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Diskutiere im Thema Zu hoher Anspruch bei Sozialkontakten aufgrund der Hochbegabung!? im Forum ADS/ADHS und Hochbegabung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Hakuna Matata

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 781

    Zu hoher Anspruch bei Sozialkontakten aufgrund der Hochbegabung!?

    Hallo liebe intelligente Biomasse

    Ich glaub ich habe in diesem Bereich noch nichts von mir gegeben, daher erstmal meine "Rahmenbedingungen".
    Mir wurde in der Kindheit nach einem IQ-Test beim Psychologen Hochbegabung attestiert. Meinen IQ-Wert schwarz auf weiß kenne ich leider nicht, da meine Eltern keine Unterlagen von damals haben bzw. sich nicht mehr erinnern. Seitdem ich denken kann, habe ich Probleme im Kontakt mit anderen Menschen. Was auch einer der Gründe war (neben der Auffälligkeiten in der Schule - ich hab mich halt gelangweilt), warum meine Eltern professionelle Hilfe suchten.

    Im Grunde bin ich eigentlich sehr kontaktfreudig. Jedoch ecke ich irgendwie immer an. Meine Familie nervt es zum Beispiel, dass ich nicht hinterm Berg halten kann, wenn ich etwas besser weiß. Was andere jetzt von mir denken kann ich ja leider nicht sagen (kann ja nicht in den Kopf gucken^^) aber ich hatte nie viele Freunde, wurde viel mehr lange Zeit gemobbt und als ich dann Freunde fand, waren es immer nur sehr wenige. Aber so auf Kurz oder Lang sind es nur 2-3 Leute, zu denen ich den Kontakt auch aktiv halten kann - d.h. von mir aus. Ich merke jedoch auch irgendwie, dass wahrscheinlich gar nicht die Anderen das Problem sind, warum es mit den Kontakten nicht klappt, sondern eher ich bzw. meine Ansprüche.

    Und damit komme ich zum eigentlichen Thema dieses Threads.

    Ich merke immer wieder - besonders in der letzten Zeit - dass ich irgendwie kaum mit irgendwem gut klar komme. Ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich mir in Gesprächen zB mit anderen innerlich denke dass sie "doofes Zeug" reden oder sich mit "primitiven Dingen" befassen. Das ist mega unfair von mir und eigentlich bin ich gar nicht so unsozial und ich kann mir das auch nicht so recht erklären. Ich war meiner Meinung nach früher nie so extrem was das angeht.

    Das ganze geht irgendwie mittlerweile sogar auch so weit, dass ich mich auch von Verabredungen zurückziehe, weil ich mich bei den Aktivitäten nicht wohl fühle weil ich mich einfach nicht wirklich amüsieren kann. Ich kann einfach nicht abschalten alles auf kritisch zu betrachten und fühle mich fehl am Platz, weil ich das Gefühl habe Anders zu sein und nicht dazu zu gehören. Man sagte mir letztes zB dass ich langweilig wär und zum lachen in den Keller ginge, weil ich eben nicht über etwas lachen konnte, was scheinbar alle lustig fanden, ich aber nur doof. Ich mache eben nicht unbedingt das gerne was die anderen machen. Ich liebe es zB Spiele zu spielen, Dinge zu tun die mich fordern, gute Gespräche führen, philosophieren über Gott und die Welt. Ich kann so "profanen" Dingen wie Feiern gehen oder in Cafe's rumhängen und Lästern etc. pp. einfach nichts abgewinnen. Das machen aber die Anderen gerne. Ich fühle mich dann irgendwie wie ein Alien.

    Wenn ich dann auch zB mit Leuten zu tun habe, die jetzt nicht so helle sind (weiß nicht wie ich das beschreiben soll... ich hoffe ihr versteht mich. Ich mein das alles nicht diskriminierend) dann macht mich das total aggressiv teilweise. Also wenn ich zB komische Proll-Kinder in der Bahn sprechen höre ("Alter... Ischwöre...!") dann koche ich innerlich. Und wenn das dann Leute sind, mit denen ich näher zu tun habe (zB durch's Hobby) dann ist das kaum auszuhalten. Wenn der Dirigent vorne zB was erklärt und ne Minute später wer dann genau danach fragt. Dann würde ich am liebsten schreien.

