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Diskutiere im Thema Zu hoher Anspruch bei Sozialkontakten aufgrund der Hochbegabung!? im Forum ADS/ADHS und Hochbegabung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #41
    AlteEiche

    Gast

    AW: Zu hoher Anspruch bei Sozialkontakten aufgrund der Hochbegabung!?

    Die meisten Mißverständnisse liegen an dem doofen Begriff "Hochbegabung".

    Ein überragent geschickter Handwerkersjunge der weder lesen noch schreiben kann oder ein Bursche ausm Amazonas der mit 7 Jahren schon Wochenlang alleine im Busch leben kann, sind auch hochbegabt.

    Wir meinen hier einen kognitiven Wahrnehmungsstil, eine Art zu Denken, einen überdurchschnittliche kognitive Begabung oder sogar Kompensationsstrategie, weil jemand vielleicht wie ein Autist eine Form von Inselbegabung hat. Was auch die vielen Probleme eines Menschen aufzeigt, der diese Eigenschaft aufzuweisen scheint.

    Ich will keinesfalls nur Genies um mich haben. Ich will mit den menschen die ich habe, wieder zurecht kommen und spaß mit ihnen haben und mich dazugehörig fühlen.
    Vielleicht ist das Problem, das du deine Schnittmenge mit Menschen dort suchst, wo du sie nicht haben kannst?

    In der Beschäftigung mit Soziologie, Religion, Medizin, Psychologie u.ä. Fächer gehts doch auch immer um Menschen und ihr Leben und Wirken. Damit erarbeitet man sich seinen Zugang zum Menschen auf akademische Art und Weise.

    Alles andere ist nun mal eine Typenfrage. Dich zwischen den Menschen bewegen kannst du also wenn du deine eigenen Eigenschaften in Übereinstimmung bringst, mit den ihrigen. Man muss nicht tanzen um sich zwischen Ihnen zu bewegen beim Tanztee. Natürlich will man gerne denselben Spass haben, aber das ist mir dann nicht gegeben, also sitze ich da und genieße die Freude, die alle beim rumhoppeln haben.

    Anteil nehmen ist nicht unbedingt ein Prozess, das man mitmacht, sondern eine innere Haltung, eine innere emphatische Offenheit. So ist man Teil des Schwarms, fliegt mit ihm mit, aber bleibt in seinem eigenen Takt des des eigenen Flügelschlages.

    MFG

  2. #42
    Ari


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Zu hoher Anspruch bei Sozialkontakten aufgrund der Hochbegabung!?

    Owe ich glaube ich kann mit dir mitfühlen, ich habe vermutlich auf diesem Grund auch nicht so wirklich freunde nur ein paar bessere Bekannte.

    Wie weit vom Duchschnitt mein Iq abweicht kann ich nicht genau sagen aber, weil ich es auch nie schwarz auf weis bekommen habe und wo ich den Test damals gemacht habe mit 14 oder so nicht mal wusste was das fürn test ist ich habe einfach brav alle test mitgemacht, aber mein Psychologe vergleicht mich immer mit einem Porsche mit verstopfen Vergaser

    Ich fühle mich auch keineswegs irgendwie wie Elite eher ausgestoßen und auch in Wissens dingen kein bisschen begabt. Aber dieses Problem mit den Sozialen Kontakten kenne ich schon seid meiner Kindheit xD alle anderen Mädels interessieren sich für Ponys ich für astalreisen und so weiter

    Heute ist es hauptsächlich meine Schulfreundin mit der ich mich durch so ziemlich alle Kurse durchschlage und auch immer neben ihr sitzt. Vom Schulischen her zieht sie mich locker ab o.O aber ihre sonstigen Gesprächsthemen oder Probleme regen mich teilweise einfach nur auf und bringen mich auf die Palme :'(
    Wenn sie einfach mal eine ganze Stunde von Irgendwelchen Serien schwafelt oder wie schade es ist das Hersteller xy ein bestimmtes make-up aus dem Sortiment nimmt oder ähnliches und das stunden lang, dem kann ich einfach nichts abgewinnen und Pampe sie dann an und fühle mich anschließend beschissen...

    Genau so wie feiern gehen ich bin eigentlich in dem alter wo ich mir die Nächte um die Ohren schlagen sollte, aber in Clubs egal was für Niveau Preis und ruf fühle mich mich voll fehl am Platz und wieder in den Sommerurlaub mit den Eltern und den "Mini Discos" zurück versetzt wo viel alle auch schon so lächerlich Kindisch benommen haben...

