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Diskutiere im Thema Hochbegabt! Und nu? :O im Forum ADS/ADHS und Hochbegabung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 4

    AW: Hochbegabt! Und nu? :O

    Sunraindown schreibt:
    Hallo ihr,

    Ich habe nun seit zwei Tagen endlich schwarz auf weiß: Ich habe sowohl ADS als auch einen IQ, der im Hochbegabten-Bereich liegt.

    Zunächst einmal freue ich mich wahnsinnig, endlich einen Namen für meine Andersartigkeit zu haben, und konkrete Strategien an die Hand zu bekommen.

    Eine Sache treibt mich allerdings um: Was tun mit der HB? Ich wurde nie gefördert, war in der Schule eher öfters mal versetzungsgefährdet und fühle mich irgendwie... betrogen vom Leben. Und zwar um meine Neugier und das, was ich hätte lernen und leisten können, hätte man das früher gewusst. Bis vor zwei Tagen bin noch nicht mal ich auf die Idee gekommen, dass ich einfach unterfordert gewesen sein könnte die ganze Zeit.
    In der Grundschule war ich noch ein sehr lebensfrohes, neugieriges Kind - Das hat mir die Schule nun ziemlich abgewöhnt.
    Nun bin ich also 20, bin im insgesamt doch ganz glücklich mit meinem Leben und erfahre nun, dass da ein großes Potential in mir schlummert.

    Die Frage an euch ist nun: Wie kann man dieses Potential umsetzen? Lohnt es sich, dem Mensa-Verein beizutreten, um sich Anregung zu holen? Oder besser nicht? Was habt ihr mit eurer HB angefangen? Und wie erkennt man, das man gerade genügend gefordert ist? (Mir ist dieses Gefühl abhanden gekommen )

    Liebe Grüße!

    Hey sunraindown,

    ich würde jetzt nicht zwanghaft den Austausch mit anderen Hochbegabten suchen. Lebe dein Leben einfach so wie du es für richtig hälst und suche Kontakte mit den Leuten, mit denen DU auch wirklich zu tun haben willst. Dies können Leute im Sportverein sein oder vll auch Leute der Mensa. Klapper einfach mal unterschiedliche Gesellschaftsschichten ab und gucke inwiefern sich deine Gemütslage ändert.
    Was machst du denn beruflich wenn man fragen darf?

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Hochbegabt! Und nu? :O

    Hallo sunraindown,

    dein Beitrag hat mir echt Hoffnung gegeben.
    Würde mich gerne mal mit dir austauschen über private Nachrichten
    Dafür müsstest du dich aber zuerst vorstellen, damit es klappt!
    Wäre schön, bin 21 jahre alt habe auch ADS die hypoaktive Variante und vermute bei mir sehr stark eine versteckte Hochbegabung.
    Da du in meinem Alter bist, dachte ich , ich schreib dir mal und hoffe auf Antwort von dir

    p.s. wo hast du dich denn auf ADS und hochbegabung testen lassen?
    Suche jemand der darauf wirklich Spezialisiert ist, ist gar nicht so einfach jemanden zu finden :-/

    Ganz Liebe Grüße Elena
    Geändert von Elli ( 7.10.2013 um 20:18 Uhr)

  3. #13
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 64

    AW: Hochbegabt! Und nu? :O

    Hui, vielen Dank an alle bisherige Poster! Sehr vernünftige Sachen postet ihr da - Wenn das mal keine gute Richtlinie ist! Jetzt gilt es nurnoch die Balance zu finden zwischen zu viel und zu wenig, aber irgendwie bekomme ich das schon gebacken Ich update hier und woanders im Forum dann auch mal, wenns neues gibt.

    Ich ziehe dieses Semester mal testweise zwei Wahlpflichtfächer vor, dann schau ich mal, wie ich auf eine erhöhte Leistung reagiere

    @pippo_88: Bin IT-Student im dritten Semester Langfristig will ich in die Wirtschaft, aber ich habe diesen technologischen Einstieg gewählt - mit ungenau definierten Business-Wörtern ala typischer Controller wäre ich nicht glücklich geworden. Dann lieber erst programmieren und dann führen oder Selbstständigkeit oder was auch immer.

    @Elli: Hab mich nu vorgestellt Ich schreibe dir dann, wenn ich freigeschaltet bin - oder du mir, wenn du willst. je nachdem, wer zuerst da ist^^
    Gleichaltrigen-HighFive!