    Ich habe das Gefühl, dass ich bisher nur einen einzigen Menschen (und seine Freunde) kannte, der in der Lage war in meinen Augen intellektuell mit mir mit zu halten. Und zwar meinen Ex-Freund. Wir hatten gemeinsame (v.a. kulturelle) Interessen und ich hatte nicht das Gefühl mich "runterschrauben" zu müssen um eine gemeinsame Ebene zu erreichen. Seitdem diese Kontakte fehlen, merke ich wie ich immer unzufriedener werde. Mir fehlen Menschen, mit denen ich anregende Gespräche führen kann ohne mich nach 2 Sätzen zu langweilen. Ich verkrieche mich zuhause weil ich niemanden habe, der meine Interessen teilt.


    Ohje. Ihr müsst mich für einen total schlechten Menschen halte. Ich finde das alles so schwer zu beschreiben. Ich hoffe ihr konntet mir trotz den konfusen Gedankengängen folgen.

    Das Ende vom Lied ist jedenfalls - ich bin einsam. Und egal wie sehr ich mich bemühe, ich schaffe es einfach nicht meine Ansprüche abzusenken. Ich fühle mich irgendwie nicht wohl auf dieser anderen Ebene. Ich bin dann nicht Ich.
    Ich habe schon überlegt vielleicht mal gezielt den Kontakt zu anderen Hochbegabten zu suchen, aber wenn ich zB an Mensa denke, wäre das für mich nicht möglich, da ich kein Gutachen Schwarz auf Weiß habe, dass mein IQ über 130 liegt. Außerdem hab ich als Studentin nicht das Geld da nen IQ Test zu machen und dann auch noch ne Gebühr zu zahlen. Das muss doch auch anders gehen...!?

    Kennt ihr diese Probleme? Was tut ihr dagegen? Habt ihr Tipps für mich, dass ich besser mit der "normalen" Menschheit zurecht kommen kann? Ich will ja den Kontakt, aber ich ertrage ihn einfach nicht. Oder kennt ihr vielleicht andere Netzwerke, wo ich auf gleichgesinnte treffen könnte (am liebsten U30)?

    Ich danke euch ihr lieben für's durchhalten und lesen.

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 386

    AW: Zu hoher Anspruch bei Sozialkontakten aufgrund der Hochbegabung!?

    Hey Du,

    ich erkenne mich in Deinen Worten so dermaßen wieder... *seufz*

    Du ist kein schlechter Mensch, Du bist einfach nur eine (oder mehrere) Atmosphärenstufe höher als viele Andere ... naja, als die meisten Anderen. Und glaube mir: Es geht fast jedem wirklich intelligenten Menschen so. Die "graue Masse" besitzt eben nur ein Mindestmaß an Intelligenz, wenn man den Durchschnitt bildete. Du stichst da voll raus (siehe Gauß´sche Normalverteilung) und wirst als anders und langweilig wahrgenommen. Ich fände es falsch, würdest Du Deine Ansprüche runtersetzen, denn es ist ja wohl kaum Deine Schuld, dass Andere Deinen Ansprüchen nicht gerecht werden können. Ich an Deiner Stelle würde nicht aufgeben und mir auch solche Leute nicht mehr antun, denn Euch trennen Welten, die nicht zu vereinen sind.

    Mensa ist eine gute Idee. Und ich denke, wenn Du Dich diagnostizieren lässt (erneut), kannst Du auch einen IQ-Test mitmachen lassen. Ich weiß das aber nicht so genau, was die Kasse da konkret bezahlt, ist verdammt lange her bei mir.

    Gib nicht auf, es gibt viel mehr von uns als es vielleicht scheint.

    Dat Brumm

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 230

    AW: Zu hoher Anspruch bei Sozialkontakten aufgrund der Hochbegabung!?

