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Diskutiere im Thema Warum spielen IQ und "Hochbegabung" bei AD(H)Slern so eine große Rolle??? im Forum ADS/ADHS und Hochbegabung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #31
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 4.657

    AW: Warum spielen IQ und "Hochbegabung" bei AD(H)Slern so eine große Rolle???

    creatrice schreibt:
    Dieses "unter seinen Fähigkeiten" heisst lediglich, das überdurchschnittlich viele ADHSler unter ihren EIGENEN Fähigkeiten agieren. Wo die sind, ist ganz individuell. Es heisst nicht, das alle ADHSler Genies sind, die sich selbst im Weg stehen, oder gar schon zu intelligent sind, um in der Gesellschaft voran zu kommen. "Unter den Möglichkeiten" betont die Defizite, nicht die Stärken.
    das hast Du gut gesagt....

    Und dass es "plötzlich" so viele hochbegabte Kinder gibt, liegt wohl auch daran, dass Eltern für das "Fehl"verhalten ihrer Kinder heute mehr Ursachenforschung betreiben.....
    Zu anderen Zeit gab's Klobbe oder dann später Kinderheime...... Da hat man nicht groß gesucht, was nicht stimmt.....

    und.... dass die Hochbegabung scheinbar verbreitet ist, KÖNNTE auch daran liegen, dass sich das einfach besser anhört, als nur ADHS .... ist aber ne riskante These meinerseits.....



    Hochbegabung ist auch nix erstrebenswertes, im Gegensatz nu nem "ordentlichen" IQ.... der schafft Möglichkeiten...... das ist bei der Hochbegabung leider oft nicht so.....


    Denke ich mal......
    Geändert von happypill (23.06.2014 um 20:57 Uhr)

  2. #32
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Warum spielen IQ und "Hochbegabung" bei AD(H)Slern so eine große Rolle???

    ich glaube diese Häufung der Hochbegabung zeigt einfach die Not der Eltern, ihre Kinder in vermeintlich vernünftige Bahnen zu lenken. Wo früher ein Realschulabschluss für eine Banklehre reichte, braucht man heute Abitur. Früher gab es wesentlich weniger Abiturienten und Studierende. Heute ist es fast ein Muss, um sich sowohl ein finanziell recht sorgenfreies Arbeitsleben aber auch eine sorgenfreie Rente zu gewährleisten. Die Uniformität der Mittelschicht mit Pauschalurlaub ist heute die Uniformität der vermeintlichen Individualität. Das fängt beim Namen an, geht über den Chinesischunterricht für 3-Jährige und hört beim Intensivkurs für hochbegabte Sportler, Musiker, Künstler, Mathematiker etc etc auf.

  3. #33
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 4.657

    AW: Warum spielen IQ und "Hochbegabung" bei AD(H)Slern so eine große Rolle???

    hehe.... Ursachenforsching .... das wird mit zweitliebstes Lieblingswort..... werde es trotzdem gleich verbessern


    Ja creatrice.... Ich meinte auch nicht, dass Eltern ne Ausrede suchen oder angeben wollen und deshalb testen lassen, sonder in meint schon auch die Not.

  4. #34
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Warum spielen IQ und "Hochbegabung" bei AD(H)Slern so eine große Rolle???

    Det hab ick ooch so verstanden liebe happy.... wollt's doch nur weiter "ausspinnen"

  5. #35
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 496

    AW: Warum spielen IQ und "Hochbegabung" bei AD(H)Slern so eine große Rolle???

    Carma schreibt:
    ADHS + hoher IQ = kompensiert ADHS = normal
    Das trifft es wohl am ehesten. "Mein Kind hat zwar ADHS, ist aber superintelligent und darum mindestens genau so gut wie dein "normales" Kind, wenn nicht besser."

    Da geht's wohl eher um das Ego der Eltern als um irgendwas anderes, zumindest solange das Kind noch klein ist.

  6. #36
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Warum spielen IQ und "Hochbegabung" bei AD(H)Slern so eine große Rolle???

    summerset schreibt:
    Carma schreibt:
    ADHS + hoher IQ = kompensiert ADHS = normal
    Das trifft es wohl am ehesten. "Mein Kind hat zwar ADHS, ist aber superintelligent und darum mindestens genau so gut wie dein "normales" Kind, wenn nicht besser."

    Da geht's wohl eher um das Ego der Eltern als um irgendwas anderes, zumindest solange das Kind noch klein ist.
    Das fürchte ich auch, obwohl gewiss ein Kern Wahrheit darin steckt, denn ein bisschen kann das ja durchaus so sein.
    Zumindest hört und liest man immer wieder, das hochintelligente ADS-Betroffene später auffallen, da sie einige ihrer Defizite durch eben ihre Intelligenz kompensieren können, bzw. Kompensationsstrategien entwickeln.
    Das klingt auch zunächst schlüssig und es ist vielleicht auch so, aber ich denke, wenn die Strategien nicht greifen oder gar dysfunktional sind und dem Betroffenen seine Intelligenz auch immer unter die Nase gerieben werden, dann geht der Schuss umso stärker nach hinten los.