    Bis bald auf pm-Wege

    Edit: Habe den Namen des Arztes rausgenommen - schicke ich dir dann auch noch in der Pm ^^
    Geändert von Sunraindown ( 7.10.2013 um 23:56 Uhr)

  4. #14
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 47

    AW: Hochbegabt! Und nu? :O

    Hallo Sunraindown,

    herzlichen Glückwunsch zu Deinen Diagnosen! Egal ob ADS oder HB, so werden sie Dir mit Sicherheit sehr dabei helfen, den richtigen Weg für Dich in Deinem Leben zu finden!


    Eigentlich wollte ich Dir auch nur sagen: Bitte fühl Dich nicht vom Leben betrogen. Es ist wie es ist. Natürlich hätte es besser laufen können, aber auch viel schlechter. ADS und Hochbegabung sind beides so individuelle wie auch komplexe Themen. Selbst wenn Du es vorher schon, irgendwann in Deiner Kindheit oder Jugend erfahren hättest, wäre nicht sicher, ob Dir das auch viel gebracht hätte. Das ist die Sache mit hätte, hätte, hätte...

    Ich glaube jetzt, genau jetzt, ist der richtige Zeitpunkt für Dich mit dem Wissen, dass Du jetzt über Dich hast, loszulegen. Dein Leben liegt vor Dir! Finde Deine Wege, nutze Deine Gaben, lerne mit Deinem ADS umzugehen!



    Der Mensa Verein sieht sich ja vor allem als Netzwerk. Vielleicht tatsächlich eine gute Gelegenheit, um sich Anregungen zu holen. Ob das aber was für Dich ist, musst Du selber sehen. Sicherlich wird auch jede lokale Gruppe etwas anders sein (wie bei den ADS Stammtischen auch ;-)). Wende Dich doch einfach an die Ansprechpartner in Deiner Region. Die können Dir bestimmt konkreter dazu Auskunft geben, vielleicht auch hinsichtlich anderen ADS'lern (na ja, das ist jetzt vielleicht bisschen optimistisch gedacht) oder zur Altersstruktur!!!, oder....

    Ich wünsche Dir jedenfalls, dass Du, egal wo und wie, egal ob über Mensa oder über das Internet, Menschen triffst, die auch mit dieser Konstellation von ADS und Hochbegabung leben und mit denen Du Dich austauschen kannst. Zumindest um erst einmal sowas wie einen richtigen Weg für Dich, für Deine Reise durch das Leben, zu finden (jedenfalls den Anfang davon). Und nie vergessen: Die Reise, Deine Reise, führt durch das ganze Leben. Glaube niemals daran, dass Du angekommen bist. Und wenn Du Dich auf der Reise mal verläufst: was soll's... Dann hast Du mal etwas anderes von der Welt gesehen.

    Liebe Grüße
    Konvergent


    P.S. Sorry, hatte gerade einen meiner philosophischen Anfälle. Steht das überhaupt in einem Zusammenhang? Ich glaub, ich muss dringend ins Bett
    .


  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 201

    AW: Hochbegabt! Und nu? :O

    Hey,

    das Problem bei diesen Begriffen ist, dass es eigentlich keine Hochbegabung in meinen Augen gibt. Im Buch "Verkannte Genies, wenn Kinder in der Schule scheitern" wird dies schön erläutert.
    Jeder hat eine Begabung und kann in diesen Bereichen gefördert werden. Ebenso sagen IQ Tests kaum aus, ob du Kreativ bist oder die Intelligenz auch richtig einsetzen kannst.
    "Intelligenz ist das, was man nutzt, wenn man nicht mehr weiter weiß."

    Deine Stärken zu kennen, wäre jedoch ein guter Ansatz für dich. Stärken soll man verstärken. Konzentriere dich darauf was du gut kannst und fördere das, anstatt zu VIEL Energie auf deine Schwächen anzuwenden. Das macht auf Dauer nur Müde und Antriebslos.

  6. #16
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Hochbegabt! Und nu? :O

    Hi sunraindown!

    Ich bin jetzt Anfang 40 und weiss seit 2,5 Jahren, das ich ADHS/ADS als Mischtyp habe. In der Grundschule habe ich mich schon gelangweilt, interessante Dinge sind mir zugeflogen, bei langweiligen Dingen, habe ich dann lieber unter dem Tisch gelesen oder andere Dinge gemacht und trotzdem irgendwie immer gewusst, was Sache war. Damals wurde in der Grundschule noch der IQ getestet, meine Klassenlehrerin hielt mich aufgrund meiner Arbeitseinstellung nicht für geeignet, aufs Gymnasium zu gehen. Nach dem IQ-Test sah sie das dann anders.

    Im ersten Jahr auf dem Gymnasium war ich Klassenbeste, alles war neu, spannend, interessant.