    Deshalb fühle ich mich schon recht scheiße weil ich das selbe von einem richtig krass hochbegabten und mir kenne... das ist der kleine Bruder einer früheren Freundin und hat wohl ein paar Punkte mehr als Einstein o.O Und wenn ich mit dem rede hänge ich gefühlt (und der ist 14!!!) im denken immer 5 Sekunden hinterher und fühle mich echt leicht dümmlich oder verarscht weil ich das Gefühl ab er formuliert absichtlich so das kein Normalo das versteht was er von sich gibt
    Und genau das will ich halt vermeiden wenn ich mit anderen Menschen rede...

  3. #43
    Ari


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Zu hoher Anspruch bei Sozialkontakten aufgrund der Hochbegabung!?

    Über das Thema könnte ich unglaublich lange weiter schreiben will nicht irgendwer 20% meines unnützen Hirns abhaben? Ist zwar ziemlich unbrauchbar aber naja

    Freundinnen sind das eine da kann man ja noch abstriche machen und sagen okay du bist nett und wir sind komplett auf einer Wellenlänge und wenn ich jemand zum Philosophieren brauche suche ich mir halt wenn anders..
    Aber bei potenziellen Beziehungen Lerne jemand kennen finde ihn komplett nett und alles und wenn ich ihn dann Näher kennen lerne würde ich ihn am liebsten mit nem Stuhl schlagen weil mich jedes Gesprächsthema zu dem der irgendwas beizutragen hat einfach nur anödet.

    Theorie meiner Schwester dazu ich ziehe halt nur Idioten an weil ich das brauche mich überlegen zu fühlen xD

  4. #44
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 250

    AW: Zu hoher Anspruch bei Sozialkontakten aufgrund der Hochbegabung!?

    @l1nch3n: Ich glau e nicht dass es an deiner Hochbegabung oder am hohen IQ liegt, denn bei kam
    Hauptschulnieveau heraus, trotzdem habe ich das Fachabi geschafft, was die Psychologen damals überforderte.

    Ich habe in allem fast genau die gleichen Probleme wie du. Ich habe durch mein Ehrenamt Bekanntschaften gemacht,
    die auch Geschichen erzählen, die ich nicht alle glaube, denn in einem anderen Bundesland wurden auch Geschichten erzählt, die
    ich für wahr hielt, ich war so naiv. Wie zb. Vermieter war bei uns in der wohnung als wir nicht da waren, nachbar fahhrad geklaut aus keller usw...

    Ich weiß, dass die Personen, die Geschichten erzählen, selbt Probleme haben und in einer Krise stecken, die brauchen anscheinden so etwas wie Geschichten zu
    erzählen um sich besser zu fühlen, um ihr Selbstwertgefühl zu steigern und sich mal kurze in der Wohnung abzulenken. Ich veruche die Geschichten wertfrei zu sehen,
    nehme sei einfach so hin, für die Person, die das erzählt ist es ihre "Realität" an die selbt gerne glauben möchte.

    Ich versuche nicht mehr alles auf die Goldwaage zu legen Manchmal kann ich über doofe Sachen lachen, manchmal muß ich nur lachen, weil sich das lachen des anderen sich
    so komisch anhört.

    Tiefgründige Gespräche vermissse ich dann schon, aber manchmal sind sie mir zu anstrengen wenn ich merke, dass ich die Meinung und der Auffassung des gegenüber zustimmen soll und
    keine eigen haben darf.

  5. #45
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 79

    AW: Zu hoher Anspruch bei Sozialkontakten aufgrund der Hochbegabung!?

    Ich kenne das nur zu gut. Aber mir fehlt gerade die Zeit um genaueres zu schreiben, ich komme darafu zurück

  6. #46
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 359

    AW: Zu hoher Anspruch bei Sozialkontakten aufgrund der Hochbegabung!?