    Brummelchen schreibt:
    Du bist einfach nur eine (oder mehrere) Atmosphärenstufe höher als viele Andere ... naja, als die meisten Anderen. Und glaube mir: Es geht fast jedem wirklich intelligenten Menschen so. Die "graue Masse" besitzt eben nur ein Mindestmaß an Intelligenz, wenn man den Durchschnitt bildete.
    Hui... Als Nächstes predigst du wohl noch was, über den "Übermenschen" von Nietzsche... (Das richtet sich nicht, an die TE, denn die hat sich, um Einiges gepflegter ausdrückt.)
    Geändert von Liberty (24.01.2014 um 21:00 Uhr)

  4. #4
    Hakuna Matata

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 781

    AW: Zu hoher Anspruch bei Sozialkontakten aufgrund der Hochbegabung!?

    Es geht mir auch nicht darum, dass ich jetzt was besonderes sein oder eine Elite angehören will.

    Ich mag die Menschen in meiner Umgebung eigentlich total gerne. Deswegen macht es mich so traurig, dass ich so fühle und es schockiert mich auch so

    Ich suche nach einer Lösung damit wieder zufriedener zu sein und mich auch da wohlfühlen zu können.

    Ich dachte eher daran, dass ich mir sowas wie "Ausgleichskontakte" wünsche (wie ich es bisher immer hatte), bei denen ich so sein kann wie ich bin. So fällt es mir dann auch leichter die anderen Situationen zu "ertragen" (in Ermangelung eines besseren Wortes) und auch wieder Freude daran zu haben. Denn die hatte ich definitiv. Es ist nur im Moment so extrem, dass ich das alles als oberflächlich empfinde. :/

    Ich hoffe damit versteht man mich ein wenig besser.


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  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 81

    AW: Zu hoher Anspruch bei Sozialkontakten aufgrund der Hochbegabung!?

    Liebe l1nch3n,

    ich frage mich die ganze Zeit, was Dein Name bedeutet, chemische Strucktur ist es nicht, sicher durchschaue ich es nicht,

    weil es persönlich ist.

    Es berührt mich zutiefst, wie einsam Du bist.

    Das geht mir oft auch so, dann fühle ich mich genauso schlecht damit.

    Ich kann diese oberflächliche Daseinsform nicht ertragen.

    Ich habe nur eine Freundin, die genauso tickt, wie ich.

    Sorry, ich hab bischen Vorsprung an Lebensjahren, U30 war bei mir genauso, ich saß da und dachte, nee, das ist nicht meine Welt.

    Dann fragte mich eine kluge Frau, wie soll Deine Welt denn aussehen?

    Mach sie zu Deiner! Und frage Dich immer, will ich in der Haut des anderen stecken? Und der in meiner?

    Wenn Du beginnst, nach Aussen zu leben, was in Dir ist, dann wird es sich fügen.

    Das ist der Magnetismus im Verborgenen.

    Ich hoffe, das war jetzt adäquat.

    Falls Du mehr willst, gern.

    Gruß DEZ

  6. #6
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 351

    AW: Zu hoher Anspruch bei Sozialkontakten aufgrund der Hochbegabung!?

    l1nch3n schreibt:
    Ich habe schon überlegt vielleicht mal gezielt den Kontakt zu anderen Hochbegabten zu suchen, aber wenn ich zB an Mensa denke, wäre das für mich nicht möglich, da ich kein Gutachen Schwarz auf Weiß habe, dass mein IQ über 130 liegt. Außerdem hab ich als Studentin nicht das Geld da nen IQ Test zu machen und dann auch noch ne Gebühr zu zahlen. Das muss doch auch anders gehen...!?

    "1,6 Mio. Deutsche sind hochbegabt - aber nur die wenigsten wissen davon. Testen Sie Ihre Intelligenz!
    Der wissenschaftliche IQ-Test von Mensa kostet 49,- Euro und dauert 90 Minuten. Sie erfahren vertraulich Ihren genauen IQ-Wert." (Mensa.de)


    LG
    Surre

  7. #7
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 386

    AW: Zu hoher Anspruch bei Sozialkontakten aufgrund der Hochbegabung!?

    @ Liberty:

    Äh, entschuldige bitte. Was genau ist Dein Problem mit mir, dass Du mich hier so angehst?

    Sollte Dir meine Wortwahl missfallen, können wir darüber gern reden, aber solche Sprüche werden mich sicher nicht dazu bewegen, denn nicht immer ist Angriff die beste Verteidigung.