    Schwierigkeiten im Verhalten gab es, sobald ich mich langweilte. Es gab Strafaufgaben, Telefonate mit Eltern. Meine Mathelehrerin sprach meine Eltern auf Hochbegabung an. Meine Mutter - selbst Lehrerin, wies dies weit von sich. Das war in der 5. Klasse. Nun ja, ich bin irgendwie so durch die Schule gekommen, alles was neu war, war spannend, alles was bekannt war, schnell langweilig und dementsprechend waren dann meine Noten auch schlecht. Allerdings bin ich ohne Hausaufgaben selbst zu erledigen durch die Schule gekommen und habe auch noch ein paar Mitschüler mit durchgezogen...

    Vor der ADHS-Diagnostik sagte mir ein Psychotherapeut, bei meinem Lebenslauf - Abitur, Studium, Beruf - hätte ich mit Sicherheit kein ADHS, sondern das sind die Folgen einer Hochbegabeung. Aber ich könnte mich ja testen lassen, wenn ich unbedingt wollte, um das ADHS auszuschließen...

    Nunja, ich hab sowas von ADHS, dass ich aufgrund meiner Intelligenz gut kompensieren konnte. Darum sind die Probleme erst im kontinuierlichen Berufsleben aufgetaucht.

    Bereue ich es, dass ich nichts daraus gemacht habe? Ein ganz klares Nein! Für mich ist es wichtig, eine Balance zu finden und mit mir und meinem Leben klar zu kommen. ADHS-typisch steht dabei meistens der Spaßfaktor im Vordergrund.

    Ich höre häufig: du bist in deinem Job besser als ich, warum machst du nicht mehr daraus? Warum scheiterst du immer an den alltäglichen Dingen...Ja das sind dann eben die langweiligen Dinge, die ich dann nicht gebacken bekomme.

    Wenn ich zurückblicke: hätte ich Lust darauf gehabt, eine Promotion zu schreiben? Eine Habilitation? Habe ich mir da durch mein Lernverhalten einfach zuviele Steine in den Weg gelegt? Für meine Eltern war mein relativ schlechtes Examen eine Enttäuschung, ich selbst weiss, was ich dafür getan habe und finde es eigentlich phänomenal, dass das überhaupt gereicht hat...Es war einfach tauendmal spannender in der Biblithek als Hilfskraft zu arbeiten und als Übungsleiter auf dem Hundeplatz, als am Schreibtisch zu sitzen und zu lernen. Ich lächle gerade beim Schreiben und denke "Prioritäten setzen ist also immer schon problematisch gewesen!" Klar gab es auch das ständig schlechte Gewissen, wenn ich gesehen habe, wieviel meine Kollegen geackert haben. Es gab bei mir immer eine große Diskrepanz zwischen dem mündlichen und schriftlichen.

    Ich weiss genau, dass mich Forschung am Schreibtisch wahnsinnig gemacht hätte. ich kann mir immer noch nicht vorstellen, etwas zu schreiben, an dem ich länger als zwei Tage mit dem selbsen Thema befasst bin. Damit fällt die Diss und die Habil unabhängig vom schlechten Examensergebnis weg.

    Grundsätzlich habe ich einen Job, der mir Spass macht. Er bereitet mir immer noch ein paar Tücken, die sich durch die ADHS eingeschlichen haben. Sollten diese Tücken irgendwann mal mit Hilfe meines Therapeuten gezähmt sein, werde ich auch noch richtig Geld mit meinem Job verdienen können. Lassen sich diese Tücken nicht zähmen, wird es irgendwann sehr schlecht für mich aussehen.

    Warum schreibe ich dir das alles? Weil ich finde, du solltest - bevor du entscheidest, ob du aus deiner Hochbegabung etwas machst - mit professioneller Hilfe lernen, welchen Anteil dein ADHS bei dir hat, wobei du dir durch dein ADHS im Weg stehst, aber was du durch das ADHS auch besonders gut kannst. Was wurde bisher durch die Hochbegabung schon ausgeglichen, was nicht? Welche besonderen Talente hast du, welche Ressourcen? Womit geht es dir besonders gut? Was möchtest du gerne?

    Es macht keinen Sinn, in die Vergangenheit zu schauen, was anders hätte sein können, wenn schon als Kind die Hochbegabung gefördert worden wäre. Es kommt auf das Jetzt an und auf deine Zukunft. Wenn es dir wichtig ist, nimm Kontakt zu Mensa auf und probier aus, ob es dir dort gut geht.

    Ich merke noch heute, dass ich mit meiner schnellen Auffassungsgabe Leute häufig vor den Kopf stoße, weil ich immer davon ausgehe, dass alle anderen genauso schnell denken, wie ich. Naja, ich arbeite dran...