    Ganz ehrlich: ich war bei den Mensanern. Mein Urteil: ein langweiliger Freakclub mit Informatikern und Mathematikern. Die Hälfte hatte eine soziale Kontaktstörung mit Tendenz Asperger/Autismus Spektrum. Das habe ich selbst und finde es so unerträglich, dass ich nicht auch noch Leute suchen muss, die den gleichen Fehler haben. - Da lerne ich lieber Leute an der Uni kennen :-)

    Immer dann, wenn man annimmt, man sei hochbegabt und ADSler, muss man die Statistik der Psychologen befragen. Es ist eben tatsächlich selten, dass jemand beides hat. Ich weiß, das ist provokant - ich finde leider gerade die Quelle dazu nicht!
    Es ist ja auch schön, daran zu glauben, dass diese Kombination häufig der Fall sei.

    Ich bin mir nur einer Sache sicher: viele ADSler haben halt auch Asperger und nach Deinem Bericht hört es sich auch eher nach einer leichten Form von Asperger an. - Aber ich bin kein Arzt. - Ich will diese Diagnose auch nicht für ich akzeptieren - aber mittlerweile wurde mir klar gemacht: meine Hochbegabung hat nichts mit der Art, wie ich mich unter Menschen fühle zu tun sondern nur mit dem Asperger, der eben häufig ist bei ADSlern.

  7. #47
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Zu hoher Anspruch bei Sozialkontakten aufgrund der Hochbegabung!?

    Mir geht es ähnlich, da ich aber bis Anfang diesen Jahres noch keine Ahnung von meinem hohen IQ hatte, führte ich die Tatsache, dass mein Umfeld mich eher als sonderbar wahrnimmt und ich mit vielen Menschen nichts anfangen kann auf meine Interessen zurück, die ich mit kaum jemanden teilen kann.

    Natürlich wirkt auch mein hohes Übergewicht abschreckend auf meine Umgebung. Ich denke, dass ist schon der Hauptgrund, warum mir die Menschen von vorn herein mal aus dem Weg gehen. Denoch hatte ich eine Zeitlang auch Freunde, mit denen ich interessensmäßig halt nie so recht auf einen Nenner kam. Und oft stellt sich die Frage nach mehr Kontakt gar nicht, weil mich die Leute (bzw. was sie so von sich geben und mit was sie sich beschäftigen) nicht interessieren.
    Man tut sich wirklich schwer, Freundschaften zu schließen, wenn man sich nicht für Fußball, Eishockey, Auto-/Motorrad-Rennen oder sonstigen Sport interessiert. Und wenn sich in der Nachbarschaft niemand findet, der auch gerne malt, zeichnet und Hörspiele hört anstatt "zum Bolzen" zu gehen, hat man als Kind schlechte Karten. Und was die meisten Leute von Jazz halten brauche ich nicht groß ausführen.

    Ob das jetzt mit meinem IQ zusammenhängt, weiß ich nicht. Ich halte mich auch nicht für sonderlich intelligent, das Testergebnis war für mich sehr überraschend. Ich habe auch nicht vor, es rumzuerzählen, weil ich auf keinen Fall als "Hochintelligenzler" gesehen werden will. Solange ich mich selbst für einen Idioten hielt hatte ich keine Hemmungen bei Themen wie Fußball, Autorennen und Antenne Bayern von Volksverblödung zu reden, wenn mir jemand mein mangelndes Interesse vorgeworfen hat. Ich glaube, wenn sich mein IQ rumspräche, bekäme ich so eine Art Beißhemmung. Ich will auf keinen Fall dass es dann heißt "ach ja, der Herr Hochintelligenzler, sind wir ihm mal wieder zu primitiv". So möchte ich nicht wahrgenommen werden.

    Von meinen alten Freunden aus Kindertagen ist mir einer geblieben. Außerdem habe ich noch einen Kommilitonen, mit dem ich Kontakt halte. Meist per Mail und Facebook, ab und zu treffen wir uns. Ansonsten: viele Bekannte, keine Freunde. Meine Freizeit verbringe ich meist allein zu Hause. Ab und an mache ich Musik, aber für die Mitmusiker bin ich auch nur mit meinem Instrument interessant, privat wollen die auch nichts von mir wissen. Da ich gerne für mich bin, finde ich das aber auch nicht so schlimm. Ab und zu mal mit jemandem über interessante Themen zu diskutieren oder jemanden zu haben, mit dem ich ins Kino gehen könnte (um Filme anzusehen, die mich auch interessieren) wäre halt schön.

