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Diskutiere im Thema Warum spielen IQ und "Hochbegabung" bei AD(H)Slern so eine große Rolle??? im Forum ADS/ADHS und Hochbegabung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Gesperrt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 157

    Warum spielen IQ und "Hochbegabung" bei AD(H)Slern so eine große Rolle???

    Hallo!

    Ich habe mir mal das Anderswelt-Forum, welches ja auch mit ADHS beschäftigt angeschaut.


    Das Thema "Hochbegabung" und "IQ" wird da sehr thematisiert, da berichten ja so viele von ihren Kindern, die (angeblich) einen IQ von 130 haben und mehr...

    Auch fordern viele eine "Ausnahmegenehmigung" im Schulsystem...

    Ich frage mich da, warum ist das so wichtig ? Was habe ich von einem "IQ" und der Bezeichnung "Hochbegabt"? Ist das ein AD(H)S spezifisches Problem?

    In Deutschland ist jeder, der mit 5 Klavier spielen kann oder sich mit anderen Themen beschäftigt, als Gleichaltrige, gleich "hochbegabt"...

    Aber was soll das heißen? Ich bin der Meinung, man muss in der Lage sein, IM ALLTAG und IN DER GESELLSCHAFT zu bestehen. Man tut den Betroffenen keinen Gefallen, ihnen einen "Sonderstatus" zu verpassen,.. vielleicht gibt es schulisch da Möglichkeiten, aber in der Arbeitswelt bekommt man keine "Extrawurst" gebraten... und auch solche Betroffenen sind bei uns in der WfbM... die auch mal IQ>130 haben, aber NIX auf die Reihe gebracht haben!

    In Deutschland muss es für alles Sondermaßnahmen und Klassifizierungen geben...außerdem , was ist denn DER IQ ?

    Das Schulsystem ist generell ungerecht, Abitur gibt es über Gesamtschule, Montessori und Waldorfsschulen... da stimmen doch schon die Anfangsvoraussetzungen nicht !

    Ich bin in Mathe und Physik , Chemie ne "Pfeife", sag ich ehrlich! Auch räumliches Vorstellungsvermögen ist kein Thema bei mir, kann mir nicht mal die Erde als Kugel vorstellen (kein Witz!), aber deshalb hab ich trotzdem überdurchschnittliche kognitive Fähigkeiten....

    Also, "wo" fängt Hochbegabung an? Das liegt doch im Auge des Betrachters? Ich wette, wenn ich fünf verschiedene IQ-Tests mache, mit gleichen Aufgaben, aber anderen Kriterien, kommt jedes Mal was anderes raus, oder ???

    Also m. M. wenn Eltern hier beklagen, ihr Kind kommt wg. seines "hohen IQ´s" oder "Hochbegabung" nicht im Schulsystem zurecht, dann kann ich es auch so interpretieren, derjenige ist nicht gesellschaftsfähig !
    Geändert von El18 (23.06.2014 um 16:44 Uhr)

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 62

    AW: Warum spielen IQ und "Hochbegabung" bei AD(H)Slern so eine große Rolle???

    Ich glaube, weder der IQ Test, noch der ermittelte IQ sagen etwas aus.

    Wenn der Quotient davon abhängt, ob ich WEIß, was eine Determinante ist oder das Ergebnis davon abhängt, ob ich weiß, dass 1000 m ein km sind, hat er nicht viel mit Intelligenz zu tun. Das ist Wissen, was man sich aneignen kann.

    Beim nächsten Test wird vorausgesetzt, dass man weiß, wie Talisman buchstabiert wird und wie man Wandflächen im Verhältnis zu Bodenflächen ermittelt.... Je nachdem, ob man in der Schule aufgepasst hat oder nicht, schneidet man bei dem einen Test gut und bei dem anderen schlechter ab.

    Über die Sozialen Kompetenzen, Sympathie, Empathie, Überlebensfähigkeit im Notfall, Lernbereitschaft und Fleiß sagt es nichts aus.

    Mir ist wichtiger, dass meine Tochter ein Mensch mit Werten wird, der sich im Leben behaupten kann und den Beruf ausüben wird, der ihn glücklich macht, als dass sie Hochbegabte ist (außer, wenn ich ihr damit ermöglichen könnte glücklich damit zu sein)

    Ich glaube, die Werte in unserer Gesellschaft haben sich verschoben. Ich denke, dass jeder Mensch etwas besonders ist und kann. Es muss nur entdeckt und gefördert werden. Dann ist jeder zu Höchstleistungen auf seinem Gebiet fähig. Dieses ewige Vergleichen mit der Norm (gibt es die überhaupt?) und das Vergleichen miteinander verfälscht den Blick und lenkt von den individuellen Qualitäten ab.