    Ich finde das klarkommen im Alltag einfach wichtiger, als etwas aus einer hochbegabung zu machen.

    LG Trine

  7. #17
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 60

    AW: Hochbegabt! Und nu? :O

    Ich muss Trine da zustimmen: Das Klarkommen im Allgemeinen ist auch aus meiner Sicht wichtiger, als ein Testergebnis.

    Allgemein: Hochbegabung/Intelligenz ist ein schwieriges Konzept. Ich bin der Meinung, dass man sich darauf nicht zu sehr reduzieren sollte, weil IQ-Tests o.ä. an sich schon recht reduktionistisch sind. Sie geben einen guten Anhaltspunkt, aber definitive Aussagen können sie nicht geben. Viel wichtiger ist aus meiner Sicht, dass man selbst weiß, wer man ist. Meine Freundin ist Psychologin und musste im Rahmen ihres Studiums auch einige Tests selbst machen, einfach um sich das Format zu gewöhnen und Diagnostik zu üben. Sie meinte, dass es schon einen sehr krassen Übungseffekt gäbe und es für fast jedes Frageformat "Shortcuts" gibt, die man sich beibringen und dann nahezu jede Aufgabe lösen kann.

    Diese Tricks kann man sich relativ leicht aneignen, vorausgesetzt man will es natürlich. Klar, wer sie nicht kennt und trotzdem gut abschneidet, ist schon ziemlich schlau, aber ob das Ganze dann noch so viel wert hat, wenn andere mit ein paar vorher gelernten Tricks auch hochbegabt sind, weiß ich nicht. Hochbegabung wird dann schnell inflationär. Und diejenigen, die von zu Hause aus keinen Zugang zu solchen Hilfen haben, schneiden dann schlechter ab, obwohl sie vielleicht noch viel schlauer sind, als die durch ihre Sozialisation bevorteilten Kandidat_innen.

    Damit möchte ich niemandem sein Ergebnis madig machen, aber am Ende des Tages nimmt eh (fast) keiner Rücksicht darauf, ob man hochbegabt ist, oder nicht. In der Schule wird es vielleicht noch berücksichtigt, wenn man auf Grund seiner Hochbegabung Verhaltensauffälligkeiten zeigt. Später im Leben ist es der Arbeitgeberin im Prinzip egal, ob man nun intelligent ist oder nicht. Wenn man die Leistung nicht bringt, kann man gehen, egal wie schlau man ist. Für viel wichtiger halte ich es, dass man ein Gespür dafür entwickelt, was man gut kann und was nicht und für sich persönlich etwas findet, das einen erfüllt und glücklich macht.

    Bei mir war es z.B. in der Grundschule ganz schrecklich. Ich konnte lesen und schreiben, bevor ich in die Schule kam und meine damalige Klassenlehrerin hat mich förmlich untergehen lassen. An ein Ereignis erinnere ich mich noch besonders: ich bekam eine 5 in Mathe, obwohl ich alle Aufgaben völlig korrekt gelöst hatte, aber eben mit dem "offiziellen" Weg und nicht dem, "Übergangs-Kindergarten-Weg". Und anstatt mich zu fördern oder eine Klasse höher zu stufen, wurde ich ziemlich gemobbt. Das Thema wurde auf Elternabenden thematisiert "unsere Kinder fühlen sich minderwertig, weil ihr Kind schon so viel kann" und irgendwann wurde ich dann auch von meinen Mitschüler_innen ausgegrenzt. Sie wollten meinem Opa dann verbieten, mit mir Physik zu lernen, weil ich dann ja schon wieder zu viel wüsste. Total irre, oder? Das hat mir dann irgendwann völlig die Lust auf die Schule verdorben und ich bin immer öfter "krank" geworden, weil ich nicht zur Schule wollte. Zum Glück wurde es dann auf dem Gymnasium besser- sollte aber auch erst keine Empfehlung für das Gymnasium bekommen..lol Eigentlich müsste ich meiner alten Klassenlehrerin mal einen Brief mit meinem Abi-Zeugnis schicken (hab nen Schnitt von 0,8 geschafft). Mir war während meiner Schulzeit nie bewußt, dass ich hochbegabt sein könnte. Ich habe mich immer dumm und "falsch" gefühlt. ADS war auch nie ein Thema, darauf kam man bei mir einfach nicht. So eine Hochbegabung kann auch manchmal Fluch und Segen gleichzeitig sein. Wichtig ist aus meiner Sicht einfach nur, dass man seinen eigenen Weg findet und sich nicht auf etwas reduziert bzw. reduzieren lässt. Es ist unter Umständen gut zu wissen, dass man hochbegabt ist, aber die Hochbegabung alleine und das Wissen darum nimmt einem nichts ab. Die Motivation muss man, wie jede_r andere auch, selbst aufbringen und den Allerwertesten hochkriegen. Solche Situationen, wie ich sie damals in der Grundschule erlebt habe, kommen ja heutzutage wahrscheinlich nicht mehr so oft vor (hoffe ich zumindest).
    Geändert von Geetarist ( 8.10.2013 um 15:20 Uhr)