    Was mich nervt ist folgendes: wenn mal jemand auf mich zukommt, dann immer nur, weil er was von mir braucht. Ich meine jetzt weniger alltägliche Gefälligkeiten sondern Sachen wie Zeichnungen, Karikaturen etc. Teilweise wird auch gar nicht gefragt (z.B. "darf ich dich um was bitten?" oder "tust du mir einen Gefallen"), sondern es werden quasi-Ansprüche hergeleitet. Also "Du kannst doch so toll" oder "Du machst doch so schön" oder "Nachdem Du hierin ja so begabt bist, kannst Du gleich kommen und mir helfen".
    Ich lehne mittlerweile alles ab, weil ja doch nichts dabei heraus kommt. Lieber verbringe ich meine Freizeit alleine mit etwas, was mir Spaß macht, als solchen Anfragen nachzugeben, die mich während der Erledigung nerven und hinterher heißt es doch wieder nur danke und tschüss.
    Geändert von Pierre Gynth (13.10.2014 um 02:05 Uhr)

  8. #48
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Zu hoher Anspruch bei Sozialkontakten aufgrund der Hochbegabung!?

    Pierre Gynth schreibt:
    Was mich nervt ist folgendes: wenn mal jemand auf mich zukommt, dann immer nur, weil er was von mir braucht. Ich meine jetzt weniger alltägliche Gefälligkeiten sondern Sachen wie Zeichnungen, Karikaturen etc. Teilweise wird auch gar nicht gefragt (z.B. "darf ich dich um was bitten?" oder "tust du mir einen Gefallen"), sondern es werden quasi-Ansprüche hergeleitet. Also "Du kannst doch so toll" oder "Du machst doch so schön" oder "Nachdem Du hierin ja so begabt bist, kannst Du gleich kommen und mir helfen".
    Ich lehne mittlerweile alles ab, weil ja doch nichts dabei heraus kommt. Lieber verbringe ich meine Freizeit alleine mit etwas, was mir Spaß macht, als solchen Anfragen nachzugeben, die mich während der Erledigung nerven und hinterher heißt es doch wieder nur danke und tschüss.
    Mich hat sehr bewegt, was du geschriben hast. Zu diesem Absatz möcht ich dir etwas antworten. Ich verstehe, dass wenn man sich ausgenutz fühlt, man keinen Bock mehr darauf hat. Auf der anderen Seite ist so ein leben ohne Frende und meist allein ja auch nicht immer schön, man sagt dann schnell "ich bin gern allein", aber eigetnlich ist es doch so, dass man es mit der Zeit eben so hinnimmt und mna eben auch so stark ist, dass auszuhalten und sich sebst zu beschäftigen mit interessanten Sachen e.c. .

    Ich denke es ist immer uch ein Stück Arbeit, dass von einem selbst kommen muss. Wie wäre es denn, wenn du die Bitten, die an dich gerichtet werden, nicht einfach ablehst, sondern versuchss, daraus Kontakte e.c. aufzubauen. Z.B. sagst du "Ja, dass mach ich gern für dich" und wenn dann überlegst du in Ruhe mal, was der andere dir geben könnten und "forderst" sozusagen ein "Gegeenleistung" ein. Z, B , wenn du weißt jemand ist ein Filmnarr, dann könntest du sagen : "Das mach ich gern, aber weißt du, du könntest mir auch eine gefallen tun. Ich weiß du bist begeistert von guten Filmen. Ich liebe auch gute Filme, vieleicht kannst du mir mal einen empfehlen oder wir gehen mal zusammen ins Kino". Kontakte muss man halt aufbauen und wenn man selbest uch daran arebitet, dann ergeben sich aus solche Geschichten vielleicht später mal ein, zwei Freundschaften.

  9. #49
    Rettich

    Gast

    AW: Zu hoher Anspruch bei Sozialkontakten aufgrund der Hochbegabung!?

    Ich kannte mal jemanden, der bei Mensa war oder zumindest den Test dort erfolgreich bestanden hatte. Er war intelligent, ohne Frage aber ich weiß nicht wo. Außer Eloquenz ist mir da jedenfalls nichts aufgefallen. Karrieretechnisch hat es ihm jedenfalls nichts genutzt.
    Ich glaube auch nicht so recht dran, dass Hochbegabung die Sozialkontakte einschränken kann. Selbst bei einem geringen Prozentsatz der Hochbegabten sollten doch genügend Leute, mit denen man sich adäquat unterhalten kann, übrigbleiben.
    Echte Hochbegabte müssten da eigentlich von alleine drauf kommen.