    Im Fokus liegt immer nur das, was im Trend liegt....... Früher war es jagen und Tiere töten (heute verpönt), heute sind es Mathegenies und Klaviervirtuosen (wie sahen die Überlebensfähigkeiten im Mittelalter wohl aus?)

  3. #3
    Gesperrt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 157

    AW: Warum spielen IQ und "Hochbegabung" bei AD(H)Slern so eine große Rolle???

    absolut nichts hinzuzufügen, sauber !!!

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 62

    AW: Warum spielen IQ und "Hochbegabung" bei AD(H)Slern so eine große Rolle???

    Ach ja. ..... Und um auf deine Frage zu antworten.....
    Warum das bei ADHSlern eine so große Rolle spielt.

    Ich glaube damit geht eine einfache Rechnung auf:

    ADHS = individuell eingeschränkt
    ADHS + hoher IQ = kompensiert ADHS = normal
    ADHS + Hochbegabung = genial, wie Einstein, Steve Jobs ......

    Ich denke, genial ist gut fürs Ego

    Ein bisschen enttäuscht war ich über meinen IQ von 116 auch. Im Nachhinein denke ich aber .... Ich bin auf meine eigene, nicht messbare Art genial. So eine blöde Zahl brauche ich nicht.

  5. #5
    Gesperrt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 157

    AW: Warum spielen IQ und "Hochbegabung" bei AD(H)Slern so eine große Rolle???

    diese Erklärung ist schlüssig für mich !

  6. #6
    Lysander

    Gast

    AW: Warum spielen IQ und "Hochbegabung" bei AD(H)Slern so eine große Rolle???

    Defizit + Hochbegabung = Genialität? Seltsame These. Völlig unlogisch.

  7. #7
    Gesperrt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 157

    AW: Warum spielen IQ und "Hochbegabung" bei AD(H)Slern so eine große Rolle???

    ist es "genial", hochbegabt zu sein, aber nirgends zu bestehen, überall Sonderstatus zu benötigen, es auf einer normalen Schule nicht auf die Reihe zu bekommen????

    Meine Eingangsfrage war ja auch, WAS ist denn hochbegabt ?

    Ich habe mit 9 Noten gelesen und Stücke komponiert, aber es auf der Regelschule nicht geschafft auf Dauer...

  8. #8
    Gesperrt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 157

    AW: Warum spielen IQ und "Hochbegabung" bei AD(H)Slern so eine große Rolle???

    ist es "genial", hochbegabt zu sein, aber nirgends zu bestehen, überall Sonderstatus zu benötigen, es auf einer normalen Schule nicht auf die Reihe zu bekommen????

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 62

    AW: Warum spielen IQ und "Hochbegabung" bei AD(H)Slern so eine große Rolle???

    Lysander schreibt:
    Defizit + Hochbegabung = Genialität? Seltsame These. Völlig unlogisch.
    Von der Logik her hast Du natürlich recht.

    Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass es sich bei der Rechnung um eine rein psychologische (emotional begründete) Annahme handelt und natürlich nicht um tatsächliche Mathematik und Fakten.

  10. #10
    Pepperpence

    Gast

    AW: Warum spielen IQ und "Hochbegabung" bei AD(H)Slern so eine große Rolle???

    Wenn Du das Thema in einem anderen Forum gesehen und den Umgang damit dort kritisierst fände ich es eigentlich besser Du würdest es dann auch dort zur Diskussion stellen. Ich finde es immer so ein bisschen schade, wenn man der Diskussion an der eigentlichen Stelle aus dem Weg geht und sich Zustimmung von Unbeteiligten erhofft.


    Klar sollte es besondere Förderung für Hochbegabte geben - allerdings auch für Normalos, für wenig Begabte und alles dazwischen. Insgesamt täte unserer Gesellschaft mehr individuelle Förderung gut ... nicht nur dann wenn eine möglicherweise überdurchschnittliche Leistung dahinter steckt.


    Nur weil man in der Arbeitswelt keine Extrawurst gebraten bekommt (was so auch nicht stimmt) ist das ja kein Grund ein Kind bereits in den ersten Schuljahren, lange vor dem Eintritt ins Berufsleben schon ins Hintertreffen geraten zu lassen. Im Gegenteil.

    Ganz gleichgültig ob das Kind nun überdurchschnittlich oder unterdurchschnittlich begabt ist, wäre es erstrebenswert, wenn es so gefördert würde, dass es so früh wie möglich lernen darf welches seine Talente sind und wie man sie zum glänzen bringt.

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