet werden, was in diesem System leider so nicht möglich ist, da es darauf abzielt alle gleich zu machen. ES SIND ABER NICHT ALLE MENSCHEN GLEICH! Deshalb MUSS das Schulsystem zwangsläufig scheitern. Da soll dann ein Lehrer also um die 20 Kinder unterrichten, wobei erwartet wird, dass er alle diese Kinder auch noch alle gleichzeitig gut unterrichtet. Das KANN m. E. gar nicht funktionieren. Und der Trend zu immer größeren Schulklassen verschärft das Problem noch. Je kleiner die Schulklasse, desto besser - das sollte eigentlich JEDEM Pädagogen klar sein!

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 57

    AW: Meine Probleme mit Hochbegabung

    [QUOTE=Mumford;503462]Also ich bin der Meinung, Eltern oder Psychologen, die einem Kind den Stempel Hochbegabung aufdrücken und/oder es anhand eines IQs bewerten, wissen gar nicht, was sie diesem Kind antun.

    Hallo Mumford,
    da bin ich aber völlig anderer Meinung. Die Probleme kommen durch die Hochbegabung und nicht erst durch ein Testergebnis.
    Ganz im Gegenteil, wenn man ein entsprechendes Testergebnis hat, weis man wenigstens woher die Probleme kommen und kann sich besser darauf einstellen. So war es jedenfalls bei mir. Mehr als 40 Jahre meines Lebens hatte ich Probleme mit meiner HB ohne von meiner HB auch nur zu ahnen. Erst als ich definitiv wusste was mit mir los war ging es mir besser.
    Fatalerweise versucht man aber oft alle Probleme, die ein Kind in der Schule hat, zuerst mit einer HB zu erklären. Viele Eltern glauben dann auch (und brüsten sich oft auch damit) ihre hochbegabten Kinder seinen kleine Genies und stecken entsprechende Erwartungen in sie (siehe Eingangsthread) anstatt richtig auf die Kinder einzugehen.
    Auch bei HB und ADSH gilt der Spruch den ich mal bei der Feuerwehr gelernt habe: " Gefahr erkannt..Gefahr gebannt.."

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