    Aber eher würde ich vermuten, dass trotz aller Intelligenz die ADS-typischen Beeinträchtigungen, eben besonders die exekutiven Funktionen, dennoch nicht so kompensierbar sind ... vielleicht fällt es einem dann nur leichter, die Defizite zu kaschieren oder sich rauszureden .

    Aber irgendwie glaube ich auch, dass wohl eher die Eltern damit ihr Ego ein wenig polieren möchten und diese Art von "Streicheleinheiten" vielleicht brauchen, warum auch immer, so ganz klar ist mir das nicht, aber da fehlt mir auch sicherlich die nötige kognitive Empathie, die emotionale Intelligenz, um das zu verstehen oder mir vorstellen zu können.

    Liebe Grüße
    Fliegerlein

  7. #37
    Lysander

    Gast

    AW: Warum spielen IQ und "Hochbegabung" bei AD(H)Slern so eine große Rolle???

    Sie sind zumindest auf Dauer nicht kompensierbar. Ich meine, dass man ab 40 über zunehmend rarer werdende Ressourcen verfügt. Ich nenne es einfach mal Erschöpfung. Die Kompensation labt sich am Ernergiekonto.

  8. #38
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Warum spielen IQ und "Hochbegabung" bei AD(H)Slern so eine große Rolle???

    Absolut zutreffend! Dramatisch zutreffend! Und trotzdem: Was blieb einem schon in jungen Jahren übrig? Trotzdem ist es ein enormer Raubbau an den Kraftreserven.

  9. #39
    Rettich

    Gast

    AW: Warum spielen IQ und "Hochbegabung" bei AD(H)Slern so eine große Rolle???

    creatrice schreibt:
    ich glaube diese Häufung der Hochbegabung zeigt einfach die Not der Eltern, ihre Kinder in vermeintlich vernünftige Bahnen zu lenken. Wo früher ein Realschulabschluss für eine Banklehre reichte, braucht man heute Abitur. Früher gab es wesentlich weniger Abiturienten und Studierende. Heute ist es fast ein Muss, um sich sowohl ein finanziell recht sorgenfreies Arbeitsleben aber auch eine sorgenfreie Rente zu gewährleisten. Die Uniformität der Mittelschicht mit Pauschalurlaub ist heute die Uniformität der vermeintlichen Individualität. Das fängt beim Namen an, geht über den Chinesischunterricht für 3-Jährige und hört beim Intensivkurs für hochbegabte Sportler, Musiker, Künstler, Mathematiker etc etc auf.
    Wenn man davon ausgeht, dass die Intelligenz anhand der Normalverteilung gestreut ist, kann es wohl kaum zu einer Inflation der Hochbegabten gekommen sein. Es ist wohl vielmehr so, dass der allgemeine Intelligenzquotient gestiegen ist, was aber nicht auffällt, da sich die Abstände zueinander nicht ändern. Die "Dummen" sind ein bisschen schlauer geworden, genau so wie die "Schlauen". Unsere Welt wird schließlich immer komplexer, da passen wir uns an.

    Interessanter finde ich da die heutige Abiturientenquote. Während 1970 11% Abitur machten, sind es mittlerweile über 30%. Da muss man sich nicht wundern, wenn ein Hauptschulabschluss immer weniger wert wird. Im Prinzip hat sich aber eigentlich nichts verändert. Schön, wenn man studiert hat (und das Richtige). Um später Erfolg zu haben, benötigt man dann auch noch einen sehr guten Abschluss und auch von der richtigen Universität. Heißt: Es wir genau so viel gesiebt wie früher, wenn nicht noch mehr. Kein Wunder also, wenn Eltern Schnappatmung bekommen wenn ihr Kind nicht aufs Gymnasium kommt.

    Intelligenz an sich hat eigentlich keinen Wert. Es wird aber oft gleich gesetzt, dass eine hohe Intelligenz automatisch auch größeren Chancen im (Berufs)leben nach sich zieht. Das kann so sein, ist aber kein Erfolgsgarant. Ich habe Menschen kennen gelernt, die waren keine geistigen Überflieger aber beherrschten das, was sie machten unglaublich gut, waren zuverlässig und hatten Erfolg. Dann kenne ich andere Menschen, die haben wahnwitzig viel Abschlüsse, Zertifikate, sprechen drei Fremdsprachen und kriegen trotzdem kein Bein auf den Boden.

    Was Hochbegabung angeht, so habe ich persönlich noch nie jemanden kennen gelernt, der eine nachgewiesen Hochbegabung hatte. Einige Leute mit Sicherheit, die unglaublich talentiert waren. Vielleicht wären sie heute hochbegabt aber ich finde das ist auch so ein "Buzzword", das vor ein paar Jahren noch niemand verwendet hat und das plötzlich Thema geworden ist. (So ähnlich wie "Starkregen")

    Bei der Kombination (irgend eine Krankheit/Defizit + irgend etwas Tolles) habe ich aber immer den Verdacht, dass da der Wunsch Vater des Gedankens ist. Genau so als vor Jahren die "emotionale Intelligenz" aufkam.

  10. #40
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 10.895

    AW: Warum spielen IQ und "Hochbegabung" bei AD(H)Slern so eine große Rolle???

    Hallo El18

    Ich hab dein Thema in den richtigen Bereich verschoben


    viele grüsse

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