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 201

    AW: Hochbegabt! Und nu? :O

    Eventuell findest du auch hier Rat:

    http://www.amazon.de/gp/product/B00E...rd_i=530484031

    Ich lese gerade die Probe und finde das Buch gut.

  9. #19
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 234

    AW: Hochbegabt! Und nu? :O

    KaputterData schreibt:
    Ebenso sagen IQ Tests kaum aus, ob [...] die Intelligenz auch richtig einsetzen kannst.
    "Intelligenz ist das, was man nutzt, wenn man nicht mehr weiter weiß."
    Nach diesen Ansatz wären allerdings viele ADSler wesentlich weniger intelligent, als der Wert, den sie in einem IQ-Test erreichen, aussagt. Zu erwähnen wäre auch, dass es einen IQ-Test gibt, ich weiß jetzt nicht genau wie der heißt (ich habe in einem ADS-Buch darüber erwahren; ich meine HAWIK heißt er, jetzt im Nachhinein bin ich mir sogar ziemlich sicher), der einen sogenannten Handlungs IQ misst. Dieser wird sehr gerne bei der ADS Diagnostik eingesetzt, da viele ADSler eine große Diskrepanz zwischen IQ und Handlungs IQ aufweisen. Das deutet daraufhin, dass ADSler oft ihr volles Potential nicht ausnutzen können.
    Es gibt viele Interpretation für Intelligenz. Die eine, die aussagt, dass Intelligenz die Fähigkeit ist, aus seinen Fähigkeiten das meiste herauszuholen, ist für mich als schwerbetroffener ADSler die unschönste Definition.

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 64

    AW: Hochbegabt! Und nu? :O

    Danke ihr! Ich vermute, es ist das Beste, wenn ich schnell Kontakt mit der Selbsthilfegruppe in meiner Stadt aufnehme - und dann Stück für Stück lerne, wie denn ein organisiertes Leben sich so gestaltet

    Trine, ich denke du hast durchaus Recht mit der Gestaltung der Prioritäten! Ich werde mich nun auch eher auf die Abschwächung der negativen Aspekte von ADS konzentrieren, und das Fordern eher nebenher laufen lassen. Diese Jahr setze ich mir ein fixes Notenziel und versuche dann mal, mit strukturiertem Lernen dieses Ziel zu erreichen - zwecks Erfolgsfeedback. So an und für sich fordere ich mich eig. schon ziemlich selbstständig mit verschiedensten Dingen, von daher mache ich mir wenig Sorgen.

    Zum Begriff "Hochbegabt": Es geht mir nicht darum, ob ich jetzt 129, 130 oder 131 Punkte in diesem Test erziehlt habe. Das ist mir eigentlich ziemlich egal. Was wichtig ist, dass ich garnicht wusste, dass ich schlau war. Ich dachte, ich wäre komisch. Und dümmer, als ich mich fühlte. Und irgendwie so garnicht das Kind, das den Förster beim Ausflug durch altersuntypische Fragen ins Staunen versetzt oder mit 11 den Schwarm liest (also Ich in jünger, bevor alles langweilig wurde). Die ganze Zeit von 10-11 aufwärts fühlte ich mich einfach nur dumm.
    Und jetzt erfahre ich, dass das höchwahrscheinlich keine Überforderung war, sondern eine Unterforderung.
    Was bringt mir das nun? Ich werde meinen Leben nun so gestalten, dass ich nicht in einem langweiligen Bürojob ende, sondern etwas anderes mache. Ich muss nun darauf achten, mich verständlicher auszudrücken - Nicht ich bin zu dumm, um zu reden, sondern im Gegenteil sogar manchmal einen Tick zu schnell. Das ist ne ganz neue Perspektive! Dieses Wissen wird mir noch ne Menge Depressionen und Missverständnisse ersparen!

    Über die genau Definition des Begriffs kann man natürlich streiten, aber für mich steht auf jeden Fall fest, dass es so ziemlich das Befreiendste war, das ich die letzten Jahre gehört habe! *rumtanz* (es läuft gerade Ska, daher... )

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