    Aber im Ernst. Ich denke, es liegt daran, das man schon eine gehörige Mengen Schnittmengen zu anderen benötigt, um sich in ihrer Gegenwart wohl zu fühlen. Das ist bei mir die Sicht auf die Welt, eine gewisse Grundironie und eine ähnlich bescheidene Kindheit. Da wird das eigentliche Thema schon fast egal.

    Wenn man also gerne Formel 1 schaut, Bier trinkt und der eigene literarische Anspruch sich auf die Bild Zeitung erstreckt, wird man sich vermutlich mit Leuten, die ähnlich ticken, sehr wohl fühlen. "Ei un isch hab immer gedacht des du n' Arsch bist abber du bis ja so was von in Oddnung - Narhallamarsch - Weisde noch wie domols de Veddel..." "Jo, abbe de Schuhmacher...."

    In so einem Mensa Treffen kann ich mir nun nicht vorstellen, dass da automatisch ein besserer Draht zwischen den Leuten entsteht, nur aufgrund einer Hochbegabung.
    Außerdem ist mir der Begriff viel zu schwammig. Mathematisch? Künstlerisch? Sprachlich? Logik?

    Dann sitzen da los so Nerds zusammen und unterhalten sich darüber, ob dieses oder jenes Konzert von Karajan 1976 besser interpretiert wurde oder doch von einem anderen Dirigenten 1982. Oder wie elegant dieser oder jener mathematische Beweis war?
    Prpf... Eine hohe Intelligenz bedeutet nicht zwangsläufig eine höhere Kulturstufe.

    Ich denke, dass dieses "kein Interesse an smalltalk", "kein Interesse, sich über Sport zu unterhalten", keinen Bock über andere zu lästern" stark von der eigenen Gefühlswelt bestimmt wird.
    Wenn ich schlecht drauf bin, möchte ich mich eigentlich über gar nichts unterhalten, selbst über Dinge nicht, die mich ansonsten interessieren. Daraus zu schlussfolgern, dass die anderen "unter dem eigenen Niveau" sind und "intelligenzmäßig" nicht mithalten können, halte ich für vermessen. Klar gibt es Leute, die das Pulver nicht gerade erfunden haben aber das heißt nicht, dass man sich mit Ihnen nicht gut unterhalten könnte. Ich denke, es sind die Emotionen, die uns verbinden, gemeinsame durchlebte Situationen, die ähnlichen Interessen die den Draht zu anderen bilden - nicht nur die Intelligenz.

    Bei allen Ansprüchen an andere kann man sich gelegentlich auch mal fragen, ob man selber denn eigentlich auch in der Lage ist, sich so zu unterhalten, dass andere Leute nicht gelangweilt sind.





  10. #50
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Zu hoher Anspruch bei Sozialkontakten aufgrund der Hochbegabung!?

    ... und meist allein ja auch nicht immer schön, man sagt dann schnell "ich bin gern allein"
    Ich glaube, ich hab mich falsch ausgedrückt. Ich bin schon immer gerne für mich gewesen und das alleine sein ist sehr wichtig für mich. Das hat vielleicht was mit meiner Überempfindlichkeit zu tun (das war übrigens auch ein Punkt, warum ich auf die Idee gekommen bin, ich könnte ADS haben). Ich kann außer mir zu Hause niemanden brauchen. Ich will, wenn ich mich in der Früh aus dem Bett quälen muß kein "guten Morgen" hören und wenn ich fertig aus der Arbeit komme kein "wie war dein Tag". Mein zu Hause ist für mich ein Rückzugsort, der mir Ruhe, Ruhe und Ruhe bietet.
    Was mich belastet ist nicht das selbst gewählte allein sein, sondern die Ablehnung, die mir letzten endes von allen Seiten entgegengebracht wird. Das fühlt sich halt nicht gut an.

    Kontakte muss man halt aufbauen und wenn man selbest uch daran arebitet, dann ergeben sich aus solche Geschichten vielleicht später mal ein, zwei Freundschaften.
    Vor ein paar Jahren habe ich auch noch gedacht, das liegt nur bei mir und ich habe es versucht, die Kontakte aufzubauen. Aber es bringt nichts. Ich habe es aufgegeben.

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