    (Nebenbei: Nietzsches Übermensch wäre schon eine Diskussion wert, nur wäre das hier sicher der falsche Ort. )

    @ l1nch3n:

    Ich verstehe das total gut. Kannst Du nicht den Leuten, die Du magst und die Dich vielleicht nicht verstehen, versuchen zu erklären, dass Du da anders tickst? Oder, was mir geholfen hat, versuchen, den Kopf abzuschalten. Ein guter Freund von mir, der auch Mitglied in der Mensa ist, hat mir mal einen Spruch gesagt, der mir bewusst machte, dass man auch als Hochbegabter über profane Dinge lachen kann (nicht muss, aber kann): "Stumpf ist Trumpf."

    Hast Du mal versucht, zu ergründen, wieso Dich diese Dinge nicht interessieren? Oder ob Dich vielleicht andere Sachen, die Deine Leute auch mögen, interessieren könnten?

    Und kannst Du den Kontakt zu den Leute aus Deinem alten Freundeskreis nicht wiederbeleben, damit Du ein Gegengewicht schaffen kannst? Oder kannst Du allein ins Theater oder Museum gehen? Dort kann man auch Leute kennenlernen, die an solchen kulturellen Dingen interessiert sind.
    Geändert von Brummelchen (24.01.2014 um 21:46 Uhr)

  8. #8
    AlteEiche

    Gast

    AW: Zu hoher Anspruch bei Sozialkontakten aufgrund der Hochbegabung!?

    Das Ende vom Lied ist jedenfalls - ich bin einsam. Und egal wie sehr ich mich bemühe, ich schaffe es einfach nicht meine Ansprüche abzusenken. Ich fühle mich irgendwie nicht wohl auf dieser anderen Ebene. Ich bin dann nicht Ich.
    Dein Problem ist das du dich VERSTELLST um Anerkennung und Gesellschaft zu finden.

    Was nötig ist ist die Selbstakzeptanz - Ich bin anders und das ist gut so - und die Akzeptanz deiner Mitmenschen - Sie sind anders und das ist auch gut so!

    Andere gibt es schon genug.
    Und alle Anderen sind Anders
    Und wir sind auch für alle Anderen Anders!


    Suche die verbindenden Elemente zwischen dir und den anderen Menschen. Suche nicht das was dich langweilt. Wenn du wirklich etwas aufm Kasten hast, dann findest du soviel das du auch am einfachsten Menschen mit niedrigstem IQ etwas lernen kannst.

    Ein schöner Ansatz ist, das man in JEDEM anderen Menschen, der einem begegnet einen Lehrer sieht: Was kann ich heute von diesem lernen?

    Alleine dieser Ansatz, das du nach dem positiven Elementen suchst, die die Leute für dich anbieten könnten! - Und sei es nur das du lernst geduld zu haben und die einfachen schlichten Gemüter zu ertragen - da kannste z.b. für eine mögliche Mutterrolle lernen! Kinder sind auch so!

    Der Wert deines Mitmenschen entsteht nicht dadurch, das er dir Paroli im Gespräch bietet, den Wert deines Mitmenschen, den legst du selbst fest! Du entscheidest auch selbst darüber was du bei einem anderen sehen kannst und was nicht.

    Das ist auch der Grund wieso Brummelchen und Liberty aneinander geraten: Das ist hier sensibles Terrain und wenn jemand von seiner eigenen Intelligenzia redet, spricht er auch von der Dummheit der Anderen, ob er will oder nicht. Das gibt dem Ganzen eine Sozial-Rassistische Note ...

    Man sollte wissen das jeder Mensch zum Lernen auf die Welt gekommen ist. Dafür sind wir da und jeder lernt etwas anderes und manche wissen viel aber lernen nichts.


    Ein Hund ist auch strunzdumm. Der kann nicht wissen, der hat nur wenig bis kaum Bewußtsein und ist rappendull. Aber er ist uns trotzdem eine Art "Seelenspiegel" und erkennt unsere Stimmungen und steckt uns oft mit seinen positiven Stimmungen an. Genauso wird es sein wenn du die Welt als einen großen Schatz siehst und selbst den dümmsten der Dummen Dorftrottel - Was kannst du von diesem lernen? Vielleicht das man sich das Leben als kluge Person oft zu schwer macht? Dumme Menschen leben glücklicher
    Du schaffst das. Bist doch nen kluges Mädel
    Geändert von AlteEiche (24.01.2014 um 21:46 Uhr)

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 230

    AW: Zu hoher Anspruch bei Sozialkontakten aufgrund der Hochbegabung!?

    AlteEiche schreibt:

    Das ist auch der Grund wieso Brummelchen und Liberty aneinander geraten: Das ist hier sensibles Terrain und wenn jemand von seiner eigenen Intelligenzia redet, spricht er auch von der Dummheit der Anderen, ob er will oder nicht. Das gibt dem Ganzen eine Sozial-Rassistische Note ...
    Ja und Nein.

    Ich habe kein Problem damit, über meine Hochbegabung zu sprechen / schreiben.

    Meine Kritik an Brummelchen war Folgende: In ihrem Beitrag werden Menschen, die nicht hochbegabt sind, als "graue Masse" bezeichnet und Hochbegabte stehen, ihrem Beitrag zufolge, auf einer höheren Sphäre.

    Das ist es, was ich kritisiere und nicht, das zugeben von Hochbegabung.

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 162

    AW: Zu hoher Anspruch bei Sozialkontakten aufgrund der Hochbegabung!?

    Oh ja, alles sehr bekannt. Aber ich wehr mich auch noch gegen diese Intelligenz-Geschichte (ist mir auch zu Elitär)

    Meine Freundin und ich haben gemeinsam mal einen geheimen Wunsch ausgeheckt: Wir wollten gerne, dass jemand uns einfach ein Stück unserers Gehirns rausnimmt, damit wir genau so sind, damit wir glücklich und zufrieden sind (wir waren so 16, nech). Bis ich dann bei Wikipedia oder irgendwo was über Lobotomie gelesen habe, bei den Simpsons gibts auch so eine schöne Halloween Folge mit Fllanders der allen 'Liebe' spendet indem er sowas durchführt.

    Seit Jahren bin ich davon ab, aber wir witzeln da gerne noch drüber. Haben coping gelernt (im Job lernt man ja vieles, z.B. Belanglosigkeiten total interessant darzustellen )sie ist Friseurin und Lehrerin, ich bin Mediengestalter und Wissenschaftler; da gibts immer viel hinterher zum drüber reden und lachen).

    Was mir hilft ist wirklich mein etwas garstiger Humor. Lebe auch absichtlich auf dem Land, es ist da so schön, einfach rausgehen und da ja die Bürgersteige recht früh hochgeklappt werden weiß ich dann, dass ich zu bestimmten Zeiten im Tagesablauf kaum eine Seele antreffen werde. Ich hab echt glück ein paar wichtige Freunde zu haben, die ähnlich ticken wie ich, die Kontakte z.B. die meine Freundin pflegt waren mir schon rehct früh zu viel und wir haben uns auch deshalb etwas auseinandergelebt. ABer wir sind beide Leader, sie mag es, ich nicht so. So ist sie froh bei ihren sog. Freunden unerkannt zu bleiben und wenn was wichtiges ist, weiß ich, dass sie nur mit mir und noch ein zwei anderen darüber spricht. Mittlerweile finde ich das sehr angenehm, aber ich musst emich da auch zu 'umerziehen', bin immer noch am lernen. Und ich lerne auch viel über mich, wenn ich mit anderen zusammen bin, die nicht so ticken wie ich. Ich hör dann zu, sag was kryptisches, rede bei drei Gesprächen gleichzeitig mit, schwinge pathologisch-politischen Pathos und mache mich auch lustig. Da weiß ich aber, dass das die anderen auch machen (trash-talker!!). Selbstironie ist mir auch wichtig. ALso ich nehme trotz meiner Philosophie-Ausbildung mein selbst nicht so sehr wichtig in sozialen Kontakten. Ich könnte sie alle in Grund und Boden labern (wer Battle anstatt beef will meldet sich per PN) und genieße auch meine Zurückhaltung (hab ich von meiner Schwester gelernt)

    Soooo, mein Beitrag zu dem was uns alle betrifft! Für andere ist es ja auch nicht leicht so Leute wie uns um sich zu haben!

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